DD245244A1 - Scheiben-drehverbindung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Scheibendrehverbindung in axialer Anordnung zur Uebertragung gasfoermiger oder fluessiger Medien von stationaeren Rohrleitungen auf solche, die mit einem sich drehenden Koerper verbunden sind, vorzugsweise zur Zu- und Abfuehrung von Kuehlwasser zu einem mit dem Mantel einer Kuehltrommel verbundenen Waermetauscher. Ziel der Erfindung ist es, Kontakte zwischen dem Kuehlmedium und dem zu kuehlenden Stoff und Abwaermeverluste zu vermeiden. Erfindungsgemaess wird ein mit Zu- und Abfuehrungskanaelen versehener zylindrischer Schaft mit einem Scheibenkopf in einer ebenfalls mit Zu- und Abfuehrungskanaelen versehenen zylindrischen Kammer drehbar und an der Stirn- und Rueckenseite des Scheibenkopfes abgedichtet gelagert.
Description
Die Erfindung betrifft eine Doppelrdhr-Drehverbindung in axialer Anordnung zur Übertragung gasförmiger oder flüssiger Medien von stationären Rohrleitungen auf solche, die mit einem sich drehenden Körper verbunden sind, vorzugsweise zur Zu- und Abführung von Kühlwasser zu einem mit dem Mantel einer Carbid-Kühltrommel verbundenen Wärmetauscher.
Bei der Herstellung von Calciumcarbid wird das mit etwa 20000C den Carbidofen verlassende schmelzflüssige Carbid in rotierenden Trommeln abgekühlt. Zur schnelleren Abkühlung derselben, insbesondere aber um ein Durchbrennen der Trommelwandung zu vermeiden, werden diese Trommeln in einem Bereich, der von der Carbidaustragsseite abgetrennt ist, mit Kühlwasser besprüht bzw. beregnet. Eine Rückgewinnung der vom Kühlwasser aufgenommenen Wärmeenergie erfolgt dabei nicht. Der Anordnung von Wärmetauschern auf der Kühltrommel bzw. die Ausbildung der Trommelwandung als Wärmetauscher, der eine Wärmerückgewinnung gewährleisten würde, stand bisher entgegen, da das Ab- und Zuführen des Kühlmediums zweckmäßig in der Nähe des Carbidaustrages aus der Trommel erfolgen müßte, daß Undichtigkeiten zur Entstehung von Äthylengas führen würde.
Es ist gemäß DD-PS 152179 eine solche axial anzuordnende Drehverbindung für das Zuführen von zwei verschiedenen Gasströmen bekannt, bei der um ein Zentralrohr, welches den Hauptstrom überträgt, beiderseits der gemeinsamen Trennstelle das Zentralrohr umgebenden Kammern zur Übertragung des Nebenstromes angeordnet sind. Die Trennstelle dieser Drehverbindung für zwei unterschiedliche Gasströme ist in einer Ebene angeordnet und so ausgebildet, daß die Schnittflächen der Wandung der Ringkammer an die Ringe einer Kugeldrehverbindung angeschlossen sind, während über der gesamten Stoßstelle eine Dichtung angerodnet ist, welche im Bereich der. Ringkammer Durchbrüche besitzt, durch die der Gasstrom aus dem stationären Teil in den sich drehenden Teil eintritt.
Diese Doppelrohr-Drehverbindung besitzt für den Einsatz bei Carbid-Kühltrommeln, welche starken thermischen Verformungen unterliegen und bei denen ein Austreten von unter Druck stehenden Kühlwasser in Verbindung mit dem nicht zu vermeidenden Vorhandensein von Calcium-Carbidstäuben zur Gasbildung führt zu Nachteilen dadurch, daß die aus der Verformung der Carbidkühltrommel hervorgerufenen Biegespannungen und auch Axialkräfte durch die Drehverbindung zu übertragen sind, was eine stabile Ausbildung erfordert und sich auf die Lebensdauer derselben, insbesondere aber auf deren Dichtheit negativ auswirkt.
In der DE-AS 1558031 ist eine weitere solche für das Zu- bzw. Abführen eines flüssigen Heizmediums zu einem Röhrendrehrohrofen dargelegt. Diese Doppelrohr-Drehverbindung besteht dabei aus einem an einem Ende verschlossenen Rohrstück, welches zwei Ringkammern trägt, an denen die stationären Rohre angeschlossen sind. In diesem Rohrstück ist ein aus zwei ineinander angeordneten Rohren bestehendes Doppelkammerrohr drehbar und abdichtend so gelagert, daß eine der Ringkammern mit dem Mantelrohr desselben in Verbindung steht. An dem aus dem Rohrstück herausragenden Teil des Doppelkammerrohres sind die zum mitdrehenden Wärmetauscher führenden Rohre angeschlossen. Nachteilig für diese Lösung ist, daß der Mediendurchtritt aus der jeweiligen Ringkammer in die Kammerfür das zentrische Rohr bzw. das Mantelrohr jeweils über eine Vielzahl von Öffnungen im Rohrmantel erfolgt, was zwangsläufig Strömungswiderstände bewirkt. Ein weiterer Nachteil, der dort deutlich wird, wo bei vorhandenen Carbidkühltrommeln ein Wärmetauscher nachgerüstet werden soll, besteht in der Baulänge der bekannten Drehverbindungen, die dort deren Einsatz verhindert, wo keine ausreichenden Platzverhältnisse vorliegen.
Ziel der Erfindung,-,
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zur axialen Zu- und Abführung von Kühlwasser zu einem mit einer rotierenden Kühltrommel in fester Verbindung stehenden Wärmetauscher, die den Austritt von Kühlwasser mit den Folgen der Bildung explosionsfähiger Gase mit Sicherheit vermeidet und mittels deren Anwendung Wärmeverluste gesenkt werden können. . . . '.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrundeteine Drehverbindung zur Übertragung mehrerer Medienströme in kurzer Ausführung für eine zu dieser geneigt liegenden Drehtrommel zu schaffen, die eine gegen das Austreten des Kühlmediums geschützte Drehstelle aufweist und die auch geringe Kräfte der Trommel aufzunehmen in der Lage ist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein mit Zu- und Abführungskanälen versehener Schaft mit einem Scheibenkopf in einer ebenfalls mit Zu- und Abführungskanälen versehenen zylindrischen Kammer drehbar und an der Stirn- und Rückenseite des Scheibenkopfes abgedichtet gelagert ist. Es ist zweckmäßig, einen der Zu- und Abführungskanäle an der Mantelfläche und an den anderen an der Stirnseite des Scheibenkopfes münden zu lassen. Die Mündungen der Zu- und Abführungskanäle sind in der zylindrischen Kammer vorteilhaft im Zentrum und seitlich angeordnet. Der Scheibenkopf wird in der zylindrischen Kammer mittels einer Arretierscheibe gesichert und durch Ringdichtungen an der Stirn- und Rückseite des Scheibenkopfes abgedichtet.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten zur Scheibendrehverbindung hin geneigt angeordneten Kühltrommel erläutert. Die beigefügte Zeichnung zeigt einen Schnitt durch die Scheibendrehverbindung. An dem Boden einer Carbidkühltrommel 1 ist zentrisch ein Grundkörper 2 angeschlossen, in dem eine zylindrische Kammer 3 ausgespart ist. In diese zylindrische Kammer 3 mündet je ein Zu-und Abführungskanal 4 für das Kühlmedium. Während der eine der Zu- und Abführungskanäle 4 zentrisch in der zylindrischen Kammer 3 mündet, ist die Mündung des anderen im Bereich der Außen wand u ng der zylindrischen Kammer 3 angeordnet. In der zylindrischen Kammer 3 ist ein mit einem Schaft 5 verbundener Scheibenkopf 6 abgedichtet und drehbar gelagert. Zwischen der Stirnseite des Scheiben kopfes 6 und der zylindrischen Kammer 3 ist eine Ringdichtung 9 angebracht. In dem Schaft 5 sind ebenfalls Zu- und Abführungskanäle 7 für das Kühlmedium angeordnet, von denen einer zentrisch an der Stirnseite, der andere dagegen an der Mantelfläche des Scheibenkopfes 6 mündet. Der Scheibenkopf 6 wird mittels einer Arretierscheibe 8, die mit dem Grundkörper 2 fest verbunden ist, in die zylindrische .Kammer 3 gepreßt. Zwischen der Rückseite des Scheibenkopfes 6 und der Arretierscheibe 8 ist eine die gesamte zylindrische Kammer 3 überdeckende Dichtung 10 angeordnet. Die zylindrische Kammer 3 ist erheblich größer als der Scheibenkopf 6 ausgearbeitet, so daß auch größere seitliche Bewegungen in radialer Richtung problemlos ausgeglichen werden können, ohne daß die Dichtheit der Scheibendrehverbindung beeinträchtigt wird.
Claims (5)
1. Scheiben-Drehverbindung in axialer Anordnung zur Zu- bzw. Abführung flüssiger oder gasförmiger Medien von mindestens zwei stationären auf mindestens zwei zu diesen eine Drehbewegung ausführende Rohrleitung oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Zu- und Abführungskanälen (4) versehener Schaft (5) mit einem Scheibenkopf (6) in einer ebenfalls mit Zu- und Abführungskanälen (7) versehenen zylindrischen Kammer (3) drehbar und an der Stirn- und Rückseite des Scheibenkopfes (6) abgedichtet gelagert ist.
2. Scheiben-Drehverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Zu- und Abführungskanäle (7) an der Mantelfläche und der andere an der Stirnseite des Scheibenkopfes (6) mündet.
3. Scheiben-Drehverbindung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Zu- und Abführungskanäle (4) im Zentrum der zylindrischen Kammer (3), der andere seitlich in die Kammer (3) einmündet.
4. Scheiben-Drehverbindung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Stirnseite und der Rückseite des Scheibenkopfes (6) je eine Ringdichtung {9; 10) angeordnet ist, und der Scheibenkopf (6) mittels einer Arretierscheibe (8) gesichert ist.
5. Scheiben-Drehverbindung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (5) in der Arretierscheibe (8) und des Scheibenkopfes (6) in der Kammer (3) mit radialem Spiel gelagert ist.
Hierzu 1 Seite Zeichnung
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| DD245244A1 true DD245244A1 (de) | 1987-04-29 |
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