DD243421A1 - Haeckselaggregat fuer feldhaecksler mit einer schneidwurftrommel - Google Patents

Haeckselaggregat fuer feldhaecksler mit einer schneidwurftrommel Download PDF

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Lutz Mueller
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Haeckselaggregat fuer Feldhaecksler mit einer Schneidwurftrommel, einem Zufuehrsystem, einer Gegenschneide und einem unmittelbar an die Schneidwurftrommel anschliessenden Auswurfschacht. Um die Uebergabeverhaeltnisse zwischen Adapter und Haeckselaggregat zu verbessern, soll deren Zuordnung im Arbeitsbereich unabhaengig von der Bodenkopierung nahezu gleichbleibend sein. Dabei sollen die Abgabeverhaeltnisse zum Auswurfschacht ebenfalls unveraenderlich sein. Hierzu ist vorgesehen, das Zufuehrsystem (9) und die Gegenschneide (10) in einem Gehaeuse (8) anzuordnen, wobei die Schneidwurftrommel (3) in einer feststehenden Umhausung (2) gelagert ist, an die sich der Auswurfschacht (4) direkt anschliesst. Das Gehaeuse (8) ist ferner konzentrisch und schwenkbar zur Welle (6) der Schneidwurftrommel (3) gelagert und mittels Mantel- (14; 15; 16) und Seitendichtungen (17; 18) zur Umhausung (2) abgedichtet. Fig. 1

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Häckselaggregat für Feldhäcksler mit einer Schneidwurftrommel, insbesondere für selbstfahrende Feldhäcksler, mit einem Zuführsystem, einer Gegenschneide und einem sich unmittelbar an die Schneidwurftrommel ' '
anschließenden Auswurfschacht.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Feldhäcksler (z. B. der E 280 vom VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen) bekannt, bei denen das Häckselaggregat im Maschinenrahmen fest angeordnet ist und die Adapter zum Häckselaggregat beweglich in einer Hub- und Senkvorrichtung aufgehangen sind, um so das Bodenprofil zu kopieren. Diese Lösungen haben sich als nachteilig erwiesen, daß bei größeren Adaptern, die weit vor die Grundmaschine bauen und eine große Arbeitsbreite besitzen, große Relativbewegungen zwischen der Adapterabgabestelle und der Annahmestelle des Zuführsystems des Häckselaggregates ergeben. Es kommt somit zu einer funktionsmäßig schlechten Zuordnung der einzelnen Förderorgane, was zu Annahmeschwierigkeiten im Zuführsystem verbunden mit Übergabeverlusten führt. Das führt letztlich zu Einschränkungen hinsichtlich der Anwendungsvielfalt des Feldhäckslers.
Von Feldhäckslern mit Schneidtrommel und nachgeschalteten aktiven Förderelementen (z. B. gemäß der DE-OS 2438361) ist es ferner bekannt, das gesamte Häckselaggregat im Maschinenraum schwenkbar anzuordnen. Damit kann der Adapter relativ starr an das Häckselaggregat angebaut werden. Dieses Grundprinzip ist jedoch für Feldhäcksler mit Schneidwurftrommei nicht anwendbar, da durch das Schwenken der Abgabeöffnung des Häckselaggregates die Bedingungen für den Abwurf des . Häckselgutes so stark verändert werden, daß die erforderlichen Wurfparameter zum Beladen von Transportfahrzeugen oder ähnliches nicht mehr erreicht werden bzw. ein sehr starker Anstieg des Leistungsbedarfes für die Wurfförderung zu verzeichnen ist.
Ein derartig schwenkbares Häckselaggregat wurde so in abgewandelter Form in einen Feldhäcksler mit Schneidwurftrommel (Jaguar 690/675 der Firma Claas OHG) eingesetzt. Das Häckselaggregat ist hier um die'Trommelwelle schwenkbar und gibt das Häckselgut direkt in einen feststehenden Auswurfschacht ab. Hier zeigt sich der obengenannte Mangel eindeutig. Um die erforderliche Wurfweite für das Häckselgut zu erreichen, ist es unabdingbar, daß in den Auswurfschacht ein zusätzliches aktives Förderelement, hierin Form eines Wurfgebläses, eingebaut wird. Diese Maßnahmen erhöhen aber den Herstellungsaufwand einerseits und den Leistungsbedarf andererseits.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, ein Häckselaggregat für einen Feldhäcksler mit einer Schneidwurftrommel zu schaffen, mit dem einerseits die Anwendungsvielfalt des Feldhäckslers erweitert wird und die Übergabeverluste zwischen Adapter und Zuführsystem gesenkt werden sowie andererseits der Herstellungsbedarf und der Leistungsbedarf des Feldhäckslers gering gehalten werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Häckselaggregat für Feldhäcksler mit einer Schneidwurftrommel, einem Zuführsystem, einer Gegenschneide und einem an die Schneidwurftrommel unmittelbar anschließenden Auswurfschacht zu schaffen, bei dem zwischen Adapter und Häckselaggregat eine relativ ortsfeste Zuordnung besteht und die Übergabeverhältnisse zwischen Schneidwurftrommel und Auswurfschacht gleichbleibend gut sein sollen sowie ohne zusätzliche aktive Förderorgane im Auswurfschacht ausgekommen wird.
Dies wird dadurch erreicht, daß ein Gehäuse, in dem das Zuführsystem und die Gegenschneide angeordnet sind, um die Welle der Schneidwurftrommel konzentrisch und schwenkbar gelagert ist, wobei die Schneidwurftrommel eine zum Gehäuse feststehende Umhausung besitzt, die wenigstens im Anschlußbereich des Gehäuses zylindrisch ausgebildet ist und eine Annahmeöffnung besitzt. Das Gehäuse reicht frontal bis an die Annahmeöffnung, und zwischen Gehäuse und Umhausung sind wechselseitig Mantel- und Seitendichtungen angeordnet.
Die Adapter werden starr oder so, daß nur um am Zuführsystem liegende Achsen Schwenk- bzw. Kippbewegungen ausgeführt werden können, am Gehäuse angekoppelt. Bei der Kopierung des Bodenprofils durch die Adapter wird deren Höhenbewegung auf das Gehäuse übertragen, so daß dieses um seinen Schwenkpunkt auf der Welle der Schneidwurftrommel bewegt wird. Da der Schwenkpunkt konzentrisch zur Schneidwurftrommel liegt, ändert sich der Funktionsabstand zwischen Gegenschneide und Schneidwurftrommel bei diesen Arbeitsbewegungen nicht. Die Abgabe des Erntegutes in den Auswurfschacht bleibt unabhängig von der Stellung des Gehäuses immer gleichbleibend optimal, da ja die Umhausung der Schneidwurftrommel mit der darin integrierten Wurfwanne fest mit dem Auswurfschacht verbunden ist.
Nach der Erfindung ist es zweckmäßig, daß das Gehäuse vor der Annahmeöffnung mindestens eine an die Gegenschneide nach unten anschließende Manteldichtung besitzt, deren unteres Ende zwischen dem Mantel der Umhausung und der Schneidwurftrommel sitzt, und seitlich mindestens eine Seitendichtung besitzt, die oben über die Umhausung und unten unter die Umhausung gezogen ist.
Ferner ist es erfindungsgemäß sinnvoll, daß das Gehäuse eine zweite Manteldichtung besitzt, die über der Annahmeöffnung der Umhausung oberhalb der Gegenschneide angeordnet ist und in ihren oberen Bereich über die Umhausung gezogen ist. Mit der vorgeschlagenen Lösung wird erreicht, daß die Anwendungsvielfalt eines Feldhäckslers mit Schneidwurftrommel wesentlich verbessert wird, indem die Übergabebedingungen zwischen Adapter und Häckselaggregat unabhängig von der Bewegung der Adapter sind und somit immer optimal sind. Damit kann in jedem Falle die Durchsatzleistung des Feldhäckslers voll ausgenutzt werden, ohne daß größere Erntegutverluste auftreten.
Ferner wird ermöglicht, daß auch bei Feldhäckslern mit Schneidwurftrommel ein Bodenkopierungssystem für die Adapter verwirklicht werden kann, das eine Quer- und Längspendelung der Adapter bei konstant niedrigen Bodenauflagedruck über gesamten Arbeitsbereich gewährJeistet. Gleichzeitig ist die vorgeschlagene Lösung fertigungstechnisch ökonomischer, da keine aktiven Fördereinrichtungen zum Austragen des Häckselgutes erforderlich sind.
Ausführungsbeispiel
Nachstehend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt:
Fig. 1: einen schematischen Längsschnitt durch einen selbstfahrenden Feldhäcksler, Fig. 2: eine Detaildarstellung des Bereiches zwischen Zuführsystem und Schneidwurftrommel,
Fig.3: einen Schnitt gemäß Fig.2. .
Im Maschinenrahmen 1 eines Feldhäckslers ist eine Umhausung 2 befestigt, in der eine Schneidwurftrommel 3 gelagert ist. Die Umhausung 2 ist im wesentlichen, insbesondere im vorderen Bereich, zylindrisch gestaltet und geht im hinteren oberen Bereich in einen Auswurfschachr4 über, an den sich ein Auswurf bogen 5 anschließt. Auf der Welle 6 der Schneidwurftrommel 3 ist ferner konzentrisch beidseitig der Umhausung 2 mit einer Schwinge 7 ein Gehäuse 8 schwenkbar gelagert, das sich vor der Schneidwurftrommel 3 befindet und in dem ein Zuführsystem 9, bestehend aus Zuführwalzen, und eine Gegenschneide 10 mit zugehörigem Gegenschneidenträger 11 angeordnet ist. Die Umhausung 2 besitzt dabei im Bereich von unterhalb der Gegenschneide 10 bis in Höhe einer hinteren, oberen Walze des Zuführsystems 9 im Mantel 12 eine Annahmeöffnung 13 für das zu häckselnde Erntegut. Die Annahmeöffnung 13 ist beidseitig in der Umhausung 2 sektorförmig in Richtung der Welle 6 der Schneidwurftrommel 3 weitergeführt und endet in der inneren Hälfte des Schneidwurftrommeldurchmessers. Zur Abdichtung gegen Erntegutverluste sind Umhausung 2 und Gehäuse 8 gegeneinander wechselseitig abgedichtet. Hierzu ist vom Gegenschneidenträger 11 beginnend ein konzentrisch zur Welle 6 nach unten verlaufende Manteldichtung 14 am Gehäuse 8 angebracht, die in eine nach außen durchgesetzte Manteldichtung 15 der Umhausung 2 eingreift. Eine obere Manteldichtung 16 ' am Gehäuse 8 beginnt über der Annahmeöffnung 13 und ist bis über den Mantel 12 der Umhausung 2 gezogen. Vor den offenen Bereich der Stirnseiten der Umhausung 2 sind weiterhin je eine Seitendichtung 17 am Gehäuse 8 oder an dessen Schwingen 7 angeordnet, die oben über die Umhausung 2 greifen und im unteren Bereich bis auf das Maß der Umhausung 2 eingezogen sind und in nach außen durchgesetzte Seitendichtungen 18 der Umhausung 2 geführt sind. Die dadurch im Bereich der Welle 6 der Schneidwurftrommel 3 verbleibenden Öffnungen 19 zwischen den Seitendichtungen 17; 18 dient der Ansaugung von Luft für den Wurfvorgang durch die Schneidwurftrommel 3 und wird durch weitere Ansaugöffnungen 20 vervollständigt. Zum Ausheben bzw. Senken der Adapter 21, z. B. eines Fingerschneidwerkes, sind an einem nicht näher dargestellten Rahmen 22 des Gehäuses 8 hydraulische Arbeitszylinder 23 angelenkt, die sich andererseits am Maschinenrahmen 1 abstützen. Am Rahmen 22 ist am vorderen unteren Ende ein Schwenkrahmen 24 quer zur Fahrtrichtung gelagert, der in gleicher Höhe mittig zum Zuführsystem 9 einen Pendelbolzen 25 trägt. Auf dem Pendelbolzen 25 sitzt der Adapter 21, der am oberen hinteren Ende mit nicht dargestellten Haken seitlich des Schwenkrahmens 24 über einen im Schwenkrahmen 24 gelagerten Pend.elträger 26 greift. Mit dieser Anlenkung des Adapters 21 ist es über Schleifsohlen 27 möglich, das Bodenprofil in Längs-und Querrichtung zu kopieren. Zur Verringerung des Bodenauflagedruckes ist auf der Oberseite des Gehäuses 8 zwischen dem Pendelträger 26 und
dem Gehäuse 8 eine Federspeicherentlastungsvorrichtung 28 angebracht, die über den möglichen Arbeitsbereich des Adapters 21 den Bodenauflagedruck konstant hält.
Letztlich ist zur Gewährleistung eines guten Ernteguttransportes im Häckselaggregat das Zuführsystem 9, wie bereits bekannt mit Zuführwalzen ausgerüstet, von den die oberen ausweichbar gestaltet sind. Die hintere obere Walze ist ferner mit einem Schieber 29 verbunden. Geführt wird der Schieber 29, der die Größe, der Annahmeöffnung 13 entsprechend des Zuführwalzenstandes reguliert, über einen Hebel 30, der im Gehäuse 8 gelagert ist.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    1. Häckselaggregat für Feldhäcksler mit einer Schneidwurftrommel, einem Zuführsystem, einer Gegenschneide und einem an die Schneidwurftrommel unmittelbar anschließenden Auswurfschacht, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gehäuse (8), in dem das Zuführsystem (9) und die Gegenschneide (10) angeordnet sind, um die Welle (6) der Schneidwurftrommel (3) konzentrisch und schwenkbar gelagert ist, wobei die Schneidwurftrommel (3) eine zum Gehäuse (8) feststehende Umhausung (2) besitzt, die wenigstens im Anschlußbereich des Gehäuses (8) zylindrisch ausgebildet ist und eine Annahmeöffnung (13) besitzt, das Gehäuse (8) frontal bis an die Annahmeöffnung (13) reicht und zwischen Gehäuse (8) und Umhausung (2) wechselseitig Mantel-(14; 15; 16) und Seitendichtungen (17; 18) angeordnet sind.
  2. 2. Häckselaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (8) vor der Annahmeöffnung (13) mindestens eine an die Gegenschneide (10) nach unten anschließende Manteldichtung (14) besitzt, deren unteres Ende zwischen dem Mantel (12) der Umhausung (2) und der Schneidwurftrommel (3) sitzt, und seitlich mindestens eine Seitendichtung (17) besitzt, die oben über die Umhausung (2) und unten unter die Umhausung (2) gezogen ist.
  3. 3. Häckselaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (8) eine zweite Manteldichtung (16) besitzt, die über der Annahmeöffnung (13) oberhalb der Gegenschneide (10) angeordnet ist und in ihren oberen Bereich über die Umhausung (2) gezogen ist.
    Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
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