DD242335A3 - Widerstands-Strom-Wandler zur Messung von Widerständen - Google Patents

Widerstands-Strom-Wandler zur Messung von Widerständen

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Widerstands-Strom-Wandler zur Messung von Widerstaenden und auf Widerstaende abgeleiteter Groessen, bei dem vorzugsweise zwei Stromausgaenge zur Stromverhaeltnismessung mit einem integrierenden Analog-Digital-Umsetzer zur Verfuegung stehen. Es ist Aufgabe, einen Widerstands-Strom-Wandler zu entwickeln, mit dem hochgenau die vorzeichenbehaftete Summe mehrerer Widerstandsverhaeltnisse gemessen wird, wobei alle Widerstaende Vierleiteranschluss besitzen, die Linearitaet des Wandlers beeinflussbar ist und Thermo- sowie Offsetspannungen kompensiert werden. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dass mehrere stromdurchflossene Messwiderstaende mit jeweils zugehoeriger Regelschaltung in einem Netzwerk angeordnet sind, wobei mindestens eine Regelschaltung einen Stromspiegel bildet und das Netzwerk mit mindestens einer Messstromquelle in an sich bekannter Weise verbunden ist und dass mehrere in an sich bekannter Weise durch Widerstandsverhaeltnisse gewandelte vorzeichenbehaftete Vergleichsstroeme aus den Regelschaltungen auskoppelbar sind und zur Bildung des Differenzstromes summiert werden. Anwendungsgebiete: Messung von Widerstaenden, Temperaturen und Dehnungen sowie deren Mittelwerte, Differenzen und Verhaeltnisse in allen Gebieten der Volkswirtschaft. Fig. 2

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Widerstands-Strom-Wandler zur Messung von Widerständen, vorzugsweise zum Anschluß quotientenbildender Analog-Digital-Umsetzer, mit dem hochgenau und automatisch mindestens vier elektrische Widerstände mit Vier-oder Zweileiteranschluß vergleichend oder solche physikalischen Größen gemessen werden,.die sich auf Widerstände oder Summen und Differenzen von Widerstandsverhältnissen abbilden lassen, wobei Kennlinienlinearisierung in erster Näherung bei Vorliegen nichtlinearer Meßwiderstände möglich ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es wurde bereits eine Schaltungsanordnung vorgeschlagen, welche es in Verbindung mit einem Analog-Digital-Umsetzer ermöglicht, das Verhältnis zweier Widerstände mit Vierleiteranschluß hochgenau zu messen. Diese Schaltungsanordnung eignet sich z. B. zur Temperaturmessung, wenn der eine Widerstand ein Temperatur-Meßwiderstand und der andere ein Vergleichswiderstand ist, dessen Widerstandswert genau auf den Grundwert des Meßwiderstandes abgeglichen ist. Weiterhin läßt sich eine Linearisierung der Anzeige bei Vorliegen nichtlinearer Meßwiderstände realisieren, so daß das Meßergebnis keiner Umrechnung bedarf. Wenn der Vergleichswiderstand zur Korrektur von Toleranzen des Grundwertes des Meßwiderstandes und zur Meßbereichsumschaltung dienen soll, so ist an seiner Stelle für jeden Meßbereich ein auf den Grundwert des Meßbereichswiderstandes abgeglichener Meßbereichswiderstand notwendig. Dies stellt einen entscheidenden Nachteil dieses bekannten Widerstands-Strom-Wandlers dar. Ein weiterer Nachteil dieser Schaltungsanordnung ist, daß eine galvanisch getrennte Spannungsquelle benötigt wird.
Alle Schaltungsanordnungen, mit denen nur zwei Widerstände vergleichend miteinander gemessen werden können, eignen sich nicht für Anwendungsfälle, bei denen eine physikalische Größe auf Differenzen und Summen von Widerstandsverhältnissen abgebildet wird, wie es z. B. bei temperaturkompensierten Dehnungsmessungen vorkommen kann. Solche und ähnliche Anwendungsfälle blieben bisher der Wheatstone-Brücke und deren Modifizierungen vorbehalten, wobei jedoch kein Vierleiteranschluß der Widerstände möglich ist und außerdem die Nichtlinearität der Brücke nachteilig ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist deshalb, einen Widerstands-Strom-Wandler zu schaffen, bei dem alle Widerstände zur vergleichenden Messung in Vierleiterschaltung anschließbar sind, der streng linear ist oder den Einfluß von Nichtlinearitäten der Meßwiderstände kompensiert, der keine galvanisch getrennte Spannungsquelle benötigt und an den integrierende Analog-Digital-Umsetzer direkt anschließbar sind, so daß eine hochgenaue digitale Messung von physikalischen Größen, die sich auf Widerstände bzw. Summen und Differenzen von Widerstandsverhältnissen abbilden lassen, unter industriellen Bedingungen möglich ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Anordnung zur Messung von Widerständen zu entwickeln, die es ermöglicht, mehrere Widerstandsverhältnisse in Stromverhältnisse umzuwandeln, Impulsbetrieb durchzuführen und alle Vergleichswiderstände in Vierleiterschaltung anzuschließen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Widerstands-Strom-Wandler zur Messung von Widerständen, insbesondere von auf Widerstände abgeleiteter physikalischer Größen, dadurch gekennzeichnet ist, daß mehrere stromdurchflossene Meßwiderstände mit jeweils zugehöriger Regelschaltung in einem Netzwerk angeordnet sind, wobei mindestens eine Regelschaltung einen Stromspiegel bildet und das Netzwerk mit mindestens einer Meßstromquelle in an sich bekannter Weise verbunden ist und daß mehrere in an sich bekannter Weise durch Widerstandsverhältnisse gewandelte vorzeichenbehaftete Vergleichsströme aus den Regelschaltungen auskoppelbar und zur Bildung des Differenzstromes summierbar sind.
Dabei ist bekannt, daß ein von einer Referenzspannung gesteuerter Meßstrom am Meßwiderstand einen Spannungsabfall hervorruft, welcher mittels Regelschaltung auf einen Vergleichswiderstand übertragen einen vorzeichenbehafteten Vergleichsstrom so regelt, daß die Änderung des Vergleichsstromes proportional den Änderungen des Meßstromes folgt, und der vorzeichenbehaftete Vergleichsstrom mit dem Meßstrom auf einen Differenzstromausgang zusammengeschaltet und zu einem Differenzstrom summiert wird, der mittels eines Analog-Digital-Wandlers mit einem von der Referenzspannung gesteuerten Referenzstrom verglichen wird. Der erfindungsgemäße Widerstands-Strom-Wandler ermöglicht hochgenaue Messungen, da der Einfluß von Änderungen des Meßstromes durch eine Stromverhältnismessung beseitigt wird und weil für den Anschluß von Analog-Digital-Umsetzern unnötige, mit Fehlern behaftete Zwischenwandlungen von Signalen entfallen. Die Summation bzw. Differenzbildung von Strömen ist bedeutend einfacher und genauer realisierbar als die von entsprechenden Spannungen. Problemlos läßt sich z. B. die Summe einer beliebigen Anzahl vorzeichenbehafteter Widerstandsverhältnisse messen.
Die Schaltungsanordnung für den Widerstands-Strom-Wandler besteht aus einer Meßstromquelle, aus einem Stromspiegel, dessen Übertragungsfaktor proportional dem Verhältnis von einem in ihm enthaltenen Meßwiderstand zu einem in ihm enthaltenen Vergleichswiderstand ist, und einer beliebigen Anzahl von Spannungs-Strom-Wandlern, deren Spannungseingänge mit den Potentialanschlüssen von Meßwiderständen mit Vierleiteranschluß verbunden sind und deren Übertragungsfaktoren durch jeweils einen in ihnen enthaltenen Vergleichswiderstand bestimmt werden. Der Widerstands-Strom-Wandler ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß alle Meßwiderstände über ihre Stromanschlüsse bei Zwischenschaltung beliebiger Zweipole in Reihe geschaltet sind, wobei ein verbleibender Stromanschluß eines Meßwiderstandes, welcher mit einem Spannungs-Strom-Wandler verbunden ist, am einen Ende dieser Reihenschaltung mit einer Meßstromquelle verbunden ist und daß die Stromausgänge der Spannungs-Strom-Wandler und des Stromspiegels vorzugsweise auf einen Differenzstromausgang und einen.Referenzstromausgang zusammengeschaltet sind. An diese beiden Stromausgänge ist ein integrierender Analog-Digital-Umsetzer direkt anschließbar, so daß keine weiteren Signalwandlungen notwendig sind.
Des weiteren ist der erfindungsgemäße Widerstands-Strom-Wandler dadurch gekennzeichnet, daß die Meßwiderstände mit zugehöriger Regelschaltung im Netzwerk parallel angeordnet sind, und daß alle Meßwiderstände jeweils mit einem steuerbaren Meßstrom beaufschlagt werden, wobei die Meßströme zueinander proportional sind.
Um besonders hohe Meßgenauigkeiten zu erreichen, ist eine Korrektur der Thermo- und Offsetspannungen notwendig. Hochwertige Spannungs-Strom-Wandler, bei denen der Ausgangsstrom z. B. über einen Feldeffekttransistor ausgekoppelt wird, haben nur eine mögliche Ausgangsstrom richtung. Um bei ihnen eine automatische Offsetkorrektur realisieren zu können, ist zur Eingangsspannung, die während der Korrekturphase durch Abschalten des Meßstromes zu Null gemacht wird, eine Hilfsspannung zu überlagern, welche vorteilhaft durch eine Konstantstromeinspeisung in die üblichen Offsetkorrekturanschlüsse eines Operationsverstärkers erzeugt werden kann.
Der auf diese Weise entstehende Ausgangsruhestrom kann durch Entgegenschalten eines Hilfsstromes kompensiert werden, so daß der resultierende Ausgangsstrom exakt auf Null geregelt werden kann. Bei dem beschriebenen Widerstands-Strom-Wandler ist vorteilhaft, daß für die auf einen Knoten zusammengeführten Stromausgänge nur ein einziger Null-Regelkreis erforderlich ist, da sich alle Thermospannungen und alle Offsetspannungen der Operationsverstärker additiv überlagern. Weiterhin ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Meßstromquelle durch einen Spannungs-Strom-Wandler gebildet wird, der von einer gleichen Referenzspannung gesteuert wird wie ein weiterer Spannungs-Strom-Wandler, dessen Stromausgang vorzugsweise mit dem Referenzstromausgang verbunden ist.
Der Widerstands-Strom-Wandler ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der Stromeingang des Stromspiegels durch den ersten Stromanschluß des Meßwiderstandes gebildet wird, daß der mit diesem verbundene erste Potentialanschluß des Meßwiderstandes mit dem invertierenden Eingang und der zweite Stromanschluß des Meßwiderstandes mit dem Ausgang des ersten Operationsverstärkers zusammengeschaltet ist, daß der zweite Potentialanschluß des Meßwiderstandes mit dem nichtinvertierenden Eingang des zweiten Operationsverstärkers und der erste Potentialanschluß des Vergleichswiderstandes mit dem nichtinvertierenden Eingang des ersten Operationsverstärkers verbunden ist, daß der invertierende Eingang des zweiten Operationsverstärkers an den zweiten Potentialanschluß und sein Ausgang an den zweiten Stromanschluß des Vergleichswiderstandes angeschlossen ist und daß der erste Stromanschluß des Vergleichswiderstandes den Stromausgang des Stromspiegels bildet.
Bei diesem Stromspiegel können erfindungsgemäß der zweite Potentialanschluß und der zweite Stromanschluß des Meßwiderstandes mit dem zweiten Potentialanschluß und dem zweiten Stromanschluß des Vergleichswiderstandes vertauscht angeordnet sein. Bei der Verwendung dieses Stromspiegels ist zu beachten, daß das Potential des Stromeinganges gleich dem Potential des Stromausganges ist und daß am Stromausgang ein möglichst kleiner Lastwiderstand wirken soll. Sollten diese speziellen Eigenschaften des Stromspiegels störend sein, so kann er durch die Zusammenhaltung eines Meßwiderstandes mit einem, einen Vergleichswiderstand enthaltenden Spannungs-Strom-Wandler ersetzt werden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachfolgend an mehreren Ausführungsbeispielen erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Schaltung zur hochgenauen Messung einer Temperaturdifferenz bzw. zur Messung der Differenz zweier Widerstandsverhältnisse.
Fig. 2 zeigt eine Schaltung zur hochgenauen Messung von vier Widerstandsverhältnissen.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel, mit dem die Differenz zweier Temperaturen sehr genau gemessen werden kann. Die Meßstromquelle lMund die Referenzstromquelle IR sind Spannungs-Strom-Wandler, die von derselben Referenzspannung Uref gesteuert werden und mit der Betriebsspannung Ub verbunden sind. Diese Spannungs-Strom-Wandler bestehen aus einem mit einem Operationsverstärker aufgebauten Spannungsfolger, an dessen Ausgang der Widerstand R9 bzw. R10 angeschlossen ist, wobei der durch diesen Widerstand fließende Strom in bekannter Weise über einen Feldeffekttransistor auf den Stromausgang geführt wird. Die Steuerspannung der Meßstromquelle Im wird zusätzlich mit einer Spannupg beaufschlagt, die am Widerstand R-13 abfällt, die zur Linearisierung der Kennlinie der Platinmeßwiderstände Ri und R7 dient und die deren mittlerer Temperatur proportional ist.
Der Ausgang der Referenzstromquelle Ir bildet den Referenzstromausgang und führt direkt zum Referenzstromeingang des Analog-Digital-Umsetzers ADU.
Die Meßstromquelle Im ist über den Schalter S für die Zeit einer Nullregelphase vom Meßwiderstand R7 abschaltbar. Sie liefert den Meßstrom im· Der den Vergleichswiderstand R8 enthaltene Spannungs-Strom-Wandler W ist ähnlich ausgeführt wie die Meßstromquelle Im, jedoch beinhaltet er noch einen zusätzlichen Spannungsfolger, der mit einem Operationsverstärker realisiert ist. Dadurch hat der Spannungs-Strom-Wandler W zwei hochohmige Spannungseingänge die zu den Potentialanschlüssen des Meßwiderstandes R7 führen. Der Meßwiderstand R7 ist mit dem Stromeingang des Stromspiegels lspi über die Parallelschaltung einer Z-Diode D1 und eines Kondensators C1 verbunden.
Die Z-Diode D1 verursacht einen Spannungsabfall, der hotwendig ist, damit der Spannungs-Strom-Wandler W nicht in der Sättigung arbeitet. Der Kondensator C1 hält diesen Spannungsabfall für die Zeitdauer der Nuliregelphase aufcecht. Für die Regelphase muß gewährleistet sein, daß der Spannungs-Strom-Wandler W einen Strom liefert, der größer als sein Reststrom ist, wenn der Schalter S geöffnet ist. Das kann z. B. durch entsprechendes Einstellen der Offsetspannung eines Operationsverstärkers erreicht werden. Für den Stromspiegel lspi wird eine Schaltungsanordnung verwendet, die den Vierleiteranschluß der Widerstände Ri und R2 erlaubt.
Der Meßwiderstand R1 ist auf der einen Seite mit dem Stromeingang des Stromspiegels lsp1 und dem nichtinvertierenden Eingang des ersten Operationsverstärkers OVi und auf der anderen Seite mit dem Ausgang des ersten Operationsverstärkers OVi und dem nichtinvertierenden Eingang des zweiten Operationsverstärkers OV2 verbunden. Der Vergleichswiderstand R2 ist auf der einen Seite mit dem invertierenden Eingang und dem Ausgang des zweiten Operationsverstärkers OV2 und auf der anderen Seite mit dem nichtinvertierenden Eingang des ersten Operationsverstärkers OVn und dem Stromausgang des Stromspiegels lsp1 verbunden. Bei diesem Stromspiegel lsp1 darf der Lastwiderstand am Stromausgang, er setzt sich aus R11 und dem Eingangswiderstand des Meßstromeinganges des Analog-Digital-Umsetzers ADU zusammen, einen bestimmten Grenzwert nicht überschreiten. Der Stromausgang des Stromspiegels lsp1 und der des Spannungs-Strom-Wandlers W sind über die Widerstände R11 bzw. R12 auf den Differenzstromausgang Ad zusammengeschaltet. Der Differenzstromausgang Ad ist mit dem Meßstromeingang des Analog-Digital-Umsetzers verbunden. Die über den beiden Widerständen Rn und Ri2 abfallende Spannung entspicht, bei richtiger Bemessung der Widerstände R2, R8, Rn und R12, der mittleren Temperatur der Meßwiderstände R1 und R7.
Ein Spannungs-Strom-Wandler greift diesen Spannungsabfall ab und speisteinen proportionalen Linearisierungsstrom iLam Spannungseingang der Meßstromquelle Im in den Widerstand R19 ein. Der Linearisierungsstrom iL oder ein analog erzeugter Strom können dazu dienen, die mittlere Temperatur der Meßwiderstände R1 und R7 in der gleichen Zeit zu messen, in der die Temperaturdifferenz gemessen wird. Ist beispielsweise für Nickel-Meßwiderstände eine Linearisierung mit entgegengesetztem Vorzeichen erforderlich, so wird der Linearisierungsstrom iL direkt auf den Stromausgang der Meßstromquelle Im geführt und der Widerstand R13 entfällt.
Toleranzen der Meßwiderstände Ri und R7 lassen sich mit Hilfe der Vergleichswiderstände R2 und R8 ausgleichen. Dadurch ist es möglich, auch mit Meßwiderständen unterschiedlicher Grundwerte hochgenaue Temperaturdifferenzmessungen durchzuführen. Der Analog-Digital-Umsetzer ADU mißt das Verhältnis vom Differenzstrom iozum Referenzstrom iR. Änderungen der Referenzspannung Uref haben keinen Einfluß auf das Meßergebnis.
Wenn die Differenz (oder Summe) eines hochohmigen zu einem niederohmigen Widerstandsverhältnis gemessen werden soll, so ist es günstig, die Meßströme so anzupassen, daß an den Meßwiderständen etwa gleich große Spannungen abfallen.
In Fig. 1 kann das realisiert werden, indem der obere Stromanschluß des Meßwiderstandes R7 an eine feste Spannung gelegt und der untere Stromanschluß des Meßwiderstandes Ri von einer zweiten Meßstromquelle ebenso wie R7 gespeist wird.
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das gegenüber dem in Fig. 1 um zwei weitere Meßwiderstände R3 und R5 und zwei Spannungs-Strom-Wandler W mit den Vergleichswiderständen R4 und R6 erweitert ist. Die Spannungseingänge dieser Spannungs-Strom-Wandler W sind mit den Potentialanschlüssen der Meßwiderstände R3 bzw. R5 verbunden, ihre Stromausgänge führen auf den Differenzstromausgang AD. Die Bauelemente zur Linearisierung entfallen gegenüber dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel.
In den Stromausgang des Stromspiegels lsp ist die Parallelschaltung einer Z-Diode D2 und eines Kondensators C2 zwischengeschaltet. Beide Bauelemente können entfallen, wenn der Stromspiegel lsp nicht wie in Fig. 1 oder 2 ausgeführt ist, sondern aus der Zusammenschaltung des Meßwiderstandes Ri und einem weiteren den Vergleichswiderstand R2 enthaltenden Spannungs-Strom-Wandler besteht. Der verbleibende Stromanschluß von R1 muß dann an eine positive Betriebsspannung gelegt werden.
Mit Hilfe dieser Schaltungsanordnung kann beispielsweise die Differenz zweier mittlerer Dehnungen gemessen werden, wenn die Meßwiderstände R1, R3, R5 und R7 Dehnmeßstreifen darstellen. Der Differenzstrom iD ergibt sich zu
j λ R1 Rm R- R—
R2 R4 R6 R8
Die Vergleichswiderstände R2, R4, Re und Rg können Dehnmeßstreifen zur Temperaturkompensation sein. Die Anzahl von vorzeichenbehafteten Widerstandsverhältnissen, die in das Meßergebnis eingehen, kann beliebig erweitert werden. Jeder Ausgangsstrom eines Spannungs-Strom-Wandlers W oder Stromspiegels lsp läßt sich um den Faktor eines weiteren Widerstandsverhältnisses ändern, wenn er über einen Stromspiegel oder Stromtransmitter geleitet wird, der die zwei weiteren Widerstände enthält. Anstelle der Meßwiderstände R1, R3, R5, R7 können auch nichtlineare Widerstände wie z. B. Halbleiterdioden eingesetzt werden, das erfordert jedoch eine bestimmte Stabilität des Meßstromes im bzw. der Referenzspannung Uref.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    1. Widerstands-Strom-Wandler zur Messung von Widerständen, insbesondere von auf Widerstände abgeleiteter physikalischer Größen, wobei ein von einer Referenzspannung gesteuerter Meßstrom am Meßwiderstand einen Spannungsabfall hervorruft, welcher mittels Regelschaltung auf einen Vergleichswiderstand übertragen einen vorzeichenbehafteten Vergleichsstrom so regelj, daß die Änderung des Vergleichsstromes proportional den Änderungen des Meßstromes folgt, und wobei der vorzeichenbehaftete Vergleichsstrom mit dem Meßstrom auf einen Differenzstromausgang zusammengeschaltet und zu einem Differenzstrom summiert wird, der mittels eines Analog-Digital-Wandlers mit einem von der Referenzspannung gesteuerten Referenzstrom verglichen wird, dadurch gekennzeichnet, daß
    — mehrere stromdurchflossene Meßwiderstände (R1, R3, R5, R7) mit jeweils dazugehöriger Regelschaltung (lsp, lsp1, W) in einem Netzwerk angeordnet sind, wobei mindestens eine Regelschaltung einen Stromspiegel (lsp, lspi) bildet und das Netzwerk mit mindestens einer Meßstromquelle (IM) in an sich bekannter Weise verbunden ist und daß
    — mehrere in an sich bekannter Weise durch Widerstandsverhältnisse gewandelte vorzeichenbehaftete Vergleichsströmne aus den Regelschaltungen (lsp, lspi, W) auskoppelbar und zur Bildung des Differenzstromes summierbar sind.
  2. 2. Widerstands-Strom-Wandler nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    — alle Meßwiderstände (R1, R3, R5, R7) bei Zwischenschaltung beliebiger Zweipole in Reihe geschaltet sind,
    — ein verbleibender Stromanschluß eines Meßwiderstandes (R7) in bekannter Weise an einem Ende dieser Reihenschaltung mit einer Meßstromquelle (Im) verbunden ist und _ ...
    — die Stromausgänge der die Vergleichswiderstände (R2, R4r R6, Rs) enthaltenen Regelschaltungen (lsp, lsp1, W) vorzugsweise auf einen Differenzstromausgang (Aq) zusammengeschaltet sind und der Referenzstromausgang (AR) in bekannter Weise mit einer von derselben Referenzspannung (Uref) gesteuerten Referenzstromquelle (Ir) wie die Meßstromquelle (Im) verbunden ist.
  3. 3. Widerstands-Strom-Wandler nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    — die Meßwiderstände (R1, R7) mit zugehöriger Regelschaltung (lsp, lsp1, W) im Netzwerk parallel angeordnet sind und
    — alle Meßwiderstände (Ri, R7) jeweils mit einem steuerbaren Meßstrom Om) beaufschlagt werden, wobei die Meßströme (iM) zueinander proportional sein müssen.
  4. 4. Widerstands-Strom-Wandler nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    — der Stromeingang des Stromspiegels (lspi) durch den ersten Stromanschluß des Meßwiderstandes (R1) gebildet wird, daß
    — der mit ihm verbundene erste Potentialanschluß des Meßwiderstandes (Ri) mit dem invertierenden Eingang des ersten Operationsverstärkers (OV1)
    — der zweite Stromanschluß des Meßwiderstandes (R1) mit dem Ausgang des ersten Operationsverstärkers (OV1)
    — der zweite Potentialanschluß des MeßwiderstandesJR!) mit dem nichtinvertierenden Eingang des zweiten Operationsverstärkers
    — der erste Potentialanschluß des Vergleichswiderstandes (R2) mit dem nichtinvertierenden Eingang des ersten Operationsverstärkers (OV-i)
    — der invertierende Eingang des zweiten Operationsverstärkers (OV2) mit dem zweiten Potentialanschluß des Vergleichswiderstandes (R2) und der Ausgangs des zweiten Operationsverstärkers (OV2) mit dem zweiten Stromanschluß des Vergleichswiderstandes (R2) verbunden sind und daß
    — der erste Stromanschluß des Vergleichswiderstandes (R2) den Stromausgang des Stromspiegels (lsp1) bildet.
  5. 5. Widerstands-Strom-Wandler nach Punkt 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Potentialanschluß und der zweite
    Stromanschluß des Meßwiderstandes (R-i) mit dem zweiten Potentialanschluß und dem zweiten Stromanschluß des Vergleichswiderstandes (R2) gegenüber der Schaltung nach Punkt 4 vertauscht angeordnet sind.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5959538A (en) * 1997-10-15 1999-09-28 Vital Innovations, Inc. Force sensing resistor conditioning circuit

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5959538A (en) * 1997-10-15 1999-09-28 Vital Innovations, Inc. Force sensing resistor conditioning circuit

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