DD240524A1 - Oberflaechenbeschichtete leichtbauplatte aus holzpartikeln - Google Patents

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DD240524A1
DD240524A1 DD28004485A DD28004485A DD240524A1 DD 240524 A1 DD240524 A1 DD 240524A1 DD 28004485 A DD28004485 A DD 28004485A DD 28004485 A DD28004485 A DD 28004485A DD 240524 A1 DD240524 A1 DD 240524A1
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DD
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polyester resin
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DD28004485A
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Inventor
Eberhard Kehr
Uwe Jensen
Gottfried Riehl
Peter Boehme
Sigurd Wobst
Klaus Deutsch
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Wtz Der Holz Verarbeitenden In
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Leichtbauplatte mit fertiger Oberflaeche mit einer Rohdichte von 400...600 kg/m3. Ziel ist, den Charakter und die Eigenschaften einer Platte derart geringer Rohdichte nicht durch eine besondere Beplankung wieder zu veraendern. Die Aufgabe bestand in einer wirksamen Ueberbrueckung der angeschnittenenen Hohlraeume an der Oberflaeche der Platte. Eine erfindungsgemaesse Holzpartikelplatte weist eine hautartige Deckschicht von einer Dichte von 800...1 000 kg/m3 auf, die aus in ein ungesaettigtes Polyesterharz eingebetteten faserigen Partikeln besteht. Die Platte kann insbesondere fuer nichttragende Teile im Moebelbau verwendet werden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Leichtbauplatte mit fertiger Oberfläche und mit einer Rohdichte von 400... 600 kg/m3, die insbesondere im Möbelbau Verwendung finden kann.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Im Möbelbau werden für alle Bauteile gleichermaßen die üblichen dreischichtigen Spanplatten, die eine relativ hohe Dichte und hochgezüchtete elastomechanische Eigenschaften besitzen, verwendet. Es wird nicht unterschieden, ob der Einsatz der Bauteile als tragende oder nichttragende Elemente vorgesehen ist. Da nichttragende Elemente, z. B. Frontelemente, kaum auf Durchbiegung oder Druck beansprucht werden, könnte ihre Biegesteifigkeit und Druckfestigkeit wesentlich geringer sein als bei tragenden Elementen. Die Herstellungstechnologie der Holzpartikelwerkstoffe und die Notwendigkeit der nachträglichen Oberflächenvergütung dieser Werkstoffe unter relativ hohem Druck (in der Regel im Bereich von 0,6... 1 MPa) und bei relativ hohen Temperaturen (in der Regel bei über 1200C) setzt einer differenzierten, dem spezifischen Anwendungsfall angepaßte Beeinflussung der Werkstoffeigenschaften enge Grenzen. Im allgemeinen liegt die Dichte von Partikelwerkstoffen, die im Möbelbau Verwendung finden, zwischen 650 und 800kg/m3. Damit ist der spezifische Materialeinsatz bei der Möbelfertigung sehr hoch und die Möbel werden unnötigerweise sehr schwer, was besonders aus der Sicht des Kunden deren Gebrauchswert schmälert.
Versuche, leichtere, weniger dichte Spanplatten mit geringerem spezifischem Materialeinsatz herzustellen (z. B. Spanplatten aus Holz-Schneidspänen oder aus Rückständen von Einjahrespflanzen mit Rohdichten um 400...600kg/m3) scheiterten daran, daß sich derartige Platten nur mit relativ dichten und dicken Beplankungsmaterialien beschichten lassen. (Vgl. z. B. H. Flemming, P. Böhme, Holztechnologie 3 (1962) 3, S.241-247.) Durch diese, einen erheblichen prozentualen Masseanteil des Verbundwerkstoffes darstellende Beplankung werden die Vorzüge der den Kern bildenden leichten und weniger dichten Platte immer wieder aufgehoben.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung einer Leichtbauplatte mit einer Rohdichte von etwa 400... 600kg/m3 für nichttragende Elemente im Möbelbau, die nicht beplankt werden muß und gleichzeitig eine fertige Oberfläche aufweist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Oberfläche einer Holzpartikelplatte mit großer Holraumstruktur ohne Veränderung des Charakters und der Eigenschaften der Platte so zu vergüten, daß die angeschnittenen Hohlräume wirksam überbrückt werden.
Erfindungsgemäß weist eine aus Holzpartikeln bestehende Leichtbauplatte mit einer Rohdichte von 400...600kg/m3 eine hautartige Deckschicht auf, die aus in ein ungesättigtes Polyesterharz eingebetteten faserigen Partikeln besteht. Die Dichte der Deckschicht selbst ist höher als die der Holzpartikelplatte und beträgt etwa 800 bis 1000kg/m3. die in das UP-Harz eingebetteten faserigen Partikeln sind organischer oder anorganischer Herkunft. Bevorzugt handelt es sich um lignocellulosische Partikeln, wie Holzschliff, Altpapierstoff, Holzmehl oder Schleifstaub. Von anorganischen Materialien kommen in erster Linie Glasfasern in Betracht. Bezogen auf die Masse der Deckschicht sind bis zu 25% derartiger Partikeln in der Schicht enthalten. Daneben können weitere Füllstoffe in ihr enthalten sein. Die Haut kann eine ungleichmäßige Dicke aufweisen, was besonders bei Strukturierungen der Fall ist. An der dünnsten Stelle beträgt sie mindestens 0r1 mm.
In besonders zweckmäßigen Gestaltungen ist die Deckschicht der Platte eingefärbt sowie strukturiert, zur wirksamen optischen Überdeckung des Untergrundes.
Die in das Harz eingebetteten faserigen Partikeln dienen der Deckschicht als festigkeitsbildende Gerüstsubstanz und sind
verantwortlich für den hautartigen Charakter der Deckschicht, die die angesschnittenen Hohlräume des Untergrundes
überspannt. Die Länge der verwendeten Fasern ist auf etwa 3mm begrenzt.
Die erfindungsgemäße Platte kann ohne weitere Oberflächenbehandlung als Möbelbauteil eingesetzt werden.
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Platte wird von einer Spanplatte entsprechend niedriger Rohdichte ausgegangen.
Eine Mischung aus einem ungesättigten Polyesterharz, faserigen Partikeln, ggf. weiteren Füllstoffen sowie für UP-Harze
geeigneten Farbstoffen wird auf den Werkstoff oder auf eine Preßbeilage, die mit einer gewünschten Struktur versehen sein
kann, aufgetragen und in der Presse unter geringem Druck bis maximal 0,4MPa miteinander verbunden. Die sich ausbildende hautartige Deckschicht paßt sich nicht der Hohlraumstruktur der verwendeten Spanplatte an und es treten keine unerwünschten Markierungen des Untergrundes auf.
Ausführungsbeispiel
Eine Platte der erfindungsgemäßen Art kann wie folgt hergestellt werden:
Auf ein mit Polyvinylalkohol als Trennmittel versehenes Preßblech, das eine reliefartige Struktur ähnlich der Maserung des
Holzes aufweist, werden 100g/m2 einer Mischung von UP-Harzin styrenischer Lösung vom Typ NUP mit 3% Benzoylperoxid-Paste, 1%Wofanol-Braun sowie 20% Altpapierstoff aufgetragen.
Daneben wird eine aus Mittelschichtspänen (Abmessungen: Länge 20...30mm, Dicke 0,8...1,2mm) gebildete Platte mit einer Rohdichte von 400 kg/m3 mit Beschleunigerlösung, als Bestandteil des für die Härtung des UP-Harzes verwendeten
Katalysatorsystems, besprüht. Die besprühte Plattenfläche wird auf das vorbereitete Preßblech aufgelegt. In einer Presse wird die Platte mit der auf dem Preßblech befindlichen Schicht unter einem Druck von 0,3MPa bei 130°C während einer Preßzeit von 3min verbunden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    1. Oberflächenbeschichtete Leichtbauplatte aus Holzpartikeln mit einer Rohdichte von 400 bis 600 kg/m3, gekennzeichnet dadurch, daß sie eine hautartige Deckschicht von einer Dichte von.800 bis 1 000 kg/m3, bestehend aus in ein ungesättigtes Polyesterharz eingebetteten faserigen Partikeln, aufweist.
  2. 2. Leichtbauplatte nach Anspruch !,gekennzeichnet dadurch, daß die Deckschicht aus bis zu 25%, bezogen auf die Masse der Deckschicht, in ein ungesättigtes Polyesterharz eingebetteten organischen oder anorganischen faserigen Partikeln besteht.
  3. 3. Leichtbauplatte nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Deckschicht aus in ein ungesättigtes Polyesterharz eingebetteten lignocellulosischen Partikeln besteht.
  4. 4. Leichtbauplatte nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Deckschicht aus in ein ungesättigtes Polyesterharz eingebetteten Glasfasern besteht.
  5. 5. Leichtbauplatte nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Deckschicht neben faserigen Partikeln weitere Füllstoffe enthält.
  6. 6. Leichtbauplattenach Anspruch !,gekennzeichnet dadurch, daß die Deckschicht eingefärbt ist.
  7. 7. Leichtbauplatte nach Anspruch !,gekennzeichnet dadurch, daß die Deckschichtstrukturiertist.
DD28004485A 1985-08-28 1985-08-28 Oberflaechenbeschichtete leichtbauplatte aus holzpartikeln DD240524A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP2574455B1 (de) 2005-08-16 2017-08-09 Kronoplus Technical AG Leichte mehrschicht-holzwerkstoffplatte

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP2574455B1 (de) 2005-08-16 2017-08-09 Kronoplus Technical AG Leichte mehrschicht-holzwerkstoffplatte
EP1915253B2 (de) 2005-08-16 2023-08-30 Xylo Technologies AG Leichte mehrschicht holzwerkstoffplatte
EP2574455B2 (de) 2005-08-16 2023-10-25 Xylo Technologies AG Leichte mehrschicht-holzwerkstoffplatte

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