DD241350A3 - Fungizide mittel - Google Patents

Fungizide mittel Download PDF

Info

Publication number
DD241350A3
DD241350A3 DD24338182A DD24338182A DD241350A3 DD 241350 A3 DD241350 A3 DD 241350A3 DD 24338182 A DD24338182 A DD 24338182A DD 24338182 A DD24338182 A DD 24338182A DD 241350 A3 DD241350 A3 DD 241350A3
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
acids
hydrogen
esters
sodium
groups
Prior art date
Application number
DD24338182A
Other languages
English (en)
Inventor
Reinhard Bauwe
Manfred Keilert
Ingeborg Lischke
Sieghard Lueck
Lothar Neeb
Hans Pradel
Renate Peters
Hubert Rattba
Justus Schwarz
Ulrich Burth
Guenter Motte
Hans-Joachim Mueller
Hans-Erich Stachewicz
Original Assignee
Berlin Chemie Veb
Manfred Keilert
Lischke Ingeburg
Sieghard Lueck
Lothar Neeb
Hans Pradel
Renate Peters
Hubert Rattba
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Berlin Chemie Veb, Manfred Keilert, Lischke Ingeburg, Sieghard Lueck, Lothar Neeb, Hans Pradel, Renate Peters, Hubert Rattba filed Critical Berlin Chemie Veb
Priority to DD24338182A priority Critical patent/DD241350A3/de
Publication of DD241350A3 publication Critical patent/DD241350A3/de

Links

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel zur Bekaempfung phytopathogener Pilze, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie als synergistisch wirkende Kombinationspraeparate aus an sich bekannten Kontaktfungiziden wie Zineb, Maneb, Mancozeb, Schwefel, Thiuram, Kupferseifen und Kupferoxidchlorid und N-substituierten Aminosaeuren und deren Abkoemmlingen der allgemeinen Formel, worin R1 Wasserstoff oder Alkylgruppen mit bis zu 5 C-Atomen oder Alkali-, Erdalkali-, Erd- und Uebergangsmetalle, R2 Wasserstoff, Methyl-, Phenyl-, oder Hydroxymethylgruppen, R3 Ethyl-, Prophyl-, Isoprophyl-, Butyl-, Isobutyl-, Propenyl- und Hydroxyalkylgruppen, vorzugsweise die Hydroxyethylgruppe und R4 Wasserstoff, Acylreste mit bis zu 18 C-Atomen, Alkoxycarbonylreste mit bis zu 5 C-Atomen im Alkoxyrest oder Aminocarbonylgruppen bedeuten, bestehen.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft synergistisch wirkende Kombinationspräparate zur Bekämpfung phytopathogener Pilze, die aus an sich bekannten Kontaktfungiziden, z. B. Zineb, Maneb, Mancozeb, Schwefel, Thiurm, Kupferseifen und Kupferoxidchlorid, einerseits und N-alkylierten Abkömmlingen von α-Aminosäuren, deren schwache fungizide Potenz ebenfalls bekannt ist, andererseits bestehen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es wurde bereits vorgeschlagen (DD 45884), N-Alkylaminosäuren und deren Abkömmlinge, insbesondere N-Ethyl- und N-Isopropyl- sowie N-(2-hydroxy-ethyl)glycin, als fungizide Wirkstoffe gegen Phytophthora infestans an Kartoffeln und Tomaten einzusetzen. Diese Wirkstoffe konnten jedoch bisher keine praktische Bedeutung erlangen, weil ihre Wirkung im Vergleich mit bewährten Fungiziden wie Maneb, Mancozeb und Zineb sowie Kupferoxidchlorid nur unbedeutend ist und insbesondere die Kraut- und Knollenfäule mit den genannten N-Alkylaminosäurederivaten an Kartoffeln nicht wirksam bekämpft werden kann. Der phytopathogene Pilz kann sich trotz Behandlung der Kartoffelpflanze, z. B. mit N-Ethylglycin, ungestört ausbreiten und die Wirtspflanze in einem stark ertragsmindernden Ausmaß schädigen. Das gleiche trifft auf den vorgeschlagenen Einsatz N-substituierter Säureamidevon N-Alkylaminosäuren (DE 1.125.713) und von N-Acylaminosäuren und deren Ester (DE 2203228) zu.
Diese Aminosäurederivate dringen bekanntermaßen in die Kartoffelpflanze ein und behindern, allerdings unzureichend, die Entwicklung des Pilzgewebes nach Keimung der Sporen und dem Eindringen des Keimschlauches in das Innere der Pflanze.
Selbst bei nur mittelmäßig starkem Befall unter Freilandbedingungen ist die Wucherung des Pilzes im Pflanzengewebe offensichtlich bereits so stark, daß auch die mit N-Alkylaminosäuren behandelte Pflanze so empfindlich geschädigt ist, daß die N-Aikylaminosäuren die Entwicklung der Krankheit nur noch unwesentlich behindern, sie jedoch nicht mehr stoppen und heilen können. Auch die gemeinsame Anwendung von N-Ethylglycin und N6-Benzyladenin bzw. anderen N6-substituierten Adeninen, die bekanntermaßen (DD 63669) über die schwache bis kaum nachweisbare Wirkung der N6-substituierten Adenine hinaus einen gewissen synergistischen Effekt erwarten läßt, kann bei weitem nicht zu der in der Praxis notwendigen Erhöhung von Wirkungsstärke, Wirkungsdauer, insbesondere bei widrigen Witterungsverhältnissen, und Kurativwirkung führen. Aus diesem Grund ist eine praktische Verwendung der N-Alkylaminosäuren als Fungizide nicht in Betracht gezogen worden. Als synergistisch wirkender Zusatz zu bekannten Kontaktfungiziden wurden bereits einfache, natürlich vorkommende Aminosäuren (Serin, Glycin, Sarkosin) und einige Derivate dieser Verbindungen vorgeschlagen (DE 1.110.942). Diese Lösungen erfüllen jedoch den an sie gestellten Anspruch nicht. Die systemische Wirkung der nach der technischen Lehre dieser EB hergestellten Mischungen ist unter Freilandbedingungen nur gering und nicht einheitlich. Die Wirkung der Kontaktfungizide wird durch den Zusatz oben genannter Aminosäuren nicht eindeutig gesteigert.
Schließlich war in keinem Falle eine kurative Wirkung eindeutig nachweisbar. Darüber hinaus sind die nach der technischen Lehre der DE 1.110.942 hergestellten Präparate nicht stabil. Es werden bereits nach kurzer Zeit Wechselwirkungen zwischen den Hauptkomponenten beobachtet, welche die Präparationen chemisch verändern und die Wirkung auch der Kontaktfungizide beeinträchtigen. Schließlich ist die vorgeschlagene Lösung in vielen Punkten unökonomisch: Die hohen Herstellungskosten der beanspruchten Abkömmlinge des Serins beispielsweise stehen in keinem akzeptablen Verhältnis zu der unzureichenden systemischen Wirkung. Das gleiche trifft sinngemäß auf das in der DD 116.385 vorgeschlagene Kupferchelat eines N-substituierten Glycins zu.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung liegt darin, daß neue fungizide Mittel aufgezeigt werden sollen, die die Wirksamkeit der vorgenannten übertreffen und die vorstehend genannten Mängel nicht aufweisen wie z. B. fehlende kurative Wirkung, unzureichende Wirkung bei sehr starkem Infektionsdruck, Verluste der Wirkungskraft durch Abwaschung bei ungünstigen Witterungsverhältnissen wie längeren Regenperioden, relativ kurze Wirkungsdauer, die zu häufigen Wiederholungsbehandlungen in kurzen Zeitabständen führt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue fungizide Mittel mit verbesserter Wirksamkeit gegenüber den durch den Stand der Technik nahegelegten aufzuzeigen.
Es wurde gefunden, daß N-Alkylaminosäuren der allgemeinen Formel
-EU R4O - CO - CH(H9) - N^
worin R1 Wasserstoff oder Alkylgruppen mit bis zu 5 C-Atomen oder Alkali-, Erdalkali-, Erd- und Übergangsmetalle, R2 Wasserstoff, Methyl-, Phenyl- oder Hydroxymethylgruppen,
R3 Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, Propenyl- und Hydroxyalkylgruppen, vorzugsweise die Hydroxyethylgruppeund
R4 Wasserstoff, Acylreste mit bis zu 18 C-Atomen, Alkoxycarbonylreste mit bis zu 5 C-Atomen im Alkoxyrest, Aminocarbonylgruppen
bedeuten, in Mischung mit Kontaktfungiziden wie Zineb, Maneb, Mancozeb, Thiuram, Kupferseifen und Kupferoxidchlorid eine nicht zu erwartende Steigerung der fungiziden Wirkung gegen Phytophthora infestans und andere Pilze aus der Klasse der Comyceten, insbesondere gegen Erreger aus den Gattungen Plasmopara, Peronospora, Pseudoperonospora, Bremia und Phytium ergeben, wobei gleichzeitig ein kurativer Effekt erzielt, der Wirkungsabfall der Kontaktfungizide bei hohem Infektionsdruck oder ungünstiger Witterung vermindert und die Wirkungsdauer deutlich erhöht werden. Diese vorteilhaften Effekte treten auf bei Mischungen von Zubereitungen von Kontaktfungiziden mit Zubereitungen, die N-Alkylaminosäuren enthalten, sowie bei Mischpräparaten, die beide Stoffgruppen enthalten. Das Verhältnis von Kontaktfungiziden zu N-Alkylaminosäureabkömmlingen kann dabei 1:5 bis 8:1 betragen. Besonders günstig wirkt sich in den erfindungsgemäßen Mischungen die gleichzeitige Gegenwart von 50 bis 3500 Teilen eines oberflächenaktiven Stoffes je 100 Teile Wirkstoff aus. Dabei können oberflächenaktive Stoffe aus der Gruppe Dioctylnatriumsulfosuccinate, Mischungen aus aromatischen Sulfonaten und Ethylenoxidderivaten, Polyoxyethylensorbitololeat/Iaurat, Natriumlaurylsulfat, polyoxyethylierte, pflanzliche Öle, Lecithinderivate, saure, komplexe, organische Phosphatester, aliphatische Amidalkylsulfonate, Ölsäureester des Natriumisothionats, Natrium-N-methyl-N-oleoyltaurat, Natriumsalz des sulfatierten Lauryl- und Myristylcolamides, Polyethylenglycolölsäureester, Natriumdodecylbenzolsulfonat, Polyoxyethylenether mit langkettigen Alkoholen, Ethylenoxidkondensate mit Propylenoxid/ Ethylendiamin-Kondensaten, Ester mehrwertiger Alkohole, modifizierte Phthalsäureglycerinalkydharze und Alkylphenolethylenoxidkondensate eingesetzt werden.
Ebenso erhöhen höhere aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Harnstoff und Dimethylsulfoxid die fungizide Aktivität, wobei der Anteil dieser Gemischkomponenten 15% bis 100%, bezogen auf den Anteil an N-Alkylaminsäurederivaten, beträgt.
Bei gleichzeitigem Einsatz dieser Gemischkomponenten ist die Zunahme der fungiziden Potenz und die Verlängerung der Wirkungsdauer am stärksten ausgeprägt.
Bei gleichzeitiger Anwendung von freien N-Alkylaminosäuren mit den o.g. Kontaktfungiziden wird eine geringere Wirkung erzielt, als dies bei Anwendung in einer Spritzfolge der Fall ist. Aus diesem Grund wird der Einsatz von N-Alkylaminosäureestern bevorzugt.
Auch können die Aufwandmengen an Kontaktfungiziden im Vergleich zur herkömmlichen Anwendung deutlich verringert werden.
Die erfindungsgemäßen Mittel werden in Abhängigkeit von den Eigenschaften der kombinierten Wirkstoffe mit üblichen Trägerund Zusatzstoffen in eine für die Anwendung geeignete Form gebracht und gegebenenfalls einer Feinstvermahlung unterworfen. Flüssige Formulierungshilfsstoffe werden im Fall von Feststoffpräparaten bevorzugt an die üblichen saugfähigen Trägerstoffe adsorbiert. Bevorzugt wird hochdisperse synthetische Kieselsäure eingesetzt.
Sehr vorteilhaft ist die Kombination der erfindungsgemäßen Mittel mit Stickstoff-und/oder Phosphor- und/oder Kalidünger sowie mit Spurenelementen und Wachstumsregulatoren. Zur Erweiterung des Anwendungsspektrums kann der Einsatz der erfindungsgemäßen Mittel kombiniert mit weiteren Fungiziden, Herbiziden, Insektiziden und Bakteriziden erfolgen. Die erfindungsgemäßen Mittel zeichnen sich im Vergleich zu den Einzelkomponenten durch eine bisher nicht bekannte Steigerung derfungiziden Potenz, insbesondere durch eine Langzeitwirkung, aus. Dadurch kann die heranwachsende Kulturpflanze und das landwirtschaftliche sowie gärtnerische Erntegut zuverlässiger als mit herkömmlichen Mitteln geschützt werden. Ebenso wird überraschend eine protektive und eine kurative Wirkung erzielt.
Durch die Langzeitwirkung bedingt, können in Spritzreihen mit herkömmlichen Fungiziden einzelne Spritzungen eingespart und die Abstände zwischen ihnen vergrößert werden. Die Wirkungssicherheit herkömmlicher Kontaktfungizide wird erheblich gesteigert. Besonders vorteilhaft ist der schnelle Abbau der Abkömmlinge der N-Alkylaminosäuren zu stoffwechseleigenen Verbindungen.
Ausführungsbeispiele
Die fungizide Wirkung der erfindungsgemäßen Kombinationen wurde gegenüber dem Erreger der Kraut- und Braunfäule an Tomaten (Phytophtora infestans) im Gewächshaus ermittelt. Tomatenpflanzen der Sorte „Fanal" mit 4... 5 entwickelten Laubblättern wurden auf beiden Blattseiten bis zum beginnenden Abtropfen mit verschiedenen Konzentrationen der Fungiziden Spritzbrühen behandelt. Diese wurden entweder sofort nach dem gleichzeitigen Anrühren der Komponenten in Wasser appliziert, oder es erfolgte eine zeitlich getrennte Ausbringung der Einzelfungizide. Einen Tag nach der Fungizidapplikation wurden die Blattober- und Blattunterseiten mit einer Sporangiensuspension von P. infestans besprüht, die etwa 150000 lebende Sporangien/ml enthielt. Anschließend wurden die Pflanzen für 1 d in einer feuchten Kammer bei 15... 180C aufbewahrt und danach im Gewächshaus aufgestellt. 5d nach der Infektion erfolgte die Auswertung, indem an den 4 ältesten Laubblättern jeder Pflanze der Anteil der befallenen Fläche an der gesamten Blattfläche mit den Noten 0 (kein Beifall)...8 (völliger Befall) bewertet wurde. Je Versuchsvariante (3 Pflanzen) wurde der Befallsgrad (BG) errechnet, indem die erhaltenen Zahlen addiert und auf die unbehandelte Kontrolle (BG = 100) bezogen wurden.
Beispiel 1: Fungizide Wirkung einer Kombination aus N-(2-Hydroxyethyl)-glycin und Zineb bei zeitlich getrennter Applikation
Befallsgrad in% Zineb N-(2-Hydroxyethyl)-
Konzentration ppm AS N-(2-Hydroxyethyl)-glycin glycin:Zineb= 1:1
6,5 0
4000 45 9,1 3,2
1000 69 20 9,0
250 73 23 18
62,5 81
Bei der kombinierten Anwendung wurde Zineb 1 d nach dem N-(2-Hydroxyethyl)-glycin appliziert. Die Kombination beider Wirkstoffe ist den Einzelfungiziden in der Wirkung eindeutig überlegen.
Beispiel 2: Fungizide Wirkung einer Kombination aus N-Ethylglycin und Cupferoxidchlorid bei zeitlich getrennter Applikation
N-Ethylglycin Befallsgrad in% N-Ethylglycin:Cupferoxid-
Konzentration ppm AS Cupferoxidchlorid chlorid = 1:1
38 3,4
4000 79 35 11
1000 93 70 25
250 100 76 34
62,5 100
Bei der kombinierten Anwendung wurde Cupferoxidchlorid 1 d nach dem N-Ethylglycin appliziert. Die Kombination beider Wirkstoffe übertrifft bei weitem die Wirkung der Einzelfungizide.
Beispiel 3: Fungizide Wirkung einer Kombination aus N-Ethylglycin und г-СЫог-б-гпеігіуІ-Д-ЬепгуІрпепоІ bei zeitlich getrennter Applikation
N-Ethylglycin Befallsgrad in% N-Ethylglycin:2-Chlor-
Konzentration ppm AS г-СЫог-б-теіпуІ^-ЬепгуІрпепоІ 6-methyl-4-benzyl-
phenol = 1:1
2,5 0
4000 100 100 45
1000 100 100 100
250 100 100 100
62,5 100
Bei der kombinierten Anwendung wurde г-СЫог-б-теіпуІ^-ЬепгуІрпепо11 d nach dem N-Ethylglycin appliziert. Die Kombination beider Wirkstoffe übertrifft deutlich die Wirkung der Einzelkomponenten.
Beispiel 4: Fungizide Wirkung von N-Ethylglycin bei Zusatz eines Tensids vom Typ eines Alkylphenylpolyglykolethers
Mittel
Konzentration ppm AS
Befallsgrad in %
N-Ethylglycin
Alkylphenylpolyglykolether
N-Ethylglycin + Alkylphenylpolyglykolether N-Ethylglycin + Alkylphenylpolyglykolether N-Ethylglycin + Alkylphenylpolyglykolether
4000 67
1000 96
250 100
62,5 100
5000 28
2000 65
1000 76
4000 + 5000 8,8
1000 + 5 000 9,9
250 + 5000 15
62,5 + 5 000 24
4000 + 2000 2,1
1 000 + 2 000 6,4
250 + 2000 13
62,5 + 2000 14
4000+1000 9,4
1 000 + 1 000 14
250 +1 000 15
62,5 +1 000 28
Beispiel 5:
Fungizide Wirkung von Kombinationen aus Aminosäuren bzw. Aminosäurederivaten mit Kupferoxidchlorid bei gleichzeitiger Applikation
N-Ethylglycin Kupferoxid Befallsgrad in % Sarkosin: 88 Alanin: 46 38 = 1:1 1:3
Konzentration chlorid N-Ethylglycin: Sarkosin 100 82 62 12
ppm AS Kupferoxidchlorid : Alanin 100 100 58 22
44 32 = 1:1 Kupferoxidchlorid 100 Kupferoxid 100 100 36
4000 86 66 2,5 78 = 1:1 chlorid 72
1000 100 66 13 100 30 25
250 100 100 22 100 62 63
62,5 37 100 73 68
Beispiel 6: 100 100 N-(n-Propyl)-glycin Cupferoxid
chlorid
Fungizide Wirkung einer Kombination aus N-(n-Propyl)-glycin und Cupferoxidchlorid bei gleichzeitiger Applikation 1:1
8
24
Befallsgrad in % 36
82
Konzentration ppm AS N-(n-Propyl)-glycin Cupferoxidchlorid
4000
1000
250
62,5
Beispiel 7:
Wirkungsgrad von N-Ethylglycin allein und in Kombination mit Spritz-Cupral 45 und bercema-Zineb 90 unter Modellbedingungen nach kurativer Awendung (x des Knollenhälftentestes von 4 Versuchen) bei der Bekämpfung der Kraut- und Braunfäule der Kartoffeln
Variante Wirkstoffkonzentration ^g/ml Wirkungsgrad in %
Spritz-Cupral 45 338+l 6,5
Spritz-Cupral 45 230 5,0
N-Ethylglycin 100 25,1
N-Ethylglycin 65 14,4
Spritz-Cupral 45 230 43,2
N-Ethylglycin 100
bercema-Zineb 90 188+l 13,5
bercema-Zineb 90 188+l
N-Ethylglycin 65 42,3
Infektionsrate der unbehandelten Kontrolle: 97,9% +l V20 der Feldaufwandmenge des Präparates (600 l/ha)

Claims (5)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Mittel zur Bekämpfung phytopathogener Pilze, gekennzeichnet dadurch, daß es N-substituierte Aminosäuren und deren Abkömmlinge der allgemeinen Formel
    H.O - CO - CH(R9) - N^ J ,
    R4
    worin R1 Wasserstoff oder Alkylgruppen mit bis zu 5 C-Atomen oder Alkali-, Erdalkali-, Erd- und Übergangsmetalle, R2 Wasserstoff, Methyl-, Phenyl- oder Hydroxymethylgruppen,
    R3 Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, Propenyl- oder Hydroxyalkylgruppen, vorzugsweise die Hydroxyethylgruppeund
    R4 Wasserstoff, Acylreste mit bis zu 18 C-Atomen, Alkoxycarbonylreste mit bis zu 5 C-Atomen im Alkoxyrestoder
    Aminocarbonylgruppen
    bedeuten,
    in Mischung mit Übergangsmetalldithiocarbamaten, Ethylenbisdithiocarbamatdisulfiden, elementarem Schwefel, Alkalioder Erdalkalimetallpolysulfiden, Kupfersalzen von anionenaktiven Tensiden, insbesondere Salzen von Carbonsäuren oder Sulfonsäuren, Kupferoxidchlorid oder analogen Verbindungen, in denen die Chloridionen ganz oder teilweise durch andere Anionen, insbesondere Anionen von Fettsäuren und Alkylsulfonsäuren, ersetzt sind, Tetraalkylthiuramdisulfiden und/oder Salzen von Ν,Ν-Dialkyldithiocarbaminsäuren als Kontaktfungizide sowie oberflächenaktiven Stoffen oder Gemischen und üblichen Träger- und Hilfsstoffen enthält.
  2. 2. Mittel nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß es je 100TeileN-Alkylaminosäurederivat50 bis 3500 Teile an einem oberflächenaktiven Stoff oder Gemisch aus der Gruppe Dioctylnatriumsulfosuccinate, Mischungen von aromatischen Sulfonaten und Ethylenoxidderivaten, Polyoxyethylensorbitoleat/Iaurat, Natriumlaurylsulfat, polyoxyethylierte, pflanzliche Öle, Lecithinderivate, saure komplexe, organische Phosphatester, aliphatische Amidalkylsulfonate, Ölsäureester des Natriumisothionats, Natrium-N-methyl-N-oleoyl-taurat, Natriumsalz des sulfatierten Lauryl- und Myristylcolamides, Polyethylenglycolsäureester, Natriumdodecylbenzolsulfonat, Polyoxyethylenether mit langkettigen Alkoholen, Ethylenoxidkondensate mit Propylenoxid/Ethylendiamin-Kondensaten, Ester mehrwertiger Alkohole, modifizierte Phthalsäureglycerinalkydharze und Alkylphenolethylenoxidkondensate enthält.
  3. 3. Mittel nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Verhältnis der Kontaktfungizide zu N-Alkylaminosäureabkömmlingen zwischen 1:5 und 8:1 beträgt.
  4. 4. Mittel nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß zur Steigerung der Wirksamkeit und der Wirkungsdauer höhere aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, Harnstoff, Dimethylsulfoxid, Ester mehrwertiger Alkohole mit organischen Säuren, Ester mehrwertiger organischer Säuren mit einwertigen Alkoholen zugesetzt werden, wobei jeder dieser Zusätze einzeln oder mehrere dieser Zusätze gemeinsam angewendet werden können.
  5. 5. Mittel nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß zur Erweiterung des Anwendungsspektrums weitere Pflanzenbehandlungsmittel, insbesondere Fungizide, Insektizide, Wachstumsregulatoren, Stickstoff- und mineralstoffhaltige Düngemittel zugesetzt werden.
DD24338182A 1982-09-20 1982-09-20 Fungizide mittel DD241350A3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24338182A DD241350A3 (de) 1982-09-20 1982-09-20 Fungizide mittel

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24338182A DD241350A3 (de) 1982-09-20 1982-09-20 Fungizide mittel

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD241350A3 true DD241350A3 (de) 1986-12-10

Family

ID=5541298

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD24338182A DD241350A3 (de) 1982-09-20 1982-09-20 Fungizide mittel

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD241350A3 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19727284A1 (de) * 1997-06-27 1999-01-07 Remmers Bauchemie Gmbh Wäßriges oder wasserverdünnbares Holzschutzmittel mit fungizider Wirksamkeit

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19727284A1 (de) * 1997-06-27 1999-01-07 Remmers Bauchemie Gmbh Wäßriges oder wasserverdünnbares Holzschutzmittel mit fungizider Wirksamkeit
EP0887163A3 (de) * 1997-06-27 2001-11-14 Remmers Bauchemie GmbH Wässriges oder wasserverdünnbares Holzschutzmittel mit fungizider Wirksamkeit

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3874769T2 (de) Fungizide zusammensetzungen.
DE69519170T2 (de) Fungizide zusammensetzung die ein 2-imidazolin-5-on enthaelt
DE2312956C2 (de)
DE2453401A1 (de) Fungizide zusammensetzungen auf der basis phosphoriger saeure oder ihrer salze
EP0230209A2 (de) Mikrobizide
DE29511079U1 (de) Fungizides Mittel zur Bekämpfung von Pilzbefall
DD250654A5 (de) Mittel zur bekaempfung von bryophyten, flechten, algen und pflanzenpathogenen pilzen und mikroben
DE69515665T2 (de) Fungizide zwei- und dreikomponentenmischungen
ES2304549T3 (es) Composiciones sinergicas.
DE69820125T2 (de) Fungizide Zusammensetzungen, welche N-(3'-(1'-Chloro-3'-methyl-2'-oxopentan))-3,5-dichloro-4-methylbenzamide und Fosetylaluminium enthalten
HRP980178A2 (en) Synergetic fungicide composition
DE69821267T2 (de) Mikrobizide
DE69902900T2 (de) Synergistische fungizide und/oder bakterizide zusammensetzung
DE69704220T2 (de) Synergistische fungizide Mischungen zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten
DD241350A3 (de) Fungizide mittel
DE69904444T2 (de) Fungizide
DE4326860C2 (de) Fungizides Mittel mit synergistischer Wirkung
DE3643246A1 (de) Mittel zur abszission von pflanzenteilen
DE2203228A1 (de) Fungizide Massen fuer die Verwendung in Landwirtschaft und Gartenbau
DE2552867A1 (de) Mittel zum bekaempfen von funguserkrankungen bei pflanzen
DE2545150C2 (de) Fungicide Zusammensetzungen
EP0186652A1 (de) Schutz- und Bekämpfungsmittel gegen Schäden an der Vegetation
DE1195549B (de) Selektive herbicide Mittel
AT241901B (de) Verfahren zur Unkrautbekämpfung
DE1793754C3 (de)

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee