DD240998A3 - Verfahren zur polymerisation von vinylchlorid - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid in Abwesenheit solcher Mengen von anderen radikalisch polymerisierbaren Monomeren, die zur Bildung von Copolymerisaten notwendig sind, in waessriger Phase und unter Verwendung bekannter Initiatoren bzw. Initiatorsystemen, indem in einem der eigentlichen Polymerisation vorgelagerten Polymerisationsabschnitt in Gegenwart von 0,001 bis 2,0 Ma.-%, bezogen auf die waessrige Phase, wasserloeslicher oder teilweise wasserloeslicher, bekannter, radikalisch polymerisierbarer Monomerer, bzw. deren Mischungen begonnen wird, wobei die Polymerisation in bekannter Weise so gesteuert wird, dass mit Erreichen der vorgegebenen Polymerisationstemperatur, die neben dem zu polymerisierenden Vinylchlorid zugegebenen Monomeren weitgehend homopolymerisiert sind. Als weitere Monomere bzw. deren Mischungen koennen Acrylverbindungen, wie Acrylsaeure, Acrylamid, Methyl-, Ethyl-, n-Butylacrylat, Ethylhexylacrylat, Glycolmonoacrylat, Methacrylsaeure, Methylmethacrylat, weiterhin Maleinsaeureanhydrid, Maleinate, Fumarate, Vinylmonomere aus der Reihe der Vinylester, wie Vinylacetat, der Vinylether, wie Vinylisobutylether und Vinylaromaten, wie Styren, verwendet werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid in Abwesenheit solcher Mengen von anderen polymerisierbaren Monomeren,die zur Bildung von Copolymerisäten notwendig sind.in wässriger Phase und unter Verwendung bekannter Initiatoren bzw.Initiatorsystemen.wobei Homo polymerisate mit vorgegebener Teilchengröße und Porosität erhalten werden.
Die Suspensionspolymerisation von Vinylchlorid bzw.die Herstellung von Copolymerisäten auf der Basis von Vinylchlorid wird im technischem Maßstab in Gegenwart von Dispergatoren zur Herstellung und Stabilisierung der Vinylchlorid/Polyvinylchlorid-Suspension in der wässrigen Phase durchgeführt .Dabei bestimmt u.a. die Eigenschaft des Dispergatorsystems die Verteilung des oder der Monomeren in der wässrigen Phase, die Morphologie des PVC-Korns,insbesondere seine Porosität ,die Korngrößenverteilung .,aber auch die ThermoStabilität des Polymerisates.
Als Dispergatoren kommen u.a. Celluloseether,wie sie in der DE-OS
2 412 014 beschrieben werden-in Frage.Des weiteren werden Celluloseether im Gemisch mit teilverseiftem Polyvinylacetat (DD-PS 145 539) oder nur Polyvinylacetat (DE-AS 1 142 238) verwendet.
Zur Erzielung von hohen Porositäten werden zusätzlich aliphatische bzw. aromatische Kohlenviasserstoffe bzw.Alkohole eingesetzt(US-PS 2 875 186.
3 488 328).
Weiterhin ist bekannt.durch Zusatz langkettiger Fettsäuren bzw.deren Ester oder durch Zusatz ionogener bzw.nichtionogener oberflächenaktiver Substanzen,oftmals kombiniert mit v/eiteren Zusätzen,wie Reduktionsmittel zum Polymerisationsgemisch die Weichmacheraufnahmefähigkeit zu erhöhen. (DE-OS " 365 134,2 151 703,DE-PD 1 545 179;DE-0S 2 244 985; 2 143 604) beschrieben wird auch die Kombination von Suspensionsstabilisatoren zur Beeinflußung der Weichmacheraufnahmefähigkeit.(US-PS 3 879 365; DE-AS 1 720 328.DE-OS 2 209 592)
Ein Polyvinylchlorid mit einem hohen Schüttgewicht}geringer Porosität und einer relativ breiten Korngrößenverteilung wird bei der Verwendung von StyrolAialeinsäureanhydrid-Copolymerisaten als Dispergator erhalten. (DD PS 13 583:. 14 358)
Wachteil dieser Verfahren ist es?daß als Haupbestandteil der verwendeten Dispergatorsysteme makromolekulare Verbindungen eingesetzt werden müssen.deren Herstellung nur über komplizierte Prozesse möglich ist", daraus resultiert,daß die so hergestellten Dispergatoren in ihrem Eigenschaftsbild starken Schwankungen unterworfen sind,was sich wiederum negativ auf die Produkteigenschaften auswirkt.Ein weiterer Gesichtspunkt ist der hohe Aufwand zur Herstellung dieser Dispergatoren,
Ziel der Erfindung ist die Herstellung von Vinylchlorid-Homopolymerisaten mit vorgegebener Teilchengröße und Porosität unter Verwendung bekannter Initiatoren bzw.Initiatorsystemen,bei vermindertem Aufwand.
- 3 Darlegung des Wesens der Erfindung
- Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst wird
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Suspensionspolymerisation von Vinylchlorid (VC) in wässriger Phase, unter Verwendung bekannter Radikale bildender Initiatoren bzw. Initiatorsystemen und in Abwesenheit solcher Mengen weiterer bekannter radikalisch polymerisierbarer Monomerer, die zur Ausbildung von Copolymerisaten notwendig sind, zu entwickeln, das es gestattet, VC-Homopolymerisate mit vorgegebener Teilchengröße und Porosität herzustellen.
— Merkmale der Erfindung
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem in einem der eigentlichen Polymerisation vorgelagerten Polymerisationsabschnitt in Gegenwart von 0,001 bis 2,0 Masse%, bezogen auf die wässrige Phase, wasserlöslicher oder teilweise wasserlöslicher bekannter radikalisch polymerisierbarer Monomerer, bzw. deren Mischungen, die Polymerisation begonnen wird, wobei die Polymerisation in bekannter Weise so gesteuert wird, daß mit Erreichen der vorgegebenen Polymerisationstemperatur die neben dem zu polymerisierenden VG zugegebenen Monomeren weitgehend ' homopolymerisiert sind.
Als Monomere, bzw. deren Mischungen können z. B. Acrylverbindungen, wie Acrylsäure, Acrylamid, Methyl-Ethyl-, n-Butyi-, Ethylhexylacrylat, Glycolmonoacrylat, Methacrylsäure, Methylmethacrylat, weiterhin Maleinsäureanhydrid, Maleinate, Fumarate, Viny!monomere aus der Reihe der Vinylester wie Vinylacetat, der Vinylether wie Vinylisobuthylether und Vinylaromaten wie Styren verwendet werden.
Die Polymerisation wird in der Weise durchgeführt, indem die Temperatur des Polymerisationsansatzes am Beginn der Polymerisation unterhalb der Polymerisationstemperatur des Vinylchlorids gehalten wird. Diese Temperatur wird solange aufrechterhalten, bis die zugegebenen Monomeren weitgehend homopolymerisiert sind. Danach wird die Temperatur auf die Polymerisationstemperatur des Vinylchlorids, entsprechend dem vorgesehenen Eigenschaftsniveau erhöht und zu Ende polymerisiert, ohne daß
es zu einer nachweisbaren Bildung von Copolymerisaten der neben dem VC zugegebenen Monomeren kommt. Der Zusatz von Dispergatoren ist nicht erforderlich.
Beispiel 1 bis 6
Ein sauerstofffrei gespülter Rührautoklav wird beschickt mit 400 Teilen Wasser, 200 Teilen VC, 0,002 Teilen Isopropanol, 0,1 Teilen Kaliumpersulfat, 0,7 Teilen Natriumdisulfit, 10 Teilen Kupfersulfat, . 0,04 Teilen Lauroylperoxid, 0,03 Teilen Dicetylperoxidicarbonat und nach Tabelle 1 zugegebenen Mengen an weiteren Monomeren. Polymerisiert wird unter Rühren 1 Stunde bei 318 K und 5 Stunden bei 336 K.
Beispiel 7 bis 10
Chargiert und polymerisiert wird nach Beispiel 1 bis 6, hinzugefügt werden 0,38 Masse-% Acrylsäure und 0,25 Masse-% bezogen auf die wässrige Phase einer weiteren monomeren Verbindung entsprechend Tabelle 2.
Beispiel 11 bis 13
Es wird nach Beispiel 1 bis 6 chargiert und polymerisiert;, hinzugefügt werden 0,25 Masse-% Acrylsäure und 0,25 Masse-% bezogen auf die wässrige Phase, ein weiteres Monomeres nach Tabelle 3.
Beispiel 14 bis 17
Es wird verfahren wie im Beispiel 1 bis 6 ausgeführt, hinzugefügt werden ein weiteres Monomeres und ein Hilfsdispergator entsprechend Tabelle 4.
Beispiel Monomeres Nr. neben VC
Masse %
bezogen auf die wassr.Phase Zentrifugen- Schüttgewicht mittlerer Verteilungs-Weichmacheraufn. Korndurchmesser breite P
c % ( g/l ) ]Jm
Acrylamid 0.58
Acrylamid 1,00
Acrylsäure 0,25
Acrylsäure 1,00
| 34.7 | 410 | 170 | 1;84 |
| 119,0 | 217 | 195 | 2,70 |
| 80 | 290 | 20 | - |
| 49 | 220 | 165 | 2,5 |
| 48 | 446 | 260 | 3>7 |
| 70.5 | 265 | 146 | 2.8 |
C - mittlerer Korndurchmesser der Gaußverteilung
F- Verteilungsbreite der Gaußverteilung.die sich errechnet aus
G F=-
d - Korndurchmesser
G - Summengewicht der Siebfraktion
l95
Tabellen 2 und 3
| Beispiel | Monomeres | Zentrifugen- | Schüttge | mittlerer Korn- | Verteilungs |
| Nr. | weichrnacherauf η< | wicht | durchmesser | breite C | |
| % | g/l | um | |||
| 7 | Acrylsäure | 48.2 | 305 | 160 | 4 5 |
| 8 | Methylmeth- | ||||
| acrylat | 51 1 | 245 | 180 | 2., 1 | |
| 9 | Methylacrylat | 44,6 | 275 | 240 | 1-94 |
| 10 | Vinylacetat | 65.6 | 275 | 320 | 1,81 |
| 11 | Methylacrylat | 14 4 | 600 | 360 | 3 9 |
| 12 | Methylmeth- | ||||
| acrylat | 19,9 | 490 | 135 | 3 0 | |
| 13 | Butylacrylat | 5,6 | 630 | 580 | 7,1 |
Beispiel Monomeres Nr.
Hilfsdispergator
Zentifugen- Schutt- mittlerer
Weichmacher- gewicht Korndurch-
aufnahme messer
% μη
Verteilungsbreite c
| 14 | 0,38 Masse % | 0:2 Teile Pett- | 114 | 290 | 190 | 4.2 |
| Acrylamid | säureglycerin- | |||||
| ester | 31,7 | 402 | 146 | 2;6 | ||
| 15 | 0,38 Masse % | 0,09 Teile Sorbi- | ||||
| Acrylamid | tanmonolaurat | 15.8 | 640 | 450 | 2 8 | |
| 16 | 0;,25 Masse % | 0,2 Teile Fett | ||||
| Acrylsäure | säur egly cerine st er | 23.3 | 4450 | 260 | 2 6 | |
| 17 | 0,25 Masse % | 0,09 Teile Sorbi- | ||||
| Acrylsäure | tanmonolaurat | |||||
Claims (2)
- Erfindungsansprüche1.Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid in Abwesenheit solcher Mengen von anderen radikalisch polymerisierbaren Monomeren,. die zur Bildung von Copolymer!säten notwendig sind in wässriger Phase und unter Verwendung bekannter Initiatoren bzw. Initiator systemen .,gekennzeichnet dadurch daß in einem der eigentlichen Polymerisation vorgelagerten Polymerisationsabschnitt in Gegenwart von 0.001 bis 2 0 Masse % bezogen auf die wässrige Phase,wasserlöslicher oder teilweise wasserlöslicher bekannter radikalisch polymerisierbarer Monornerer bzw.deren Mischungen begonnen wird wobei die Polymerisation in bekannter Weise so gesteuert wird daß mit Erreichen der vorgegebenen Polymerisationstemperatur.die neben dem zu polymerisierenden Vinylchlorid zugegebenen Monomeren weitgehend homopolymer!siert sind.
- 2.Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch,daß als 'Monomere bzw.deren Mischungen Acrylverbindungen,wie Acrylsäure.Acrylamid;Methyl-;Ethyl-.n-Butylacrylat.Ethylhexylacrylat-Crlycolmonoacrylat Methacrylsäure,Methylmethacrylat:weiterhin Maleinsäureanhydrid J'Ialeinate ,Fumarate ,Viny!monomere aus der Reihe der Vinylester wie ,Vinylacetat der Vinylether wie Vinylisobutylether und Vinylaromaten wie;Styren.verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23842582A DD240998A3 (de) | 1982-03-25 | 1982-03-25 | Verfahren zur polymerisation von vinylchlorid |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23842582A DD240998A3 (de) | 1982-03-25 | 1982-03-25 | Verfahren zur polymerisation von vinylchlorid |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD240998A3 true DD240998A3 (de) | 1986-11-26 |
Family
ID=5537463
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD23842582A DD240998A3 (de) | 1982-03-25 | 1982-03-25 | Verfahren zur polymerisation von vinylchlorid |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD240998A3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN115975097A (zh) * | 2022-12-09 | 2023-04-18 | 北京化工大学 | 交联的氯乙烯系树脂粒子及其制备方法 |
-
1982
- 1982-03-25 DD DD23842582A patent/DD240998A3/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN115975097A (zh) * | 2022-12-09 | 2023-04-18 | 北京化工大学 | 交联的氯乙烯系树脂粒子及其制备方法 |
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