DD240371A1 - Verfahren zur herstellung von dihalogenacetaldehyd-acetalen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von dihalogenacetaldehyd-acetalen Download PDF

Info

Publication number
DD240371A1
DD240371A1 DD27994685A DD27994685A DD240371A1 DD 240371 A1 DD240371 A1 DD 240371A1 DD 27994685 A DD27994685 A DD 27994685A DD 27994685 A DD27994685 A DD 27994685A DD 240371 A1 DD240371 A1 DD 240371A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
acetals
acetal
chem
ether
diethyl
Prior art date
Application number
DD27994685A
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Eibisch
Bruno Schoenecker
Manfred Wunderwald
Original Assignee
Akad Wissenschaften Ddr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Akad Wissenschaften Ddr filed Critical Akad Wissenschaften Ddr
Priority to DD27994685A priority Critical patent/DD240371A1/de
Publication of DD240371A1 publication Critical patent/DD240371A1/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Abstract

Verfahren zur Herstellung von Dihalogenacetaldehyd-acetalen. Die Erfindung hat das Ziel, Dihalogenacetaldehy-acetale aus den entsprechenden Dihalogenacetaldehyden oekonomisch guenstig herzustellen. Die Titelverbindungen koennen zur Synthese anderer Verbindungen, wie beispielsweise von Halogenketen-0,0-acetalen eingesetzt werden, die ihrerseits bei Cycloadditionen Verwendung finden. Das Wesen der Erfindung beruht darauf, dass Dihalogenacetaldehyde mit den entsprechenden Alkoholen in Gegenwart von Schwefligsaeureestern dieser Alkohole und Trifluormethansulfonsaeure bei erhoehter Temperatur umgesetzt werden.

Description

Überraschend wurde gefunden, daß sich Dichlor- und Dibromacetaldehyd glatt und in hohen Ausbeuten in ihre Acetale überführen lassen, wenn man die Aldehyde in den betreffenden Alkoholen zusammen mit dem Schwefligsäureester die gleichen Alkohole und einer katalytischen Menge von Trifluormethansulfonsäure, gegebenenfalls unter Zusatz von Bortrifluoridetheratin Abhängigkeit vom verwendeten Alkohol auf Temperaturen zwischen 60 bis 1200C erhitzt, bis durch geeignete analytische Methoden z. B. NMR-Spektroskopie das Ende der Reaktion nachgewiesen wird. Anschließend wird das Reaktionsgemisch mit Ether verdünnt, mit Kaliumcarbonatlösung ausgeschüttelt und in üblicherweise aufgearbeitet.
Ausführungsbeispiele
Dienachfolgenden Beispiele sollen das erfindungsgemäße Verfahren erläutern, ohne es in irgendeiner Weise einzuschränken.
Beispiel 1:
113g Dichloracetaldehyd werden unter Argon mit 3ml Trifluormethansulfonsäure, 120g Dimethylsulfit und 60ml Methanol versetzt und unter Rühren 50 h am Rückfluß gekocht (NMR-Kontrolle). Anschließend wird mit 300 ml Ether verdünnt und die Lösung mit 500 ml 10%iger Kaliumkarbonatlösung ausgeschüttelt. Nach nochmaliger Extraktion der wäßrigen Schicht mit 300 ml Ether werden die Etherextrakte mit Wasser gewaschen, mit Kaliumkarbonat getrocknet, der Ether über eine Kolonne entfernt und der Rückstand i.V. destilliert. Man erhält 128g (91 %) Dichlor-acetaldehyddimethyl-acetal vom Fp. 56-580C (16 Torr). . .
Beispiel 2:
28,3g Dichloracetaldehyd, 17,7g Ethylenglykol und 6,8g Ethylensulfit werden unter Argonatmosphäre mit 1 ml trifluorsulfonsäureund 0,5ml Bortrifluoridetherat versetzt. Anschließend wird unter Rühren 30h auf 12O0C erwärmt. Nach dem Abkühlen wird mit Ether verdünnt, mit 10%iger Kaliumkarbonatlösung und Wasser gewaschen und die Etherlösung mit Kaliumkarbohat getrocknet. Nach Entfernung des Ethers wird der Rückstand i.V.-destilliert. Man erhält 28,3g (72%) 2-Dichlormethyl-[1,3]-dioxolan. Fp. 74°C (13 Torr).

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Dihalogenacetaldehydacetalen der allgemeinen Formel
    HCX2-CH(OR)2, X = Cl, Br R = CH3, C2H5 R + R = -CH2-CH2-, '.
    dadurch gekennzeichnet, daß man Dichlor- und Dibromacetaldehyd in den betreffenden Alkoholen zusammen mit dem Schwefligsäureester des gleichen Alkohols und einer katalytischen Menge Trifluormethansulfonsäure, gegebenenfalls unter Zusatz von Bortrifluoridetherat auf Temperaturen zwischen 60 und 1200C erhitzt, nach Beendigung der Reaktion das Reaktionsgemisch mit Ether verdünnt, mit Kaliumkarbonatlösung ausschüttelt und die gebildeten Dihalogenacetaldehydacetale nach üblichen Methoden isoliert.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dihalogenacetaldehyd-acetalen der allgemeinen Formel 1 aus den entsprechenden Dihalogenacefaldehyden. .
    OR
    ι rr~\ \/ ... f~» — LJ
    OR :
    X = Cl, Br R = CH37C2H5 R + R =-CH2-CH2- - (D
    Dihalogenacetaldehyd-acetale sind Zwischenprodukte bei der Herstellung von Herbizid-Antidots oder bei der Darstellung von Halogen-keten-0,0-acetalen, die bei Cycloadditionen beispielsweise bei der Synthese herzaktiver Steroide eine wichtige Rolle spielen.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Dihalogenacetaldehyd-dimethyl und -diethyl-acetal sind im Gegensatz zur Synthese der Acetaldehyd-acetale durch Acetalisierung mit Alkoholen unter Verwendung der üblichen Acetalisierungskatalysatoren wie Salzsäure, p-Toluolsulfonsäure, Eisen-lll-chlorid u.a. auch in Gegenwart von Acetalisieruhgshilfsstoffen wie Schwefligsäureester der entsprechenden Alkohole nicht darstellbar, sondern die Reaktion führt nur bis'zum Halbacetal. Bei cyclischen Acetalen wie
  2. 2-Dichlormethyl-[1,3]-dioxolan ist zwar unter Verwendung polymerer Sulfonsäuren eine direkte Acetalisierung möglich, der Umsatz beträgt aber nur 50% (Ashleet al., Ind. Eng.Ghem. 46 [1954], 787), Dihalogenacetaldehyddimethyl-und -diethyl-acetale wurden bisher nur auf Umwegen dargestellt. So wird Dichloracetaldehyd-dimethyl-acetal aus Chloral über Chlorai-methyl-halbacetal, dessen Chlorierung mittels Pyridin/Thionylchlorid in abs. Ether zum Methyl-[1,2,2,2,-tetrachlorrethyl]-ether und sich anschließende Einwirkung von Zink in abs; Methanol synthetisiert. (McElvain, Curry, J.'Amer. ehem. Soc. 70 [1948], 3784). Eine weitere Darstellungsmethode besteht im Sättigen von Methyl-[2,2-dichlorvinyl]-ether mit HCI und nachfolgendem Erhitzen mit abs. Methanol im Bombenrohr (McElvain, Curry, J. Amer. ehem. Soc. 70 [1948], 3784). Als andere Synthesemethode wurde das Erhitzen von 1,2,2,-Trichlor-diethylether mit abs. Methanol vorgeschlagen (Oddo, Mameli, Gazz. chim. ital. 33, U [1903], 393). Dichloracetaldehyd-diethylacetal wird durch mehrtägiges Einleiten von Chlor in Ethanol und anschließende Überführung des ' gebildeten 1,2,2,-Trichlor-diethylethers in das Acetal dargestellt (van Dorp, Arens u. Stephensen, Recueil Trav. chim. Pays-Bas [1951],283), (Faass, Hilgert, Chem. Ber. 87 [1954], 1348). .
    In ähnlicherWeise läßt sich Dibromacetaldehyd-diethylacetal durch Bromierung von Paraldehyd darstellen (Weilbronn et. al., J. chem. Soc. [1949], 1824). Weitere Beispiele sind die Bromierung von Acetal in Pyridin für Dibromacetaldehyddiethylacetal (McEvain, Walters, J. Amer. chem. Soc. 64 [1942], 1964) oder die zu Dibromacetaldehyd-dimethylacetal führende Bromierung von Acetaldehyd-dimethylacetal (McEvain, Curry, J. Amer. chem. Soc. 70 [1948], 3794). 2-Dichlormethyl-[1,3]-dioxolan und 2-Dibrommethyl-[1,3]-dioxolan lassen sich durch Umacetalisierung der entsprechenden Dimethyl- oder Diethylacetale darstellen (Faass, Hilgert, Chem. Ber. 87 [1954], 1343), (McElvain, Curry, J. Amer. chem. Soc. 70 [1948],3781 ).2-Dichlormethyl-[1,3]-dioxolan wird auch durch Reduktion der entsprechenden Trichlorverbindung mit Zinkpulver und Essigsäure erhalten. (Meldrum, Vad, J. Indian chem. Soc. 13 [1936], 118).
    Ziel der Erfindung '
    Ziel der Erfindung ist die Herstellung von Dihalogenacetaldehyd-acetalen^ausgehend vom gut zugänglichen Dibrom-oder Dichloracetaldehyd.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das es gestattet, die bisher auf direktem Wege nicht oder in schlechten Ausbeuten zugänglichen Dihalogenacetaldehyd-acetale auf ökonomisch günstige und technisch einfache Weise herzustellen.
DD27994685A 1985-08-26 1985-08-26 Verfahren zur herstellung von dihalogenacetaldehyd-acetalen DD240371A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD27994685A DD240371A1 (de) 1985-08-26 1985-08-26 Verfahren zur herstellung von dihalogenacetaldehyd-acetalen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD27994685A DD240371A1 (de) 1985-08-26 1985-08-26 Verfahren zur herstellung von dihalogenacetaldehyd-acetalen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD240371A1 true DD240371A1 (de) 1986-10-29

Family

ID=5570729

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD27994685A DD240371A1 (de) 1985-08-26 1985-08-26 Verfahren zur herstellung von dihalogenacetaldehyd-acetalen

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD240371A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0456157A1 (de) * 1990-05-07 1991-11-13 Kureha Chemical Industry Co., Ltd. Verfahren zur Herstellung von Chloracetalen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0456157A1 (de) * 1990-05-07 1991-11-13 Kureha Chemical Industry Co., Ltd. Verfahren zur Herstellung von Chloracetalen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2315640C3 (de) Verfahren zur Herstellung ungesättigter cycloaliphatischer Ketone und dabei gebildete cycloaliphatische Diketone und deren Enolate
DE2150657C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer Mischung aus Brenzcatechin und Hydrochinon
DE2811480A1 (de) Verfahren zur herstellung und rueckgewinnung von glyoxylsaeurehemiacetalestern in verbesserten ausbeuten
DE2642519A1 (de) Verfahren zur herstellung von tricyclo-eckige klammer auf 5.2.1.0 hoch 2.6 eckige klammer zu-dec-3-en- 9(8)-yl-alkyl- oder -alkenylaethern
DE69904048T2 (de) Cross-Aldolkondensation für Hydroxypivaldehyd
DE2608932C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Oxy-4H-pyran-4-on-Derivaten
DE2154215C3 (de) In 3-Stellung substituierte 2-Alkylcyclopentanone, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Riechstoffe
EP0246646A2 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Acetalen des Butendial-(1,4) und neue Acetale des Butendial-(1,4)
DE2107084C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Glycidylestern
DE2404158B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines 2-(4-Alkylphenyl)-propion-aldehyds
EP0008358B1 (de) Neue Bis-epoxy-dialkoxy-alkane, deren Herstellung und Verwendung
DE561420C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰-Alkoxyaldehyden
DE2536503B2 (de) M-DichloM-methyl-S-hydroxypenten-(l)
DE2150146C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Flavon-7-oxyessigsäureäthylester
EP0090231B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Alkyl-2,5-dihydrofuran-2-onen
DE2333419A1 (de) Verfahren zur herstellung von alkylnitroacetaten
DE2702088C2 (de) Verfahren zur Autoxidation eines Cycloalkanons zu dem entsprechenden Cycloalkan-1,2-dion
DE3037086A1 (de) 3-(m-chloranilino-)acrylsaeureaethylester und ein verfahren zu dessen herstellung
DE2630837C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydro-β -pyronen
DE1593405C (de)
DE956682C (de) Verfahren zur Herstellung des 8-[2, 6, 6-Trimethylcyclohexen- (1)-yl]-2, 6-dimethylokatrien-(2, 4, 6)-aldehyds-(1)
DE2620968C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Chlor-2-methyl-crotonaldehyd
DE1277235C2 (de) Verfahren zur herstellung von 3- ketobutanol-(1)
DE2709995A1 (de) Verfahren zur herstellung von omega,omega -dialkoxycarbonsaeurederivaten
DE2201455B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Aldehyden

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee