DD242013A1 - Einrichtung zur einbringung von zusaetzen in metallschmelze - Google Patents
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Abstract
Einrichtung zur Einbringung von Zusaetzen in Metallschmelze an kippbaren metallurgischen Gefaessen mit Siphonabgusskanal und mit dosierter Einbringung der Zusaetze in den Abgusskanal. Die erfindungsgemaesse Loesung soll unter Vermeidung der Nachteile des Standes der Technik eine gut dosierbare Einbringung von Zusaetzen in den Siphonabgusskanal mit einer einfachen, funktionssicheren und leicht zu wartenden Einrichtung ermoeglichen. Die Aufgabe besteht darin, die dosierten Zusaetze auf die beim Kippen des Gefaesses im Siphonabgusskanal entstehende Saeule aus Metallschmelze fallen zu lassen. Praktiziert wird dies dadurch, dass senkrecht auf den Siphonabgusskanal ein sich erweiterndes Fallrohr angeordnet ist, an dessen oberen Ende sich seitlich ein Vorratsraum fuer die vordosierten Zusaetze anschliesst, in dem ein Ausflusstrichter eingelegt ist und dass nach oben durch eine Kontroll- und Reinigungsklappe verschlossen ist.
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Einbringung von Zusätzen in Metallschmelze an kippbaren metallurgischen Gefäßen mit Siphonabgußkanal, insbesondere an Induktions-Rinnenöfen.
Es ist eine Vorrichtung zur Zugabe von Schmelzzusätzen bekannt, bei der in einem Ausgußblock der ausfließenden Metallschmelze Zusätze über einen seitlich an den Ausflußtrichter herangeführten Zuführkanal zugegeben werden (DE-AS 1285679,31 b2 1/00). Für die aufsteigende Metallschmelze in einem Siphonabguß ist diese Vorrichtung nicht geeignet, weil die erforderliche kräftige Injektionswirkung nicht entsteht und damit die Metallschmelze in den Zuführungskanal eindringen und darin einfrieren kann.
Es ist auch eine Vorrichtung bekannt, in der in einem besonderen Behandlungsgefäß der ausfließenden Metallschmelze über einen Lieferdurchlaß die Zusätze von einer Förderschnecke zugeführt werden (DE-OS 3331623, B22 D1/00). Für aufsteigende Metallschmelze ist diese Vorrichtung nicht geeignet weil in den Zuführkanal eindringende Metallschmelze die Förderschnecke blockiert.
Die erfindungsgemäße Lösung soll unter Vermeidung der Nachteile des Standes der Technik eine gut dosierbare Einbringung von Zusätzen in den Siphonabgußkanal mit einer einfachen, funktionssicheren und leichtzu wartenden Einrichtung ermöglichen, ohne die Umgebungsathmosphäre mit zusätzlichen Verunreinigungen zu belasten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die dosierten Zusätze auf die beim Kippen des Gefäßes im Siphonabgußkanal entstehende Säule aus Metallschmelze fallen zu lassen. Die Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß senkrecht auf dem schräg nach oben führenden Siphonabgußkanal ein sich erweiterndes Fallrohr angeordnet ist. Seitlich des oberen Endes des Fallrohres befindet sich ein verschlossener Vorratsraum für die vordosierten Zusätze. Im Fallrohr unterhalb des Vorratsraumes ist auf einer Abstufung des Fallrohres ein auswechselbarer Ausflußtrichter für die Zusätze eingelegt. Nach oben ist das Fallrohr
durch eine Kontroll- und Reinigungsklappe verschlossen. ^S*
Die Einrichtung wird beschickt, indem über eine Klappe die vordosierte Menge an Zusätzen für den nächsten Abguß aus einem Vorratsbehälter in den Vorratsraum eingebracht und der Vorratsraum verschlossen wird. Beim Kippen des Gefäßes für den Abguß rutschen die Zusätze aus dem Vorratsraum auf den Ausflußtrichter, aus dem sie in der vorgegebenen Menge pro Zeiteinheit auf die Metallschmelze fallen und sich mit dieser vermischen.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Die zugehörige Zeichnung zeigt den Schnitt durch einen Teil des metallurgischen Gefäßes.
Das metallurgische Gefäß besteht aus dem tiegelförmigen Prozeßraum 1 und dem Gefäßmantel 2 aus feuerfesten Material in den der Siphonabgußkanal 3 integriert ist. Der Spiegel der Metallschmelze 4 ist im Ruhezustand des Gefäßes dargestellt, die Kippachse 5 mit der angedeuteten Kipprichtung befindet sich unterhalb des Spiegels der Metallschmelze 4. Senkrecht auf dem Siphonabgußkanal 3 ist ein sich nach unten erweiterndes Fallrohr 6 angeordnet. Am oberen Ende des Fallrohres 6 befindet sich ein mit einer Klappe 7 verschlossener Vorratsraum 8 für die pulverförmigen oder granulierten Zusätze 9. Im Fallrohr 6 ist auf einer Abstufung ein auswechselbarer Ausflußtrichter 10 für die Zusätze 9 eingelegt. Nach oben ist das Fallrohr 6 durch eine Kontroll- und Reinigungsklappe 11 verschlossen. Die Einrichtung wird beschickt, indem über die Klappe 7 die vordosierte Menge an Zusätzen 9 für den folgenden Abguß aus dem Vorratsbehälter 12 in den Vorratsraum 8 eingebracht und der Vorratsraum 8 verschlossen wird. Beim Kippen des Gefäßes um die Kippachse 5 rutschen die Zusätze 9 aus dem Vorratsraum 8 auf den Ausflußtrichter 10, aus dem sie in der durch die Durchlaßöffnung des Ausflußtrichters 10 fließenden Menge pro Zeiteinheit auf die Metallschmelze 4 fallen und sich mit dieser vermischen, ohne daß sie in den umgebenden Raum gewirbelt werden können. Das Fallrohr 6 kann nach Herausnahme des Ausflußtrichters 10 ebenso wie der Siphonabgußkanal 3 mit einer Sauerstofflanze von den entstehenden Metall- oder Schlackeansätzen gereinigt werden. Die Einrichtung ist nicht nur beim Neubau metallurgischer Gefäße einsetzbar sondern auch an vorhandenen Gefäßen nachrüstbar.
Claims (1)
- Erfindungsanspruch:Einrichtung zur Einbringung von Zusätzen in Metallschmelze an kippbaren metallurgischen Gefäßen mit Siphonabflußkanal und mit dosierter Einbringung der Zusätze in den Abgußkanal, gekennzeichnet dadurch, daß senkrecht auf den schräg nach oben führenden Siphonabgußkanal (3) ein sich zum Siphonabgußkanal (3) hin erweiterndes Fallrohr (6) angeordnet ist, an dessen oberen Ende sich seitlich ein verschlossener Vorratsraum (8) für die vordosierten Zusätze (9) anschließt, in dem unterhalb des Vorratsraumes (8) auf einer Abstufung ein auswechselbarer Ausflußtrichter (10) für die Zusätze (9) eingelegt ist und daß nach oben durch eine Kontroll- und Reinigungsklappe (11) verschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD28205485A DD242013A1 (de) | 1985-10-25 | 1985-10-25 | Einrichtung zur einbringung von zusaetzen in metallschmelze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD28205485A DD242013A1 (de) | 1985-10-25 | 1985-10-25 | Einrichtung zur einbringung von zusaetzen in metallschmelze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD242013A1 true DD242013A1 (de) | 1987-01-14 |
Family
ID=5572398
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD28205485A DD242013A1 (de) | 1985-10-25 | 1985-10-25 | Einrichtung zur einbringung von zusaetzen in metallschmelze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD242013A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT403555B (de) * | 1996-04-16 | 1998-03-25 | Voest Alpine Stahl Donawitz | Verfahren und vorrichtung zum aufbringen von giesspulver auf den giessspiegel beim stranggiessen |
-
1985
- 1985-10-25 DD DD28205485A patent/DD242013A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT403555B (de) * | 1996-04-16 | 1998-03-25 | Voest Alpine Stahl Donawitz | Verfahren und vorrichtung zum aufbringen von giesspulver auf den giessspiegel beim stranggiessen |
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