DD245470A1 - Verfahren und anordnung zur aufbereitung von vorgebrochener rohbraunkohle fuer eine kohlenstaubfeuerung - Google Patents

Verfahren und anordnung zur aufbereitung von vorgebrochener rohbraunkohle fuer eine kohlenstaubfeuerung Download PDF

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DD245470A1
DD245470A1 DD28676086A DD28676086A DD245470A1 DD 245470 A1 DD245470 A1 DD 245470A1 DD 28676086 A DD28676086 A DD 28676086A DD 28676086 A DD28676086 A DD 28676086A DD 245470 A1 DD245470 A1 DD 245470A1
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Kurt Stroeer
Dieter Koritz
Friedrich Bude
Winfried Bulkow
Wolfgang Litsche
Reinhard Richter
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Luebbenau Vetschau Kraftwerke
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Aufbereitung von gebrochener Rohbraunkohle fuer eine Kohlenstaubfeuerung, wobei die Aufbereitung direkt durch das Prozessmedium der Kohlenstaubfeuerung erfolgen soll. Dies wird dadurch erreicht, dass die zerkleinerte Rohbraunkohle in einer Fallstrecke mittels einem Feststoffteilchen aufweisenden Prozessmedium der Kohlenstaubfeuerung durch Impulsaustausch verwirbelt, aufgetrochnet und entstaubt wird, wobei nach Zuteiler ein von einem Prozessmedium der Kohlenstaubfeuerung beaufschlagter Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht angeordnet ist. Fig. 1

Description

Hierzu 6 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Aufbereitung von vorgebrochener Rohbraunkohle für eine Kohlenstaubfeuerung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Mit der zunehmenden Verringerung des Heizwertes von Rohbraunkohle aufgrund des sich ständig erhöhenden Ballastanteils und des zunehmenden Wassergehalts sinkt die Mühlenleistung in den bestehenden Kohlenstaubfeuerungen immer mehr.
Eine wirksame Maßnahme zur Erhöhung der Mühlenleistung trotz verringertem Heizwert stellt die weitere Zerkleinerung und Trocknung der vorzerkleinerten Rohbraunkohle vor Aufgabe in den Fallschicht (oder Sichter) der Kohlenstaubmühle dar, wobei ein Feinstaubabzug mit Verbrennung in der Brennkammer erfolgt.
Obwohl dafür eine Vielzahl von Lösungen bekannt ist, so stellen diese einen hohen anlagentechnischen und energetischen Aufwand dar, weil in allen Fällen eine zweistufige Zerkleinerung in Mahltrocknungsanlagen erfolgt.
Darüber hinaus tritt ein hoher Verschleiß der Kohlenstaubmühlen aufgrund des großen Mahlgutumlaufes ein.
Eine Trocknung und Sichtung in besonderen Anlagen mittels Dampf, Rauchgasen oder Heißluft erfordert hohe anlagentechnische und energetische Aufwendungen, ohne daß eine wesentliche Verbesserung des Gesamtprozesses, insbesondere aufgrund des hohen Verschleißes, eingetreten ist.
Die Anordnung von Entstaubungsanlagen vor Kohlenstaubmühle ist beim Einsatz von Rohbraunkohle mit hohem Wasseranteil nicht anwendbar.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, einen einfachen anlagentechnischen, kostengünstigen energetischen und in bestehenden Anlagen ohne weiteres einbindbaren Prozeß der Aufbereitung von vorgebrochener Rohbraunkohle zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgebrochene Rohbraunkohle direkt durch ein Prozeßmedium aufzubereiten. Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß die zerkleinerte Rohbraunkohle in einer Fallstrecke mittels einem Feststoffteilchen aufweisenden Prozeßmedium der Kohlenstaubfeuerung durch Impulsaustausch verwirbelt, aufgetrocknet und entstaubt wird. Zur Realisierung ist erfindungsgemäß nach Zuteiler eine von einem Prozeßmedium der Kohlenstaubfeuerung beaufschlagter Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht angeordnet, wobei als Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht eine gesonderte Kammer oder im Kohlenstaubkanal nach Kohlenstaubmühle eine Fallstrecke oder der Zuteiler in den Sichter oder in den Austragkanal der Kohlenstaubmühle eingebunden ist.
Ausführungsbeispiel '
An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt:
Fig. 1: die Anordnung eines gesonderten Schachtes in der Kohlenstaubfeuerung mit im Schacht eingebundenen, das Prozeßmedium führenden Düsen und angeordneten Wirblern;
Fig. 2: die Anordnung einer gesonderten Kammer in der Kohlenstaubfeuerung mit in der Kammer angeordnetem Sieb; Fig. 3: die Anordnung eines gesonderten Schachtes in der Kohlenstaubfeuerung mit im Schacht eingebundenen, das Prozeßmedium ansaugenden Ejektordüsen;
Fig.4: die Anordnung eines gesonderten Schachtes in der Kohlenstaubfeuerung mit im Schacht angeordneten Einbauten; Fig. 5: die Einbindung des Schachtes in die Kohlenstaubfeuerung über einen Zyklon; Fig.6: die Einbindung des Schachtes in die Kohlenstaubfeuerung .über einen im Abgas-Bypaß liegenden Zyklon; Fig.7: die Einbindung des Zuteilers in den Sichter der Kohlenstaubmühle;
Fig.8: die Einbindung des Zuteilers in den als Bypaß angeordneten Austragkanal der Kohlenstaubmühle; Fig.9: die Einbindung des Zuteilers in den Kohlenstaubkanal nach Kohlenstaubmühle.
Nach Zuteiler 1 ist der Kohlekanal 2 in den Fallschacht 3 eingebunden (Fig. 1). Der Kohlekanal 2 weist die Umstelleinrichtung 4 auf, die über den Kohlekanal 5 mit dem Kanal 6 verbunden ist. Mit dem Schacht 6 ist der in den Rauchgaszug 8 eingebundene Lüfter 7 verbunden. Der Schachte ist über die Wirbler 9 mit dem Wirbel-, Trocken- und Entstaubungssschacht 10 verbunden. In diesem Schacht 10 sind Einbauten 11 und die Düsen 12 angeordnet. Die mit dem Lüfter 7 verbundenen Düsen 12 sind in Gegenstromrichtung geneigt angeordnet.
Der Schacht 10 weist in seinem Ausgang den Wirbler 13 auf und ist einerseits über dem Kanal 14 mit dem Fallschacht 3 und andererseits über dem Kanal 15 mit der Brennkammer 16 verbunden. In den Fallschacht 3 ist die Rauchgasrücksaugung 17 der Brennkammer 16 eingebunden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die gebrochene Rohbraunkohle gelangt wahlweise über den Kohiekanal 2 direkt in den Fallschacht 3 sowie ganz oder teilweise über die Umstelleinrichtung 4 und den Kohlekanal 5 in den Kanal 6. Im Schacht 6 wird die Rohbraunkohle durch die vom Lüfter 7 aus dem Rauchgaszug 8 angesaugten Rauchgase vorgetrocknet und zum Wirbler 9 gefördert. Durch den Wirbler 9 wird die Rohbraunkohle aufgewirbelt, so daß die feinen Teile von den groben Teilen getrennt werden sowie eine relativ gleichmäßige Kohleverteilung über die Schachtfläche erfolgt. Der gesamte Rohbraunkohlestrom durchlauft den Schacht 10, wobei durch die Einbauten 11 weitere feine Teile abgetrennt und in der Fallbewegung verändert werden. Durch die über den Schacht 6 und über die Düsen 12 eingebrachten Rauchgase erfolgt eine Auftrocknung der feinen Teile. Durch den Wirbler 13 erfolgt eine Entstaubung des Gesamtgemisches, so daß die feinen aufgetrockneten Teile über den Kanal 15 der Brennkammer 16 zugeführt werden und dort stabil zünden sowie verbrennen. Die Zuführung der feinen aufgetrockneten Teile kann auch über gesonderte Brenner erfolgen.
Die vorgetrockneten groben Teile gelangen über den Kanal 14 in den Fallschacht 3, werden dort weiter aufgetrocknet und der Kohlenstaubmühle zugeführt.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. Abtrennung und Auftrocknung der feinen Teile vor Kohlenstaubmühle und damit stabile Verbrennung, ohne die Kohlenstaubmühle zu belasten.
2. Vortrocknung der groben Teile, so daß im Fallschacht eine verbesserte Auftrocknung erfolgt.
3. Durch die Einbauten wird die gut aufgetrocknete Oberflächenschicht der Kohlestückchen ständig abgespalten.
4. Das abgekühlte Trocknungsgas mit hohem Brüdenanteil belastet nicht den Brennerflammenbereich der Brennkammern.
5. Entlastung der Mühle durch Abspaltung der Feinstaubmasse der Rohbraunkohle.
Der Zuteiler 1 ist in den Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht 10 eingebunden (Fig. 2). In den Schacht 10 ist der Lüfter 7 über das Düsensystem 34 eingebunden. Innerhalb des Schachtes 10 ist das Sieb 18 angeordnet. Der Schacht 10 ist über den Kanal 15 mit dem in der Kohlenstaub-Hauptbrenner-Gruppe 19 angeordneten Brenner 20 und über den Kanal 14 mit dem Fallschacht 3 verbunden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Vom Zuteiler 1 gelangt die vo'rgebrochene Rohbraunkohle in den Schacht 10 und wird dort durch den über den Lüfter 7 eingebrachten Rauchgasstrom aufgewirbelt, die feinen Teile abgetrennt. Die aufgetrockneten feinen Teile gelangen über das Sieb 18 in den Kanal 15 und von dort in den Brenner, wo diese stabil zünden und verbrennen.
Die Anordnung des Feinstaubbrenners 20 zwischen den Hauptbrennern 19 sichert auch bei Staubmengenüberlastung eine sichere Zündung und Verbrennung innerhalb der Hauptbrennerflamme.
Die vorgetrockneten groben Teile gelangen über den Kanal 14 in den Fallschacht 3, wo diese weiter aufgetrocknet und danach der Kohlenstaubmühle zugeführt werden.
Der Zuteiler 1 ist über die Umstelleinrichtung 4, Kanal 5 und Schleuse 24 mit dem Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht 10 und über den Kanal 2 mit dem Fallschacht 3 verbunden (Fig. 3). In den Schapht 10 sind die Düsen 12 im Gegenstrom eingebunden.
Die Düsen 12 weisen die Ejektorringkammer 21 auf, die mit dem Dampfnetz 22 verbunden ist.
Vor den Düsen 12 sind Prallflächen 23 angeordnet.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Eine Teil- und/oder Gesamtkohlenmenge gelangt über die Umstelleinrichtung 4, Kanal 5 und Schleuse 24 in den Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht 10.
Die dampf betriebenen Ejektorring-Düsen 12 saugen über den Kanal 6 heiße Rauchgase aus der Brennkammer 16 ab und drücken diese mittels Überdruck in den Schacht 10.
Durch die Strahlwirkung entgegen dem Kohlestrom erfolgt eine Verwirbelung, Abtrennung und Auftrocknung der feinen Teile.
Darüber hinaus wird die Kohle durch die Strahlwirkung gegen die Prallflächen geschleudert und weitere feine Teile abgetrennt.
Die abgekühlten Rauchgase werden, bedingt durch den Überdruck im Schacht 10 uncf angereichert durch die feinen Teile, über den Kanal 15 zum Brenner 20 gefördert.
Durch den hohen Auftrocknungsgrad der feinen Teile verbrennen diese stabil im Brenner 20.
Die groben Teile der Kohle werden als vorgetrocknete und teilentgaste Kohle über den Kanal 14 in den Fallschacht gefördert.
Dadurch werden folgende Vorteile erreicht:
1. Hoher Auftrocknungsgrad der feinen Teile und sehr gute Vortrocknung bei möglicher Teilentgasung der groben Teile.
2. Keine mechanisch rotierenden Antriebe, daher verschleißarm.
3. Große Mühlenentlastung durch Gewinnung und Abspaltung großer Feinstaubmassen.
4. Absaugung von sehr heißen Rauchgasen in Brennernähe ohne große Anlagenteile.
5. Leicht steuerbare Absaugmenge durch Abschaltung von Ejektoren.
6. Sehr kurze Heißgaskanalteile durch Entnahme aus dem Stirnwand-Brennerbereich.
Der Zuteiler 1 ist über die Umstelleinrichtung 4, die gleichzeitig mit einer Klassiereinrichtung versehen sein kann, und dem Wirbler 9 mit dem Winkel-, Trocken-und Entstaubungsschacht 10 verbunden (Fig.4). In den Schacht 10 ist der mit dem Rauchgaszug 8 verbundene Kanal 6 im Gleichstrom (oder im Gegenstrom — gestrichelter Kanal 6) eingebunden. Der Abzug des Schachtes 10 ist über den Kanal 14 mit dem Fallschacht 3 und über den Kanal 15 im Gleichstrom (oder im Gegenstrom — gestrichelter Kanal 15) sowie dem Lüfter 7 mit dem Brenner 20 verbunden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Der Lüfter 7 zieht die Rauchgase vom Rauchgaszug 8 über den Kanal 6 in den Schacht 10. Die von der Umstelleinrichtung 4 abgegebene Kohle wird durch den Wirbler 9 verwirbelt und mit dem Rauchgas vermischt. Durch den Impulsaustauch an den Einbauten 11 wird die Kohle weiter verwirbelt, die feinen Teile abgetrennt und aufgetrocknet.
Durch den Lüfter 7 werden die abgekühlten Rauchgase und die feinen aufgetrockneten Teile der Kohle über den Kanal 15 abgezogen und über den Brenner 20 in die Brennkammer 16 gedrückt..
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. Weitestgehende Mühlenentlastung durch Staubaustragung.
2. Entlastung der Hauptbrenner durch Ableitung des Brüdengasanteils.
3. Einfacher apparativer Aufbau des Trockenschachtes.
4. Einfache Betriebsweise sowie sofortige Inbetriebnahme trotz sich schnell ändernder Kohlequaltität.
Es ist auch ohne weiteres möglich, den Austritt des Wirbel-,Trocken- und Entstaubungsschachtes 10 über den Kanal 15 mit dem Abscheider 25 und den Kanal 14 mit dem Fallschacht 3 zu verbinden (Fig.5).
Die Abgasleitung 26 des Abscheiders 25 ist in den Abgastrakt des Dampfkessels vor Elektrofilter 27 oder vor Rauchgaszug 28 eingebunden. Der Austritt des Abscheiders 25 is.t über den Zuteiler 29 mit dem Fallschacht 3 verbunden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die durch das Prozeßmedium geförderten aufgetrockneten feinen Teile aus dem Schacht 10 werden im Abscheider 25 abgeschieden und das Prozeßmedium über die Leitung 26 vor Elektrofilter 27 oder vor Saugzug 28 in den Abgastrakt des Dampfkessels gefördert. Die abgeschiedenen feinen Teile werdeniiber den Zuteiler 29 in den Fallschacht 3 aufgegeben.
Dadurch werden folgende Vorteile erreicht:
1. Abtrennung des Brüdenanteils von Staub.
2. Einleitung des Brüdens nach den Heizflächen.
3. Die bestehende Druckdifferenz Brennkammer— Kesselende ist für den Trockengastransport ausreichend. Weiterhin ist es möglich, den Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht 10 über den Kanal 6 mit dem Abgastrakt des Dampfkessels nach Saugzug 28 zu verbinden (Fig.6).
Der Austritt des Schachtes 10 ist über den Kanal 15 mit dem Abscheider und über den Zuteiler 30 sowie Kanal 14 mit dem Fallschacht 3 verbunden.
Die Abgasleitung 26 ist in den Abgastrakt vor Saugzug 28 eingebunden.
Der Austritt des Abscheiders 25 ist über den Zuteiler 29 ebenfalls mit dem Fallschacht 3 verbunden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die Abgase werden aus dem.Abgastrakt über den Kanal 6 und Schleuse 9 in den Schacht 10 gesaugt. Durch Verwirbelung, Trocknung und Entstaubung gelangen die feinen Teile mit dem Abgas über die Leitung 15 in den Abscheider 25. Die abgeschiedenen Teile gelangen über den Zuteiler in den Fallschacht, das Abgas zurück in den Abgastrakt vor Saugzug 28. Die groben Teile gelangen über den Zuteiler 30 und Kanal 14 in den Fallschacht 3.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. Ein separates, geschlossenes Aufbereitungssystem innerhalb der Abgasanlage.
2. Aufrechterhaltung eines Inertgasbetriebes.
3. Getrennte Abscheidung bzw. Gewinnung von Grob- und Feinkorn.
Der Zuteiler 1 ist in den Sichterraum 31 des Sichters 32 mit dem Ausströmkanal 33 nach Kohlenstaubmühle, dem Abströmkanal 34 und dem Grießrücklauf 35 eingebunden (Fig.7)
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die gebrochene Kohle gelangt über den Zuteiler 1 jn den Sichterraum 31 des Sichters 32. Durch das über den Anströmkanal 33 geförderte Kohlenstaub-Rauchgas-Gemisch erfolgt eine Verwirbelung, Auftrocknung und Entstaubung der aufgegebenen Kohle durch Impulsaustausch.
Dabei werden die feinen Teile der aufgegebenen Kohle abgetrennt, aufgetrocknet und mit dem Kohlenstaub-Rauchgas-Gemisch über den Abströmkanal 34 zum Kohlenstaubbrenner gefördert. Die groben Teile fallen durch den Kohlenstaub-Rauchgas-Gemischstrom und gelangen in den Grießrücklauf 35 und von dort in die Kohlenstaubmühle.
Mit Hilfe des Impulsaustausches von groben Staubteilchen mit dem Rohkohlestrom wird das aus der Mühle ausgetragene Grobkorn wieder mit dem Rohkohlestrom über den Grießrücklauf 35 dem Mahlprozeß zugeführt. Die einfallende Rohkohle erzeugt beim Sichterdurchfall zusätzliche Sekundärwirbel, die Staubverweilzeit im Sichtraum 31 und damit die Staubauftrocknung wird wesentlich erhöht
Durch die Erfindung weiden folgende Vorteile erreicht:
1. Zusätzliche Grobstaubsichtung innerhalb des Sichters.
2. Höhere Staubauftrocknung durch Sekundärwirbel und hohe Staubverweilzeit im Sichter.
3. Entlastung der Rauchsauggasanlage.
4. Feinstaubabscheidung der Rohkohle.
'5. Durch entsprechende Einleitungs- und Umlenkeinbauten lange Verweilzeit im Sichter.
6. Keine Mauerwerksbeschädigung im Rücksaugschacht.
Es ist auch ohne weiteres möglich, daß der Zuteiler 1 in deb Teilkanal 36 nach Sichter 32 mit Kohlenstaubkanal 37 eingebunden ist (Fig. 8). Der Teilkanal 36 ist weiterhin mit dem Brenner 20 verbunden. Der Grießrücklauf 35 ist in den Fallschacht 3 eingebunden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Ein Teilgas-Staubstrom 38 wird entgegen dem Rohkohlestrom im Kanalteil 36 geführt. Durch den Gasimpuls und den Kohlestaubteilchen im puls wird der in der Rohkohle mitgetragene Feinstaub abgespalten und mit dem Gas-Staubstrom 38 in den Brenner 20 geleitet und in der Brennkammer 16 mit dem Kohlenstaub nach Mühle verbrannt. Die grobstückige Kohle sowie durch Impulsaustausch abgeschiedener Grobstaub aus dem Teilgas-Staubstrom 38 wird in den Sichter 32 geleitet und dort aufbereitet und der Mühle zugeteilt.
Dadurch werden folgende Vorteile erreicht:
1. Zuteilung des Feinkornanteils der Rohbraunkohle in einen gesonderten Brenner.
2. Zusätzliche Auftrocknung und Sichtung in einem Staubkanal nach Mühle."
3. Erhöhung des Sichteffektes durch Impulsaustausch zwischen Rohrbraunkohle und Grobstaub im Staubkanal zum Brenner. Der Zuteiler 1 ist über die Schleuse 9 in die im waagerechten Teil des Kohlenstaubkanals 37 angeordneten Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht 10 eingebunden (Fig.9).
Der Austritt des Schlechtes 10 ist über den Kanal 14 mit dem Fallschacht 3 verbunden. Die Wirkungsweise ist folgende:
Die gebrochene Kohle wird vom Zuteiler 1 über die Wirbler 9 in den erweiterten Schacht 10 eingetragen. Das im Kohlenstaubkanal 37 geförderte Kohlenstaub-Rauchgas-Gemisch wirbelt durch Impulsaustausch die Kohle auf, trennt die feinen Teile ab, trocknet diese auf und fördert diese gemeinsam mit dem Kohlenstaub-Rauchgas-Gemisch zur Kohlenstaub-Hauptbrenner-Gruppe 19.
Während der Förderung werden die feinen Teile weiter aufgetrocknet, so daß eine Zündung und stabile Verbrennung gewährleistet ist.
Die groben Teile werden vorgetrocknet und gelangen über den Kanal 14 in den Fallschacht 3.
Durch den Staubimpulsaustausch werden auch große Staubteilchen aus dem Staubgasstrom zum Brenner mit der Grobkohle erneut dem Mahlprozeß zugeführt
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. Keine bewegten Teile zur Feinstaubabspaltung.
2. Nutzung der Kanalteile Mühle-Brenner zur Vortrocknung und Feinstaubäbscheidung der Rohkohle.
3. Zusätzliche Staubsichtung im Kanal zum Brenner.
4. Keine zusätzlichen Einbauten im Kohlenstaubkanal.
5. Geringer Druckverlust bei hoher Effektivität.

Claims (30)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Aufbereitung von vorgebrochener Rohbraunkohle für eine(eine Kohlenstaubmühle aufweisende Kohlenstaubfeuerung, wobei die vorgebrochene Rohbraunkohle nach Zuteiler klassiert wird, die feinen Teile in die Brennkammer und die groben Teile in den Fallschacht der Kohlenstaubmühle aufgegeben werden, gekennzeichnet dadurch, daß die zerkleinerte Rohbraunkohle in einer Fallstrecke mittels einem Feststoffteilchen aufweisenden Prozeßmedium der Kohlenstaubfeuerung durch Impulsaustausch verwirbelt, aufgetrocknet und entstaubt wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Prozeßmedium rückgesaugte Rauchgase der Kohlenstaubfeuerung in die Fallstrecke eingebracht werden.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Prozeßmedium das Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch nach Kohlenstaubmühle in die Fallstrecke eingebracht wird.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Prozeßmedium die Abgase der Kohlenstaubfeuerung in die Fallstrecke eingebracht wird.
  5. 5. Verfahren nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß zusätzlich Heißluft der Kohlenstaubfeuerung in die Fallstrecke eingebracht wird.
  6. 6. Verfahren nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Prozeßmedium im Gegenstrom in die Fallstrecke eingebracht wird..
  7. 7. Verfahren nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Prozeßmedium im Gleichstrom in die Fallstrecke eingebracht wird.
  8. 8. Verfahren nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Prozeßmedium im Querstrom in die Fallstrecke eingebracht wird.
  9. 9. Verfahren nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Prozeßmedium tangential in die Fallstrecke eingebracht wird.
  10. 10. Verfahren nach Punkt 1 bis 9, gekennzeichnet dadurch, daß das Prozeßmedium mit Überdruck in die Fallstrecke'eingebracht wird.
  11. 11. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die zerkleinerte Rohbraunkohle in der Fallstrecke ein- oder mehrmals mechanisch verwirbelt wird.
  12. 12. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die zerkleinerte Rohbraunkohle in der Fallstrecke durch Impulsaustausch verwirbelt und aufgetrocknet wird.
  13. 13. Verfahren nach Punkt 1 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß die zerkleinerte Rohbraunkohle in die im Kohlenstaubkanal nach Kohlenstaubmühle angeordnete Fallstrecke eingebracht und die feinen Teile durch das Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch in den Kohlenstaubbrenner der Kohlenstaubfeuerung eingetragen werden.
  14. 14. Verfahren nach Punkt 1 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß die zerkleinerte Rohbraunkohle in den Sichterraum der Kohlenstaubmühle eingebracht wird, die feinen Teile mit dem Kohlenstaub-Trägergas-Gemisch in den Austragkanal der Kohlenstaubmühle ausgetragen und die groben Teile in den Grießrücklauf der Kohlenstaubmühle aufgegeben werden.
  15. 15. Verfahren nach Punkt 1·, 3 und 14, gekennzeichnet dadurch, daß die Rohbraunkohle senkrecht zur Gasströmung in den Sichter eingeleitet wird.
  16. 16. Anordnung zur Aufbereitung von vorgebrochener Rohbraunkohle für eine Kohlenstaubmühle aufweisende Kohlenstaubfeuerungen, wobei nach Zuteiler eine Klassiereinrichtung angeordnet, deren Ausgang über einen Kanal für die" feinen Teile mit der Brennkammer und über einen Kanal für die groben Teile mit dem Fallschacht der Kohlenstaubmühle verbunden ist, gekennzeichnet dadurch, daß nach Zuteiler ein von einem Prozeßmedium der Kohlenstaubfeuerung beaufschlagter Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht angeordnet ist.
  17. 17. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß in den Schacht vom Prozeßmedium beaufschlagte Düsen eingebunden sind.
  18. 18. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß in den Schacht vom Prozeßmedium beaufschlagte, mit einem Treibmedium betriebene Ejektoren eingebunden sind.
  19. 19. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß in den Schacht eine vom Prozeßmedium beaufschlagte Leitung eingebunden ist.
  20. 20. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß in den Schacht ein oder mehrere mechanisch getriebene Wirbler angeordnet sind.
  21. 21. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß der Kanal für die feinen Teile mit einem Zusatzbrenner verbunden ist.
  22. 22. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß der Schacht in einen Kohlenstaubkanal nach Kohlenstaubmühle eingeordnet ist.
  23. 23. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß im Eingang des Schachtes vom rückgesaugten Rauchgas beaufschlagte Düsen angeordnet sind.
  24. 24. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß im Ausgang des Schachtes ein Sieb angeordnet ist.
  25. 25. Anordnung nach Punkt 24, gekennzeichnet dadurch, daß nach dem Sieb ein Kanal angeordnet und in einen gesonderten Brenner eingebunden ist.
  26. 26. Anordnung nach Punkt 25, gekennzeichnet dadurch, daß der Brenner zwischen den Hauptbrennern angeordnet ist.
  27. 27. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß der Zuteiler in den als Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht wirkenden Sichtraum der Kohlenstaubmühle eingebunden ist.
  28. 28. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß der Zuteiler in einen in den Sichter der Kohlenstaubmühle eingebundenen, als Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht wirkenden Kanal eingebunden ist.
  29. 29. Anordnung nach Punkt 28, gekennzeichnet dadurch, daß der Kanal in einen gesonderten Brenner eingebunden ist.
  30. 30. Anordnung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß der Zuteiler in einem als Wirbel-, Trocken- und Entstaubungsschacht wirkenden Kohlenstaubkanal nach Kohlenstaubmühle eingebunden ist.
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