DD246053B5 - Zufuehreinrichtung fuer Kuehlbetten in Stabsahl- und Profilwalzwerken - Google Patents

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DD246053B5
DD246053B5 DD28694886A DD28694886A DD246053B5 DD 246053 B5 DD246053 B5 DD 246053B5 DD 28694886 A DD28694886 A DD 28694886A DD 28694886 A DD28694886 A DD 28694886A DD 246053 B5 DD246053 B5 DD 246053B5
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Frank Dipl-Ing Ihme
Gerard Dr-Ing Pechau
Rudolf Evers
Dieter Dr-Ing Schube
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Thaelmann Schwermaschbau Veb
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B43/00Cooling beds, whether stationary or moving; Means specially associated with cooling beds, e.g. for braking work or for transferring it to or from the bed
    • B21B43/003Transfer to bed

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Zuführeinrichtung fur Kuhlbetten in Stabstahl- und Profilwalzwerken zum Transportieren, Bremsen und Übergeben von entsprechend dünnem als auch dickem Walzgut mit seinen jeweils unterschiedlichen Anlaufgeschwindigkeiten.
Charakteristik der bekannten technischen Losungen
In Feinstahlwalzwerken wird der fertiggewalzte Stabstahl mittels einer Kuhlbettschere in Kuhlbettlangen geschnitten und dann auf einem Auflaufrollgang mit ein- oder mehrstufigen Bremsschiebersystemen ausgehoben, abgebremst und auf das nachfolgende Kuhlbett übergeben
Nach DD-PS 92888 ist ein Auflaufrollgang mit zwei Auflaufrinnen fur ein-und zweiadrigen Betrieb und einer mit durchgehender Laufrinne versehenen klappbaren Gleitbahn bekannt Der Auflaufrollgang mit den integrierten Bremsschiebern stellt hier, wie auch bei allen anderen herkömmlichen Systemen, eine nach oben offene Laufbahn dar, wodurch es insbesondere bei dünnem, labilem und mit hoher Geschwindigkeit auflaufendem Walzgut leicht zum Ausbrechen der Ader kommen kann Deshalb ist eine weitere Erhöhung der Walzgeschwindigkeit über 20 bis 30m/s fur Stabstahlabmessungen von 8 bis 20 mm ohne eine enge Aderfuhrung auf diesen Anlagen nicht möglich
Nach US-PS 4054047, DE-OS 31 42698 und DE-OS 3048686 wurden neue Losungen bekannt, wobei die Ausrüstungen hangend über dem Kuhlbett angeordnet sind und wahrend des Auflauf- und Abbremsvorganges eine geschlossene Kammer bilden Nachdem die Stabgeschwindigkeit Null ist, wird das System geöffnet und der Stab übergeben Auf Grund der engen, geschlossenen Fuhrung kann das Walzgut beim Einlaufen nicht ausbrechen
Nachteilig ist hierbei sowohl das Herabfallen der Stabe auf das Kuhlbett als auch die Tatsache, daß langsam laufende Stabe, also insbesondere große Walzgutabmessungen mit niedriger Walzendgeschwindigkeit, durch das Fehlen entsprechender Rollgangsrollen nicht innerhalb des Systems transportiert werden können Das heißt, daß fur große Stabdurchmesserund Profile zusätzlich ein separates, herkömmliches Schiebersystem mit einem weiteren Antriebsaggregat notwendig ware.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, Storungszeiten, vor allem beim Walzen von dünnem, labilem und mit hoher Geschwindigkeit auflaufendem Walzgut, herabzusetzen, bei gleichzeitig minimaler Ausrustungsmasse des Auflauf-, Abbrems- und Ubergabesystems fur dünnes und dickes Walzgut
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zufuhreinrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, neben dickem Walzgut mit niedrigen Ablaufgeschwindigkeiten auch dünnes Walzgut mit sehr hohen Geschwindigkeiten sicher und ohne Havarie mit relativ geringem Ausrustungsumfang zu transportieren, zu bremsen und auf ein nachgeordnetes Kuhlbett zu übergeben.
Erfindungsgemaß wird die Aufgabe dadurch gelost, daß hinter Treiber und Kuhlbettschere eine Ablenkeinheit, bestehend aus einer schnellschaltenden Weiche, angeordnet ist Dieser ist eine Zuführeinrichtung nachgeordnet, bestehend aus zwei Laufbahnen, wobei jeder Laufbahn, der technologischen Linie entsprechend, eine bestimmte Anzahl hintereinander angeordneter Aushebeschieber zugeordnet sind
Weiterhin istfurjede Laufbahn mit ihren Aushebeschiebern ein separater Antrieb vorgesehen Der Aushebeschieber besteht hierbei aus einem oben liegenden kleinen halbkreisförmigen Führungskanal und einer darunterliegenden großen U-formigen Auflaufnnne, wobei in den oben hegenden kleinen Führungskanal eine bekannte Brems-Treib-Einnchtung eingreift
Weiterhin erfindungsgemaß ist, daß die jeweils zwei benachbarten Aushebeschieber durch eine fest montierte Wand getrennt voneinander angeordnet sind und der eine Aushebeschieber mit dieser Wand und der andere Aushebeschieber mit der benachbarten Richtrinne in der Beschickstellung jeweils einen rohrförmig seitlich geschlossenen Führungskanal bzw eine seitlich geschlossene Auflaufrinne bildet und diese Fuhrungskanale bzw Auflaufrinnen durch den Hub des jeweiligen Aushebeschiebers, zum Zwecke der Stab- bzw Profilubergabe an das Kuhlbett, geöffnet werden können Zusätzlich ist ein weiterer Schieber fur eine Doppelbelegung des Kuhlbettes vorgesehen
Im folgenden wird die Funktion der Erfindung anhand von zwei Anwendungsfallen beschrieben Der erste Anwendungsfall betrifft dickes Walzgut mit niedrigen Endwalzgeschwindigkeiten Das Walzgut wird aus der Walzstraße gefuhrt und von der Kuhlbettschere in Kuhlbettlangen geschnitten Innerhalb der Ablenkeinheit werden die dicken Stabe in die unteren Auflaufrinnen der Aushebeschieber mittels Rollgangsrollen transportiert Zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgt durch Anheben der Aushebeschieber die Einleitung des Bremsvorganges und die Übergabe über Kuhlbett und Abfuhrrollgang zur Kaltschere
Der zweite Anwendungsfall betrifft dünnes, labiles Walzgut mit sehr hohen Walzgesch windigkeiten Hierbei wird dünnes Walzgut geradezu in die oberen Fuhrungskanale der Aushebeschieber gefuhrt, um einen ruhigen Aderlauf zu ermöglichen Das heißt, die Fuhrungskanale liegen im Mittel in dergleichen horizontalen Ebene wie der Walzspalt des letzten Walzgerustes
Diese Fuhrungskanale umschließen das Walzgut sehr eng und bilden in der Ausgangsstellung, zusammen mit einer festen Trennwand zwischen den Aushebeschiebern bzw mit der im technologischen Prozeß folgenden Richtrinne, einen seitlich geschlossenen Kanal, so daß es nicht zum Ausbrechen der Ader kommen kann, ein geradliniger Aderlauf gewährleistet ist Das Verhältnis Walzgutdurchmesser zu Fuhrungskanaldurchmesser muß im Bereich 1 2 bis 1 5 liegen Auf Grund der hohen kinetischen Energie des dünnen Walzgutes ist ein Transport mittels Rollgangsrollen nicht notwendig Eventuell erforderliche zusätzliche Brems- oder Beschleunigungsvorgange werden mit Hilfe bekannter Brems-Treib-Emrichtungen realisiert Die oberen Fuhrungskanale sind losbar auf den Aushebeschiebern befestigt, so daß bei Verschleiß nur der Austausch dieses Bauteils notwendig wird Die Antriebe fur die Aushebeschieber sind so gestaltet, daß zum Zweck der Storungsbehebung die Fuhrungskanale des an der Richtnnne liegenden Aushebeschiebers oberhalb der Richtrinne sowie die Fuhrungskanale des zweiten Aushebeschiebers oberhalb der festen Trennwand entlang der gesamten Zufuhreinrichtung zum Stehen kommen
Ausfuhrungsbeispiel
Die Erfindung wird anhand eines Ausfuhrungsbeispieles naher erläutert Es zeigen
Fig 1 Teilbereich der Walzanlage von Kuhlbettschere bis Kuhlbett Fig 2 Schnitt durch die Zufuhreinrichtung
Gemäß Fig 1 besteht der betrachtete Teilbereich der Walzanlage aus einem Treibapparat 1, einer Kuhlbettschere 2, einer innerhalb einer Ablenkeinheit angeordneten, schnellschaltenden Weiche 3, einer Zufuhreinrichtung 4, bestehend aus zwei Laufbahnen 5 und 6, in welchen jeweils eine zusatzliche Brems Treib-Einrichtung 7 im oberen Bereich angeordnet ist, dem Kuhlbett 8, dem Abfuhrrollgang 9 und der Kaltschere 10 Weiterhin besteht die Zufuhreinrichtung 4 gemäß Fig 2 aus den Aushebeschiebern 11 und 12, welchen die Auf lauf rinnen 13 und 14 sowie die Fuhrungskanale 15 und 16 zugeordnet sind Zwischen den Aushebeschiebern 11 und 12 ist eine feste Trennwand 17 mit gelenkig gelagertem Leitblech 18 angeordnet Außerdem sind zwischen den Aushebeschiebern 11 bzw 12 der Laufbahnen 5 und 6 noch Rollgangsrollen 19 angeordnet Weiterhimst fur eine eventuell erforderliche Doppelbelegung der Richtnnne 20 ein Hilfsschieber 21 zugeordnet Die Vorteile aus der Erfindung sind folgende
Durch die besondere Ausgestaltung der Aushebeschieber 11 und 12 im oberen Bereich wird ein sicheres Auflaufen von dünnem Walzgut 22 gewahrleistet Es besteht somit die Möglichkeit, mit einem System dünnes Walzgut 22 als auch dickes Walzgut 23 herzustellen und sicher zu fuhren Dieser Effekt wurde nur allein durch die erfindungsgemaße Ausgestaltung der Aushebeschieber 11 und 12, in Verbindung mit dem laufbahnabhangigen Antrieb der Aushebeschieber 11 und 12, erzielt Das heißt, ein vollständiges separates System zur Herstellung und sicheren Fuhrung von dünnem Walzgut 22 wird durch die Erfindung eingespart
Weiterhin ist es möglich, Verschleißteile unkompliziert auszuwechseln, so daß die Havariegefahren herabgesetzt und Stillstandszeiten reduziert werden
Durch diese Erfindung ist es möglich, dünnes Walzgut 22 mit hohen Geschwindigkeiten weit über 20m/s zu transportieren, abzubremsen und zu übergeben
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
1 Treibapparat
2 Kuhlbettschere
3 schnellschaltende Weiche 5 Laufbahn
6 Laufbahn
7 separate Brems-Treib-Einrichtungen
8 Kuhlbett
9 Abfuhrrollgang
10 Kaltschere
11 Aushebeschieber
12 Aushebeschieber
13 Auflaufrinne
14 Auflaufrinne
15 Führungskanal
16 Führungskanal
17 feste Trennwand
18 Leitblech
19 Rollgangsrollen
20 Richtrinne
21 Hilfsschieber
22 dünnes Walzgut
23 dickes Walzgut

Claims (7)

Erfindungsanspruch1
1 Zufuhreinrichtung fur Kuhlbetten in Stabstahl- und Profilwalzwerken zum Transportieren, Bremsen und Übergeben von dünnem als auch dickem Walzgut, angeordnet im technologischen Fluß zwischen einer schnellschaltenden Weiche und dem Kuhlbett, gekennzeichnet dadurch, daß die Zufuhreinrichtung (4), in Form zweier Laufbahnen (5) und (6), jeweils eine der Lange der Zufuhreinrichtung (4) entsprechende Anzahl Aushebeschieber (11) und (12) aufweist, wobei jedem Aushebeschieber (11) und (12) ein oben liegender, kleiner, halbkreisförmiger Führungskanal (15) bzw (16) und eine darunter liegende, große, U-formige Auflaufrinne (13) bzw (14) zugeordnet sind
2 Zufuhreinrichtung fur Kuhlbetten in Stabstahl-und Profilwalzwerken nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen den Aushebeschiebern (11) und (12) in Hohe der großen U-formigen Auf lauf rinnen (13) und (14) Rollgangsrolle (19) und in Hohe der halbkreisförmigen Fuhrungskanale (15) und (16) separate Brems-Treib-Einrichtungen (7) angeordnet sind
3 Zufuhreinrichtung fur Kuhlbetten in Stabstahl- und Profilwalzwerken nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen den jeweils zwei benachbarten Aushebeschiebern (11) und (12) eine feste Trennwand (17) mit Leitblech (18) und weiterhin neben dem Aushebeschieber (12) die Richtnnne (20) angeordnet ist, wobei der Aushebeschieber (11) mit der festen Trennwand (17) und der Aushebeschieber (12) mit der Richtrinne (20) in der Beschickstellung jeweils einen rohrförmig, seitlich geschlossenen Führungskanal (15) bzw (16) sowie eine seitlich geschlossene Auflaufrinne (13) bzw (14) bildet
4 Zufuhreinnchtungfur Kuhlbetten in Stabstahl-und Profilwalzwerken nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß jeder Laufbahn (5) und (6) mit ihren Aushebeschiebern (11) und (12) ein separater Antrieb zugeordnet ist
5 Zufuhreinrichtung fur Kuhlbetten in Stabstahl-und Profilwalzwerken nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die oben liegenden, kleinen, halbkreisförmigen Fuhrungskanale (15) und (16) in dergleichen horizontalen Ebene wieder Walzspalt des letzten Walzgerustes liegen
6 Zufuhreinrichtung fur Kuhlbetten in Stabstahl-und Profilwalzwerken nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Verhältnis Walzgutdurchmesser zu Fuhrungskanaldurchmesser im Bereich 1 2 bis 1 5 liegt
7 Zufuhreinrichtung fur Kuhlbetten in Stabstahl-und Profilwalzwerken nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die oben liegenden, kleinen, halbkreisförmigen Fuhrungskanale (15) und (16) losbar an den Aushebeschiebern (11) bzw (12) angeordnet sind
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