DD245360A1 - Dentalmantel und verfahren zu seiner herstellung fuer kuenstlichen zahnersatz - Google Patents

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DD245360A1
DD245360A1 DD28581385A DD28581385A DD245360A1 DD 245360 A1 DD245360 A1 DD 245360A1 DD 28581385 A DD28581385 A DD 28581385A DD 28581385 A DD28581385 A DD 28581385A DD 245360 A1 DD245360 A1 DD 245360A1
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Gerhard Gehre
Dietrich Goetz
Renate Lorenz
Rainer Korf
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Medizin Labortechnik Veb K
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Dentalmaterial fuer den Aufbau von ganzkeramischen Zahnersatzkronen und -bruecken sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung. Ziel und Aufgabe sind ein Dentalmaterial mit einem solchen thermisch linearen Ausdehnungskoeffizienten anzugeben, dass eine stabile und dauerhafte Verbindung zwischen diesem, einem Aluminiumoxid-Verstaerkungsprofil und einer weiteren aufbrennbaren keramischen Dentinmasse erreicht wird. Das Dentalmaterial besteht aus einer silikatischen Grundschmelze, die einen Teil Al2O3 chemisch gebunden enthaelt, und einem kristallinen wasserfreien a-Aluminiumoxid. Es wird ein technologisches Herstellungsverfahren fuer dieses Gemisch angegeben. In einem Dentallabor wird dieses zur Herstellung von Kronenkernen und zum Aufbau von Bruecken mit Aluminiumoxid-Verstaerkungsprofilen, auf den Brueckenkerne aufmodelliert werden, verwendet. Auf die Kronen- und Brueckenkerne wird eine an sich bekannte keramische Dentinmasse aufgebaut.

Description

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Dentalmaterial aus einem Zweikomponentengemisch gebildet ist, deren eine Komponente eine flußmittelenthaltende silikatische GrundschmeJze ist, die einen Teil Aluminiumoxid chemisch gebunden enthält, und deren andere Komponente ein wasserfreies «-Aluminiumoxid ist, und daß das Dentalmaterial im ungebrannten Zustand folgende chemische Zusammensetzung aufweist:
40,0-43,0 Gew.-% SiO2
50,0-54,0 Gew.-% AI2O3
0,1-0,15 Gew.-% CaO
1,0-1,2Gew.-%Na2O
3,5-4,0 Gew.-% K2O
0,1-0,15 Gew.-% MgO ' . .
1,0-1,2 Gew.-% Li2O.
Das a-Aluminiumoxid weist einen Kristallitdurchmesservon3 bis 60μηη mit einem mittleren Durchmesser von 20μιη auf. Sein Anteil am Versatz beträgt 44 bis 46,5Gew.-%.
Das Verfahren zu Herstellung des Dentalmaterials ist gekennzeichnet dadurch, daß eine Feldspat/Quarzschmelze bei oxydierendem Brand mit Temperaturen T = 12000C bis 12300C und einer Zeitdauert = 15 bis 18 Stunden hergestellt wird, die gemahlen und klassiert wird. Anschließend erfolgt der Versatz mit dem Flußmittel Lithiumcarbonat, ein Sinterprozeß bei Temperaturen T = 1200°Cbis 12300C und einer Zeitdauert = 20 bis 30 min sowie ein weiteres Mahlen und Klassieren. Die pulverisierte Grundschmelze wird mit dem kristallinen a-Aluminiumoxid gemischt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
Das für den Kronen- und Brückenaufbau zu verwendende Dentalmaterial ist ein Zweikomponentengemisch, bestehend aus einer silikatischen Grundschmelze und einem wasserfreien a-Aluminiumoxid. Der technologische Prozeß verläuft zunächst über die Herstellung einer Feldspat/Quarzschmelze die in einem oxydierenden Brand bei Temperaturen T = 12ΟΟΤΌ"ο0Π2°ε und einer Zeitdauert = 15 bis 18 Stunden gef rittet wird. Nach dem Mahlen und Klassieren der Schmelze zu einer Korngröße s 0,06 mm schließt sich ein Versatz mit einem Flußmittel, Lithiumcarbonat, an. Diesem folgt ein Sinterprozeß in einem Elektroschmelzofen bei Temperaturen T = 120O0C-123O0C und einer Zeitdauert = 20-30 min. Diese Masse wird wiederum gemahlen und klassiert zu einer Korngröße < 0,06mm. Sie zeichnet sich durch gute Fließeigenschaften und wesentlich reduzierte Brenntemperaturen gegenüber der Ausgangsschmelze aus. Die silikatische Grundschmelze besteht aus 77-78 Gew.-% SiO2,10,5-11 Gew.-% AI2O3, 0,18-0,2 Gew.-% CaO, 1,8-2,0 Gew.-% Na20,6,9-7,3 Gew.-% K20,0,2-0,25 Gew.-% MgO sowie 1,85-2,1 Gew.-% Li2O. Diese wird mit einem kristallinen wasserfreien a-Aluminiumoxid gemischt. Der Kristallitdurchmesser des a-Aluminiumoxids liegt zwischen 3 und 60/Ain bei einem mittleren Durchmesser von 20^m. Seiri Anteil am Versatz beträgt 44 bis 46,5Gew.-%. Dieses pulverförmige Dentalmaterial wird in einem Dentallabor zum Aufbau von Kronen und Brücken angewandt
Bei der Verarbeitung des erfindungsgemäßen Dentalmaterials im zahntechnischen Labor zeichnet sich dieses während der brandähnlichen Aufheizung im Vakuumbrennofen durch gute benetzende Eigenschaften aus, sowohl die Benetzung einer Platinfolie, die als zahntechnisches Hilfsmittel zum Aufbau einer Krone dient, die Benetzung des Aluminiumoxid-Verstärkerprofils zum Aufbau einer Brücke als auch das kristalline a-Aluminiumoxid während des Sinterprozesses innerhalb der Zweikomponentenmischung betreffend. Die brandähnliche Aufheizung im Vakuumbrennofen führt zu keiner qualitativen oder quantitativen Veränderung der kristallinen Phase. Die Phasenkonstanz des Dentalmaterials konnte auf erhitzungsröntgenografischem Wege nachgewiesen werden. Die Eigenfestigkeit der Masse bleibt erhalten
Das erfindungsgemäße Dentalmaterial zeichnet sich bei seiner Verarbeitung im Dentallabor durch gute Modellierfähigkeit, Standfestigkeit im Brand — das Brenngut weist gute Kantenschärfe und Achsenkonstanz auf —, niedrige Schrumpfung, ein spannungsarmes Verhalten und gute Opakereigenschaften aus. Einzelkronen und insbesondere Brücken weisen eine hohe Verbund- und Bruchfestigkeit auf. Rißbildungen, die die Restauration unbrauchbar machen, werden weitgehend vermieden. Die Bruchlast einer Einzelkrone beträgt 678 N, die einer dreigliedrigen Vollkeramikbrücke 327 N.

Claims (3)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Deritalmaterial für den Aufbau von ganzkeramischen Zahnersatzkronen und -brücken, bestehend aus einer silikatischen Grundschmelze mit verstärkendem Aluminiumoxid, gekennzeichnet dadurch, daß das Dentalmaterial aus einem Zweikomponentengemisch, bestehend aus einer flußmittelenthaltenden silikatischen Grundschmelze, die einen Teil Aluminiumoxid chemisch gebunden enthält, und aus einem wasserfreien a-Aluminiumoxid, gebildet ist und im ungebrannten Zustand folgende chemische Zusammensetzung aufweist:
    40-^43 Gew.-% SiO2
    50-54Gew.-% AI2O3
    0,1-0,15Gew.-%CaO
    1,0-1,2 Gew.-% Na2O
    3,5-4,0 Gew.-% K2O
    0,1-0,15Gew.-%MgO
    1,0-1,2Gew.-% Li2O.
  2. 2. Dentalmaterial nach Punkt ^gekennzeichnetdadurch,daßdasa-Aluminiumoxid einen Kristallitdurchmesservon 3bis60μπ\ mit einem mittleren Durchmesser von 20μΐη aufweist und dessen Anteil am Versatz 44 bis 46,5Gew.-% beträgt.
  3. 3. Verfahren zur industriellen Herstellung des Dentalmaterials nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß eine Feldspat/ Quarzschmelze bei oxydierendem Brand mit Temperaturen T = 12000C bis 12300C und einer Zeitdauer t = 15-18 Stunden hergestellt wird, nach deren Mahlen und Klassieren der Versatz mit dem Flußmittel Lithiumcarbonat, ein Sinterprozeß bei Temperaturen T = 12000C bis 12300C und einer Zeitdauert = 20 bis 30 min sowie ein weiteres Mahlen und Klassieren folgt und daß die pulverisierte Grundschmelze mit dem kristallinen wasserfreien a-Aluminiumoxid gemischt wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Dentalmaterial für den Aufbau ganzkeramischer Zahnersatzkronen und -brücken, bestehend aus einer silikatischen Grundschmelze mit verstärkendem Aluminiumoxid, sowie ein Verfahren zur Herstellung des Dentalmaterials.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Die Verwendung von keramischen Werkstoffen auf der Basis von Aluminiumoxid, Siliziumnitriden und -karbiden sowie Boriden ist erheblich verstärkt worden. Ursache dafür sind ihre guten Korrosions-, Verschleiß- und Hochtemperatureigenschaften sowie ihre Biokompatibilität. Vor allem letzteres Merkmal ist ein wesentlicher Ausgangspunkt, daß die bioinerte Oxidkeramik Eingang in die Zahnheilkunde und dabei vorzugsweise in die Prothetik gefunden hat.
    Der Anwendung der hochreinen Aluminiumoxidkeramik sind durch die für den Brand erforderlichen hohen Temperaturen von ca. 18000C im herkömmlichen zahntechnischen Labor Grenzen gesetzt.
    Nach der DE-AS 1296301 ist ein Verfahren zum Herstellen von Dentalprodukten und Dentalersatz bekannt, bestehend aus einer feuerfesten Oxidmasse, die wenigstens 60 Gew.-% Aluminiumoxid, Titanoxid oderZirkondioxid oder ein Gemisch derselben enthält, und der Rest hauptsächlich Siliziumoxid ist. Die Masse wird in die gewünschte Form gebracht und bei einerTemperatur zwischen 13000C und 17500C unter Sinterung und Rekristallisieren des Oxids gebrannt und anschließend wird eine Schicht Zahnporzellan oder Tonerdeporzellan auf den Oxidkörper aufgebrannt.'
    Das in der DE-OS 1491042 vorgeschlagene Dentalmaterial besteht aus einem feuerfesten Oxid und einem glasbildenden Material. Das erfindungsgemäße Gemisch enthält 20 bis 75Gew.-% der schwerschmelzbaren Oxide Aluminiumoxid und/oder Titanoxid und/oder Zirkonoxid in einer Teilchengröße von 10μΐη bis 200 μηη sowie ein matrixbildendes Material aus Feldspat, Borsilikatglas oder Dentalporzellan. Das Oxid kann ausschließlich rekristallisiert oder vorgeschmolzenes Aluminiumoxid sein. Das calcinierte Aluminiumoxid wird im Lichtbogenofen geschmolzen, zu Körnern gemahlen, mit dem pulverförmigen Dentalporzellan gemischt und anschließend in Formen gebracht und gebrannt.
    Ziel der Erfindung
    Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Dentalmaterial mit höherer mechanischer Bruchfestigkeit, guter Modellierfähigkeit, einem spannungsarmen Verhalten und guten Opakefeigenschaften zu entwickeln, um den Nachteil der Bruchgefährdung von Dentalkeramik für festsitzenden Zahnersatz unter Mundhöhleneinflüssen zu reduzieren und diesem ein hohes optischästhetisches Aussehen zu verleihen.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Aufgabe der Erfindung ist es, ein Dentalmaterial mit verstärkenden Aluminiumoxid-Kristalliten herzustellen, das einen solchen thermisch linearen Ausdehnungskoeffizienten aufweist, daß eine stabilere Verbindung zwischen dem Dentalmaterial und einer weiteren aufzubrennenden mittelschmelzenden keramischen Dentinmasse und mit Armierungsprofilkörpern aus Aluminiumoxid erreichbar ist. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung des Dentalmateriäls für festsitzenden Zahnersatz mit einem verbesserten und dauerhaften Verbund anzugeben.
DD28581385A 1985-12-31 1985-12-31 Dentalmaterial fuer kuenstlichen zahnersatz und verfahren zur seiner herstellung DD245360B1 (de)

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