DD242979A1 - Verfahren zur vorbehandlung eines metallischen umformgutes - Google Patents

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DD242979A1
DD242979A1 DD25369283A DD25369283A DD242979A1 DD 242979 A1 DD242979 A1 DD 242979A1 DD 25369283 A DD25369283 A DD 25369283A DD 25369283 A DD25369283 A DD 25369283A DD 242979 A1 DD242979 A1 DD 242979A1
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forming
umformgut
umformgutes
wire
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DD25369283A
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Gerhard Kaemmler
Guenter Liebe
Volker Renger
Juergen Schumann
Guenther Poethe
Evelin Schmidt
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Draht Und Schraubenwerk Finste
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung eines metallischen Umformgutes, insbesondere von Draht, fuer eine nachfolgende Kaltumformung und kann in der metallurgischen Industrie, insbesondere in Drahtziehereien, angewendet werden. Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer vereinfachten Technologie mit hoeherer Qualitaet der Schmierbedingungen beim Ziehen von Umformgut. Die Aufgabe wird geloest durch Verknuepfung eines Entzunderungsprozesses und eines Auftragsprozesses mit einem an sich bekannten Schmiermittel hoher dynamischer Viskositaet, Temperaturbestaendigkeit und gutem Haftvermoegen, wobei ein System Umformgut-Schmiermittel durch ein- oder mehrmaliges Kontaktieren in einem definiert temperierten Bad von mindestens 75C hergestellt wird, welches unabhaengig von der Oberflaechenbeschaffenheit des Ausgangszustandes des Umformgutes einen allzeitig geschlossenen Schmierfilm realisiert.

Description

Variantengemäß kann das System Umformgut-Schmiermittel auch im Durchlauf bei definierten Parametern von Oberfläche und Temperatur des Umformgutes bzw. des Schmiermittels erzeugt werden, ebenso durch Verknüpfung eines Glühprozesses mit dem Schmiermittelauftragsprozeß.
Neben der Beseitigung der geschilderten Nachteile ist von Vorteil, daß metallischer Abrieb und Verunreinigungen sich im Bereich der Umformzone nicht ansammeln können, wodurch eine Erhöhung der Ziehsteinstandzeit und ein kontinuierlicher Produktionsablauf gewährleistet wird.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel zur Behandlung von Kaltstauchdraht näher erläutert.
Walzdraht aus niedrig legierten Kaltstauchdraht wird einem Beizprozeß unterzogen, anschließend gewaschen und neutralisiert.
Im Rahmen dieses Behandlungsprozesses erfolgt unmittelbar nach der Neutralisation ein Tauchvorgang in einem flüssigen Schmiermittel, bestehend aus in Wasser gelösten Festschmierstoffen und einer Reihe von Spezialstoffen zur Stabilisierung des Schmierstoffsystems, das vorteilhaft auf eine Temperatur von 75°C bis 85°C erwärmt ist.
Jenach notwendiger Ausbildung der Schmiermittelschicht wird das Umformgut einmal oder mehrmals in das Schmiermittel getaucht. Das Tauchregime wird durch den Durchmesser des Umformgutes und dessen Konfektionierungsart bestimmt. Das Umformgut muß dabei gleichfalls auf mindestens 750C durchgewärmt sein. Eine erhöhte Temperatur des Umformgutes nach der Neutralisation verkürzt die Tauchzeit im Schmiermittel.
Das beschichtete Umformgut kann nach kurzzeitiger Trocknung der Kaltumformung zur Verfügung gestellt werden.
Als Ausgangsprodukt kann auch ein Umformgut verwendet werden, das unmittelbar vor dem Tauchprozeß einer Blankglühbehandlung unterzogen wurde und somit die verbleibende Restwärme aus dem Tauchprozeß speziell in der Tauchzeit positiv beeinflußt.
Bei variantengemäßer Beschichtung im Durchlaufverfahren wird beispielsweise ein weichgeglühter Draht von einer Spule abgezogen, im Strang durch eine Wärmequelle auf ca. 100°C erwärmt, anschließend in einer Behandlungspatrone mit dem mindestens 75°C warmen flüssigen Beschichtungsmittel kontaktiert und in einer entsprechenden Trockenstrecke getrocknet.

Claims (3)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Vorbehandung eines metallischen Umformgutes, insbesondere von Draht, für eine nachfolgende Kaltumformung durch Verknüpfung eines Entzunderungsprozesses und des Auftragsprozesses mit einem an sich bekannten Schmiermittel hoher dynamischer Viskosität, Temperaturbeständigkeit und gutem Haftvermögen, dadurch gekennzeichnet, daß ein System Umformgut-Schmiermittel durch ein- oder mehrmaliges Kontaktieren in einem definiert temperierten Bad von mindestens 750C hergestellt wird, welches unabhängig von der Oberflächenbeschaffenheit des Ausgangszustandes des Umformgutes einen allseitig geschlossenen Schmierstoffilm realisiert, welcher auch nach mehrmaligem Umformen nicht zerstört wird und ausgezeichnete Gleiteigenschaften aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das System Umformgut-Schmiermittel im Durchlauf bei definierten Parametern von Oberfläche und Temperatur des Umformgutes bzw. des Schmiermittels erzeugt wird.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das System Umformgut-Schmiermittel durch Verknüpfung des Glüh- mit dem Schmiermittelauftragprozess hergestellt wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung eines metallischen Umformgutes, insbesondere von Draht, für eine nachfolgende Kaltumformung, und kann in der metallurgischen Industrie, insbesondere in Drahtziehereien, angewendet werden.·
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Beim Drahtziehen wird das Umformgut, dessen Oberfläche verzundert bzw. angerostet ist, vorher einem chemischen oder mechanischen Entzungderungsprozeß unterworfen. Beim chemischen Entzunderungsverfahren wird anschließend eine Schmiermittelträgerschicht aufgebracht und bisher erfolgt unmittelbar vor jeder Umformstufe die Schmiermittelzufuhr, wobei feste, halbfeste oder flüssige Ziehmittel eingesetzt werden. Entscheidend für einen kontinuierlichen Umformprozeß ist die Gewährleistung von Schmierbedingungen, die unter den Belastungen des Umformvorganges die unmittelbare Berührung zwischen Umformgut und Umformwerkzeug verhindern. Bei allen bisher angewendeten Verfahren werden keine optimalen Schmierbedingungen erreicht, weil Umformgut und Schmierstoff der Umformzone zugeführt werden, ohne daß eine allseitig geschlossene Schmierfilmschicht entsteht. Des weiteren wirkt sich, beispielsweise bei der Schmierstoffpulverschüttung, neben anderen Verunreinigungen insbesondere der metallische Abrieb, der durch das Umformgut ins Schmiermittel gebracht wird, nachteilig aus. Die Auswirkungen davon sind erhöhter Ziehstein- und Schmierstoffverbrauch, häufige Unterbrechung des Produktionsprozesses, erhöhter Ausschußteil und eine wesentliche Minderung des Bedienpersonals, als auch auf die elektrischen Zubehöreinrichtungen wirkt sich die unvermeidbare Staubentwicklung bei Trockenziehmitteln belästigend aus. Bekannt ist ein Verfahren für Umformgut unter Vermeidung einer chemischen Entzunderung, bei dem durch die Kombination eines an sich bekannten Trockenzuges mit einer ebenfalls bekannten Schmierstoffbeschichtung unter Verwendung'eines flüssigen Schmiermittels, bei dem in einem organischen Lösungsmittel Salz von Fettsäure als Schmierstoff gelöst, enthalten sind (WPB 21 C/233 688.5). Das Umformgut wird dabei mit dem flüssigen Schmiermittel kontaktiert, getrocknet und anschließend in einer oder mehreren Umformstufen ohne weitere Zugabe von Ziehmitteln umgeformt. Für spezielles Umformgut ist die alleinige Verwendung von o.g. flüssigem Ziehmittel bekannt. Diese Technologien haben gegenüber der üblichen Technologie, bei der feste Schmierstoffe in pulvriger Form allein eingesetzt werden, eine Reihe wesentlicher Vorteile. Da diese Schmiermittel jedoch auch organische Lösungsmittel enthalten, ergeben sich Nachteile aus erhöhtem Aufwand, um den Anforderungen des Gesundheits-, Arbeite- und Brandschutzes gerecht werden zu können. Von Nachteil ist ferner, daß der auf dem Umformgut verbleibende SchmiermittelrestIn bestimmten Fällen bei der Weiterverarbeitung des fertiggezogenen Umformgutes störend wirkt.
    Ziel der Erfindung
    Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung einer vereinfachten Technologie mit höherer Qualität der Schmierbedingungei beim Ziehen von Umformgut unter Steigerung der Arbeitsproduktivität und Verbesserung der Arbeits-und Lebensbedingunger sowie des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Umformgut, das zum Beispiel einem chemischen Entzunderungsverfahren unterzogen wurde, unter Vermeidung des Aufbringens einer Schmiermittelträgerschicht mit einem Beschichtungsmittel zu versehen, daß bei der nachfolgenden Umformung ausgezeichnete Schmierbedingungen erreicht und beibehält.
    Merkmale der Erfindung
    Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch Verknüpfung eines Entzunderungsprozesses und eines Auftragsprozesses mi einem an sich bekannten Schmiermittel hoher dynamischer Viskosität, Temperaturbeständigkeit und gutem Haftvermögen, wobei ein System Umformgut-Schmiermittel durch ein- oder mehrmaliges Kontaktieren in einem definierttemperierten Bad ve mindestens 75°C hergestellt wird, welches unabhängig von der Oberflächenbeschaffenheit des Ausgangszustandes des
    realisiert, welcher auch nach mehrmaligem Umformen des
    ; -II-
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