DD240769A1 - Verfahren zur leckabdichtung an hohlkoerpern - Google Patents

Verfahren zur leckabdichtung an hohlkoerpern Download PDF

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DD240769A1
DD240769A1 DD28042485A DD28042485A DD240769A1 DD 240769 A1 DD240769 A1 DD 240769A1 DD 28042485 A DD28042485 A DD 28042485A DD 28042485 A DD28042485 A DD 28042485A DD 240769 A1 DD240769 A1 DD 240769A1
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DD
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leak
sealing
damage area
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DD28042485A
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Johannes Frind
Siegfried Suske
Otto Latzusch
Alfred Kohlmann
Original Assignee
Mineraloelverbundleitung Schwe
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Leckabdichtung an unter Innendruck stehenden Hohlkoerpern, insbesondere gasfoermiger und fluessiger Medien, bei denen das Leck zuerst durch eine spezifische Vorrichtung provisorisch mechanisch abgedichtet wird. Die bestaendige Abdichtung erfolgt durch Auftragen eines haertbaren Polymers auf den provisorisch abgedichteten Schadensbereich. Zur Erhoehung der Bestaendig- und Festigkeit der reparierten Stelle wird der gesamte Schadensbereich mit einem Laminat, bestehend aus einem haertbaren duroplastischen Polymer und Faser-Verstaerkungsmaterial umwickelt.

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Leckabdichtung, vorzugsweise von Löchern und Rissen, die an Bauteilen der Drucktechnik, insbesondere an Rohrleitungen für den Gas- und Flüssigkeitstransport auftreten. Es ist speziell anwendbar für die Leckabdichtung von Druckbehältern oder Rohrleitungen, die unter Rohrinnendruck stehen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß Leckstellen an Rohrleitungssystemen durch verschiedene Reparaturverfahren beseitigt werden. Als Teilerneuerung wird bezeichnet, wenn aus der Rohrleitung das schadhafte Rohrstück herausgetrennt und ein neues Paßstück eingeschweißt wird. Dieses Verfahren ist mit der Unterbrechung des Transportvorganges verbunden und ist zeitaufwendig und erfordert bei dem Vorhandensein von explosiblem Gas bzw. Gasgemisch sowie Flüssigkeit, die explosible Dämpfe entwickelt, umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen.
Bekannt ist auch das Aufschweißen von Rohrhalbschalen und/oder Hauben zum Abdichten und/oder Verstärken von Leckstellen, wobei in dem Falle des Vorhandenseins von brennbaren Gasen oder Flüssigkeiten in der Rohrleitung ein hoher sicherheitstechnischer Aufwand erforderlich ist.
Es ist bekannt, daß kleinere Risse in Rohrleitungen sowie in Tankwänden durch Injektion von Dichtmittel verschlossen werden.
Des weiteren wird ein Verfahren beschrieben, bei dem zuerst eine Epoxidharzmasse mit kurzer Aushärtezeit auf das Leck in Rohrleitungen bzw. Behältern gebracht und anschließend überlappend eine zweite langsamer härtende Epoxidharzmasse aufgetragen wird. Zum Abdichten von Leckstellen an flüssigkeitsführenden Apparateteilen wird ein Verfahren angeführt, bei dem eine spezifische härtbare Abdichtmasse aufgetragen wird.
Weiterhin ist bekannt, daß zum provisorischen Abdichten von kleinen Lecks, Abdichtschellen mit eingelegter Gummidichtung, um den Schadensbereich gelegte Rohrhalbschalen, in die eine härtbare Dichtmasse eingespritzt wird, genutzt werden.
Ein Verfahren zur Reparatur von kleinen Lecks an Rohrleitungen bei herrschendem Rohrinnendruck ist dadurch gekennzeichnet, daß eine angepaßte Rohrhalbschale mit Zwangsaustrittsöffnung, z. B. ein aufgeschweißter Gewindestutzen, für das entweichende Gas auf die Leckstelle geklebt wird. Nach dem Aushärten des Klebers kann die Zwangsaustrittsöffnung mit einem Gewindestopfen gasdicht verschlossen werden.
Die bekannten technischen Lösungen werden durch folgende Patentanmeldungen charakterisiert:
WP 84 473
WP 252 482
OS 1 291 435
OS 2 459 399
OS 2 501 889
OS 2 927 301
Ziel der Erfindung
WP 34 698
WP 2 459 399
OS 2 326 335
OS 2 500 735
OS 291 376
Es ist das Ziel der Erfindung, ein Leckabdichtungsverfahren, insbesondere für Rohrleitungen, zu schaffen, mit dem es möglich ist, bei Havarien kurzfristig den Schaden unter Aufrechterhaltung des Transportvorganges zu beheben und die Reparatur so durchzuführen, daß ein beständiger flüssigkeits- und gasdichter Verschluß entsteht.
Das Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Löcher und/oder Anrisse in unter Druck stehenden Rohrleitungen abzudichten, um die ursprüngliche Belastbarkeit wiederherzustellen.
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß zur Abdichtung der Leckstelle eine Vorrichtung benutzt wird, mit deren Hilfe mechanisch das unter Druck stehende Medium abgesperrt werden kann. Der Abdichtbolzen der Vorrichtung wird mit einer härtbaren Polymermasse eingegossen. Durch die Adhäsionswirkung der Polymermasse auf dem metallischen Untergrund des Rohrbereiches wird eine gas- und flüssigkeitsdichte Verbindung hergestellt. Der Abdichtbolzen verbleibt als Teil des Abdichtelementes in der ausgehärteten Polymermasse.
Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit der reparierten Leckstelle und zur Wiederherstellung der notwendigen Gesamtfestigkeit wird der gesamte Schadensbereich mit einem Laminat, bestehend aus einem härtbaren duroplastischen Polymer und geeignetem Faser-Verstärkungsmaterial, beschichtet. Diese Beschichtung stabilisiert den Schadensbereich, erhöht die mechanische Beanspruchbarkeit der unter Innendruck stehenden Rohrleitung und verbessert die Alterungsbeständigkeit der eingebetteten Leckstelle.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel und der dazugehörigen Zeichnung näher erläutert werden. Bei dem Beispiel wird von einer Leckstelle in Form eines Loches, welches sich im Schweißnahtbereich einer aufgesetzten Rohrleitung 1 auf einer Rohrleitung 2 (Figur 1) befindet, ausgegangen.
Eine Halterung 3 wird an der Rohrleitung 1 mechanisch so fixiert, daß bei Eindrehen der Spindel 4 durch den Abdichtbolzen 5 mit Dichtung die Leckstelle 6 gasdicht verschlossen wird.
In Vorbereitung des Klebeprozesses um die Leckstelle einschließlich der Abdichtbolzen werden die Oberflächen der Rohrleitung 1 und 2 sowie des Abdichtbolzens 5 entfettet und aufgerauht. Anschließend wird um den Leckstellenbereich eine provisorische Schalung gelegt, in die ein vorher hergestelltes härtbares Polymer 7 bis in Höhe des Abdichtbolzens 5 gegossen wird. Nach dem Aushärten des Polymers wird die provisorische Schalung und die Halterung 3 mit der Spindel 4 entfernt (Figur 2). Zur Stabilisierung des gesamten Reparaturbereiches wird dieser lagenweise mit Laminat 7, bestehend aus härtbarem Polymer und faserförmigen Verstärkungsmaterial, umwickelt (Figur 3).

Claims (4)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Leckabdichtung an Stahlkörpern, insbesondere für unter Druck stehende gas- und flüssigkeitsführende Rohrleitungen, gekennzeichnet dadurch, daß eine Leckstelle (Loch, Riß) durch eine Vorrichtung mit Abdichtbolzen mechanisch verschlossen und anschließend der Schadensbereich mit einer härtbaren Polymermasse dauerhaft flüssigkeits- und gasdicht verschlossen wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eingegossene Schadensbereich mit einem Laminat, bestehend aus einem härtbaren Polymer und einem faserförmigen Verstärkungsmaterial, beschichtet wird.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zu der Beschichtung verwendete Laminat auf dem gesamten Rohrumfang des Schadensbereiches aufgebracht wird.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei erdverlegten Rohrleitungen die erforderliche Korrosionsschicht im Schadensbereich mit der aufgebrachten Beschichtung überlappt wird.
DD28042485A 1985-09-09 1985-09-09 Verfahren zur leckabdichtung an hohlkoerpern DD240769A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2018036838A1 (de) 2016-08-23 2018-03-01 Wenning Bernd Josef Leckage-abdichtvorrichtung sowie verfahren und system zum abdichten einer leckage

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