DD240133B1 - Chirurgisches handinstrument zur entfernung von tumorgewebe - Google Patents

Chirurgisches handinstrument zur entfernung von tumorgewebe Download PDF

Info

Publication number
DD240133B1
DD240133B1 DD27965385A DD27965385A DD240133B1 DD 240133 B1 DD240133 B1 DD 240133B1 DD 27965385 A DD27965385 A DD 27965385A DD 27965385 A DD27965385 A DD 27965385A DD 240133 B1 DD240133 B1 DD 240133B1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
sound
surgical
ultrasonic transducer
hand instrument
tumor tissue
Prior art date
Application number
DD27965385A
Other languages
English (en)
Other versions
DD240133A1 (de
Inventor
Gernod Fritzsch
Wolfgang Mueller
Jens Fuessel
Alexis Neumann
Wilfried Wehner
Jochen Schoeche
Original Assignee
Karl Marx Stadt Tech Hochschul
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Karl Marx Stadt Tech Hochschul filed Critical Karl Marx Stadt Tech Hochschul
Priority to DD27965385A priority Critical patent/DD240133B1/de
Priority to DE19863625749 priority patent/DE3625749A1/de
Publication of DD240133A1 publication Critical patent/DD240133A1/de
Publication of DD240133B1 publication Critical patent/DD240133B1/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/22Implements for squeezing-off ulcers or the like on inner organs of the body; Implements for scraping-out cavities of body organs, e.g. bones; for invasive removal or destruction of calculus using mechanical vibrations; for removing obstructions in blood vessels, not otherwise provided for
    • A61B17/22004Implements for squeezing-off ulcers or the like on inner organs of the body; Implements for scraping-out cavities of body organs, e.g. bones; for invasive removal or destruction of calculus using mechanical vibrations; for removing obstructions in blood vessels, not otherwise provided for using mechanical vibrations, e.g. ultrasonic shock waves
    • A61B17/22012Implements for squeezing-off ulcers or the like on inner organs of the body; Implements for scraping-out cavities of body organs, e.g. bones; for invasive removal or destruction of calculus using mechanical vibrations; for removing obstructions in blood vessels, not otherwise provided for using mechanical vibrations, e.g. ultrasonic shock waves in direct contact with, or very close to, the obstruction or concrement
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B18/00Surgical instruments, devices or methods for transferring non-mechanical forms of energy to or from the body
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B2217/00General characteristics of surgical instruments
    • A61B2217/002Auxiliary appliance
    • A61B2217/005Auxiliary appliance with suction drainage system

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Otolaryngology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Instrument, mit dem in Verbindung mit einer Operationseinrichtung Tumorgewebe oder andere krankhafte weiche biologische Gewebe subtil durch mechanische Schwingungen entfernt und gleichzeitig mittels Unterdruck abgesaugt werden können. Die Erfindung ist zur Durchführung onkologischer Operationen, vorzugsweise in der Neurochirurgie, geeignet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß die Entfernung von Tumorgewebe, vorzugsweise Hirntumoren, sehr subtil und präzise arbeitende chirurgische Instrumente erfordert, um einerseits alle pathologisch veränderten Gewebesubstanzen zu entfernen und andererseits an den Grenzen zum gesunden Gewebe die funktionswichtigen Strukturen, besonders Gefäße, zu schonen. Gegenwärtig werden dafür kleine Faßzangen, Pinzetten und Mikroraspatorien verwendet. Die erforderliche Blutstillung erfolgt üblicherweise durch Koagulation unter Verwendung von Hochfrequenzströmen. Das chirurgische Vorgehen ist dabei durch ein ständiges Wechseln der Instrumente gekennzeichnet, um die wiederkehrenden Arbeitsschritte Tumorabtragung und -entfernung, Blutstillung und Flüssigkeitsabsaugung zu realisieren. Die Möglichkeiten einer intraoperativen hämatogenen Tumorzellverschleppung sind nicht auszuschließen. Besonders schwierig gestaltet sich die Tumorgewebeentfernung in der Tiefe des Operationsgebietes und an den Grenzen zu funktionswichtigen Gewebestrukturen und Gefäßen im Hirn. Das Manipulieren mit den verschiedenen Instrumenten ist zeitaufwendig. Außerdem wird bei der herkömmlichen Operationstechnik das Hirngewebe durch die mechanische Präparation Zug- und Druckkräften ausgesetzt. Besonders bei sehr derben und festen Tumoren sind Sekundärschäden am tumorumgebenden Hirngewebe nicht zu vermeiden.
Medizinische Geräte, die mit Hilfe von Ultraschallschwingungen biologische Gewebe zerstören sowie Gewebepartikel absaugen, sind aus DE-OS 2605968, DE-AS 2626373, DE-OS 2758909 und US-PS 3589363 bekannt. In DE-OS 2605968 wird eine Vorrichtung für chirurgische Zwecke vorgestellt, die zum Beseitigen von pathologisch verändertem Gewebe vorzugsweise am Hirn geeignet ist. Sie arbeitet jedoch mit Biegeschwingungen an einem abgewinkelten Arbeitssegment und die Ultraschallschwingungen werden von einem magnetischen Ultraschallwandler erzeugt. Dieser hat einen relativ niedrigen elektromechanischen Wirkungsgrad und muß wassergekühlt werden. Das abgewinkelte Arbeitssegment hat den Nachteil, daß nicht in größeren Tiefen des Hirns gearbeitet werden kann, da die Bearbeitungsrichtung quer zur Längsachse des Handinstrumentes liegt. Durch den zusätzlich notwendigen Kühlkreislauf müssen 4 Schlauchanschlüsse und zusätzlich die elektrischen Kabel an das Handstück geführt werden, dadurch wird die Manipulierbarkeit wesentlich herabgesetzt.
In DE-AS 2626373 und DE-OS 2758909 wird eine komplexe Operationseinrichtung für chirurgische Eingriffe und Heilbehandlungseinrichtung mit Ultraschallenergie, Aspiration und Medikamentenzufuhr vorgestellt. Sie ist für die Vitrektomie in der Ophthalmologie konzipert. Das Handinstrument ist durch folgende Nachteile gekennzeichnet:
- Eine komplette Einbettung des Schwingsystems in Gummi (Fig.4A, Nr. 23) führt zu Energieverlusten infolge von Reibung, wodurch Schalldämpfung und Handstückerwärmung entstehen. Diese konstruktive Lösung ist für große Leistungen bis 100 W ungeeignet.
- Nadel-und kanülenförmigeApplikatoren (Fig. 4 bis 6) sind zur Übertragung der für die Tumorgewebeentfernung notwendigen Ultraschalleistungen ungeeignet, erfordern zusätzliche Verbindungsstellen oder Anpassungshörner, die Energieverluste hervorrufen, eine Bruchgefahr darstellen und die Arbeitslänge unnötig vergrößern.
- Eine lösbare Kopplung des nadeiförmigen Applikators im Schwingungsknoten (Fig.6A, Anspruch 2) ist nicht geeignet zur Übertragung der an dieser Stelle vorhandenen hohe elastomechanischen Werkstoffdehnung. Diese Dehnung verursacht entsprechend große mechanische Spannungen mit dem Risiko des Brechens der Verbindungsstelle, der Lockerungsgefahr und bewirkt Energieverlust durch Schlupf der lösbaren Verbindung. Gewindeverbindungen innerhalb eines
Halbwellenschalleiters sind für.Schwingungs- und Ultraschallenergieübertragungen ungeeignet. Dagegen bewirken Kopplungen im Schwingungsbauch verlustarme Energieübertragungen.
In US-PS 3589363 wird ebenfalls eine Einrichtung zur Anwendung von Ultraschall in der Ophthalmologie beschrieben. Diese arbeitet mit einem magnetostriktiven Wandler und besitzt somit die Nachteile der zusätzlichen Wasserkühlung infolge des schlechten Wirkungsgrades, wie bereits zu DE-OS 2605968 beschrieben.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Möglichkeiten der Hirntumorentfernung zu erweitern und ein Ultraschallinstrument zu schaffen, das die Nachteile bekannter technischer Lösungen beseitigt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile bekannter, medizinisch genutzter Ultraschallinstrumente wie geringe Schalleistung, schlechter Wirkungsgrad, Energieverluste und Eigenerwärmung sowie Verstopfungsgefahrzu beseitigen und ein chirurgisches Ultraschallinstrument zu schaffen, das durch Abgabe einer zur Tumorentfernung ausreichend hohen Schallintensität bei geringen inneren Energieverlusten durch gute Handhabung, Sterilisierbarkeit, Übersichtlichkeit im Operationsfeld und leichten Zugang zu den verschiedenen Hirntumoren eine sichere, umfassende und zugleich schonende Entfernung von Tumorgewebe ermöglicht.
Die Aufgabe wird durch ein erfindungsgemäß zu schaffendes chirurgisches Handinstrument gelöst, das in Verbindung mit einer Operationseinrichtung, bestehend aus Ultraschallgenerator und Flüssigkeitssauger, betrieben wird. Das funktionsbestimmende chirurgische Handinstrument besteht aus einem Leistungsultraschallwandler und einem Aspirationsapplikator, die durch den Ultraschallgenerator in ihrer Eigenfrequenz zwischen 20 und 4OkHz zu iongitudinalen Schwingungen angeregt werden. Die schwingenden Elemente des chirurgischen Handinstruments besitzen die Länge einer ganzen Ultraschallwellenlänge. Auf zusätzliche schallübertragende Zwischenstücke wird verzichtet. Der Leistungsultraschallwandler und der Aspirationsapplikator sind im Schwingungsmaximum lösbar miteinander verbunden. Dadurch werden die Austauschbarkeit, thermische Sterilisierbarkeit und Reinigung mit flüssigen Desinfektionsmitteln für den Aspirationsapplikator gewährleistet. An dieser Koppelstelle ist die innere dynamische Werkstoffbeanspruchung gleich Null, wodurch eine stabile, zuverlässge Verbindung gesichert wird. Bei gutem Kontakt der Koppelflächen wird die Schallenergie verlustarm übertragen. Weitere lösbare Koppelstellen in Schallübertragungsrichtung werden wegen des damit verbundenen Energieverlustes sowie des technologischen Aufwandes vermieden.
Der Leistungsultraschallwandler besitzt erfindungsgemäß zur Erzeugung der erforderlichen Leistung vier piezokeramische Scheiben, die mechanisch in Reihe und paarweise elektrisch parallelgeschaltet sind. Dadurch werden eine Verringerung der elektrischen Impedanz bei Reihenresonanzbetrieb und eine Minimierung der elektromechanischen Wandlungsverluste sowie eine Verdopplung der Schwingungsamplitude des Piezoantriebs erreicht. Die dadurch erreichte geringe Verlustleistung ermöglicht den Betrieb des chirurgischen Handinstruments ohne zusätzliche Kühlung während chirurgischer Manipulationen. Die vier piezokeramischen Scheiben ermöglichen die Lagerung des Schwingsystems durch eine elektrisch masseführende Metallscheibe, die symmetrisch zwischen den piezokeramischen Scheiben im Iongitudinalen Schwingungsknoten angeordnet ist. Das bringt den Vorteil, daß auf eine elektrische Isolation zwischen der Metallscheibe und dem Gehäuse verzichtet werden kann. Diese Anordnung der Lagerstelle bewirkt ein Maximum der Amplitudentransformation des Piezoantriebes in Richtung des Aspirationsapplikators. Durch eine membranelastische Gestaltung der elektrisch masseführenden Metallscheibe erfolgt eine dämpfungs- und verlustarme Lagerung des Schwingsystems im Gehäuse. Durch ein schallabstrahlendes Koppelelement mit niedriger akustischer Impedanz, das sich mit definierter, an sich bekannter Mantelgeometrie auf den Durchmesser des Aspirationsapplikators verjüngt, wird die Schwingungsamplitude des Leistungsultraschallwandlers deutlich vergrößert und die Reflexion gemindert.
Der massiv ausgebildete Aspirationsapplikator besitzt erfindungsgemäß einen vom Arbeitsende ausgehenden genau eine Viertelwellenlänge langen axialen Kanal, der in der Zone des Schwingungsknotens über eine radiale Bohrung nach außen geführt und mit dem Saugschlauch verbunden ist. Die Anordnung des Schlauchanschlusses in der Zone des Schwingungsknotens verhindert ein Lösen der Schlauchverbindung und vermindert die Dämpfung des Schwingsystems. Der Ultraschallaspirator wird durch den Ultraschallgenerator in seiner Systemresonanz zu Iongitudinalen Schwingungen vorzugsweise im Bereich von 20 bis 4OkHz erregt. Dadurch schwingt die kreisringförmige Applikatorspitze mit einer Schwingungsamplitude von 15 bis 30 [im und zerstört bei Berührung das Tumorgewebe infolge des hohen Schallwechseldrucks. Die mechanische Wechselbeanspruchung, die durch auftretende Kavitation an der Koppelstelle zwischen Applikator und Tumorgewebe verstärkt wird, führt zum Zerreißen der Zellmembranen und zur Desintegration der Zellinhaltsstoffe. Das desintegrierte Gewebe wird durch einen Aspirationskanal des Applikators simultan abgesaugt. Dadurch wird die Verschleppung von Tumorzellen im Operationsgebiet verhindert und eine sehr gute Sichtkontrolle realisiert.
Das Entfernen des Tumors kann dabei durch ein vorwählbares Schall-Saug-Regime mit kontinuierlicher oder intervallartiger Ultraschallapplikation bei Taktfrequenzen von 0,1 bis 10Hz genau dosiert erfolgen. Die intervallartige Ultraschallapplikation ermöglicht ein sehr subtiles Arbeiten und begrenzt die uttraschallspezifischen Wirkungen. Die genannten Vorteile der zuverlässigen Arbeitsweise, geringen Eigenerwärmung, guten Manipulierbarkeit und Sterilisierbarkeit resultieren aus der erfindungsgemäßen Gestaltung des chirurgischen Handinstruments, das unter Beachtung der physikalischen Gesetze der Ultraschallausbreitung in Festkörpern rechnergestützt dimensioniert ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel mit Hilfe der dazugehörigen Zeichnungen näher beschrieben werden.
Fig. 1: zeigtdas Blockschaltbild der chirurgischen Operationseinrichtung Fig.2: zeigtdasSchall-Saug-Regime
a) Intervallschallbetrieb
b) Dauerschallbetrieb
Fig.3: zeigt chirurgisches Handinstrument als Ultraschallaspirator mit Schwingungs- und Dehnungsverlauf
Die chirurgische Operationseinrichtung (Fig. 1) besteht aus einem als Ultraschallaspirator ausgeführten Handinstrument 1 und einer Schall-Saug-Geräteeinheit 2. Diese Geräteeinheit 2 enthält einen Ultraschallgenerator 3 und einen Flüssigkeitssauger 4, die über eine flexible elektrische Leitung 5 und einen Saugschiauch 6 mit dem Handinstrument 1 verbunden sind. Die Aktivierung des Handinstruments 1 mit den Funktionen Schall und/oder Saugen an der Wirkstelle zum biologischen System 9 erfolgt über einen Fußschalter 7, der über Fernbedienungskabel 8 mit der Schall-Saug-Geräteeinheit 2 in Verbindung steht. Nach Fig.2 kann das Schall-Saug-Regime so gewählt werden, daß sowohl der Betrag als auch der zeitliche Verlauf der Schallintensität J im Vergleich mit dem Unterdruck ρ des Aspirators während der Aktivierungszeit t, entweder intervallartig (Fig.2a) oder kontinuierlich (Fig.2b) erfolgt. Bei Intervallschallbetrieb nach Fig.2a sind Periodendauer T, Schallzeit tus und Pausenzeit tp am Ultraschallgenerator frei wählbar. Bei diesem Schall-Saug-Regime können die chirurgischen Manipulationen infolge des zeitlich dosierten Ultraschallenergieumsatzes am krankhaften Biogewebe sehr genau begrenzt erfolgen. Nach Fig.3 ist das funktionsbestimmende chirurgische Handinstrument so konstruiert, daß ein Aspirationsapplikator 10 mit spezieller Mantelgeometrie als Halbwellenresonator in seiner Ejgenresonanz schwingt, wenn dieser mit gleicher Frequenz von einem Leistungsultraschallwandler 14 angeregt wird. Der Aspirationsapplikator 10 besitzt einen von seinem schlanken Ende ausgehenden axialen Kanal 11 mit einem Lumen von 1,2 bis 4,0 mm, der in der Zone des longitudinalen Schwingungsknotens über eine radiale Bohrung 12 nach außen zum Anschluß des Saugschlauches 6 geführt ist. Mit Hilfe von Schlüsselflächen 13 und über einen Gewindestift 28 ist der aus einer schwingelastischen, dämpfungsarmen, sterilisierbaren und physiologisch unbedenklichen Titanlegierung bestehende Aspirationsapplikator 10 an dem Leistungsultraschallwandler 14 lösbar befestigt. Diese Verbindungsstelle befindet sich in einem Maximum des longitudinalen Schwingungsverlaufes 29, in dem der Dehnungsverlauf 30 eine Nullstelle hat.
Der Leistungsultraschallwandler 14 besteht aus vier piezokeramischen Scheiben 15, zwei Kontaktelektroden 16, zwei Isolierbuchsen 17, einer masseführenden Metallscheibe 18 sowie zwei Koppelelementen 19 und 20, die miteinander mittels einer Innensechskantschraube 21 mechanisch verspannt sind. Das schallabstrahlende Koppelelement 19 besteht aus einem Werkstoff mit vergleichsweise zum Koppelelement 20 niedriger akustischer Impedanz und ist konisch gestaltet, um eine Amplitudentransformation der longitudinalen Schwingungen zu ermöglichen. Eine masseführende Metallscheibe 18 ist als membranelastische Lagerscheibe ausgeführt und im longitudinalen Schwingungsknoten des elektromechanischen Wandlers angeordnet. Sie ist in einem Gehäuse 22 gemeinsam mit einem Dämpfungsring 23 befestigt. Über eine flexible elektrische Leitung 5 mit einem Stecker 24 werden die elektrischen Anschlüsse durch eine in einem Gehäusedeckel 25 eingeschraubte Buchse 26 gespeist. Die paarweise angeordneten piezokeramischen Scheiben 15 sind hierbei elektrisch parallel und mechanisch in Reihe geschaltet. Die Stabilisierung der Systemresonanz erfolgt elektronisch über den Ultraschallgenerator durch automatische Frequenznachführung. Der Saugschlauch 6 ist am Handinstrument durch einen Schlauchhalter 27 positioniert. Das Gehäuse 22 ist auf Nullpotentional gelegt und über die Schall-Saug-Geräteeinheit 2 mit dem im Raum installierten Potentialausgleich verbunden.

Claims (1)

  1. Chirurgisches Handinstrument zur Entfernung von Tumorgewebe, bestehend aus einem piezoelektrischen Leistungsultraschallwandler und einem Aspirationsapplikator, die im Schwingungsbauch lösbar gekoppelt sind, das in seiner Systemresonanz zwischen 20 kHz und 40 kHz zu longitudinalen Schwingungen mit genau einer ganzen Wellenlänge erregt wird, über flexible elektrische Leitungen und einem Saugschlauch mit einer Schall-Saug-Geräteeinheit verbunden ist und durch einen Fußschalter aktiviert wird, wobei das schallabstrahlende Koppelelement des piezoelektrischen Leistungsultraschallwandlers und der Aspirationsapplikator verjüngt ausgebildet sind, gekennzeichnet dadurch, daß der Leistungsultraschallwandler (14) vier mechanisch in Reihe und paarweise elektrisch parallel geschaltete piezokeramische Scheiben (15) besitzt, die durch eine elektrisch masseführende Metallscheibe (18) verbunden sind, die gleichzeitig als membranelastische Lagerscheibe im Schwingungsknoten angeordnet ist und daß ein massiver Aspirationsapplikator (10) verwendet wird, der einen vom Arbeitsende ausgehenden genau eine Viertelwellenlänge langen axialen Kanal (11) besitzt, der in der Zone des Schwingungsknotens über eine radiale Bohrung (12) mit dem Saugschlauch verbunden ist.
    Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
DD27965385A 1985-08-14 1985-08-14 Chirurgisches handinstrument zur entfernung von tumorgewebe DD240133B1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD27965385A DD240133B1 (de) 1985-08-14 1985-08-14 Chirurgisches handinstrument zur entfernung von tumorgewebe
DE19863625749 DE3625749A1 (de) 1985-08-14 1986-07-30 Chirurgisches handinstrument zur entfernung von tumorgewebe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD27965385A DD240133B1 (de) 1985-08-14 1985-08-14 Chirurgisches handinstrument zur entfernung von tumorgewebe

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DD240133A1 DD240133A1 (de) 1986-10-22
DD240133B1 true DD240133B1 (de) 1990-06-20

Family

ID=5570483

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD27965385A DD240133B1 (de) 1985-08-14 1985-08-14 Chirurgisches handinstrument zur entfernung von tumorgewebe

Country Status (2)

Country Link
DD (1) DD240133B1 (de)
DE (1) DE3625749A1 (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3820488C2 (de) * 1988-06-16 1999-06-02 Medizintechnik Promedt Gmbh Vorrichtung zur Dränage von Flußansammlungen aus Körperhöhlen
DE10029582A1 (de) * 2000-06-15 2002-01-03 Ferton Holding Sa Vorrichtung zum Entfernen von Körpersteinen unter Verwendung eines intrakorporalen Lithotripters
DE10029581C1 (de) * 2000-06-15 2002-01-17 Ferton Holding Sa Vorrichtung zum Entfernen von Körpersteinen mit einem intrakorporalen Lithotripter
US20090216157A1 (en) * 2008-02-22 2009-08-27 Norihiro Yamada Ultrasonic operating apparatus

Also Published As

Publication number Publication date
DD240133A1 (de) 1986-10-22
DE3625749A1 (de) 1987-02-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2626373A1 (de) Medizinisches geraet fuer chirurgische eingriffe und heilbehandlungseinrichtung mit ultraschallenergie
CA2602485C (en) Ultrasonic wound debrider probe and method of use
US6433464B2 (en) Apparatus for selectively dissolving and removing material using ultra-high frequency ultrasound
US20080058775A1 (en) Ultrasonic debrider probe and method of use
US8518066B2 (en) Method of applying shear stress
US20160367282A1 (en) Method for debriding wounds
US4169984A (en) Ultrasonic probe
CA2661917C (en) Ultrasonic wound treatment method and apparatus
DE69830964T2 (de) Vorrichtung zum verbessern der wirkung von ultraschall
DE2605968C2 (de)
DE69102271T2 (de) Vorrichtung zur gewebezerkleinerung und/oder hämostase.
DE3689308T2 (de) AUSBILDUNG DES MUNDSTÜCKS EINES MIT ULTRASCHALL ARBEITENDEN ABSAUG-ENDOSKOPS UND DAZUGEHöRIGER VIBRATOR.
JPS63500572A (ja) 超音波周波数で振動する器具による生物組織の掻爬又は切除のための装置
US20210022763A1 (en) Linear ultrasonic shear stress cutting blade
CA2992121C (en) Ultrasonic wound treatment apparatus
BR112017022647B1 (pt) Método e sistema para gerar uma onda mecânica, concentrador para focalizar ondas mecânicas emitidas por fontes de onda mecânicas, dispositivo de conexão, e, guia de onda mecânica
CA2938109C (en) Ultrasonic debrider probe
US20070255196A1 (en) Ultrasonic liquefaction method and apparatus using a tapered ultrasonic tip
DE3707403C2 (de) Medizinisches Resektionsgerät
DD240133B1 (de) Chirurgisches handinstrument zur entfernung von tumorgewebe
WO2009088390A1 (en) Ultrasonic debrider probe
WO2008027222A9 (en) Ultrasonic debrider probe
JP2011509143A (ja) 超音波創傷切除プローブ及びその使用方法
JPS62211058A (ja) 超音波処置装置

Legal Events

Date Code Title Description
RPI Change in the person, name or address of the patentee (searches according to art. 11 and 12 extension act)
RPV Change in the person, the name or the address of the representative (searches according to art. 11 and 12 extension act)
RPI Change in the person, name or address of the patentee (searches according to art. 11 and 12 extension act)
RPV Change in the person, the name or the address of the representative (searches according to art. 11 and 12 extension act)
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee