DD242188A1 - Stromkontaktduese fuer das mig- und das mag-schweissen - Google Patents
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Abstract
Um beim MIG- und beim MAG-Schweissen, insbesondere mit Schweissrobotern, Zusatzdraehte unterschiedlicher Durchmesser mit einer Stromkontaktduese exakt fuehren und eine sichere Energiezufuehrung gewaehrleisten zu koennen, soll eine an den jeweils verwendeten Drahtdurchmesser anpassbare Stromkontaktduese geschaffen werden. Dazu besteht die Drahtfuehrung der Stromkontaktduese aus mehreren kreisfoermig angeordneten, mit in einem zur gemeinsamen Mittellinie veraenderbaren oder einstellbaren Abstand gehalterten Kontaktsegmenten. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Eine Stromkontaktdüse wird beim MIG- und beim MAG-Schweißen zur Führung und zur Beaufschlagung des in Drahtform zugeführten Zusatzwerkstoffes mit der elektrischen Energie benötigt. Besonders hohe Anforderungen an diese werden beim Schweißen mit Robotern gestellt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen »
Es ist allgemein üblich, für das MIG- und das MAG-Schweißen eine Stromkontaktdüse zu verwenden, deren Bohrung bis 0,2 mm • größer als der Durchmesser des drahtförmigen Zusatzwerkstoffes ausgebildet ist. Nach längerem Gebrauch der Kontaktdüse wird infolge eines Verschleißes in der Düsenbohrung der Lichtbogen instabil, die Düse muß ausgewechselt werden. Aus der DD-PS 213151 ist es bekannt, zur Stromübertragung den Zusatzdraht mittels eines als Thermo-Bimetall-Element ausgebildeten Druckelementes verschiedener Formgestaltung gegen die gegenüberliegende Seite des Führungskanals zu drücken. Aus der DD-PS 213154 ist eine Stromkontaktdüse bekannt, die aus einem Kontaktrohr zur Drahtführung und aus einem auf dem Zusatzdraht abrollenden Anpreßstück, vorzugsweise einer Kugel, besteht. Das Anpreßstück steht dabei mit der Schutzgasversorgung derart in Verbindung, daß bei Öffnen eines mit einem Druckregler gekoppelten Ventils der Zusatzdraht mit einer variablen oder konstanten, auf minimalen Düsenverschleiß und günstigen Stromübergang abgestimmten Kontaktkraft über das Anpreßstück mit der stromführenden Kontaktfläche des Kontaktrohres in Wirkverbindung steht. Aus der DE-OS 3309901 ist ein Kontaktrohrfür das Lichtbogenschutzgasschweißen bekannt, das Mittel in zweifacher Ausführung umfaßt, die den durch die Bohrung geschobenen Schweißdraht an die gegenüberliegende Bohrlochwandung drücken und damit einen definierten Stromkontakt zum Schweißdraht bewirken.
Nachteilig an diesen Stromkontaktdüsen ist, daß der Draht hohen Reibkräften unterworfen ist, was zu hohem Abrieb und diskontinuierlichem Vorschub führen kann, daß das als Kugel ausgeführte Anpreßstück eine äußerst geringe Berührungsfläche mit dem Draht hat und/oder daß aufwendige Einrichtungen zur Erzeugung eines optimalen Anpreßdruckes benötigt werden. Die Verarbeitung von Drähten verschiedener Durchmesser mit einer Kontaktdüse ist grundsätzlich ausgeschlossen. Außerdem muß mit einem erhöhten Verschleiß an der dem Anpreßstück gegenüberliegenden Bohrlochwandung gerechnet werden, wodurch es zu einer Drahtverformung und einem instabilen Lichtbogen kommen kann.
Exakte Führung von Zusatzdrähten unterschiedlicher Durchmesser und sichere Energiezuführung.
— Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst wird.
Um Zusatzdrähte unterschiedlicher Durchmesser mit einer Stromkontaktdüse exakt führen und eine sichere Energiezuführung gewährleisten zu können, soll eine an den jeweils verwendeten Drahtdurchmesser anpaßbare Stromkontaktdüse geschaffen werden.
— Merkmale der Erfindung
Die Drahtführung der Stromkontaktdüsen besteht aus mehreren kreisförmig angeordneten, mit in einem zur gemeinsamen Mittellinie veränderbaren oder einstellbaren Abstand gehalterten Kontaktsegmenten.
Für viele Anwendungsfälle ist es ausreichend, zwei symmetrisch ausgebildete und zueinander einstellbar angeordnete, halbkreisförmige Kontaktsegmente vorzusehen.
Es ist vorteilhaft, die der Förderrichtung des Zusatzdrahtes entgegengesetzt liegenden Enden der Kontaktsegmente in einen
dem stärksten zu verarbeitenden Zusatzdraht entsprechenden Abstand voneinander anzulenken und die freien in Förderrichtung des Zusatzdrahtes liegenden Enden der Kontaktsegmente in Richtung auf die gemeinsame Mittellinie mit veränderbarem oder einstellbarem Abstand anzuordnen.
Es kann auch sinnvoll sein, die Kontaktsegmente über die gesamte Länge parallel zur gemeinsamen Mittellinie, radial mit veränderbarem oder einstellbarem Abstand zu derselben anzuordnen.
Der veränderbare Abstand zwischen den einzelnen Kontaktsegmenten und der gemeinsamen Mittellinie wird sinnvoll durch eine radiale, thermisch stabile Vorspannung, vorzugsweise mittels mindestens einer Thermo-Bimetall-Feder, der · Kontaktsegmente realisiert.
Die Berührungsfläche der Kontaktsegmente mit dem Zusatzdraht ist in axialer Richtung von Radien begrenzt. Durch die Erfindung ist es möglich, Zusatzdrähte unterschiedlicher Durchmesser in einer Stromkontaktdüse exakt zu führen und eine sichere Energiezuführung zu gewährleisten.
Ausführungsbeispiel
In der zur Erläuterung herangezogenen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine Ausführungsvariante der Erfindung
Fig. 2: die Ansicht A nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist eine einfache Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Stromkontaktdüse dargestellt. Der Düsenstock 4 weist eine dem maximalen Durchmesser des zu verwendenden Zusatzdrahtes 6 angepaßte Bohrung auf, deren autrittsseitiges Ende in einer konischen Erweiterung 7 endet. Die Außenfläche des Düsenstockes 4 ist mit einem Gewinde 8 versehen. An der konischen Erweiterung 7 liegen die konisch ausgebildeten Außenflächen der einen Seite der Kontaktsegmente 1 an, während die mit einem Außenkonus entgegengesetzter Steigung versehenen Außenflächen der anderen Seite der Kontaktsegmente 1 am Innenkonus einer Spannmutter 2 anliegen. Die Spannmutter 2 hat auf ihrer anderen Seite ein Innengewinde, das mit dem Gewinde 8 der Außenfläche des Düsenstockes 4 im Eingriff steht. Durch ein Auf- oder Abschrauben der Spannmutter 2 werden die Kontaktsegmente 1 aufeinander zu- bzw. voneinander wegbewegt. Der durch die Kontaktsegmente 1 gebildete Querschnitt der Drahtführung kann somit dem verwendeten Zusatzdraht 6 angepaßt werden. Die richtige Stellung der Spannmutter 2 wird durch eine Kontermutter 3 gesichert. Die Gasdüse 5 umgibt die Kontaktzdüse in üblicherweise.
Claims (7)
- Erfindungsanspruch:1. Stromkontaktdüse für das MIG- und MAG-Schweißen, insbesondere mit Schweißrobotern, gekennzeichnet dadurch, daßdie Drahtführung aus mehreren kreisförmig angeordneten, mit in einem zur gemeinsamen Mittellinie veränderbaren oder einstellbaren Abstand gehalterten Kontaktsegmenten (1) besteht.
- 2. Stromkontaktdüse nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß zwei symmetrisch ausgebildete und zueinander angeordnete, halbkreisförmige Kontaktsegmente (1) vorgesehen sind.
- 3. Stromkontaktdüse nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die der Förderrichtung des Zusatzdrahtes (6) entgegengesetzt liegenden Enden der Kontaktsegmente (1) in einem dem stärksten zu verarbeitenden Zusatzdraht (6) entsprechenden Abstand voneinander an-gelenkt sind und die freien, in Förderrichtung des Zusatzdrahtes (6) liegenden Enden der Kontaktsegmente (1) in Richtung auf die gemeinsame Mittellinie mit einem veränderbaren oder einstellbaren Abstand angeordnet sind.
- 4. Stromkontaktdüse nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Kontaktsegmente (1) über die gesamte Länge parallel zur gemeinsamen Mittellinie, radial mit veränderbarem oder einstellbarem Abstand zu derselben angeordnet sind.
- 5. Stromkontaktdüse nach einem der Punkte 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Kontaktsegmente (1) radial, thermisch stabil vorgespannt sind.
- 6. Stromkontaktdüse nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Kontaktsegmente (1) mittels mindestens einer Thermo-Bimetall-Feder beaufschlagt sind.
- 7. Stromkontaktdüse nach einem der Punkte 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Berührungsfläche der Kontaktsegmente (1) mit dem Zusatzdraht (6) in axialer Richtung von Radien begrenzt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD28266885A DD242188A1 (de) | 1985-11-08 | 1985-11-08 | Stromkontaktduese fuer das mig- und das mag-schweissen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD28266885A DD242188A1 (de) | 1985-11-08 | 1985-11-08 | Stromkontaktduese fuer das mig- und das mag-schweissen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD242188A1 true DD242188A1 (de) | 1987-01-21 |
Family
ID=5572901
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD28266885A DD242188A1 (de) | 1985-11-08 | 1985-11-08 | Stromkontaktduese fuer das mig- und das mag-schweissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD242188A1 (de) |
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1985
- 1985-11-08 DD DD28266885A patent/DD242188A1/de unknown
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