DD242145A5 - Digitale vertikalstromkorrektur-schaltung - Google Patents

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DD242145A5
DD242145A5 DD85283292A DD28329285A DD242145A5 DD 242145 A5 DD242145 A5 DD 242145A5 DD 85283292 A DD85283292 A DD 85283292A DD 28329285 A DD28329285 A DD 28329285A DD 242145 A5 DD242145 A5 DD 242145A5
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur Korrektur von vertikalen Strahlauftreffpositionsfehlern bei Kathodenstrahlroehren, die bei der Verarbeitung von Farbvideoinformationen angewendet wird. Der Erfindung liegt das Ziel und die Aufgabe zugrunde, eine digitale Schaltung zu schaffen, die die Korrektur des auf dem Bildschirm auftreffenden Elektronenstrahls ermoeglicht, wodurch die Bildqualitaet verbessert wird. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe geloest durch Schaltungen (23, 24) fuer die digitale Abtastung einer ersten Zeile von Videoinformationen zur Bildung einer Vielzahl von Bildelement-Abtastwerten; Schaltungen (23, 25) fuer die digitale Abtastung zumindest einer weiteren Zeile von Videoinformationen zur Bildung einer weiteren Vielzahl von Bildelement-Abtastwerten; und Schaltungen (34, 35, 37) fuer die Kombination entsprechender Bildelement-Abtastwerte aus einer ersten und einer weiteren Zeile von Bildinformationen in Uebereinstimmung mit den vertikalen Strahlauftreffehlern zur Bildung eines resultierenden Bildelement-Abtastwertes mit einer Lage, die in der Senkrechten scheinbar verschoben ist, sich zwischen der ersten und einer weiteren Zeile befindet und fuer die Korrektur der Strahlauftreffpositionsfehler sorgt. Fig. 1

Description

Hierzu·1! Seite Zeichnung ,
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Korrektur des auftreffenden Lichtflecks der Elektronenstrahlen bei Katodenstrahlröhren und insbesondere die vertikale Konvergenzkorrektur mit Hilfe von digitalen Techniken der Interpolation von Abtastwerten.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Ein digitales Farbfernsehsystem tastet ein analoges Bild- bzw. Videosignal mit einer vorbestimmten Rate von beispielsweise 14,32 MHz ab, d. h. mit einer Frequenz, die für NTSC-Farbsignale dem Vierfachen der Farbträger- bzw. Zwischenträgerfrequenz entspricht. Die Signalamplitude der einzelnen Abtastungen wird durch einen Analog-Digital-Wandler (ADC) ih einen digitalen Wert umgesetzt. Das digitalisierte Videosignal wird zur Bildung von roten, grünen und blauen Pilotsignalen verarbeitet, die nach der Rückwandlung durch einen Digital-Analog-Wandler (DAC) in ihre analoge Form an die Katoden der Farbkatodenstrahlröhre angelegt werden.
Sowohl bei digitalen als auch bei analogen Fernsehempfängern treten Rasterverzerrungs- und Konvergenzfehler auf. Die horizontalen Konvergenzfehler und die Rasterverzerrung wie die seitliche Kissenverzerrung können durch selektive Verzögerung eines oder mehrerer der einzelnen Farbsignale in einer gegebenen horizontalen Abtastzeile so korrigiert werden, daß die drei Farben auf dem Bildschirm der Katodenstrahlröhre konvergieren. Bei einem digitalen System kann diese Verzögerung durch Eintaktender digitalen Abtastwerte in ein Speichergerät wie beispielsweise in einen Speicher mit wahlfreiem Zugriff (RAM) und Austakten der Abtastwerte aus diesem RAM-Speicher nach einer vorbestimmten Anzahl von Taktimpulsen bewerkstelligt werden.
Zur Erzielung einer genauen Korrektur der Fehlkonvergenz oder Rasterverzerrung kann es erforderlich sein, digitale Abtastverzögerungen herbeizuführen, die kleiner als ganze Taktimpulse sind. Eine Möglichkeit für die Erzielung derartiger Verzögerungen, die nur einen Bruchteil eines Taktimpulses ausmachen (nachfolgend fraktionelle Taktimpulsverzögerungen genannt), besteht in der Regelung der Phase des Abtastlesetaktes in bezug auf den Schreibtakt, wie dies in der USA-PA 480907, die am 31. März 1983 eingereicht wurde, offenbart wird. Eine weitere Möglichkeit für die Erzielung der fraktionellen Abtastverzögerung besteht in der Anwendung einer Schaltungsanordnung für die Interpolation von Abtastwerten, wie sie beispielsweise in der USA-PA 645984, die am 31. August 1984 eingereicht wurde, beschrieben wird.
Die vertikale Fehlkonvergenz oder vertikale Rasterverzerrung wie beispielsweise die obere und untere Kissenverzerrung macht es erforderlich, daß zu ihrer Korrektur ein etwas anderer Weg eingeschlagen wird als jener, der zuvor für die Horizontalfehlerkorrektur mittels der Abtastverzögerungstechnik beschrieben wurde. Während für die Horizontalfehlerkorrektur zu einer gegebenen Zeit Bildelementinformationen (Pixel) in nur einer einzigen horizontalen Abtastzeile verarbeitet werden müssen, müssen bei der Vertikalfehlerkorrektur Pixel in mehr als einer horizontalen Zeile gleichzeitig verarbeitet werden, wodurch der Aufbau der Korrekturschaltung komplizierter wurde. Zum Beispiel kann die obere und untere Kissenverzerrung Informationen aus einer Bild- oder Videozeile ergeben, die auf einem Bildröhrenwiedergabeschirm in mehreren Abtastzeilen, die in der Senkrechten um 1,2cm voneinander entfernt sind, dargestellt werden. Im Falle des Standard-Zeilensprungabtastrasters entpsricht dies einem senkrechten Abstand von acht horizontalen Abtastzeilen. Dies bedeutet, daß für einen stark verzerrten
Bereich des Rasters Videoinformationen von acht Videozeilen gespeichert werden und wieder aufgefunden werden müssen, damit eine korrigierte Bildzeile wiedergegeben werden kann. Es kann sich auch erforderlich machen, daß man in der Lage ist, eine scheinbare Verschiebung der Bildelementinformationen über einen Abstand, der kleiner als die Entfernung zwischen den Abtastzeilen ist, zu bewirken, damit eine genaue Fehlerkorrektur innerhalb vorgeschriebener kleiner Toleranzen erreicht werden kann.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Erfindungsgemäß wird eine Vorrichtung für die Korrektur der vertikalen Strahlauftreffpositionsfehler bei einem Videowiedergabegerät geschaffen, die eine Schaltung für die digitale Abtastung einer ersten Zeile von Videoinformationen zur Bildung einer Vielzahl von Bildelement-Abtastwerten und eine Schaltung für die digitale Abtastung von mindestens einer anderen Zeile der Videoinformationen zur Bildung einer weiteren Vielzahl von Bildelement-Abtastinformationen umfaßt. Die Schaltung kombiniert entsprechende Bildelement-Abtastwerte aus der ersten und den anderen Zeilen der Videoinformationen in Übereinstimmung mit den vertikalen Strahlauftreffpositionsfehlem zur Bildung eines resultierenden Bildelement-Abtastwertes mit einer scheinbaren vertikalen Lageverschiebung zwischen dem ersten und den weiteren Bildelement-Abtastwerten, die zur Korrektur der Strahlauftreffpositionsfehler führt.
Ausführungsbeispiele
In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Figur 1 ein schematisches Blockdiagramm einer vertikalen Strahlauftreffkorrekturschaltung entsprechend eines'Aspektes der vorliegenden Erfindung; und
Figur 2 einen Abschnitt eines abgetasteten Rasters, das dem Verständnis der Schaltung gemäß Figur 1 dient.
In Figur 1 wird ein zusammengesetztes analoges Videosignal aus einer (nicht dargestellten) Videosignalquelle an einen Analog-Digital-Wandler (ADC) 10 angelegt. Analog-Digital-Wandler 10 erzeugt mit einer Abtastrate, die durch die Taktsignalfrequenz eines Taktgebers 11 bestimmt wird, digitale Abtastwerte, die Bildelemente darstellen. Die Schaltung gemäß Figur 1 arbeitet beispielsweise mit einer Abtastfrequenz von 14,32 MHz, die dem Vierfachen der Farbträgerfrequenz der NTSC-Farbsignale entspricht. Der dargestellte Analog-Digital-Wandler 10 stellt beispielsweise einen digitalen 8-Bit-Abtastwert zur Verfügung, mit dem Abtastwerte erzeugt werden, die 28 = 256 mögliche Quantisierungsschritte haben. Das digitalisierte Videosignal wird an eine Synchronisierungssignaltrennschaltung 12 angelegt, in der es zur Entfernung der horizontalen und vertikalen Synchronisierungsinformationen bearbeitet wird. Das Videosignal wird auch an ein digitales Kammfilter 13 angelegt, das die Luminanz- und Chrominanzinformationen auf getrennte Kanäle aufteilt.
Die Luminanzinformationen werden an die Luminanzverarbeitungsschaltung 14 angelegt, die an einem mit Y bezeichneten Leiter zu einer digitalen Matrix 15 ein Luminenzsignal bereitstellt. Die Chrominanzinformation wird an eine Chrominanzverarbeitungsschaltung 16 angelegt, die als Reaktion auf ein richtig gephastes I- und Q-Taktsignal hin die I- und Q-Signale erzeugt, wobei die I- und Q-Taktsignale an mit ICK und QCK bezeichneten Leitern, die vom Taktgeber 11 kommen, bereitgestellt werden. Die I-und Q-Farbsignale an den Leitern I und Q werden an die Digitalmatrix 15 angelegt, die das Luminanzsignal Y sowie die I- und Q-Farbsignale zur Erzeugung der digitalen Rot-, Grün- und Blau-Farbsignale an den Leitern DR, DG bzw. DB kombiniert.
In Übereinstimmung mit den Aspekten der vorliegenden Erfindung wird jedes digitale Rot-, Grün-und Blau-Farbsignal an eine digitale Verzögerungsschaltung angelegt. In Figur 1 wird eine digitale Verzögerungsschaltung 20 ausführlich dargestellt, die auf das digitale Blaufarbsignal des Leiters DB einwirkt. Der Einfachheit halber werden ähnliche Verzögerungsschaltungen 21 und 22 für die digitalen Rot- und die digitalen Grünfarbsignale als Blockdiagramm dargestellt.
Die digitale Matrix 15 erzeugt digitale Farbabtastwerte, die für die Bildelemente repräsentativ sind und beispielsweise 8 Bit umfassen. Diese Abtastwerte werden an einen ungeradzahligen-geradzahligenZeilenmultiplexkreis 23 angelegt, der kontrolliert, ob die digitalen Farbabtastwerte für eine gegebene horizontale Abtastzeile im Speicher 24 für ungeradzahlige Zeilen oder im Speicher 25 für geradzahlige Zeilen gespeichert werden. Die Speicher 24 und 25, bei denen es sich beispielsweise um Speicher mit wahlfreiem Zugriff „RAMs" handelt, sind vorgesehen, damit die Bildelemente darstellenden Abtastwerte von aufeinanderfolgenden Videozeilen in unterschiedlichen Speichern gespeichert werden können, wodurch ein einfacher Zugriff zu Bildelementinformationen benachbarter Zeilen gegeben ist, was die Verarbeitung der Abtastwerte vereinfacht. Der Multiplexkreis 23 empfängt ein Signal von einer Zählerlogikschaltung 26, die bestimmt, an welchen der Speicher 24 oder 25 die Informationen über die Bildelemente (Pixel) gebenden Abtastwerte von der Digitalmatrix 15 aus angelegt werden. Die Zählerlogikschaltung bzw. Flipflop 26 reagiert auf die Horizontalsynchronisierungsinformationen und erzeugt ein Signal, das die Schaltung des Multiplexkreises 23 für jede einzelne horizontale Bildzeile bewirkt, so daß die Bildelementdaten auch wirklich abwechselnd in den Speicher 24 für die ungeradzahligen Zeilen und in den Speicher 25 für die geradzahligen Zeilen geleitet werden. Am Anfang der einzelnen Raster wird Flipflop 26 durch vertikale Synchronisierungsinformationen zurückgesetzt. Der Schreib-Lese-Adressengeber 27 wird durch Horizontal- und Vertikalratensignale vom Synchronisierungstrenner 12 zurückgesetzt und durch den Taktgeber 11 ihkrementiert. Der Schreib-Lese-Adressengeber 27 bestimmt die Stelle in Speicher 24 und 25, an der Bildelement-Abtastinformationen eingeschrieben odertyon der Bild-Abtastinformationen ausgelesen werden. Da es die vertikale Fehlerkorrektur erfordert, daß Bildelement-Abtastdaten in benachbarten Videozeilen an der gleichen horizontalen Rasterstelle verarbeitet werden, ist die Horizontaladresse, die durch den Schreib-Lese-Adressengeber 27 bereitgestellt wird, zu jeder beliebigen gegebenen Zeit sowohl für eine Lese- als auch Schreibfunktion die gleiche. Ein Schreib-Lese-Multiplexerkreis 30 bestimmt, welcher der Speicher 24 oder 25 Daten liest, und welcher der Speicher 24 oder 25 Daten schreibt — während eines bestimmten Horizontalzeilenintervalls. Die Bildelement-Abtastdaten, die aus dem Speicher 24 für die ungeradzahligen Zeilen gelesen werden, werden durch den Verschiebe-und-Addierkreis 31 verarbeitet, wogegen die Daten, die
aus dem Speicher 25 für die geradzahligen Zeilen gelesen werden, durch den Verschiebe-und-Addierkreis 32 verarbeitet werden. DerVerschiebe-und-AddierkreisSI und 32 führen alsTeil einer Abtastwert-Interpolationsfunktion die Koeffizientenmultiplikation aus.
Anhand von Figur 2 wird der Weg beschrieben, auf dem die vertikalen Strahlauftreffpositionsfehler korrigiert werden. In Figur 2 werden eine Anzahl von repräsentativen Horizontalabtastzeilen nahe der Oberseite des abgetasteten Rasters dargestellt. Die Abtastlinien geben Informationen der entsprechenden Videozeilen wieder. Wie aus der Figur zu erkennen ist, weisen die . Abtastlinien eine Nord-Süd-Kissenverzerrung auf.
Wie aus Figur 2 ersichtlich wird, verläuft die erste Raster-Abtastzeile SLi und die entsprechende Videozeile VL1 oberhalb der Oberseite des sichtbaren Wiedergabebereiches, der durch die Bildzeile PL1 gekennzeichnet ist. Die Bildzeile PL1 gibt die Stelle an, an der die Abtastzeile SLi auftreten'würde, für den Fall, daß keine Kissenverzerrung existierte. Auf Grund der Kissenverzerrung der Abtastzeile SL1 tritt der einzige sichtbare Teil der Videozeile VL1 nahe der Mittellinie in Erscheinung. Die erste Videozeile, die in Figur 2 vollständig sichtbar wird, ist Videozeile VL8, die durch die Abtastzeile SL8 wiedergegeben wird. Die Abtastzeile SL8 umfaßt eine Zeile von Videoinformationen. Infolge der Nord-Süd-Kissenrasterverzerrung überquert die Abtastzeile SL8 einen vertikalen Abstand, der die Bildzeilen PL1 bis PL8 einschließt. Der Einfachheit halber werden in Figur 2 nur die Bildzeilen PL, und PL8 gezeigt. In Übereinstimmung mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung und zur Herbeiführung einer offensichtlichen Korrektur der Nord-Süd-Kissenverzerrung wird die durch eine gegebene Abtastzeile wiedergegebene Videozeileninformation so gelenkt, daß die an einer gegebenen horizontalen Bildelementstelle wiedergegebenen Videoinformationen jene Informationen darstellen, die an der entsprechenden vertikalen Bildzeilenstelle des Strahls wiedergegeben würden, wenn keine Kissenverzerrung existierte. Wenn beispielsweise die Abtastzeile SLe einen vertikalen Abstand durch die Bildzeilen PL1 bis PLs von der linken Seite des Rasters zur Mitte (Abtaststellungen Si bis S4) überquert, dann entsprechen die durch den Strahl wiedergegebenen Videoinformationen jenen Videoinformationen, die von den Videozeilen VL1 bis VL8 abgeleitet wurden, so daß es den Anschein hat, daß die sich ergebende Wiedergabe die Videozeileninformationen an der. gewünschten Bildzeilenstelle hat.
Nachfolgend wird Bezug auf Figur 1 genommen. Die Schreib/Lese-Multiplexschaltung 30 führt mit Hilfe der Leseadressen-Verschiebeschaltung 33 die anfängliche vertikale Grobverschiebung für die Korrektur einer gegebenen horizontalen Abtastzeile herbei, d. h. sie stellt die ganze Zahl der horizontalen Zeilenintervalle bereit, die zwischen dem Schreiben und dem Lesen der Videodaten verzögert werden, so daß die Videozeileninformationen einer gegebenen Abtastzeile an der gewünschten Bildzeilenstelle untergebracht werden. Für die Bildzeile PL8 gemäß Figur 2 beispielsweise würde die anfängliche vertikale Verschiebung an Stelle S1, die durch die Leseadressen-Verschiebeschaltung 33 bewirkt wird, acht Zeilen betragen. Dies bedeutet, daß die Videoinformationen aus Videozeile VL1 zu Beginn (linke Bildseite) der Abtastung der Abtastezeile SL8 gelesen und wiedergegeben würde. Wie zuvor beschrieben, wird dadurch die Wiedergabe der Videoinformationen vom Beginn der ersten horizontalen Videozeile VL1 auf die gewünschte Stelle zu Beginn derersten Bildzeile PL1 verlagert. Die während einer gegebenen Abtastzeile benötigte anfängliche Verschiebung wird bei der Leseadressen-Verschiebeschaltung 33 von einem Festwertspeicher (Nur-Lese-Speicher) ROM 34 aus bewirkt.
Währenddes Verlaufs der Abtastzeile SL8 über den Schirm von den"Äbtaststellen Si bis S6 gemäß Figur 2 müssen die Videoinformationen, die erforderlich sind, um ein korrigiertes Raster an der richtigen Bildzeilenstelle wiederzugeben, aus den Videozeilen VL1 bis VL8 gewonnen werden. Die vertikale Trennung zwischen den horizontalen Bildzeilen sorgen für eine Strahlauftreffkorrektur, die schrittweise erfolgt, wobei diese Schritte im Vergleich zum inkrementalen Betrag der Verzerrung oder des Strahlauftreffehlers, der zu korrigieren ist, groß sind. Deshalb ist eine zufriedenstellende Verzerrungskorrektur durch die ausschließliche Kontrolle der vertikalen Offset-Lage in ganzen Einheiten der horizontalen Videozeilen nicht möglich. Die genaue Strahlauftrefflagekorrektur erfordert es, daß Videoabtastwerte gewonnen werden, die Videoinformationen darstellen, die zwischen in der Senkrechten benachbarten Bildelementabtastwerten der benachbarten Videozeilen vorkommen. Eine Horizontalstrahlauftreffkorrekturanordnung unter Anwendung eines Abtastwertinterpolationsverfahrens wird in der zuvor erwähnten USA-Patentanmeldung Nr. 645984 offenbart. Bei einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Abtastwertinterpolationsanordnung ähnlich der in der USA-Patentanmeldung Nr. 645984 offenbarten für die Bereitstellung eines abgeleiteten Bildelementabtastwertes mit einer digitalen Abtastwertinterpolation zwischen den Abtastwerten der Bildelemente, die in benachbarten Videozeilen vorkommen, bereit gestellt.
Wie zuvor beschrieben, wird die anfängliche ganzzahlige Zeilenverzögerung oder Verschiebung (Offset) für eine gegebene Horizontalabtastzeile, die erforderlich ist, um die Abtastzeilen-Videoinformationen an die richtige Bildzeilenstelle zu setzen, bei der Leseadressen-Verschiebeschaltung 33 über den Anfangszeilen-Verschiebeleiter 40 durch den Festwertspeicher ROM 34 bewirkt. Die anfängliche fraktionelle Zeilenverzögerung oder -verschiebung wird an die Koeffizientensteuerzählschaltung 35 durch den Festwertspeicher ROM 34 über den Leiter 41 für die anfängliche fraktionelle Verschiebung angelegt. Zur Erzielung einer genauen Strahlauftreffkorrektur innerhalb der gewünschten Toleranzen wird die fraktionelle Zeilenverschiebung mit der ganzzahligen Zeilenverschiebung kombiniert. Die grobe ganzzahlige und die feine fraktionelle Zeilenverzögerung oder verschiebung und damit die betreffenden Informationen, die durch den Festwertspeicher ROM 34 bereitgestellt werden, werden während der Fertigung und Ausrichtung von Katodenstrahlröhre und Ablenkjoch bestimmt und festgelegt. Eine Abtastschaltungsanordnung wie beispielsweise eine Anzahl von Fotodioden oder eine Videokamera bestimmen den Korrekturbetrag, der für die einzelnen Rot-, Grün-und Blaustrahlen an den verschiedenen Stellen auf dem Bildschirm der Katodenstrahlröhre erforderlich ist. Diese Informationen werden im Festwertspeicher ROM 34 gespeichert. Die Bildung dieser Komplemente, die Bruchteile von Eins sind, wird durch ein digitales Abtastsystem vereinfacht. Der Abtastwert, der mit Hilfe des zuvor beschriebenen Abtastwertinterpolationsverfahrens abgeleitet wurde, hat eine scheinbare Lage zwischen den beiden ursprünglichen Abtastwerten. Die Nähe des Interpolationsabtastwertes zu einem der beiden ursprünglichen Abtastwerte, wird durch den Wert der Koeffizienten bestimmt. Wenn die beiden Interpolationskoeffizienten so gewählt werden, daß sie beispielsweise je ein halb sind, dann wird der sich ergebene abgeleitete Abtastwert eine offensichtliche Lage auf halbem Weg zwischen den beiden wirklichen Abtastwerten haben. Wenn die beiden Koeffizienten so gewählt werden, daß sie beispielsweise ein Achtel und sieben Achtel sind, dann hat der sich ergebende Abtastwert eine offenbare Lage zwischen den Abtastwerten, die gemessen vom Abtastwert, auf den der Siebenachtelkoeffizient hin arbeitet, einen Einachtelabstand hat.
Wie zuvor beschrieben, werden die digitalen Bildelement-Abtastwerte aus den Speichern 24 und 25 für die geradzahligen lind ungeradzahligen Zeilen an die Verschiebe-und-Addierschaltung31 bzw. 32 auf Signale hin, die von derSchreib-Lese-Multiplexschaltung 30 kommen, angelegt. Der Schreib-Lese-Adressengeber 27 bestimmt, welche Bildelementstelle in einer gegebenen Videozeile aus den Speichern gelesen wird. Die beiden Abtastwerte, die in den Verschiebe-und-Addierschaltungen 31 und 32 gespeichert werden, sind von der gleichen horizontalen Bildelementstelle in benachbarten Zeilen, so daß auf diese Weise in der Senkrechten benachbarte Bildelementabtastwerte gebildet werden.
. Der Betrieb der Verschiebe-und-Addierschaltungen 31 und 32 wird durch die vom Koeffizientensteuerzähler 35 angelegten fraktionellen Koeffizienten gesteuert. Ein Koeffizientenwert wird bespielsweise an die Verschiebe-und-Addierschaltung 32 angelegt. Ein Inverter 36 soll das einen Bruchteil von Eins darstellende Komplement des Koeffizienten bilden, das wiederum an die Verschiebe-und-Addierschaltung 31 angelegt wird. Die Koeffizienten steuern die Anzahl der Bitverschiebungen der Bildelementabtastinformationen, wodurch das Multiplizieren des Abtastwertes durch den Koeffizienten bewirkt wird. Die resultierenden bitverschobenen Abtastwerte werden an einen Summierkreis 37 angelegt, der die Abtastwerte summiert und an seinem Ausgang einen interpolierten Abtastwert bereitstellt. Der interpolierte Abtastwert für das blaue Videosignal kann beispielsweise an eine Horizontalfehlerkorrekturschaltung 45 angelegt werden, wie sie in der zuvor erwähnten USA-Patentanmeldung Nr. 645984 beschrieben wird, oder in einem Artikel mit der Überschrift „Digital System for Horizontal Geometry and Convergen Correction" von R. Deubert, der in der IEEE Transactions on Consumer Electronics, Band CE-30 vom August 1984, Nr.3 veröffentlicht wurde und in dem ein Abtastwert-Interpolationsverfahren beschrieben wird, das die horizontalen Strahlauftreffpositionsfehler beschreibt. Alternative Verfahren der horizontalen Strahlauftreffehlerkorrektur werden in der zuvor erwähnten, im Vereinigten Königreich veröffentlichten Patentanmeldung 2137849 A beschrieben, sowie in dem USA-Patent Nr.3893174, das am 1.JuIi 1975 im Namen von Sano u.a. herausgegeben wurde. Die roten und grünen Videosignale werden beispielsweise an die Rothorizontalkorrekturschaltung 46 bzw. an die Grünhorizontalkorrekturschaltung 47 angelegt. Die betreffenden korrigierten digitalen Rot-, Grün- und Blausignale werden an die Digital:Analog-Wandler 50, 51 bzw. 52 angelegt, die die Signale zurück in die Analogform umwandeln. Die roten, grünen und blauen Analogsignale werden dann beispielsweise an ihre betreffenden Kinetreiberschaltungen angelegt.
Während der Elektronenstrahl den Bildschirm längs einer gegebenen horizontalen Abtastzeile überquert, stellt der Festwertspeicher ROM 34 Informationen bereit, die bestimmen, wann die fraktionellen Koeffizienten inkrementiert oder dekrementiert werden müssen, damit die richtige Wiedergabe der korrigierten Videoinformationen an den richtigen Bildzeilenstellen erzielt wird. Das Signal, das das Auftreten einer Koeffizientenveränderung anzeigt, wird über den Koeffizientenänderungs-Taktleiter42 der Koeffizientensteuerzählschaltung 35 zur Verfügung gestellt. Die Koeffizientenänderungsrichtung wird über den Koeffizientenänderungsrichtungsleiter 43 an die Koeffizentensteuerungszählschaltung 35 angelegt. Ein Signal von der Koeffizientensteuerungszählschaltung 35 zur Leseadressenverschiebungsschaltung 33 verursacht, daß die ausgewählten Videozeilen voreilen oder verzögert werden, wenn die Koeffizienten entsprechend inkrementiert oder dekrementiert werden durch stufenweise Verringerung von Eins. Da die Verzögerungsschaltungen 20,21 und 22 voneinander unabhängig auf die roten, grünen und blauen Elektronenstrahlen (sie sollen der Anschaulichkeit halber hier so bezeichnet werden) einwirken, ist es möglich, jeden beliebigen vertikalen Strahlauftreffehlerwie beispielsweise Konvergenz, Koma, Kissenverzerrung in der Senkrechten sowie oben und unten zu korrigieren.
Bei einer normalen NTSC-Zeilensprungabtastung bei einer horizontalen Normalfrequenz von 15,75kHz konnte ein vertikaler Fehler von +0,5ZoII (13 mm) mit Hilfe von Acht-Zeilen-Speichem (8H) für die Speicher 24 und 25 bei einer 25-V-Katodenstrahlröhre korrigiert werden. Bei einem weiterentwickelten Abtastsystem, das mit einer horizontalen Ablenkfrequenz von 31,5kHz betrieben wird, würde für einen ähnlichen Korrekturbetrag ein 16-Zeilen-Speicher(16H) erforderlich sein, da der vertikale Abstand zwischen benachbarten Abtast- und Bildzeilen halbiert sein würde.
Sollten andererseits weiterentwickelte Abtastsysteme mit Datenfeld oder Rahmenspeicher eingesetzt werden, dann würden in die Rahmenspeicherarchitektur oder in das Datenfeld Speicher 24 und 25 für geradzahlige und ungeradzahlige Zeilen eingebaut sein. Sollten in ähnlicher Weise für die Korrektur der horizontalen StrahlauftreffehlerAbtastwertinterpolationsverfahren angewendet werden, dann könnte ein gemeinsames Speicher- und Adressiersystem vorgesehen werden.

Claims (4)

1. Digitale Schaltung für die vertikale Korrektur des auf dem Bildschirm auftreffenden Elektronenstrahls einer Katodenstrahlröhre, gekennzeichnet durch
Schaltungen (23, 24) für die digitale Abtastung einer ersten Zeile von Videoinformationen zur Bildung einer Vielzahl von Bildelement-Abtastwerten;
Schaltungen (23, 25) für die digitale Abtastung zumindest einer weiteren Zeile von Videoinförmationen zur Bildung einer weiteren Vielzahl von Bildelement-Abtastwerten; und
Schaltungen (34,35,37) für die Kombination entsprechender Bildelement-Abtastwerte aus einer ersten und einer weiteren Zeile von Bildinformationen in Übereinstimmung mit den vertikalen Strahlauftreffehlem zur Bildung-eines resultierenden Bildelement-Abtastwertes mit einer Lage, die in der Senkrechten scheinbar verschoben ist, sich zwischen der ersten und einer weiteren Zeile befindet und für die Korrektur der Strahlauftreffpositionsfehler sorgt.
2. Digitale Schaltung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Kombinationsschaltung (35) einen ersten und zweiten Abtastwertinterpolationskoeffizienten bereitstellt und den ersten und zweiten Abtastwertinterpolationskoeffizienten zu Eins summiert.
3. Digitale Schaltung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schaltungen (23,24) für die digitale Abtastung einer ersten Zeile von Videoinformationen und die Schaltungen (23,25) für die digitale Abtastung einer weiteren Zeile von Videoinformationen jeweils jede zweite Videoinformationszeile abtasten.
4. Digitale Schaltung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die betreffenden Bildelementabtastwerte und die resultierenden Bildelementabtastwerte die gleiche horizontale Lage in ihren betreffenden Zeilen von Videoinformationen haben.
DD85283292A 1984-11-29 1985-11-26 Digitale vertikalstromkorrektur-schaltung DD242145A5 (de)

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