DD246158A1 - Waermespeicher-element - Google Patents

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DD246158A1
DD246158A1 DD86287210A DD28721086A DD246158A1 DD 246158 A1 DD246158 A1 DD 246158A1 DD 86287210 A DD86287210 A DD 86287210A DD 28721086 A DD28721086 A DD 28721086A DD 246158 A1 DD246158 A1 DD 246158A1
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Rainer Grosse
Hartmut Roth
Norbert Gans
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Koethen Ing Hochschule
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    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E60/00Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
    • Y02E60/14Thermal energy storage

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Waermespeicher-Element zur Aufnahme eines Latentspeichermediums. Diese Speicherelemente werden vorzugsweise in grosser Zahl in Schuettungen bzw. Matrixanordnungen fuer thermische Speicher oder regenerative Waermeuebertrager genutzt. Ziel der Erfindung ist es, Speicherelemente zu schaffen, die gegenueber bekannten Gestaltungsformen eine wesentlich hoehere spezifische Oberflaeche und geringere Zugriffszeit bei gleichzeitig hoher Packungsdichte besitzen und mit einer einfachen bekannten Technologie kostenguenstig und in grosser Stueckzahl hergestellt werden koennen. Diese Aufgabe wird dadurch geloest, indem fuer die Speicherelementgeometrie die Tetraedergrundform Verwendung findet, die durch zusaetzliche Mittel derart veraendert wird, dass die wirksame spezifische Oberflaeche deutlich steigt. Diese Mittel sind unterschiedlich gestaltete Einlagen aus einem gut waermeleitfaehigen Material, die im Inneren der Elemente angeordnet werden. Sie werden beim Herstellen und Verschliessen der Speicherelemente gleich dem Huellenmaterial behandelt und dadurch waermeleitend mit diesen verbunden und lagefixiert. Durch die Einlagen wird der Transport der thermischen Energie zwischen Speicherelementinnerem und -wandung entscheidend verbessert. Die Einlagen bestehen vorzugsweise aus einer Metallfolie.

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Wärmespeicher-Element, bestehend aus einer allseitig geschlossenen Hülle, deren Innenraum eine Latentspeichermasse enthält. -
Die Erfindung kommt vorzugsweise in Anlagen zum Einsatz, wo zum Zwecke der Wärmespeicherung oder Wärmeübertragung thermische Energie gespeichert werden muß. Die Speicherfunktion erfüllt dabei ein Medium, dessen Phasenumwandlungsenthalpie vorzugsweise beim Phasenwechsel fest-flüssig genutzt wird. Das Wärmespeicher-Element wird entweder in großer Zahl in Schüttungen bzw. in Matrixanordnungen für thermische Speicher oder regenerative Wärmeübertrager genutzt oder kommt als Einzelelement zur Kühlung kurzzeitig thermisch belasteter Bauteile zum Einsatz.
Neben weiteren Anwendungsgebieten können die erfindungsgemäßen Wärmespeicher-Elemente z. B. auch in Feststoffumlaufheizungen eingesetzt werden.
Bei entsprechender Medienwahl kann der Temperaturbereich des Phasenwechsels fest-flüssig erforderlichenfalls bei relativ niedrigen Temperaturen liegen, z. B. im Bereich von -20°C bis 00C.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Speicherung thermischer Energie und für regenerative Wärmeübertrager werden Lösungen vorgeschlagen, die eine Nutzung der latenten Enthalpie beim Phasenübergang fest-flüssig beinhalten. Prinzipiell lassen sich hier hohe volumenbezogene Speicherkapazitäten erreichen.
Einer befriedigenden praktischen Lösung stehen eine Reihe Schwierigkeiten entgegen.
Die geringe Wärme- und Temperaturleitfähigkeit der meisten Speichermedien erfordert geringe Mediendicken, besser eine hohe spezifische Oberfläche, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Be- und Entladung und die Zugriffszeit gering gehalten werden sollen. Die Zugriffszeit verändert sich mit dem Quadrat der Schichtdicke. Ein Weg dazu kann die Dispergierung des Speichermediums in einem Wärmeträgerfluid sein (DD-PS 209902). Hier wird neben einer sehr großen Wärmeaustauschfläche der Vorteil erzielt, daß ein Wärmedurchgangswiderstand durch die Wandung einer Umhüllung entfällt, die Temperaturdifferenz bei Be- und Entladung des Speichers sehr gering sein muß. Dieses Verfahren läßt sich nur bei wenigen ausgewählten Stoffpaarungen einsetzen; die Anwendungsbreite ist sehr eingeschränkt.
Für den größten Teil der Einsatzfälle ist es erforderlich, das aufzuschmelzende Wärmespeichermedium durch Wandungen vom Wärmeträger zu trennen. Für diesen Fall läßt sich eine große spezifische Oberfläche des Latentspeichermediums durch das Einbringen von einer Vielzahl möglichst berippter Rohre in den Speicherbehälter realisieren. Diese Lösung ist sehr aufwendig, außerdem treten hier auf Grund der Volumenänderung bei der Phasenumwandlung große Festigkeitsprobleme bei Behälter und Einbauten auf. Vorgeschlagen wurden weiterhin Beimengungen von gut wärmeleitendem Material mit möglichst großer Oberfläche im Verhältnis zu ihrem Volumen vorzugsweise von Kupfer- oder Messingspänen (DE-OS 3127096). Hierbei steigt zwar die integrale Wärmeleitfähigkeit des Gemisches Latentspeichersalz-Metallspäne, jedoch der angestrebte Effekt des verbesserten Energietransportes zwischen Behälterinnerem und der Wandung wird nur in geringem Maße erreicht. Eine große Wärmeübertragungsfläche zwischen Speichermedium und Wärmeträgerfluid läßt sich ebenfalls erzielen, wenn das Speichermedium in relativ kleinvolumigen Behältern gekapselt wird. Eine Vielzahl dieser Behälter, d.h. Speicherelemente kann in einer Wirbel-oder Schüttschicht Verwendung finden. In DE-OS 303 53 86 wird ein Speicherelement beschrieben, das als starre Hohlkugel oder ein Vielflächner ausgeführt ist, deren Inneres teilweise oder vollständig mit Latentspeichermasse gefüllt ist. Das beschriebene Speicherelement hat den Nachteil, daß die Volumendehnung bzw. -kontraktion beim Schmelzen und Erstarren des Speichermediums zu sehr hohen Kräften auf die starre Wandung führt. Befindet sich teilweise Inertgas im Behälter, ist zwar die Möglichkeit der Volumenkompensation gegeben, der Gasspalt stellt jedoch einen zusätzlichen Wärmeleitwiderstand dar und behindert den Wärmedurchgang zwischen Speicherelement und Wärmeträger. Herstellung und Füllung der beschriebenen Speicherelemente sind nicht dargestellt. Es kann eingeschätzt werden,-daß dieser Prozeß kompliziert und schwer beherrschbar ist.
Mit der in der DE-OS 2741829 beschriebenen Erfindung ist es möglich, die mit der Volumenänderung beim Phasenwechsel auftretenden Probleme zu lösen. Hier wird vorgeschlagen, eine Paraffinkugel mit einer Plastschicht zu ummanteln. Der Einsatzbereich dieser Erfindung wird durch die geringe Temperaturbeständigkeit des Hüllenmaterials begrenzt. Speicherbehälter, die ebenfalls eine Volumendehnung zulassen, sind in der DE-OS 2658720 beschrieben. Hier wird durch mehrere, im Behälterinneren liegende federnde Elemente, dafür gesorgt, daß die Behälterwandung immer Kontakt mit dem Speichermedium hat. Der deutliche Nachteil liegt in den hohen Aufwendungen für die Herstellung dieser Speicherbehälter. Gemeinsam ist allen vorgeschlagenen Lösungen, daß sie von der Kugelform als Grundform ausgehen. Es ist jedoch bekannt, daß weder die spezifische Oberfläche und die damit erreichbare Zugriffszeit, noch die erreichbare Packungsdichte für eine solche Gestaltung von kleinvolumigen Speicherelementen sprechen. ;
Metallkugeln, in denen sich ein Latentspeichermedium befindet und die eine oberflächenvergrößernde Struktur besitzen, sind in der DE-OS 3102869 beschrieben. Vorgeschlagen wird hier das Anbringen von Rippen auf der Innen- oder Außenkante der Kugeln sowie das Einbringen durchgehender Bohrungen. Große Schwierigkeiten bei der Herstellung und die weiterhin geringe Packungsdichte sprechen gegen eine solche Gestaltung.
Wesentlich höhere spezifische Oberflächen und Packungsdichten lassen sich mit einer Behälterform erreichen, die in der DE-OS 3245027 beschrieben ist. Die Speicherbehälter sind als flache, längliche Streifen von dünnwandigen, verformbaren Hüllen aus einem Kunststoff oder Metall ausgebildet, in die ein Latentspeichermedium eingeschlossen ist. Eine Vielzahl von diesen Behältern wird so gestapelt, daß ein Durchtritt für das Wärmeträgermittel bleibt. Der Nachteil dieser Erfindung besteht darin, daß die große spezifische Oberfläche nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand an Hüllenmaterial erreicht werden kann bzw., daß die Speicherkapazität des Einzelbehälters nur klein ist.
Nicht zur Aufnahme wärmespeichernden Materials, sondern für vielfältige Verpackungsaufgaben, vor allem für Lebensmittel wird ein Behälter in Tetraedergrundform genutzt. Verwendet man diese bekannte Behältergeometrie zur Kapselung von Latentspeichermaterial, ergeben sich folgende Vorteile:
— Herstellung und Füllung der Behälter erfolgen nach einer einfachen bekannten Technologie.
— Eine Veränderung der Behältergeometrie ist in weiten Grenzen möglich. Durch Auswahl unterschiedlicher Rohrdurchmesser, Behälterlängen und Winkel zwischen den Ebenen, in denen die Behälterenden verschlossen werden — vorzugsweise 0° und 90°— und durch Kombinationen dieser Möglichkeiten kann die Behäitergestaltung dem verwendeten Speichermedium, der erforde'rlichen Zugriffszeit und dem geforderten freien Durchströmquerschnitt einer Schüttung oder Packung angepaßt werden.
Nachteilig ist die noch immer ungenügend große spezifische Oberfläche und die daraus resultierende hohe Zugriffszeit, die allerdings unter der des kugelförmigen Behälters liegt.
Wird der Phasenwechsel fest-flüssig zur Speicherung thermischer Energie genutzt, tritt bei Entladung das Problem der Unterkühlung der Schmelze auf; d. h., die Erstarrung läßt sich erst bei Temperaturen oft deutlich unter dem Schmelzpunkt auslösen. Das steht der Forderung nach geringer Temperaturdifferenz zwischen Be- und Entladung entgegen. Durch Zugabe von Kristallisationskeimen in Form von Fremdsalzen versucht man, diesen Effekt zu verhindern. Diese Keime neigen aber zur Sedimentation und verlieren so nach einer bestimmten Zyklenzahl ihre Wirksamkeit.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, kleinvolumige Wärmespeicher-Elemente zu schaffen, die gegenüber bekannten Lösungen
— eine wesentlich geringere Zugriffszeit bei gleichzeitig hoher Packungsdichte besitzen,
— mit einer einfachen bekannten Technologie kostengünstig und in großer Stückzahl hergestellt werden können und
— für eine Vielzahl von Speichermedien, einen weiten Temperaturbereich sowie eine hohe Zahl von Be- und Entladezyklen geeignet sind.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, kleinvolumige Wärmespeicher-Elemente zu schaffen, welche die in der Zielstellung genannten Vorteile aufweisen, ohne jedoch fertigungstechnisch komplizierte und materialaufwendige Hüllenkonstruktionen zur Verbesserung des Wärmeüberganges zwischen Elementhülle und Speichermasse sowie zur Kompensation nachteiliger Auswirkungen thermisch bedingter Volumenänderungen der Speichermasse zu erfordern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Wärmespeicher-Element aus einer allseitig geschlossenen Hüfte besteht, deren Innenraum eine Latentspeichermasse enthält und in dessen Innenraum mindestens eine vollständig oder überwiegend mit der Speichermasse in Kontakt befindliche Einlage aus gut wärmeleitfähigem Material angeordnet ist. Jede der Einlagen erstreckt sich als durchgehender, zusammenhängender Wärmeleiter im Innenraum zwischen mindestens zwei der Fügestellen der Elementhülle, die beim Herstellen der Hülle und/oder beim Verschließen der mit Speichermasse gefüllten Elementhülle entstehen. Die Einlage ist an den Fügestellen mittels einen guten Wärmeübergang zur Elementhülle sichernden Verbindungen dauerhaft lagefixiert.
Dadurch wird erreicht, daß ein großer Teil der thermischen Energie, die vom oder zum Speichermedium transportiert werden soll, von der Einlage zwischen Behälterinnerem und Behälterwandung geleitet wird, von wo An- und Abtransport mittels eines Wärmeträgers erfolgt. Der Energietransport erfolgt also nicht ausschließlich durch das schlecht wärmeleitende Speichermedium. Diese erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe hat folgenden Vorteil: Durch das Einbringen der Einlage in das Wärmespeicher-Element erhöht sich dessen wirksame spezifische Oberfläche gegenüber dem Speichermedium auf ein Mehrfaches, — bei einer Einlage auf etwa das Doppelte, bei zwei Einlagen auf etwa das Dreifache usw. — so daß die Zugriffszeit zum Speicherelement, d. h. die maximale Be- und Entladezeit deutlich gesenkt werden kann.
In einer speziellen Ausführungsform der Erfindung besteht die Elementhülle aus schlauch- bzw. rohrförmigen! Material oder aus zu derartigem Halbzeug gefügtem bahnförmigem Material, wobei die den Verschluß des mit Speichermasse gefüllten Elementes bewirkenden stirnseitigen Fügestellen der Elementhülle einen Winkel zwischen 0° und 90°, vorzugsweise 90°, bilden. Diese Wahl der Geometrie der Speicherelementhülle ermöglicht eine einfache Fertigung der Wärmespeicher-Elemente. Gleichzeitig kann Größe und Form dem verwendeten Speichermedium und der Einsatzaufgabe angepaßt werden.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch bestimmt, daß die Verbindung zwischen Einlage und Elementhülle aus einer zugleich zum Zwecke der Herstellung und/oder des Verschließens der Elementhülle erzeugten Falz-, Klebe-, Lot- oder Schweißverbindung oder einer Kombination derselben besteht.
Dadurch werden die Vorteile erzielt, daß die Einlage dauerhaft lagefixiert wird, ohne daß zusätzliche Mittel benötigt werden und daß vor allem ein großflächiger Kontakt zwischen Einlage und Elementhülle besteht und erst dadurch die Verbesserung des Transportes thermischer Energie vom und zum Speichermedium sicher erreicht wird.
Eine besondere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Einlagen glatt oder perforiert sind und/oder großflächige oder räumlich isolierte Profilierungen aufweisen. Diese Profilierungen können als Ausklinkungen ausgebildet sein und erst während des Füll- und/oder Verschlußvorganges des Elementes ihre Endlage einnehmen. Durch die zusätzliche Perforierung und/oder Strukturierung wird der Vorteil erzielt, daß durch die dadurch erreichte Erhöhung der spezifischen Oberfläche der Einlagen das Problem der Unterkühlung des geschmolzenen Latentspeichermaterials bei der Entladung des Wärmespeicher-Elementes weitgehend unterdrückt werden kann. Gleichzeitig sinkt bei Verwendung von profilierten oder strukturierten Einlagen der maximale Abstand zwischen Speichermaterial und gut wärmeleitfähigem Material, so daß die Zugriffszeit sinkt. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Einlagen aus einem oder mehreren metallischen Folienstreifen, Drahtgeweben und/oder Drähten oder einer Kombination dieser Materialien bestehen. Wird als Folienmaterial z. B. unlegierter Stahl verwendet und ist das Latentspeichermedium ein wasserfreies anorganisches Salz, z. B. Natriumnitrat, so ist das Verhältnis der Wärmeleitfähigkeiten XSt/XNaNo3 = 80 und das der Temperaturleitfähigkeiten aSt/aNaNo3 = 60. Aus diesen Relationen läßt sich ableiten, daß bereits Foliendicken um 0,1 mm ausreichen, um die Zugriffszeit deutlich zu verbessern. Ein entscheidender Vorteil liegt also darin, daß die Verbesserung der Zugriffszeit durch den Einsatz von nur wenig Material erreicht wird. Will man dagegen die Zugriffszeit über den Weg der geringeren Speicherelementabmessungen erreichen, muß pro Volumeneinheit Speichermedium eine wesentlich größere Menge Hüllenmaterial eingesetzt werden, das wegen mechanischer und thermischer Beanspruchung von größerer Dicke und Qualität als das nur thermisch beanspruchte Folienmaterial sein muß.
Als ein weiterer Vorteil der beschriebenen Erfindung erweist sich, daß eine eventuelle Entstehung von Gasspalten zwischen Elementhülle und Speichertum infolge thermisch bedingter Volumenänderungen des Speichermediums und die damit verschlechterte Wärmeübertragung an diesen Stellen nicht zu einer deutlichen Minderung der Zugriffszeit des Speicherelements führen kann.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Folienstreifen oder Drahtgewebe eine erst beim Herstellungsproze der Elemente erzeugte Form, z. B. eine schraubenförmige Verdrillung, aufweisen.
Die in der Erfindung beschriebenen Wärmespeicher-Elemente kommen als Einzelelement oder in einer großen Zahl in einer Wirbelschicht, in einer statischen Schicht als Schüttung odor in einer bestimmten Matrix zum Einsatz.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine Schnittdarstellung eines Wärmespeicher-Elementes mit eingelegtem Folienstreifen gemäß der Erfindung, dessen Enden, die in einer Ebene liegen, durch zweimaliges Falzen der zusammengepreßten Rohrenden verschlossen worden sind sowie
Fig. 2: zwei erfindungsgemäße Wärmespeicher-Elemente unterschiedlicher Länge, deren Enden gegeneinander um 90° verdreht sind.
In Figur 1 wird eine erfindungsgemäße Variante des Wärmespeicher-Elementes dargestellt, bei der die Elementwandung 1, bestehend aus einem dünnwandigen metallischem Rohr, das Latentspeichermedium 2 umschließt. In das Wärmespeicher-Element ist ein Folienstreifen 3, vorzugsweise aus dem Wandwerkstoff eingelegt. Das Ende 4a des Speicherelementes ist lediglich zusammengepreßt. Diese Darstellung zeigt die erste Phase beim Verschließen des Elementes. Das Ende 4b wurde durch zweimaliges Falzen dicht verschlossen. Der Folienstreifen 3 wird gemeinsam mit der Wandung 1 gefalzt.
Das Speichermedium 2 besteht in Abhängigkeit von der Einsatztemperatur z. B. aus einem Metall bzw. einer Metallegierung, aus wasserfreien anorganischen Salzen und deren Gemische, einem Salzhydrat oder aus einem organischen Medium4wie z. B. Paraffin. Das Material der Wandung 1 bzw. des Rohrhalbzeuges wird nach den Eigenschaften des Speichermediums 2 und des Wärmeträgers für die Be-und Entladung ausgewählt. Für den Folienstreifen 3 wird vorzugsweise der gleiche Werkstoff wie für die Wandung gewählt, wenn dieses Material metallisch ist, um zusätzliche korrosive Beanspruchung zu vermeTdeTT. Figur 2 zeigt erfindungsgemäße Wärmespeicher-Elemente, bei denen die Ebenen, in denen das Verschließen der Enden erfolgt, zueinander um 90° verdreht sind. Das Speicherelement in Darstellung a), ein nichtreguläres Tetraeder, bei dem das Verhältnis der Länge I zur Kantenlänge a l/a = 3 beträgt, wurde untersucht. Der Durchmesser des Rohrhalbzeuges betrug d = 0,024m und als Speichermedium wurde ein Gemisch aus Alkalinitraten und
-nitriten verwendet. Die stirnseitigen Enden des Speicherelementes wurden durch zweifaches Falzen geschlossen. Tabelle 1 zeigt im Vergleich die auf die Kugelform bezogenen Werte der Packungsdichte S, der wirksamen spezifischen Oberfläche des Einzelelements Asp und die der Packung sowie die maximale Entfernung xmax eines Punktes im Speichermedium zum Hüllen-oder Folienstreifenmaterial und die Zugriffszeit zum Speicherelement für eine Kugel, ein reguläres Tetraeder, wie es Darstellung b) in Figur 2 zeigt, und das untersuchte nichtreguläre Tetraeder ohne und mit Folienstreifen. Der Durchmesser d der Kugel bzw. des Elementhalbzeuges wurde mit d = 0,024m gewählt.
Die Werte der Packungsdichte S als Maß für die speicherbare Energie pro Gesamtvolumen spricht für die Tetraedergrundform. Der Vergleich des Kriteriums spezifische Oberfläche der Packung als ein Maß für die Wärmeübertragungsfläche zum An- und Abtransport der thermischen Energie zum und vom Speicherelement spricht für das reguläre Tetraeder. Da aber der größte Teil des Wärmedurchgangswiderstandes nicht beim Wärmeübergang außen, sondern bei der Wärmeleitung im Speichermedium auftritt, wird die maximale Entfernung xmax zwischen Speichermedium und gut wärmeleitendem Material zur bestimmenden Größe für die Zugriffszeit τ. Bei der erfindungsgemäßen Variante beträgt ihr Wert ein Viertel der Kugelform und fast die Hälfte der
Zugriffszeit des regulären Tetraeders. ·
Zieht man als Vergleichskriterium noch den spezifischen Aufwand an Hüllenwerkstoff heran, der mit dem reziproken Werk der spezifischen Elementoberfläche im Zusammenhang steht und berücksichtigt man, daß z. B. beim Verschließen durch Falzen eine zusätzliche Halbzeuglänge von etwa 2 a benötigt wird, erweist sich die vorgeschlagene erfindungsgemäße Speicherelementgestaltung in Form eines nichtregulären Tetraeders mit eingelegtem Folienstreifen als vorteilhaft.
Tabelle 1: Vergleich unterschiedlicher Speicherelementgeometrien bei d = 0,024 m bezogen auf die Kugelform
Geometrie des Speicherelementes
Packungsdichte
Vsehälter
ο _.
V1
gesamt
spez. Ober- spez. Oberfläche des Elementes fläche der Packung . A . S-ASD
max. Entfernung Zu-Speichermedium- griffs-Hülle (Folie) zeit
Kugel 1 1 1 1 1
regu la res Tetraeder a = l=f-d 1,7 1,6 2,5 0,6 0,4
nichtreg. Tetraeder 3a = l=—-d — ohne Folienstreifen 1,5 1 1,4 1 1
— mit einem Folienstreifen 1,5 1 1,4 0,5 0,25

Claims (8)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Wärmespeicher-Element, bestehend aus einer allseitig geschlossenen Hülle, deren Innenraum eine Latentspeichermasse enthält, gekennzeichnet dadurch, daß
    — im Innenraum mindestens eine vollständig oder überwiegend mit Speichermasse (2) in Kontakt befindliche Einlage (3) aus gutwärmeleitfähigem Material angeordnet ist und
    — jede der Einlagen (3) sich als durchgehender, zusammenhängenderWärmeleiter im Innenraum zwischen mindestens zwei derjenigen Fügestellen (Kanten) (4a; 4b) der Elementhülle (1) erstreckt, die beim Herstellen der Elementhülle und/oder beim Verschließen der mit Speichermasse gefüllten Elementhülle entstehen, und an diesen Fügestellen mittels einen guten Wärmeübergang zur Elementhülle sichernden Verbindungen dauerhaft lagefixiert sind.
  2. 2. Wärmespeicher-Element nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Elementhülle aus schlauch- bzw. rohrförmigem Material oder aus zu derartigem Material gefügtem bahnförmigem Material besteht, wobei die den Verschluß des mit Speichermasse gefüllten Elementes bewirkenden stirnseitigen Fügestellen der Elementhülle einen Winkel zwischen 0° und 90°, vorzugsweise 90°, bilden.
  3. 3. Wärmespeicher-Element nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Verbindung zwischen Einlage und Elementhülle aus einer zugleich zum Zwecke der Herstellung und/oder des Verschleißens der Elementhülle erzeugten Falz-, Kleb-, Lot- oder Schweißverbindung oder einer Kombination derselben besteht.
  4. 4. Wärmespeicher-Element nach einem der vorhergehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß die Einlagen glatt oder perforiert sind und/oder großflächige oder räumlich isolierte Profilierungen aufweisen.
  5. 5. Wärmespeicher-Element nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß die z.B. als Ausklinkungen ausgebildeten Profilierungen erst während des Füll- und/oder Verschlußvorganges des Elementes ihre Endlage einnehmen.
  6. 6. Wärmespeicher-Element nach einem der vorhergehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß die Einlagen aus einem oder mehreren metallischen Folienstreifen, Drahtgeweben und/oder Drähten oder einer Kombination dieser Materialien bestehen.
  7. 7. Wärmespeicher-Element nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Folienstreifen oder Drahtgewebe eine erst beim Herstellungsprozeß des Elementes erzeugte Form, z. B. eine schraubenförmige Verdrillung, aufweisen.
  8. 8. Wärmespeicher-Element nach einem der vorhergehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß es als Einzelelement oder in einer großen Anzahl in einer Wirbelschicht, in einer statischen Schicht als Schüttung oder in einer bestimmten Matrix zum Einsatz kommen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011089111A1 (de) * 2011-12-20 2013-06-20 BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH Latentwärmespeicher für Haushaltsgerät, sowie Haushaltsgerät
DE102014217394A1 (de) * 2014-09-01 2016-03-03 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Latentwärmespeicher, Verfahren zu dessen Herstellung sowie Verwendung von durch Druckumformen oder Zugdruckumformen hergestellten Behälter zur Einkapselung von Phasenwechselmaterial

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102011089111A1 (de) * 2011-12-20 2013-06-20 BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH Latentwärmespeicher für Haushaltsgerät, sowie Haushaltsgerät
DE102014217394A1 (de) * 2014-09-01 2016-03-03 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Latentwärmespeicher, Verfahren zu dessen Herstellung sowie Verwendung von durch Druckumformen oder Zugdruckumformen hergestellten Behälter zur Einkapselung von Phasenwechselmaterial

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