DD246129B1 - Transportelement zur herstellung eines durch faserstoffverwirbelung verfestigten vliesstoffes - Google Patents

Transportelement zur herstellung eines durch faserstoffverwirbelung verfestigten vliesstoffes Download PDF

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DD246129B1
DD246129B1 DD28706386A DD28706386A DD246129B1 DD 246129 B1 DD246129 B1 DD 246129B1 DD 28706386 A DD28706386 A DD 28706386A DD 28706386 A DD28706386 A DD 28706386A DD 246129 B1 DD246129 B1 DD 246129B1
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Joachim Hendler
Eberhart Berger
Angela Meyer
Margot Brodtka
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Textiltech Forsch
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Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Vliesstoffen, deren Verfestigung ohne Bindemittel mittels unter homogenem Druck stehender Fluidstrahlen erfolgt
Charakteristik der bekannten technischen Losungen
Verfahren zur Herstellung von Vliesstoffen, deren Verfestigung durch Faserstoffverwirbelung erfolgt, werden in einer Anzahl von Patentschriften beschrieben (DD-PS 143934, DE-PS 1 635577, US-PS 3493462, 3560326, 485706) Dabei wirken Fluidstrahlen mit Drucken von 0,2 bis 30 MPa auf einer Faser- oder Elementarfadenvlies bzw Verbundsysteme desselben mit anderen textlien Flachengebilden ein Die Fasern bzw Faden werden durch diese Strahlen miteinander verschlungen Wahrend der Verwirbelung der Faserstoffelemente wird die Grundbahn auf einem oder zwischen zwei Transportelementen gefuhrt Diese Elemente haben die Form von endlosen Bandern und/oderTrommeln und bestehen aus Geweben bzw mit Offnungen versehenen Platten Mit der Gestaltung der Gewebe bzw Platten wird Einfluß auf die Verwirbelung des Faserstoffes genommen Gestaltungselemente sind der Offnungsgrad, die Anordnung der Offnungen (Musterung) und die Topografie der Gewebe bzw Platten Sie zeichnen verantwortlich fur Struktur und Optik des verfestigten Vliesstoffes Die in den Patentschriften beschriebenen Musterungen der Gewebe und Platten sind vielfaltig
Die CH-PS 534241 weist auf Unterlagen in Gestalt von perforierten Platten oder feinen Drahtsieben hin, die zur Bildung von Dreieckmaschen und Quadratmaschen als Muster fuhren und deren verschlungene Fasern in verschiedenen Ebenen angeordnet
Ebenso wird in der DE-PS 1635577, den DE-OS 2625836, DE-OS 2338359, GB-PS 1 088376, GB-PS 1 353756 und US-PS 4024612 auf Transportelemente in Form von Sieben oder perforierten Platten ausschließlich als Musterelement hingewiesen In der DE-OS 2731 291 ist die Unterlage in Form eines Netzes oder Siebes zur schnellen Entfernung der aufgespritzten Flüssigkeit beschrieben Die DE-OS 2338359 benennt auch Korpergewebe oder derartige Drahtnetze bzw durchbrochene Tuche oder Vliese zur diagonalen Musterung des Vliesstoffes.
Der Nachteil der beschriebenen Elemente hegt darin, daß den Fluidstrahlen wahrend des Verfestigungsprozesses, unabhängig von der Anforderung bezüglich der optischen Gestaltung des Vliesstoffes, durch das Transportelement ein ungleichmäßiger Widerstand entgegengebracht wird So treffen ζ B bei Verwendung von Drahtgeweben oder Stoffen in Tuch-oder Korperbindung Strahlen auf einen Kettfaden des Gewebes, wahrend parallele Strahlen nur Schußfaden in periodischen Abstanden kreuzen
Die Folge ist ein inhomogener Aufbau der Vliesstruktur sowie eine Abbildung der Strahlgassen auf der Vliesstoffoberflache Trifft ζ B ein Fluidstrahl auf einen Kettfaden des Siebgewebes des Transportelementes in Längsrichtung des Vlieses auf, wird ihm an dieser Stelle ein annähernd 100%iger Widerstand entgegengesetzt, der Fluidstrahl wird abgelenkt und markiert im verfestigten Vliesstoff eine Gasse entsprechend der Strahlbewegung entlang dem Kettfaden, wenn der Kettfaden in Richtung der Langsachse des Vlieses verlauft
Entsprechend der Anzahl Kettfaden über die Breite des Transportelements markieren sich Strahlgassen auf dem verfestigten Vliesstoff Die Oberflache wird unruhig und streifig
Ein homogener Vliesstoffaufbau, glatt ohne Musterung bzw mit gleicher Faserstoffverwirbelung in allen Bereichen kann dadurch nicht erzeugt werden
Vorschlage, diesem entgegenzuwirken, sind ζ B der Einsatz von Schlitzdrusen (US-PS 4166877) sowie die Verringerung des Abstandes der Dusenbohrungen zueinander (US-PS 4069563) Beide Losungen verandern aber nichts an dem ursächlich negativen Fakt und fuhren zu einer erheblichen Erhöhung des umzuwälzenden Arbeitsmittelvolumens
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung eines Vliesstoffes mit homogener Vliesstoffstruktur und Vliesstoffoptik nach dem Prinzip der Vliesstoffverfestigung durch Faserstoffverwirbelung
Wesen der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, durch eine entsprechende Gestaltung des Transportelementes die technischen Voraussetzungen zur Erzielung eines im strukturellen Aufbau und der Optik weitgehend homogenen, durch Faserstoffverwirbelung verfestigten Vliesstoffes zu schaffen
Erfindungsgemaß wird ein Transportelement in Form eines Siebgewebes oder -geflechtes eingesetzt, dessen Maschenstege bzw Kett-und Schußelemente diagonal zur Bewegungsrichtung angeordnet sind Die Maschenstege bzw Kett-und Schußelemente des Siebgewebes oder Geflechtes sind in einem Diagonalwinkel von großer 10°, kleiner 90°, vorzugsweise von 45° angeordnet
Je nach dem Winkel der Diagonale der Öffnungen im Transportelement werden den Fluidstrahlen, welche durch das Vlies hindurchdringen und es verfestigen, unterschiedliche Widerstände durch das Transportelement entgegengebracht. Sind die Kett- und Schußelemente des Transportelementes erfindungsgemäß diagonal angeordnet, treffen die Fluidstrahlen punktmäßig auf die Kett-und Schußelemente auf. Es bilden sich keine Strahlgassen auf dem verfestigten Vliesstoff. Die Oberfläche wird glatt streifenfrei. Optimale Bedingungen werden bei einem Diagonalwinkel von 45° erreicht. Überraschend wurde gefunden, daß durch den Einsatz des erfindungsgemäß beschriebenen Transportelementes ein homogener Vliesstoffaufbau und damit eine Isotropisierung der Eigenschaften erzielt wird. Ursache hierfür ist eine verbesserte Ausnutzung der Prallkraft der Fluidstrahlen sowie ein verbessertes Ablöseverhalten des Vliesstoffes vom Transportelement. Gleichzeitig wird die Oberfläche des Vliesstoffes optisch homogener, d. h. die Markierung der Fluidstrahlen auf der Vliesstoffoberfläche wird vermindert. Vliesstoffober- und -rückseite weisen nahezu gleiches Aussehen auf. Zur Herstellung eines durch Faserstoffverwirbelung verfestigten Vliesstoffes unter Verwendung der erfindungsgemäß beschriebenen Transportelemente kann durch eine entsprechende Verfahrensführung, d.h. Abstimmung von Geometrie des Transportelementes, Durchmesser der Fluidstrahlen, Faserstoffparameter und Vliesmasse, eine Reduzierung des Druckes der Fluidstrahlen usw. vorgenommen werden.
Ausführungsbeispiele
1. Beispiel
Ein Wirrfaservlies aus Polyesterfaserstoff-b-Typ mit einer Flächenmasse von 100 g/m2 wird auf ein endloses Sieb mit diagonaler Maschenanordnung gelegt und mit Fluidstrahlen aus 14 Düsenbalken mit einem Arbeitsmitteldruck von 3 bis 12MPa beaufschlagt. Das Transportsieb weist einen Öffnungsgrad von 65% und eine Maschenweite von 0,9 mm bei einem Drahtdurchmesser von 0,45 mm auf. Der Diagonalwinkel beträgt 45°. Nach dem Trocknen besitzt der erfindungsgemäß hergestellte Vliesstoff (A) eine glattere Oberfläche und eine homogenere Struktur als ein auf herkömmlichen Unterlagen verfestigter Vliesstoff, wie ein Vergleich mit einem Erzeugnis (B), welches mit einem Normalsieb hergestellt wurde, aufweist. Gleichzeitig werden bei gleichen Ausgangsmaterialien wesentlich bessere textilphysikalische Werte erreicht.
Vliesstoff längs A B
Flächenmasse in g/m2 quer 85 80
Reißkraft in N längs 195 180
quer 165 120
Reißdrehung in % 85 95
50 45
2. Beispiel
Ein Längsvlies, 100g/m2, aus Viskosfasern wird im 2-Trommelverfahren verfestigt. Die erste Trommel ist mit einem Diagonalsieb, wie im Beispiel 1 bezogen, die zweite Trommel besitzt einen Diagonalbezug mit folgenden Kenndaten: Öffnungsgrad 45%, Maschenweite 0,6mm Drahtdurchmesser 0,28 mm. Mit 8 Düsenbalken, je Trommel 4, bei einem Arbeitsmitteldruck von 4MPa für die Düsenbalken der ersten Trommel und 6 bis 10MPa für die der zweiten Trommel erfolgt die Vliesverfestigung. Der Vliesstoff weist eine glatte, homogene Oberfläche ähnlich der des Vliesstoffes aus Beispiel 1, aber von wesentlich feinerer Struktur auf. Die Ablösung des Vliesstoffes von der zweiten Trommel erfolgt mit einem Verzug von nur 2%. Bei dem Einsatz nicht erfindungsgemäßer Transportelemente betrug dieser Verzug mehr als 5%.
In Betracht gezogene Druckschriften: DE-PS 1635577 (D04H, 1/46) DE-OS 2338359 (D04k, 3/02)

Claims (2)

1. Transportelement zur Herstellung eines durch Faserstoffverwirbelung verfestigen Vliesstoffes in Form eines Siebgewebes oder -geflechtes, gekennzeichnet dadurch, daß die Maschenstege bzw. Kett- und Schußelemente des Siebgewebes oder -geflechtes diagonal angeordnet sind.
2. Transportelement nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Maschenstege bzw. Kett- und Schußelemente des Siebgewebes oder -geflechtes in einem Diagonalwinkel von großer 10°, kleiner 90°, vorzugsweise von 45° angeordnet sind.
DD28706386A 1986-02-14 1986-02-14 Transportelement zur herstellung eines durch faserstoffverwirbelung verfestigten vliesstoffes DD246129B1 (de)

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DE19519672C1 (de) * 1995-05-30 1996-07-18 Saechsisches Textilforsch Inst Wirbelvliesstoff mit polartiger Oberfläche und Verfahren zu dessen Herstellung
DE10039983C2 (de) * 2000-08-16 2002-07-18 Peter Boettcher Vliesstoff-Träger für Klebebänder
DE102023131066A1 (de) 2023-11-09 2025-05-15 Dr. Schumacher Gmbh Verfahren zur Verfestigung und/oder Verbindung von Fasern oder Vliesstoffen
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