DD24108A1 - Anordnung eines Expansionsventils in Löschkammern von Flüssigkeitsschaltern - Google Patents

Anordnung eines Expansionsventils in Löschkammern von Flüssigkeitsschaltern

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DD24108A1
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expansion valve
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Description

DEUTSCHE
DEMOKRATISCHE
REPUBLIK
AMT FÜR ERFINDUNGSUND PATENTWESEN
Kl. 21c 36/03
PATENTSCHRIFT 24108
WP 21c 158 720
Patentart: Deutsches Wirtschaftspatent
Anmeldetag: 6. Januar 1959 '
Tag der Ausgabe der Pateritschrift: 22. Oktober 1982
Die Priorität der Anmeldung in der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik vom 28. Januar 1958 wird in Anspruch genommen
Erfinder: Dipl.-Ing. Milos Sobotka, Prag (CSSR) Vaclav Posival, Kyje b. Prag (CSSR)
Inhaber: CKD Praha närodni podnik, Prag-Vysocany (CSSR)
Anordnung eines, Expansionsventils in Löschkammern von Flüssigkeitsschaltern
Bei den bisher bekannten Ausführungen von Löschkammern für Flüssigkeitsschialter werden Expansionsventile überhaupt nicht oder nur als Sicherheitsventile benutzt. Meist werden mehrere Sicherheitsventile vorgesehen und außenhalb der Löschkammerachse, z. B. in der Vorder- oder Seitenwand der Löschkammer im Druckraum, untergebracht. Weiterhin ist es auch üblich, neben den Sicherheitsventilen ständige Entlastungsöffnungen anzuordnen. Die Ventile sind klein und haben keine vollkommene Führung, .
Die bisherige Anordnung und Ausführung der Sicherheitsventile hat folgende Nachteile: Bei der erwähnten Anordnung der Ventile wird keine zusätzliche Löschwirkung erzielt, eher das Gegenteil. Die heißen Gase üben auf jene Stellen der Lösche kammer, welche gewöhnlich, nicht leicht auswechselbar sind, eine ungünstige Wirkung aus. Bei Differentiallöschkammern werden geschmolzene Teilchen zu den Sicherheitsventilen in die Nähe der Kolbenringe •hingetragen, wodurch die Gefahr eines Verreibens entsteht. Meist muß, um einseitige Druckstöße zu verhindern, eine Anzahl kleiner Ventile vorgesehen werden, was die Einrichtung verwickelter macht und die Neigung zu Störungen vergrößert. Auch, ist es nicht möglich, direkt in diesen Ventilen ständige Entlastungsventile unterzubringen
Die angeführten Nachteile werden dadurch beseitigt, daß erfindungsgemäß das Expansionsventil in einer zylinderförmigeri, mit. Auspufföffnungen versehenen Haube angeordnet ist, und zwar in der Längsachse und oberhalb der mit einer Durchgangsöffnung versehenen Kontakttulpe. Der Ventilteller des Expansionsventils wird mittels einer Feder im Ruhezustand auf die Durchgangsöffnung gedrückt und ist dn seinem oberen verjüngten Ende als Dämpfungsstift ausgebildet. Dieser Stift paßt in eine Ausnehmung des oberen Deckels, welche als Dämpfer wirkt. Vorteilhaft ist der Ventilteller in der Nähe seines unteren Sitzes mit einer ständigen Entlastungsöffnung: versehen, welche schief zur Auspufföffnung der zylinderförmigen Haube gerichtet ist
Als Vorteile der Anordnung und Ausbildung des Expansionsventils gemäß der Erfindung sind die folgenden zu bezeichnen: Durch die Anordnung des Expansionsventils in der Längsachse oberhalb der Kontakttulpe wird eine zusätzliche Löschwirkung erreicht und die Unterbringung einer Entlastungsöffnung in diesem Expansionsventil ermöglicht. Es ist nur ein Ventil vorgesehen, und dieses ist mechanisch kräftig und infolge der breiten Führung zuverlässig. Es ist leicht zu demontieren, '.und der Druck der Feder und damit der Ansprechwert des Expansionsventils kann durch kreisförmige Beilagscheiben leicht umgestellt werden
Bei Differential-Löschkammern trägt das Ventil zum Absaugen von Metallteilchen bei und verhindert dadurch das Fressen des Kolbenringes des Differentialkolbens. Die zylindrischieHaube kann in ihrem oberen Teil noch verlängert werden, um als Stromableitung dienen zu können. Das Expansionsventil dient zugleich als Sicherheitsventil.
2410S
Ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, welche einen Teil der Löschkammer mit dem Expansionsventil im Schnitt darstellt.
Über der eigentlichen Löschkammer, von welcher nur derjenige Teil abgebildet ist, der die mit einer Durchgangsöffnung 1< versehene Kontakttulpe 6 enthält, befindet sich die zylindrische, mit Auspufföffnungen 9 versehene Haube 2. In dieser zylindrischen Haube 2 befindet sich das Expansionsventil mit dem Ventilteller 1, dessen obere Verlängerung als 'Dämpfungsstift 5 ausgebildet und dessen unterer Teil mit einer ständigen Entlastungsöffnung 3 versehen ist. Diese führt aus dem Raum über der Durchgangsöffnung 7 schlief zu den Auspufföffnungen 9 hin. Die Feder 4, welche den Ventilteller 1 auf seinen Sitz drückt, stützt sich gegen den Deckel 10 ab, welcher die zylindrische Haube 2 oben abschließt und die Ausnehmung 8 trägt.
Beim Entstehen des Lichtbogens bildet sich im Räume um die Kontakttulpe 6 und innerhalb derselben ein Druck, der je nach, der Größe des auszuschaltenden Stromes schnell anwächst. Bedm Erreichen des eingestellten Druckes wird der Ventilteller 1 plötzlich angehoben und ermöglicht der Löschflüssigkeit, an den Kontaktdaumen der Kontakttulpe 6 vorbei durch deren Durchgangsöffnung 7 und durch: den Sitz des Ventiltellers 1 sowie durch die Auspufföffnungen 9 in die Umgebung zu strömen. Dadurch wird der an den Kontaktdaumen der Konrtakttulpe 6 entstandene Lichtbogen wirksam gekühlt, so daß diese Ausführung die in der Löschkammer vor sich gehende Löschung des Lichtbogens unterstützt. Beim Ausschalten großer Ströme, bei denen hohe Drücke entstehen, erreicht das Expansionsventil einen größeren Hub, da der größere Ausschaltstrom ein Anwachsen der Flüssigkeitsströmung und damit der Löschwirkung in Abhängigkeit vom Strome zur Folge hat.
Um zu verhindern, daß ,sieh die Windungen der Feder 4 bei einem großen Hub des Ventiltellers 1 hart aufeinanderlegen, ist im. Deckel 10i eine Ausnehmung so vorgesehen, daß das als Dämpfungsstift 5 ausgebildete Ende des Ventiltellers 1 vor Erreichen des äußersten Hubes in die Ausnehmung 8 eindringt und dadurch den Anschlag dämpft. Im Falle einer in der eigentlichen Löschkammer auftretenden Störung und eines dadurch begründeten Ansteigens des
ίο Druckes dient dieses Expansionsventil gleichzeitig als Sicherheitsventil. Um auch bei kleineren Strömen, bei denen kleinere Drücke entstehen, eine Durchströmwirkung der Flüssigkeit zu erzielen, ist im unteren Sitzkörper des Expansionsventils eine ständige
is Entlastungsöffnung 3 vorgesehen. Diese öffnung verringert auch die ständige Druckbeanspruchung der ganzen Löschkammer.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Anordnung eines Expansionsventils in Löschkammern von Flüssigkeitsschaltern, dadurch gekennzeichnet, daß das Expansionsventil in einer zylindrischen, mit Auspufföffnungen (9) versehenen Haube (2) in der Längsachse und oberhalb einer mit einer Durehgangsöffnung (7) ausgestatteten Kontakttulpe (6) angeordnet ist, dessen Ventilteller (1), von dem das obere verjüngte Ende als Dämpfungsstift (5) ausgebildet ist, der in einer Ausnehmung (8) des Deckels (10) der Haube bei abgeschobenem Ventilsitz geführt ist, unter dem erforderlichen Druck einer Feder (4) die Durehgangsöffnung (7) der Kontakttulpe im Ruhezustand verschließt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilteller (1) in seinem unteren Sitzkörper mit einer Entlastungsöffinung (3) versehen ist, welche schief zur Auspufföffnung (9) der zylindrischen Haube (2) gerichtet ist.

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