DD240722A1 - Foerderduese fuer den pneumatischen transport von schuettgut - Google Patents
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Abstract
Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, fuer die Foerderduese eines pneumatischen Senkrechtfoerderers ein Verschlusselement zu entwickeln, mit dem ein nahezu verzoegerungsfreies leichtes Oeffnen und Schliessen der Foerderduese durch die Foerderluft erfolgt und das ein Eindringen von Material in die Vorkammer des Foerderers weitestgehend vermeidet. Erfindungsgemaess wird das dadurch erreicht, dass der Flansch eines hoehenbeweglichen Duesenkoerpers ueber eine Membran elastisch mit den Seitenwaenden der Vorkammer des Foerderers verbunden ist und dass unterhalb des Duesenkoerpers eine hoehenverstellbare Abdichtvorrichtung in Form eines Kugelabschnittes oder eines Kegelstumpfes angeordnet ist, und dass die untere Kante des Duesenkoerpers mit einer Dichtung versehen ist. Figur
Description
Die Erfindung betrifft eine Förderdüse für den pneumatischen Transport von Schüttgut.
Bei dem pneumatischen Transport von Schüttgut mittels eines pneumatischen Senkrechtförderers wird das zu fördernde Gut vor Eintritt in das Förderrohr fließfähig gemacht. Dieses geschieht dadurch, daß der Boden des Schüttgutbehälters mit einem Belüftungsboden versehen ist, der als Ringkammer unterhalb des Förderrohres angeordnet ist und dabei das Gehäuse in eine Vorkammer unterteilt. Durch Zuführung von Luft unterhalb des Belüftungsbodens wird das Schüttgut aufgelockert und das Schüttgut-Luftgemisch wird mittels eines durch eine Förderdüse mit einem bestimmten Druck zugeführten Gases mitgerissen.
Dabei ist die Förderdüse unterhalb des Förderrohres angeordnet.
Zur Vermeidung, daß bei Stillstand der Anlage über die Förderdüse Material in die Vorkammer und in die Luftzuführungsleitung gelangen kann, das ein Inbetriebnehmen der Anlage nachteilig beeinträchtigen würde, ist die Förderdüse mit einem federbelasteten Rückschlagventil versehen.
Der Nachteil der eingesetzten Rückschlagventile besteht darin, daß bei der Inbetriebnahme des Förderers ein großer Gasdruck aufgebaut werden muß, um die Federkraft des Rückschlagventils zu überwinden.
Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß auf Grund der Trägheit des Rückschlagventils bei Drosselung des Fördergasdruckes die Förderdüse zeitlich später verschlossen wird. Dadurch ist es möglich, daß Material in die Vorkammer gelangt.
Weiterhin ist ein pneumatischer Senkrechtförderer bekannt, bei dem das aufgelockerte Material über einen Ringspalt dem Förderrohr aufgegeben wird. Dem Förderrohr wird die Förderluft über mehrere Leittrichter zugeführt. Unterhalb des Förderrohres ist ein trichterförmiger Auffangbehälter angeordnet, in dem das vom Gasstrom nicht mitgerissene Material gesammelt und einem mit Druckluft betriebenen Rückführungsrohr zugeführt wird. Das vom Gasstrom im Rückführungsrohr mitgerissene Material gelangt in das Förderrohr, wo es dann mit dem anderen Material weitertransportiert wird.
Der Vorteil dieser Anlage besteht darin, daß kein Material in die Gaszuführungsleitung gelangen kann. Durch Anordnung des Auffangbehälters läßt sich auch das dort angesammelte Material bei unplanmäßigem Stillstand der Anlage leicht entfernen.
Der Nachteil dieser Anlage besteht darin, daß der Förderer einen hohen Bauaufwand und eine große Bauhöhe benötigt.
Ziel der Erfindung ist es, bei pneumatischer Senkrechtförderern ein Eindringen von Material in die Vorkammer des Förderers und damit über die Druckluftzuführung in die Drucklufterzeuger zu vermeiden und den Bauaufwand und die Bauhöhe zu reduzieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die Förderdüse eines pneumatischen Senkrechtförderers ein Verschlußelement zu entwickeln, mit dem ein nahezu verzögerungsfreies leichtes Öffnen und Schließen der Förderdüse durch die Förderluft erfolgt und das eine sichere Abdichtung des Förderers gegenüber der Vorkammer gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß ein höhenbeweglicher Düsenkörper durch Anordnung einer Membran elastisch aufgehängt ist, der bei Stillstand der Anlage mit seiner unteren Kante auf einer Abdichtungsvorrichtung in Form eines Kugelabschnittes oder eines Kegelstumpfes aufsitzt. Durch Zuführung von Druckluft in die Vorkammer unterhalb des Düsenkörpers und der Membran erfolgt ein Anheben des Düsenkörpers auf Grund der Krafteinwirkung auf den Flansch des Düsenkörpers, an dem die Membran mit dem Düsenkörper befestigt ist. Dadurch entsteht ein Luftspalt zwischen Düsenkörper und Abdichtvorrichtung, so daß der Fördergasstrom durch die Förderdüse strömen und sich mit dem zu fördernden Material vermischen kann.
Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung ist die erfindungsgemäße Vorrichtung schematisch dargestellt.
Der pneumatische Senkrechtförderer besteht aus einem Förderbehälter 11, der mit dem zu fördernden Material beaufschlagt wird. Der Boden des Förderbehälters 11 besteht aus einem ringförmigen Auflockerungsboden 7, der einerseits mit der Wandung des Förderbehälters 11 und andererseits mit der Wandung der Vorkammer 3 verbunden ist. Unterhalb des Auflockerungsbodens 7 ist die Luftzuführung 8 für die Auflockerungsluft angeordnet.
In der Mitte des Förderbehälters 11 ragt das Förderrohr 6 hinein, unter dem der Düsenkörper 1 mit der Förderdüse zur Beschleunigung der Förderluft angeordnet ist. Durch Anordnung einer ringförmigen Membran 2 am Flansch des Düsenkörpers 1 und deren Befestigung an der Seitenwand der Vorkammer 3 ist der Düsenkörper 1 höhenbeweglich aufgehängt. Die untere Kante des Düsenkörpers 1 ist mit einer Dichtung 5 versehen, die bei Stillstand der Anlage auf einer höhenverstellbaren Abdichtvorrichtung 4, die als Kugelabschnitt oder Kegelstumpf ausgebildet ist, aufliegt.
Die zum Transport des Materials benötigte Förderluft wird der Vorkammer 3 durch die Förderluftzuführung 9 aufgegeben.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist folgende: Bei Zuführung von Förderluft über die Leitung 9 erfolgt ein Anheben des Düsenkörpers 1 auf Grund der Kraftwirkung der Druckluft auf den Flansch des Düsenkörpers 1. Die elastische Membran 2 ermöglicht die Aufwärtsbewegung des Düsenkörpers 1 und begrenzt gleichzeitig seine Aufwärtsbewegung. Außerdem erfüllt die Membran 2 eine Dichtfunktion zwischen Förderbehälter 11 und Vorkammer 3. Infolge der Aufwärtsbewegung des Düsenkörpers 1 wird ein Ringspalt zwischen der Dichtung 5 des Düsenkörpers 1 und der Abdichtungsvorrichtung 4 freigegeben, durch den die Förderluft strömt. Durch die im Düsenkörper 1 angeordnete Förderdüse wird die Förderluft beschleunigt und' vermischt sich mit dem zu fördernden Material. Damit das im Förderbehälter 11 befindliche Material sich besser mit der Förderluft vermischen kann, wird das Material durch die über dem Auflockerungsboden 7 zugeführte Auflockerungsluft fließfähig gemacht.
Während des Betriebes verbleibt der Düsenkörper 1 in gehobener Stellung und schwimmt auf dem Luftstrom der Förderluft. Bei Druckabfall erfolgt ein selbsttätiges Verschließen des Düsenkörpers 1 auf Grund der Rückstellkräfte aus der gedehnten Membran sowie aus der Eigenmasse des Düsenkörpers 1 und dem Druck aus der über dem Düsenkörper 1 gelegenen Schüttung. Der Düsenkörper 1 sinkt nach unten, wobei die Dichtung 5 auf der Dichtungsvorrichtung 4 aufsitzt und so den Förderbehälter 11 gegenüber der Vorkammer 3 abdichtet.
Die Abdichtvorrichtung 4 für den Düsenkörper 1 in Form eines Kugelabschnittes oder eines Kegelstumpfes ist starr angeordnet.
Durch Anordnung einer Nachstelleinrichtung 10 erfolgt nach zunehmender Ermüdung der Membran 2 eine Höhennachstellung der Abdichtvorrichtung 4.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Abdichtvorrichtung besteht darin, daß bei Vermeidung von Materialeintritt in die Vorkammer des Senkrechtförderers beim Stillstand der Anlage eine sichere Abdichtung zwischen Förderbehälter und Vorkammer erreicht
Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung besteht darin, daß bei Verringerung der Bauhöhe ein nahezu verzögerungsfreies Öffnen und Schließen der Abdichtung bei entsprechender Zuführung der Förderluft bei Überwindung eines geringen Gegendruckes erfolgt.
Claims (1)
- Erfindungsanspruch:Förderdüse für den pneumatischen Transport von Schüttgut, gekennzeichnet dadurch, daß der Flansch eines höhenbeweglichen Düsenkörpers (1) über eine Membran (2) elastisch mit den Seitenwänden der Vorkammer (3) verbunden ist und daß unterhalb des Düsenkörpers (1) eine höhenverstellbare Abdichtvorrichtung (9) in Form eines Kugelabschnittes oder Kegelstumpfes angeordnet ist, und daß die untere Kante des Düsenkörpers (1) mit einer Dichtung (5) versehen ist.Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD28034585A DD240722A1 (de) | 1985-09-05 | 1985-09-05 | Foerderduese fuer den pneumatischen transport von schuettgut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD28034585A DD240722A1 (de) | 1985-09-05 | 1985-09-05 | Foerderduese fuer den pneumatischen transport von schuettgut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD240722A1 true DD240722A1 (de) | 1986-11-12 |
Family
ID=5571042
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD28034585A DD240722A1 (de) | 1985-09-05 | 1985-09-05 | Foerderduese fuer den pneumatischen transport von schuettgut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD240722A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3901110A1 (de) * | 1989-01-16 | 1990-07-19 | Krupp Polysius Ag | Pneumatischer senkrechtfoerderer |
-
1985
- 1985-09-05 DD DD28034585A patent/DD240722A1/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3901110A1 (de) * | 1989-01-16 | 1990-07-19 | Krupp Polysius Ag | Pneumatischer senkrechtfoerderer |
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