DD240182A5 - Tauchbare freiwurf-rettungsvorrichtung, insbesondere fuer unter schweren wetterbedingungen betriebene seeanlagen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine tauchbare Freiwurf-Rettungsvorrichtung, insbesondere fuer unter schweren Wetterbedingungen betriebene Seeanlagen, versehen mit einer Kapsel, mit dem Ziel, die in Seenot geratenen, schnell in Sicherheit zu bringen, und der Vorrichtung insgesamt hohe Gebrauchswerteigenschaften zu verleihen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine tauchbare Freiwurf-Rettungsvorrichtung, insbesondere fuer unter schweren Wellenbedingungen betriebene Seeanlagen zu schaffen, mit der ein Entfernen der Rettungsvorrichtung von der Gefahrenstelle in kurzer Zeit ueber eine groessere Distanz moeglich ist und die Voraussetzung gegeben ist, die Auswirkungen eines stuermischen Wetters oder sonstiger an der Wasseroberflaeche vorhandener Gefahrenquellen zu vermeiden. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass die Kapsel durch eine Druckhuelle (1) gebildet ist, die im oberen Teil mit mindestens einem durch den damit verbundenen Deckel (12) abschliessbaren Einstiegsloch (11) und im unteren Teil mit einem Raum fuer elektrische, hydraulische Leitungen und mechanische Antriebe versehen und innerhalb einer Aussenhuelle (2) untergebracht ist, die mit einem im unteren Teil (4) der Huelle (2) befestigten raeumlichen Heberahmen (14) versehen ist, wo eine Ankervorrichtung (5) mit automatischer Kraftregelung am Seil mit einem Anker (6) und Ballast (7) angeordnet ist, der trennbar mit dem unteren Teil (4) der Huelle mittels Stopper (8) verbunden ist, auf dem Umfang der Anker (6) beruehrt und damit durch mindestens eine Kupplungsvorrichtung (9) verbunden ist und der Anker (6) mit der Ankervorrichtung (5) durch ein Seil verbunden ist, wobei die Kapsel in einer Startschleuder (15) untergebracht ist, an der Seeanlage befestigt ist und mit einem drehbar gehaengten Fuehrungsrahmen (16) ausgeruestet ist, an dessen oberen Teil eine Buehne mit Reling (35) befestigt ist, die wiederum durch einen Niedergang (36) mit der Decke der Seeanlage verbunden ist. Fig. 1
Description
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine tauchbare Freiwurf-Rettungsvorrichtung, insbesondere für unter schweren Wetterbedingungen betriebene Seeanlagen.
Bisher bekannte Rettungsmittel, die auf Seeanlagen, und Schiffen eingesetzt werden, bestehen aus Booten und Druckluftflößen. Es sind weiterhin Rettungskapseln und Abfallvorrichtungen bekannt, welche ein schnelles Wassern mittels Seilwinden ermöglichen.
Die Konstruktion der Kapsel ist ähnlich wie die der bekannten Rettungsboote des geschlossenen Types. Sie sind aus Poiyester-Glas-Schichtstoffen ausgeführt. Innerhalb einer elliptischen Kapseln gibt es je nach Ausführung Platz für 14-54 Personen. Die Schiffbrüchigen nehmen Platz im Bug- und Heckteil der Kapseln sowie an beiden Bordseiten auf Bänken, die auf einer Ebene angeordnet sind und werden mittels Sicherheitsgurten gesichert. Die Kapsel besitzt einen eigenen Antrieb und eine Außenhautberieselungsanlage für den Fall, daß eine Feuerzone überwunden werden muß, einen Sauerstoffvorrat, ein Nahrungsmittelvorrat sowie sanitäre Mittel und ein Radargerät.
Aus dem Artikel „Safety at Sea" — Offshore Evacuation" sind auch Boote bekannt, die aus einer Höhe von 30m geworfen werden. Der Bootsrumpf ist aus Stahl ausgeführt. Das Boot ist auf Haken gehängt und mit ihrem Bug zur Wasseroberfläche gerichtet Der Bugteil ist schlank, um einen möglichst sanften Stoß am Wasser nach dem Abwerfen zu gewährleisten. Nach der Freigabe von den Haken taucht das Boot unter dem Einfluß der Beschleunigung einer so großen Masse ein, taucht dann nach einigen Sekunden auf die Wasseroberfläche hinaus und verläßt die Gefahrzone mit Hilfe eines eigenen Antriebes.
Für die Schiffbrüchigenwurden Flugzeugsessel vorgesehen, die mit den Lehnen in Wirkungsrichtung der erwarteten Beschleunigungen beim Zusammenstoß des Bootes mit der Wasseroberfläche gerichtet sind. Die Evakuation soll durch übereinander angeordnete Zweietagenbühnen erleichtert werden, die im oberen Teil des Bootes auf Höhe der Einstiegslöcher angeordnet sind.
Die Schiffbrüchigen werden mittels speziell verstärkter Sicherungsgurte gesichert. In einem Boot gibt es Platz für etwa 70 Personen. Das Boot ist mit allen durch den Betriebscharakter der Einheit bestimmten Standardmitteln ausgerüstet, d. h. mit eigenem Antrieb, Sauerstoff, Nahrung sanitären Anlagen, Radar usw.
Aus PL-PS 1 067757 ist eine ähnliche Vorrichtung für Unterwasseruntersuchungen bekannt, die eine Besatzungskabine aus Kunststoff enthält. Diese Kabine ist aus Polyester-Glas- bzw. aus Epoxy-Glasschichtstoff in Form einer Zwischenlagenhülle aus zwölf pentagonalen Elementen gefertigt. Die Illuminatoren und die Einstiegslöcher sind in den pentagonalen Elementen untergebracht und bilden zusammen mit ihnen eine den Einwirkung des Außendruckes widerstehende Konstruktion. Die Umrandungen der pentagonalen Elemente sind zu Flanschen profiliert, die nach innen zur Kabine gerichtet sind, mittels weicher die Elemente durch Zusammenkleben miteinander verbunden sind. Die Verbindungen der Elemente sind zusätzlich durch Schichtstoffstreifen verstärkt. Die Illuminatorlöcher und die Einstiegslöcher sind identisch wie die Umrandungen der pentagonalen Elemente ausgeführt.
Wesentliche Nachteile der oben beschriebenen Rettungsmittels bestehen darin, das ihre Inbetriebnahme und das Absenken auf die Meeresoberfläche eine erhebliche Zeit beansprucht sowie in den während des Freiwurfes auftretenden Beschleunigungen.
Sie erreichen die Wasseroberfläche in einem geringem Abstand von der gefährdeten Seeanlage, wodurch sie in der Regel beschädigt und sogar vernichtet werden können. Im Falle von schweren Wetterverhältnissen gewährleisten sie keine volle Isolierung von den äußeren Bedingungen, insbesondere von dem Einfluß der Wellenbewegungen.
Die Wirkung der Wellen und des Windes auf die auf der Wasseroberfläche schwimmende Rettungsvorrichtung bewirkt deren Drift über große Entfernungen vom Unfallort. Dadurch muß die Suche nach den Schiffbrüchigen auf beträchtliche Oberflächen geführt werden, wodurch die Überlebenschance der Menschen geringer wird. Alle bisher bekannte Rettungsmittel gewährleisten keine volle Sicherheit, insbesondere bei Rettungsaktionen, die bei schweren Sturmbedingungen sowie in einer Feuer- und Gaszone geführt wird. Die Statistik der Unfälle weist darauf hin, daß viele von diesen Rettungsmitteln entweder wegen Schräglage des Objektes nicht aufs Wasser gebracht werden konnten oder nach dem Wassern um die Konstruktionsteile des Objektes oder beim Herabfallen aufs Wasser zerschlagen wurden.
Außerdem bleibt ein ungelöstes Problem die Freisetzung dieser Mittel ohne Teilnahme der Besatzung sowie die Evakuierungszeitdauer.
Es ist das Ziel der Erfindung, eine tauchbare Freiwurf-Rettungsvorrichtung, insbesondere für schwere Wetterbedingungen zur Anwendung zu bringen, mit der es möglich ist, die in Seenot geratenen schnell in Sicherheit zu bringen und der Vorrichtung insgesamt hohe Gebrauchswerteigenschaften zu verleihen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine tauchbare Freiwurf-Rettungsvorrichtung, insbesondere für unter schweren Wetterbedingungen betriebene Seeanlagen zu schaffen mit der ein Entfernen der Rettungsvorrichtungyon der Gefahrensstelle in kurzer Zeit über eine größere Distanz möglich ist und die Voraussetzung gegeben ist, die Auswirkungen eines stürmischen Wetters oder sonstiger an der Wasseroberfläche vorhandener Gefahrenquellen zu vermeiden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die tauchbare Freiwurf-Rettungsvorrichtung eine Kapsel aufweist, die durch eine Druckhülle gebildet ist, die im oberen Teil mit mindestens einem Einstiegsloch versehen ist, das durch einen mit dieser Hülle verbundenen Deckel geschlossen werden kann, und im unteren Teil mit einem Raum für elektrische Leitungen, hydraulische Leitungen und mechanischen Antriebe, untergebracht innerhalb der Außenhülle, die mit einem räumlichen Heberahmen versehen ist, der im unteren Teil der Hülle angreift, wo eine Ankervorrichtung mit automatischer Kraftregelung im Seil mit Anker sowie ein lösbar mit dem unteren Teil der Hülle mittels Kuppleitungen verbundene, auf dem Umfang den Anker berührende und mit ihm durch mindestens eine Öse verbundener Ballast untergebracht ist und der Anker mit der Ankervorrichtung mittels eines Seiles verbunden ist, wobei die Kapsel auf einer Startschleuder untergebracht ist, die an die Seeanlage befestigt und mit einem drehbar aufgehängten Führungsrahmen versehen ist, an dessen oberen Teil eine Bühne mit Reling befestigt ist, die durch einen Niedergang mit der Decke der Seeanlage verbunden ist.
Zwischen der Druckhülle und der Außenhülle befinden sich stoßdämpfende Elemente, die auf der ganzen Oberfläche der Hülle verteilt sind, sowie elastische Behälter für zusätzliche Schwimmfähigkeit.
Innerhalb der Druckhülle befindet sich die Kabine für die Schiffbrüchigen, die mit einer räumlichen Fundamentkonstruktion versehen ist, innerhalb welcher die Akkus, die elektrische Anlage, der Sanitärblock, Fäkalienbehälter, zentrale Trinkwasserbehälter, die innere Sitzgruppe und die äußere Sitzgruppe sowie der Steuerpult, mit einer Funkanlage, einem Unterwassertelephon mit einer Funkanlage, einem Unterwassertelephon, einem Drahttelephon angeordnet sind. Außerhalb der Kabine befindet sich ein hydroakustischer Signalgeber, eine Signalboje, ein Radarreflektor, die Begrenzungslichter, die Blinkleuchten und ein teleskopartiger Antennenmast und für Radarreflektor. Im unteren Teil des Führungsrahmens der Startschleuder ist ein Wurf-Steuermotor angeordnet, der mit einem Sperrbolzen versehen ist.
Die Ankervorrichtung mit einer selbsttätigen Regelung der Kraft am Seil besteht aus einer mit einer Reibungsbremse und einer hydraulischen Bremse über zwei Zahnradpaare mit Schraubzähnen verbundenen Seiltrommel, von welchen das auf der Welle der Reibungsbremse gesetzte Zahnradpaar axial verschiebbar ist.
Die Seitentrommel ist außerdem mit dem Handgetriebe über ein Zahnradpaar, ein Kegelzahnradpaar und eine lösbare Kupplung verbunden, welches in der Kabine untergebracht ist.
Die Reibungsbremse ist mit einer Druckfeder und einem hydraulischen Tiefenkorrektor ausgerüstet.
Die Kupplungsvorrichtung, die den Anker mit dem Ballast verbindet, hat die Form eines an dem Ballast befestigten hydraulischen, mit einer Feder versehenen Steuermotors, welcher im unteren Teil einen Halter aufweist sowie eines an dem Anker befestigten Bügels, wobei der Steuermotor mit einem Schwellensteuerventil versehen ist.
Die Rettungsvorrichtung besitzt mehrere Vorteile, von welchen der wichtigste in der Möglichkeit der schnellen Evakuierung der Mannschaft von der sinkenden Seeanlage besteht, was durch den freien Abwurf der Kapsel auf Wasser aus einer Höhe von 30 m auf einer Geraden, und beim Einsatz der Startschleuder auf einer Parabel zwecks Einrichtung einer großen Entfernung von der sinkenden Anlage möglich ist, wobei keine übermäßige Überlastungen bei der Penetration des Wasserspiegels auftreten und die Kapsel zusammen mit den Schiffbrüchigen unter der Wasseroberfläche mindestens 48 Stunden in einer Tiefe bis 50 m bleiben kann, wo kein Wind, keine Wellenbewegung auftreten, wo also von auf der Meeresoberfläche unabhängige Witterungsverhältnissen vorhersehen. Die Ankervorrichtung schafft die Möglichkeit der Erhaltung der Kapsel in festem Ort in der Nähe des Unfallortes ohne Rücksicht auf die Unterwasserströme, wodurch die Rettungsaktion erleichtert wird. Die Ablösemöglichkeit des Ballastes und der Ankervorrichtung mit dem Anker von der Kapsel ermöglicht das Auftauchen der Kapsel auf die Seeoberfläche und deren Anheben durch einen Hubschrauber.
Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, worin die einzelnen Figuren zeigen:
Fig. 1: einen Halbschnitt durch die Rettungsvorrichtung;
Fig. 2: die Schleuderstartvorrichtung in einer Seitenansicht,
Fig.3: Schema der Ankervorrichtung mit automatischer Kraftregelung am Seil mit dem Anker in einem Längsschnitt, und Fig. 4: die Kupplungsvorrichtung des Ankers im Längsschnitt.
Wie Fig. 1 zeigt, besteht die Vorrichtung aus einer aus einem Polyester-Glas-Schichtstoff ausgeführten kugelförmigen Hülle 1 (Druckhülle), die innerhalb der Außenhülle 2 untergebracht ist, welche einen oberen Teil 3 und einen unteren Teil 4 aufweist.
Im unteren Teil 4 der Hülle 2 befindet sich eine Ankervorrichtung 5 mit Anker 6 und Ballast 7.
Der Ballast 7 ist lösbar mit dem unteren Teil 4 der Hülle 2 mittels Stopper 8 verbunden. Der Anker 6 berührt auf dem Umfang den Ballast 7 und ist mit ihm mittels Kupplungsvorrichtungen 9 und der Ankervorrichtung 5 mittels eines Seiles verbunden.
Die Druckhülle 1 besteht aus 12 pentagonalen sphärischen Elementen 10. Die Elemente 10, die sich im oberen Teil der Hülle 1 befinden, sind mit Einstiegslöchern 11 versehen, die durch die mit der Hülle 1 verbundenen Deckel 12 verschlossen werden.
Im unteren Teil der Druckhülle 1 befindet sich ein Raum 13 für elektrische, hydraulische Leitungen und mechanische Antriebe.
Die Außenhülle 2 ist mit einem räumlichen Heberahmen 14 ausgerüstet, die starr in ihrem unteren Teil 4 befestigt ist.
Die Vorrichtung befindet sich auf einem an die Seeanlage befestigten und mit einem Führungsrahmen 16 versehenen Startschleuder 15, auf deren Rahmen die Vorrichtung in Führungen 17 des Ballastes 7 aufgehängt ist.
Zwischen der Druckhülle 1 und der Außenhülle 2 befinden sich 30 stoßdämpfende Elemente 18, die auf der ganzen Oberfläche der Druckhülle 1 an der Verbindungsstelle der sphärischen Elemente 10 verteilt sind, und gleichzeitig die Lage der Druckhülle 1 gegenüber der Außenhülle 2 bestimmen.
Innerhalb der Druckhülle 1 befindet sich die Kabine für die Schiffbrüchigen, deren Ausstattung ähnlich ist, wie die der konventionellen Rettungsboote und Rettungskapseln. Bei angenommenen Abmessungen der Druckhülle 1 von 3m Durchmesser können innerhalb der Kabine 14 bis 16 Personen Platz finden.
Die grundsätzlichen Elemente der Ausstatt und der Kabine bestehen aus der räumlichen Fundamentkonstruktion 19, deren inneren Sitzeinheit 20 und der äußeren Lehne 21. Im Inneren der Fundamentkonstruktion 19 befinden sich die Akkus 22, die elektrische Anlage und der Fäkalienbehälter 23 sowie die zentralen Trinkwasserbehälter 24.
Die Sitzeinheiten 20 und die Lehne 21 stellen Schalenkonstruktion aus Polyester-Glas-Schichtstoff dar, in welchen die Sitze für die Schiffsbrüchigen ausgebildet sind. An die Druckhülle 1 sind an entsprechenden Stellen Sicherungsgurte 25 für die zu rettenden Personen angeordnet. Einer der Sitzplätze der inneren Sitzeinheit 20 ist als Sanitärblock mit Fekalienbehälter23 vorgesehen. Zwecks Anpassung der Sitzeinheiten 20 und der Lehne 21 an die individuellen antropometrischen Eigenschaften befinden sich zwischen dem Körper des Schiffsbrüchigen und den Sitzen 20 sowie Lehnen 21 Druckluftkissen 27 mit einstellbarem Füllungsgrad. -
Zwischen der Außenhülle 2 und der Druckhülle 1 befinden sich 5 elastische ringförmige Behälter 28 für die zusätzliche Schwimmfähigkeit.
In der Kabine befindet sich ein Steuerpult 29, versehen mit einer Funkanlage, einem Unterwassertelephon, und einem Drahttelephon. Außerhalb der Kabine befinden sich: ein hydroakustischer Signalgeber, eine Signalboje, ein Radarreflektor, Begrenzungslichter und Blinklichter sowie ein teleskopartiger Antennen- und Radarreflektormast.
Wie das in Fig. 2 gezeigt ist, besteht der Hauptteil der Startschleuder 15, welches die Vorrichtung auf eine weite Entfernung abwirft, aus einem drehbar auf dem Bolzen 30 und dem Tragarm 31 aufgehängten Führungsrahmen 16. Im unteren Teil des Ausführungsrahmens 16 ist ein Wurf-Steuermotor 32 befestigt, der mit einem Sperrbolzen 33 versehen ist, welcher beim Ansprechen des Steuermotors 32 nach hinten verschoben wird und in den Ausschnitt der Zahnstange 34 eingreift. Dadurch wird der Führungsrahmen 16 gegen Umdrehung während des Wegschleuderns der Vorrichtung gesichert.
An den oberen Teil des Führungsrahmens 16 ist eine Bühne mit Reling 35 befestigt, die mit der Decke der Seeanlage durch einen Niedergang 36 verbunden ist.
Wie Fig.3 besteht die Ankervorrichtung 5 mit automatischer Kraftregelung am Seil aus einer Seiltrommel 37 mit Ankerseil 38, die mit einer Reibungsscheibenbremse 39 über Zahnräder 40; 41 und Zahnräder 42; 43 mit Schraubenzähnen, mit der Hydraulikbremse 44 hingegen über Zahnräder 40,41 und Zahnräder 42; 43; 45; 46 mit Schrau'benzähnen verbunden ist, wobei die Zahnräder 42; 43 axial verschiebbar sind. Zusätzlich ist die Seiltrommel 37 über die Zahnräder 40; 41 und die Kegelzahnräder 47; 48 über eine lösbare Kupplung 49 mit dem in der Kabine untergebrachten Zahnradgetriebe des Handantriebes 50 verbunden.
Die Reibungsscheibenbremse 39 ist mit einer Druckschraube 51 und einem hydraulischen Tiefenkorrektor 51 versehen. Fig. 4 zeigt die Kupplungsvorrichtung 9 für den Anker 6, die aus einem an den Ballast 7 befestigten, hydraulischen Steuermotor 53 mit Feder 54 besteht, der im unteren Teil mit einem Halter 55 versehen ist, sowie aus einem an dem Anker 6 befestigten Bügel 56. Der Steuermotor 53 ist mit einem Schwellensteuerventil 57 ausgerüstet.
Die Rettungsvorrichtung ist auf der Startschleuder 15 an solcher Stelle der Seeanlage angeordnet, daß ein sicherer Flug und Fail der Kapsel in entsprechender Entfernung von der Konstruktion ermöglicht wird. Im Falle von Lebensgefahr und der Notwendigkeit, die Seeanlage zu verlassen, werden die Einstiegslöcher 11 geöffnet. Die Leute gehen in den Innenraum der Kabine in die Druckhülle 1 hinein und nehmen in der Sitzeinheit 20 Platz. Jede sitzende Person fixiert sich mitteis Mehrpunkt-Sicherheitsgurten 25 bzw. starren Fixierelementen.
Beim Einsatz der starren Fixierelmente werden diese an die Abmessungen der sitzenden Person durch Luftfüllung von Druckluftkissen 27 angepaßt. Nachdem die für die Rettungskapsel vorgesehene Anzahl von Personen eingestiegen ist, werden die Einstiegslöcher mittels der Deckel 12 verschlossen. Nach dem Schließen der Einstiegslöcher 11 werden durch einen auf dem Steuerpult 29 befindlichen Schalter die elektrischen Kreise geschlossen, die eine pyrotechnische Ladung in dem Wurf-Steuermotor 32 initiieren. Der sich auf dem Führungsrahmen 16 der Startschleuder 15 verschiebenen Kapsel samt den darin sitzenden Schiffsbrüchigen wird durch den Steuermotor 32 eine solche horizontal gerichtete Bewegung gegeben, daß sie in der erforderlichen Entfernung von der Seeanlage, von welcher sie geschleudert wurde, auf Wasser fällt. Nachdem die Kapsel durch die Startschleuder 15 weggeschleudert und bis auf eine Tiefe von 20 m getaucht ist, werden die Kupplungsvorrichtungen 9 automatisch entsperrt und der Anker 6 wird vom Ballast 7 getrennt. Der Anker 6 sinkt dann schneller als die Kapsel. Die Verbindung des Ankers 6 mit der Kapsel mittels eines Seiles über eine Ankervorrichtung 5 mit automatischer Kraftregelung am Seil bewirkt, das die Kapsel weiterhin sinkt, wobei die Wirkung der Bremsen 39; 44 eine Verminderung der Sinkgeschwindigkeit der Kapsel bewirkt.
Die Einstellung eines Kräftegleichgewichtes und dadurch auch das Anhalten der Kapsel erfolgt auf einer maximalen Tiefe von 60 m. Von diesem Moment an wird die Tauchtiefe der Kapsel mittels des Zahnradgetriebes des Handantriebes 50 von der Kabine aus gesteuert. Die Ausführung des Auftauchmanövers ist durch Einwirkung der Reibungsscheibenbremse 39 sowie durch den hydraulischen Tiefenkorrektor 52 möglich, der pneumatisch von der Kabine aus gesteuert wird.
Nach dem Anhalten der Kapsel auf einer bestimmten Tiefe werden die Luftregenerationseinrichtungen eingeschaltet. Die physiologischen Bedürfnisse der Insassen werden auf Grund der unter den Sitzeinheiten 20 untergebrachten Lebensmittelvorräte, des Sanitärblocks, der mit dem Fäkalienbehälter 23 verbunden ist und des Trinkwasserbehälters 24 befriedigt.
Die Einrichtungen zur Regelung der Atmosphäre und der Beleuchtung des Inneren der Kabine sowie die verkehrstechnischen Einrichtungen werden von einer Akku-Batterie mit Strom versorgt. Nach getroffener Entscheidung über ein Auftauchen auf die Oberfläche werden die Behälter 28 für eine zusätzliche Schwimmfähigkeit mit Glas gefüllt und der Anker 6 abgeworfen. Nachdem die Kapsel auf die Oberfläche aufgetaucht ist, kann sie zusammen mit den Insassen mit Hilfe des Halters 14 angehoben werden. Es ist auch möglich, daß die Insassen die Kapsel nach Eröffnung des Deckels des im höchstliegenden Element der Druckhülle 12 befindlichen Einstiegsloches 11 verlassen.
Claims (7)
1. Tauchbare Freiwurf-Rettungsvorrichtung, insbesondere für unter schweren Wetterbedingungen betriebenen Seeanlagen, versehen mit einer Kapsel, gekennzeichnet dadurch, daß die Kapsel durch eine Druckhülle (1) gebildet ist, die im oberen Teil mit mindestens einem durch den damit verbundenen Deckel (12) abschließbaren Einstiegsloch (11) und im unteren Teil mit einem Raum (13) für elektrische, hydraulische Leitungen und mechanische Antriebe versehen ist und innerhalb einer Außenhülle (2) untergebracht ist, die mit einem im unteren Teil (4) der Außenhülle (2) befestigten räumlichen Heberahmen (14) versehen ist, und eine Ankervorrichtung (5) mit automatischer Kraftregelung am Seil mit einem Anker (6) und Ballast (7) angeordnet ist, und abtrennbar mit dem unteren Teil (4) der Außenhülle (2) mittels Stopper (8) verbunden ist, auf seinem Umfang den Anker (6) berührt und damit, durch mindestens eine Kupplungsvorrichtung verbunden ist und der Anker (6) mit der Ankervorrichtung (5) durch ein Seil verbunden ist, wobei die Kapsel in einer Startschleuder (15) angeordnet ist, welcher an der Seeanlage befestigt mit einem drehbar gehängten Führungsrahmen (16) ausgerüstet ist, an dessen oberen Teil eine Bühne mit Reling (35) befestigt ist, die wiederum durch einen Niedergang (36) mit der Decke der Seeanlage verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen der Druckhülle (1) und der Außenhülle (2) stoßdämpfende Elemente (18) angeordnet sind, die auf der ganzen Oberfläche der Druckhülle (1) verteilt sind, sowie elastische Behälter (28) für zusätzliche Schwimmfähigkeit angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß innerhalb der Druckhülle (1) eine Kabine für die Schiffbrüchigen angeordnet ist, die mit einer räumlichen Fundamentkonstruktion versehen ist, innerhalb welcher die Akkus (22), die elektrische Anlage, der Sanitärblock, der Fäkalienbehälter (23), die zentralen Trinkwasserbehälter (24), die innere Sitzeinheit (20) und die äußere Lehne (21) sowie ein Steuerpult (29) untergebracht sind, wobei der Steuerpult (29) mit einer Funkanlage, einem Unterwassertelephon, einem Drahttelephon versehen ist und außerhalb der Kabine ein hydroakustischer Signalgeber, Signalbojen, ein Radarreflektor, Begrenzungslichter, Blinklichter sowie ein teleskopartiger Mast für Antenne und Radarreflektor angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß im unteren Teil der Führung (16) der Startschleuder (15) ein Wurfsteuermotor (32) eingebaut ist, der mit einem Sperrbolzen (33) versehen ist.
5. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Ankervorrichtung (5) mit automatischer Kraftregelung am Seil aus einer mit einer Reibungsbremse (39) und einer Hydraulikbremse (44) über Zahnräder mit Schraubzähnen (42; 43; 45; 46) verbundenen Seiltrommel (37) besteht, von welchen das auf der Welle der Reibungsbremse (39) gesetzte Zahnräder (42; 43) axial verschiebbar ist und daß die Seiltrommel (37) mit dem in der Kabine angeordneten Getriebe des Handantriebes (50) über Zahnräder (40; 41), Kegelzahnräder (47; 48) und eine trennbare Kupplung (49) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Reibungsbremse (39) mit einer Druckfeder (51) und einem hydraulischen Tiefenkorrektor (52) versehen ist.
7. Vorrichtung nach Punkt T, gekennzeichnet dadurch, daß die Kupplungsvorrichtung zur Verbindung des Ankers (6) mit dem Ballast (7) die Form eines an den Ballast (7) befestigtes hydraulischen Steuermotors (53) mit einer Feder (54) aufweist, welcher im unteren Teil einen Halter (55) besitzt, sowie eines an den Anker (6) befestigten Bügels, wobei der Steuermotor (53) mit einem Schwellensteuerventil (57) versehen ist.
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