DD244767A1 - Verfahren zur vergoldung von si-oberflaechen - Google Patents

Verfahren zur vergoldung von si-oberflaechen Download PDF

Info

Publication number
DD244767A1
DD244767A1 DD28539085A DD28539085A DD244767A1 DD 244767 A1 DD244767 A1 DD 244767A1 DD 28539085 A DD28539085 A DD 28539085A DD 28539085 A DD28539085 A DD 28539085A DD 244767 A1 DD244767 A1 DD 244767A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
bath
gold
gilding
silicon
deionized water
Prior art date
Application number
DD28539085A
Other languages
English (en)
Other versions
DD244767B1 (de
Inventor
Volker Wadewitz
Falk Richter
Wilfried Lamm
Renate Gesemann
Original Assignee
Liebknecht Mikroelektron
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Liebknecht Mikroelektron filed Critical Liebknecht Mikroelektron
Priority to DD28539085A priority Critical patent/DD244767B1/de
Publication of DD244767A1 publication Critical patent/DD244767A1/de
Publication of DD244767B1 publication Critical patent/DD244767B1/de

Links

Landscapes

  • Chemically Coating (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vergoldung verschieden dotierter Siliciumoberflaechen. Anwendungsgebiet der Erfindung ist vorzugsweise die Herstellung von Siliciumhalbleiterbauelementen. Ziel der Erfindung ist es, eine technologisch einfache, umweltfreundliche und im Goldverbrauch sparsame Vergoldung von verschieden dotierten Siliciumoberflaechen zu realisieren. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe geloest, indem die Siliciumsubstrate ohne vorherige Aktivierung fuer die Zeitdauer von 0,5 bis 10 min in ein an sich bekanntes ungiftiges reduktives Goldbad mit einem p H-Wert im Bereich 10 bis 13 und einer Temperatur von 355 bis 371 K bei einer Badbelastung von 1 bis 10 dm2/l eingetaucht werden.

Description

wobei die Badbelastung zwischen 1 und 10dm2/l Badflüssigkeit und die Vergoldungsdauer zwischen 0,5 und 10 min liegt und die Scheiben nach dem Vergolden in deionisiertem Wasser gespült und dann getrocknet werden.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Vergoldung von Siliziumoberflächen und wird vorzugsweise bei der Herstellung von Siliziumhalbleiterbauelementen angewandt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Für die Vergoldung von Kleinteilen sind eine große Anzahl von Vergoldungsverfahren und Vergoldungsbädern in der Literatur bekannt. Grundsätzlich unterscheidet man physikalische Verfahren zur Vergoldung und naßchemische Verfahren. Die physikalischen Verfahren (Sputtern und Aufdampfen) haben den Nachteil, daß die Abscheidung auch auf Teilen der Bauelemente oder der Ausrüstung erfolgt, wo sie störend oder zumindest nicht erforderlich sind. Ein hoher Goldverbrauch ist daher unvermeidlich. Die elektrolytische Abscheidung des Goldes ist, wenn überhaupt möglich, zwar sparsamer, sie erfordert aber zu jeder Fläche, die vergoldet werden soll, einen elektrischen Anschluß, der selbst wieder die Vergoldung stören kann. Es sind schon eine ganze Reihe von Arbeiten zur stromlosen chemischen Vergoldung veröffentlicht worden. Die bei der stromlosen Vergoldung benutzten Bänder kann man, unabhängig von ihrer Zusammensetzung, in giftige und ungiftige (zyanidfreie) Bäder unterteilen. Daneben ist für die industrielle Nutzung auch eine Unterteilung in zementations- und reduktive Bäder möglich. Ein Zementationsbad ist z. B. in der DE-OS 2803147 dargestellt. Es wird angegeben, daß mit diesem Zementationsbad auch SiliziunT" vergoldet werden kann. Jedoch sind auch bei diesem Bad die bekannten Nachteile zu berücksichtigen: Es handelt sich hier um eine Austauschreaktion, d. h. es wird bei der Goldabscheidung Silizium abgetragen, das in Lösung geht. Daher ist die herstellbare Schicht auch nur von beschränkter Dicke, da die Abscheidung dann unterbrochen ist, wenn kein Silizium mehr in Lösung geht. Ein zusätzlicher Nachteil entsteht dadurch, daß bei Dotierungsinhomogenitäten auf der Siliziumoberfläche die Vergoldung ungleichmäßig wird.
Ein weiteres Bad, das ebenfalls zyanidfrei ist, wird in dem DD-WP 150762 beschrieben. Neben seiner Ungiftigkeit zeichnet es sich durch eine relativ gute Stabilität aus. Es werden für dieses Bad — das zu den reduktiven zählt — handelsübliche Reduktionsmittel verwendet (Natriumhypophosphit, Formaldehyd und Hydrazin). Zur Stabilisierung der Lösung werden Natriumsulfit, eine Di- bzw. Triaminoyryl- und/oder eine Di- bzw. Triaminoarakylverbindung, Kaliumbromid und ein Chelatbildner eingesetzt. Nachteilig ist auch bei diesem Bad, daß es im allgemeinen für die Vergoldung von Silizium nicht einsetzbar ist, wenn die Siliziumoberfläche Dotierungsinhomogenitäten aufweist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine umweltfreundliche, ungiftige und im-Materialaufwand sparsame Vergoldung von Siliziumhalbleiterbauelementen zu realisieren.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Ausgehend vom Ziel der Erfindung stellt sich die technische Aufgabe, ein Verfahren zur Vergoldung von Siliziumoberflächen zu entwickeln, das auch bei inhomogener Dotierung dünne und gleichmäßige Überzüge liefert. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst, indem zunächst die auf der Siliziumoberfläche vorhandene Oxidschicht entfernt und die Scheiben für die Dauer von 10 bis 30sec in ein Bad mit 25%iger Flußsäure getaucht werden, wobei Flächenteile, die nicht vergoldet werden sollen, mit einem Schutzlack abgedeckt werden können.
Anschließend erfolgt eine Spülung in deionisiertem Wasser für die Dauer von 30sec. Danach werden die Scheiben in einem weiteren Bad aus deionisiertem· Wasser auf 800C bis 100°C vorgewärmt. Die Dauer des Aufenthaltes im Erwärmungsbad beträgt 10 bis 30see. Danach werden die Scheiben unverzüglich in das Vergoldungsbad getaucht, das folgende Zusammensetzung aufweist:
Gold ; 0,6 g/l
alsTrinatriumbisulfitoaurat(Na3Au(SO3)2)
Formaldehyd (HCHO) 0,9. ..1,1 g/l
Natriumsulfit (NaSo3) 7,7. ..8,3 g/l
Ethylendiamin (NH2-CH2-CH2-NH2) 0,7. ..0,S g/l
Ethylendiamintetraessigsäure
Di-Natriumsalz 0,9. ..1,0 g/l
Kaliumbromid KBr 0,8. ..1,2g/l
Thalliumnitrat (TINO3) 0,1. ..10mg/l
Der pH-Wert des Goldbades wird durch Zugabe von Schwefelsäure auf einen Wert im Bereich 10 bis 13 eingestellt.
Anmerkung 2:
Nur bei Einhaltung des angegebenen engen Konzentrationsbereiches der Goldbadlösung und der speziellen Vorbehandlung kann auch die Dotierungsinhomogeitäten enthaltende Siliziumoberfläche metallisiert werden.
Die Dauer der Vergoldung liegt, abhängig von der benötigten Schichtdicke, günstigerweise zwischen 0,5 und 10min. Die Abscheidungsgeschwindigkeit ist bis nahe an die Erschöpfung des Bades heran nahezu konstant. Die Badbelastung liegt zwischen 1 und 10dm2/l.
Nach Erreichen einer gewünschten Schichtdicke des Goldes werden die Scheiben aus dem Goldbad genommen, gespült und getrocknet. Es lassen sich überraschenderweise Si-Scheiben mit p-Leitung ebenso vergolden wie solche mit η-Leitung. Die Dotierungen können dabei für
p-Leitung> 1014 Atome cm~3
n-Leitung> 1014 Atome cm"3
betragen. Es können mit ein und demselben Bad gleichzeitig p- und η-leitende Bereiche vergoldet werden oder beispieltsweise solche, die p-leitend sind jedoch stellenweise an Kristallfehlern Dotierungskonzentrationen aufweisen, die um zwei Größenordnungen unterschiedlich sind. Es ist ein weiterer Vorteil des Verfahrens, daß passivierte oder abgedeckte Bereiche der im Scheibenverband erzeugten Bauelementechips nicht mitvergoldet werden.
Ausführungsbeispiel
Essollen Siliziumscheiben mit p-Leitungstyp und einer Oberflächenkonzentration von 2 · 1020 Atome/cm3 einseitig vergoldet werden. Die Scheiben werden einseitig mit einem Schutzlack abgedeckt und anschließend für die Dauer von lOsecin ein Bad aus 25%iger Flußsäure getaucht und anschließend 30see in fließendem ionisiertem Wassear gespült. Danach werden die Scheiben 60see in ein Gefäß mit deionisiertem Wasser gebracht, dessen Temperatur 90°C beträgt. Aus diesem Gefäß kommen die Scheiben unverzüglich in ein Goldbad, dessen Temperatur 82°C beträgt und das folgende Zusammensetzung aufweist:
GoWaIsNa3Au(SO3J2 0,6 g/l
HCHO 0,1 g/l
Na2SO3 8,0 g/l
NH2-CH2-CH2-NH2 0,75 g/l
Ethylendiamintetraessigsäure
Di-Natriumsalz 1,0 g/l
KBr 1,0 g/l
TINO3 15mg/l
pH-Wert 12,0
Die Badbelastung beträgt 5dm2/l. Nach einer Vergoldungsdauer von 30see werden die Scheiben dem Bad entnommen, in deionisiertem Wasser gespült und in einer Zentrifuge getrocknet Die erhaltenen Goldschichten sind sehr gleichmäßig, obwohl die Siliziumoberflächen punktförmig Dotierungsunterschiede von zwei Größenordnungen aufweisen.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur selektiven Vergoldung von Siliziumoberflächen, dadurch gekennzeichnet, daß die Siliziumscheiben für die Dauer von 5 bis 60see in ein Bad aus 25%iger Flußsäure gebracht, anschließend in deionisiertem Wasser gespült und danach in einem Gefäß mit deionisiertem Wasser auf eine Temperatur zwischen 800C und 100°C erwärmt, unverzüglich in ein Vergoldungsbad gebracht werden, das eine Temperatur zwischen 82°C und 98°C und folgende Zusammensetzung aufweist:
    Gold 0,6 g/l
    als Na3Au(So3J2
    HCHO 0,9... 1,1 g/l "
    Na2SO3 7,7... 8,3 g/l
    Ethylendiamin 0,7... 0,8 g/l
    Ethylendiamintetraessigsäure
    di-Natriumsalz * 0,9...1,0g/l
    KBr 0,8... 1,2 g/l
    TINO3 1...10mg/l
    pH-Wert des Bades 10-13
DD28539085A 1985-12-24 1985-12-24 Verfahren zur vergoldung von si-oberflaechen DD244767B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD28539085A DD244767B1 (de) 1985-12-24 1985-12-24 Verfahren zur vergoldung von si-oberflaechen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD28539085A DD244767B1 (de) 1985-12-24 1985-12-24 Verfahren zur vergoldung von si-oberflaechen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DD244767A1 true DD244767A1 (de) 1987-04-15
DD244767B1 DD244767B1 (de) 1990-08-08

Family

ID=5575196

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD28539085A DD244767B1 (de) 1985-12-24 1985-12-24 Verfahren zur vergoldung von si-oberflaechen

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD244767B1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19745797A1 (de) * 1997-10-16 1999-04-22 Bosch Gmbh Robert Stromlose Vergoldungslösung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19745797A1 (de) * 1997-10-16 1999-04-22 Bosch Gmbh Robert Stromlose Vergoldungslösung
DE19745797C2 (de) * 1997-10-16 2001-11-08 Bosch Gmbh Robert Lösung und Verfahren zum stromlosen Vergolden

Also Published As

Publication number Publication date
DD244767B1 (de) 1990-08-08

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3640028C1 (de) Saures Bad fuer das stromlose Abscheiden von Goldschichten
DE3827893C2 (de)
DE2447670B2 (de) Verfahren zum selektiven aetzen einer auf einem substrat befindlichen siliciumoxidschicht
DE3343052C2 (de) Verfahren zum stromlosen Vergolden eines metallisierten Keramik-Substrats
DD244767A1 (de) Verfahren zur vergoldung von si-oberflaechen
DE1209844B (de) Loesung zum Mattaetzen von Halbleiterkoerpern
DE1289381B (de) Verfahren zum chemischen Polieren von Kupfer und Kupferlegierungen
DD244768B1 (de) Verfahren zur erhaltung der loetfaehigkeit von nickelschichten
DE1814055A1 (de) Verfahren zur Vorbehandlung von insbesondere dielektrischen Traegern vor der stromlosen Metallabscheidung
DE1521123B2 (de) Verfahren zum vorbehandeln einer nichtmetallischen oberflaeche vor einer anschliessenden metallisierung
DE1521123C3 (de) Verfahren zum Vorbehandeln einer nichtmetallischen Oberfläche vor einer anschließenden Metallisierung
DE2207425A1 (de) Verfahren zur vorbehandlung von kunststoffen fuer das metallisieren
DE2550597B2 (de) Verfahren zur vorbehandlung von kunststoffoberflaechen und kunststoffartikeln vor dem aufbringen von festhaftenden metallschichten
DE1621207B2 (de) Wäßriges Bad und Verfahren zur Bekeimung von Kunststoffoberflächen mit Palladium
DE1446254C (de) Verfahren zur chemischen Vernickelung
DE1621207C3 (de) Wäßriges Bad und Verfahren zur Bekeimung von Kunststoffoberflächen mit Palladium
EP0917598A1 (de) Stromlose, selektive metallisierung strukturierter metalloberflächen
DE1621393C (de) Verfahren zum Präparieren dotierter Oberflachenbereiche eines Sihziumkorpers
DE1927584C3 (de) Verfahren zum stromlosen Abscheiden von Gold auf einem metallischen Werkstück
DE2538449A1 (de) Verfahren zur herstellung eines kontaktes an einem halbleiterbauelement
DE1621393A1 (de) Verfahren zum Beschichten von Halbleitermaterialien
DD150762B1 (de) Cyanidfreies bad fuer die stromlose goldabscheidung
DD215588A1 (de) Verfahren zum chemischen vernickeln von wolfram- oder molybdaenkoerpern
PL81335B1 (de)
DE1446254B2 (de) Verfahren zur chemischen vernickelung

Legal Events

Date Code Title Description
UW Conversion of economic patent into exclusive patent
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee