DD246362A1 - Schaltungsanordnung zur auswertung und fehlererkennung fuer inkrementale messwertsysteme - Google Patents
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Abstract
Anwendbar in der digitalen Messwerterfassung und bei der Automatisierung von Produktionsprozessen soll die Erfindung die fuer die Auswertung und Fehlererkennung benoetigte Abspeicherung von mit zwei aufeinanderfolgenden Taktimpulsen gewonnenen Signalzustaenden vereinfachen und den schaltungstechnischen Aufwand verringern. Erreicht wird dies dadurch, dass zum Abspeichern des letztgueltigen Signalzustandes nur ein Vorzustandsspeicher vorgesehen ist, dessen Takteingang mit einem Torungseingang konjuktiv verknuepft ist, ueber den im Fehlerfall der Takteingang gesperrt und damit das Ueberschreiben des letztgueltigen Signalzustandes verhindert wird. Fig. 1
Description
Diese Anordnung benötigt, um nach dem Wegfall eines Primärfehlers den letztgültigen Signalzustand zur Verfügung zu haben, neben dem Speicher für den aktuellen Signalzustand zwei weitere Speicher und ist damit sehr aufwendig. Dies ist besonders nachteilig, wenn Lageerkennungen mit höherer Auflösung erforderlich sind und mehr Signale als bei einer Vierfachauswertung gespeichert werden müssen. Dieser Nachteil wirkt sich auch auf den Dekoder aus, der ungünstig viele Umschaltwege für die vom Primärfehlersignal abhängige Übernahme des gültigen Signalzustandes aufweisen muß.
Die Erfindung verfolgt das Ziel, den schaltungstechnischen Aufwand und daraus resultierend den Volumenbedarf zu verringern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zur Auswertung und Fehlererkennung für inkrementale Meßsysteme zu schaffen, in der eine Abspeicherung der mit zwei aufeinanderfolgenden Taktimpulsen gewonnenen Abtastsignalzustände erfolgt und eine Prüfung der Zulässigkeit der Signalzustände oder der Zustandsänderungen mit einem Dekoder stattfindet, der ein Primärfehlersignal beim Erkennen e iner ersten Unzulässigkeit und ein Dauerfehlersignal beim Erkennen zweier aufeinanderfolgender Unzulässigkeiten erzeugt, wobei das Abspeichern und dasZur-Verfügung-Stellen des letztgültigen Signalzustandes vereinfacht werden soll.
Die Merkmale der Erfindung, mit der diese Aufgabe gelöst wird, bestehen darin, daß zum Abspeichern des letztgültigen Abtastsignalzustandes, unabhängig davon, ob ein Primärfehlersignal erzeugt wurde oder nicht, ein und derselbe Vorzustandsspeicher verwendet wird und daß das an seinen Takteingang gelangende Taktsignal konjunktiv mit dem vom Dekoder generierten Primärfehlersignl verknüpft wird.
Damit wird eine Torung der Taktimpulse erreicht, wobei ein aktives Primärfehlersignal das Wirksamwerden weiterer Taktimpulse für den Vorzustandsspeicher sperrt und das Überschreiben des letztgültigen Abtastsignalzustandes verhindert. In einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Dekoder einen Umschalteingang auf, über den mit einem logischen Umschaltsignal der Auswertemodus des Dekoders zwischen Vierfach-und Achtfachauswertung umschaltbar ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die.zugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1: eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung für eine Vierfachauswertung inkrementaler Abtastsignale, Fig. 2: eine Erweiterung der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 für eine Achtfachauswertung.
Die Schaltungsanordnung in Fig. 1 besteht aus einem Abtastsignalspeicher 1, einem Vorzustandsspeicher 2, einem Fehlermerkspeicher 3 und einem Dekoder 4. Der Abtastsignalspeicher 1 und der Vorzustandsspeicher 2 arbeiten taktgesteuert als Master-Slave-Speicher. Damit ist gewährleistet, daß der im vorangegangenen Takt T eingeschriebene Speicherinhalt an den Ausgängen der Speicher jeweils so lange gültig bleibt, bis die Übernahme der neuen Information in die Speicher abgeschlossen ist. Der Takt, der dem Vorzustandsspeicher 2 über den Takteingang 2.3 zugeführt wird, kann jedoch nur wirksam werden, wenn dem Torungseingang 2.4, der mit dem Takteingang 2.3 konjunktiv verknüpft ist, ein aktives Torungssignal zugeführt wird. Den Eingangsanschlüssen der Schaltungsanordnung, die den Eingängen 1.1 bis 1.4 des Abtastsignalspeichers 1 entsprechen, werden die Abtastsignale E1, E1, E 2 und E 2 zugeführt, die von einem nicht dargestellten inkrementalen Meßsystem abgegeben werden. Die direkten Abtastsignale E1 und E2 sind zum Erkennen der Bewegungsrichtung des Meßobjekts in bekannter Weise um 1A Quantisierungsperiode phasenverschoben. Die inversen Signale E1 und E2 dienen zum Erkennen von Systemstörungen. Mit dieser Signalkombination ist eine Vierfachauswertung möglich, das heißt, es können richtungsabhängige Bewegungsvorgänge mit einer Intervallbreite von 1A Quantisierungsperiode erkannt werden. Das Registrieren der Bewegungsvorgänge erfolgt mit zwei ebenfalls nicht dargestellten Zählern, oder mit einem Vor-Rückwärts-Zähler, dessen Zähleingänge an die Ausgänge 4.8 und 4.9 des Dekoders 4 angeschlossen werden. Je nach Richtung und Geschwindigkeit der inkremental abgetasteten Bewegung treten Vorwärtszählimpulse V am Ausgang 4.8 oder Rückwärtszählimpulse R am Ausgang 4.9 auf. Bei Stillstand des Meßobjekts erscheinen an keinem der Ausgänge 4.8 oder 4.9 Zählimpulse.
In dem inkrementalen Meßsystem und im Übertragungsweg können unterschiedliche Fehler auftreten, die von der Schaltungsanordnung unterschiedlich bewertet werden. Alle Fehler äußern sich durch unzulässige Zustände der Abtastsignale E1, El, E 2, E 2 an den Eingängen 1.1 bis 1.4. Beispielsweise muß der inverse Zustand der Abtastsignale El und E 2 zu den Abtastsignalen E1 und E 2 zu einem beliebigen Zeitpunkt gewährleitet sein. Weiterhin können unzulässige Zustandsänderungen, insbesondere bei der Achtfachauswertung, auftreten, auf die weiter unten eingegangen wird. Einmalige Fehler, die durch Schaltzeitdifferenzen von Logikgattern oder durch zufällige Störimpulse entstehen können, sollen sich auf den laufenden Betrieb nicht auswirken. Wird dagegen ein geänderter Signalzustand, der sich nach einem ersten Fehler einstellt, wiederum als unzulässig erkannt, dann wird am Ausgang 4.10 des Dekoders 4 ein Dauerfehlersignal F ausgegeben. Der Dekoder 4 kann in bekannter Weise durch eine Anordnung von Logikgattern realisiert sein, die gemäß den Logiksignalen an den Eingängen 4.1 bis 4.7 die geforderten Logiksignale an den Ausgängen 4.8 bis 4.11 erzeugen. Die konkrete Ausführung und Zusammenschaltung der Logikgatter läßt sich mit bekannten Rechenvorschriften ermitteln und wurde deshalb nicht im einzelnen dargestellt. Eine vorteilhaftere Realisierung des Dekoders 4 ergibt sich, wenn er als Festwertspeicher (ROM oder PROM) ausgeführt ist, dessen Belegung das Ergebnis der logischen Verknüpfungen repräsentiert. Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 soll zuerst für einen fehlerfreien Betrieb betrachtet werden.
Bei einer fehlerfreien Betriebsweise weist das am Torungseingang 2.4 des Vorzustandsspeichers 2 anliegende Torungssignal ständig einen solchen Logikpegel auf, daß alle Taktimpulse T über den Takteingang 2.3 uneingeschränkt wirksam werden können.
Zu Beginn eines Taktimpulses Ti werden die Abtastsignale E1, El, E2, E 2 in den Masterteil des Abtastsignalspeichers 1 übernommen, während im Slaveteil und damit an den Ausgängen 1.6 bis 1τ9 noch der Signalzustand vom vorangegangenen Taktimpuls Ti—1 vorhanden ist. Für die direkten Signale liegt dieser vorangegangene Signalzustand gleichzeitig an den Eingängen 2.1 und 2.2 des Vorzustandsspeichers 2 und wird mit dem Beginn des Taktimpulses Ti ebenfalls in dessen Masterteil übernommen. Mit dem Ende des Taktimpulses Ti werden die Signalzustände sowohl im Abtastsignalspeicher 1 als auch im Vorzustandsspeicher2 in den Siaveteil übernommen. An den Ausgängen 1.6 bis 1.9 entsteht somit das Abbild des mit dem Taktimpuls Ti gewonnenen aktuellen Abtastsignalzustandes und an den Ausgängen 2.5 und 2.6 entsteht das Abbild des Abtastsignalzustandes, das für die direkten Abtastsignale E1 und E 2 mit dem vorangegangenen Taktimpuls Ti—1 gewonnen wu/de.
Der Dekoder 4 prüft seine Eingänge 4.1 und 4.2 sowie 4.3 und 4.4 ständig daraufhin, ob antivalente Signale vorliegen. Wenn dies gemäß der getroffenen Annahme eines fehlerfreien Betriebes der Fall ist, wird die Ausgabe von Zählimpulsen nicht verhindert. Zur Erzeugung der richtungsabhängigen Zählimpulse reicht es aus, die Zustandsänderungen der direkten Abtastsignale E1 und E 2 zu erfassen. Aus diesem Grunde braucht der Vorzustandsspeicher 2 auch nur das Abbild des vorangegangenen Zustands der direkten Abtastsignale E1 und E 2 oder deren Negation zu speichern und von seinen Ausgängen 2.5 und 2.6 aus den Eingängen
4.5 und 4.6 des Dekoders 4 zuzuführen.
Auf jede Änderung des Signalzustandes an den Eingängen 4.1,4.3 und 4.5,4.6 reagiert der Dekoder 4 mit der Abgabe eines Zählimpulses. In Abhängigkeit von der Art der Zustandsänderung wird ein Vorwärtszählimpuls V am Ausgang 4.8 oder ein Rückwärtszählimpuls R am Ausgang 4.9 abgegeben. Der Annahme gemäß wird ein Fehler nicht signalisiert.
Es soll noch erwähnt werden, daß die Vorwärtszählimpulse V und die Rückwärtszählimpulse R zwar jeweils unmittelbar im Anschluß an einen Taktimpuls auftreten, daß aber bei weitem nicht jeder Taktimpuls einen Zählimpuls hervorruft. Bei Stillstand oder bei einer sehr langsamen Bewegung des Meßobjektes treten so lange keine Änderungen der Zustandsabbilder zwischen den Ausgängen 1.6 und 1.8 des Abtastsignalspeichers 1 und den Ausgängen 2.5 und 2.6 des Vorzustandsspeichers 2 auf, wie die Bewegung des Meßobjekts weniger als 1A Quantisierungsperiode umfaßt.
Die weitere Betrachtung der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 erstreckt sich auf den Fall, daß mit dem Taktimpuls Te ein unzulässiger Signalzustand erfaßt wird, dem jedoch ein zufälliger Einzelfehler zugrunde liegt, der beim darauffolgenden Taktimpuls Te + 1 nicht mehr vorhanden ist.
Der unzulässige Signalzustand wird mit dem Taktimpuls Te in den Abtastsignalspeicher 1 übernommen und infolge des Master-Slave-Ablaufs nach dem Ende des Taktimpulses Te von den Ausgängen 1.6 bis 1.9 abgegeben und vom Dekoder 4 als fehlerhaft
erkannt. ·
Gleichzeitig war auf die bereits beschriebene Weise vom Vorzustandsspeicher 2 ebenfalls mit dem Taktimpuls Te der letzte fehlerfreie Signalzustand übernommen worden. Mit dem Erkennen eines fehlerhaften Signalzustandes sperrt der Dekoder 4 die Ausgabe eines Zählimpulses am Ausgang 4.8 oder 4.9 und gibt am Ausgang 4.11 ein Primärfehlersignal aus, das sowohl dem Torungseingang 2.4 des Vorzustandsspeichers 2 als auch dem Signaleingang 3.1 des Fehlermerkspeichers 3 zugeführt wird. Ein Dauerfehlersignal F wird in diesem Zustand vom Ausgang 4.10 nicht ausgegeben.
Das Primärfehlersignal bewirkt am Torungseingang 2.4, daß die eintreffenden Taktimpulse so lange wirkungslos bleiben, wie das Primärfehlersignal vorhanden ist. Damit bleibt der letzte mit dem Taktimpuls Te übernommene und noch fehlerfreie Signalzustand im Vorzustandsspeicher 2 gespeichert. Vom Fehlermerkspeicher 3 wird das Primärfehlersignal mit dem nächsten Taktimpuls Te + 1 gespeichert und steht als Fehlermerksignal am Eingang 4.7 des Dekoders 4 an.
Wird mit dem Taktimpuls Te + 1 der getroffenen Annahme gemäß den Eingängen 4.1 bis 4.4 des Dekoders 4 wieder ein zulässiger Signalzustand zugeführt, dann ignoriert der Dekoder 4 das Fehlermerksignal an seinem Eingang 4.7 und gibt auch kein Primärfehlersignal am Ausgang 4.11 mehr aus. Aus dem Vergleich zwischen dem fehlerfreien Signalzustand an den Ausgängen
1.6 bis 1.9 des Abtastsignalspeichers 1 und dem letztgültigen, im Vorzustandsspeicher 2 gespeicherten Signalzustand entscheidet der Dekoder 4, ob und an welchem Ausgang 4.8 oder 4.9 ein Zählimpuls abzugeben ist.
Wegen des Verschwindens des Primärfehlersignals kann der nächstfolgende Taktimpuls Te + 2 infolge des wieder aktiven Torungseingang 2.4 im Vorzustandsspeicher 2 wieder wirksam werden, so daß sich der beschriebene ungestörte Betriebsablauf fortsetzt. Aus demselben Grunde verschwindet mit dem Taktimpuls Te + 2 auch das Fehlermerksignal am Eingang 4.7 des Dekoders 4.
Bei einem Dauerfehler, z. B. durch einen Leitungsbruch verursacht, der mit dem Taktimpuls Td beginnen soll, laufen zuerst einmal dieselben Vorgänge wie bei einem Einzelfehler ab. Vom Taktimpuls Td in den Abtastsignalspeicher 1 übernommen, bewirkt der unzulässige Signalzustand die Ausgabe des Primärfehlersignals und damit das Sperren des Takteingangs 2.3 und dadurch das Verbleiben des letzten gültigen Signalzustandes im Vorzustandsspeicher 2. Gleichzeitig gibt der Dekoder 4 keinen Zählimpuls aus.
Mit dem nächsten Taktimpuls Td + 1 erscheint das Fehlermerksignal am Eingang 4.7 des Dekoders 4. Nun soll aber der Annahme gemäß der mit diesem Taktimpuls Td + 1 in den Abtastsignalspeicher 1 übernommene Signalzustand wieder unzulässig sein. Beim Erkennen eines unzulässigen Signalzustandes an den Eingängen 4.1 bis 4.4 und einem gleichzeitig am Eingang 4.7 vorhandenen Fehlermerksignal gibt der Dekoder 4 am Ausgang 4.10 ein Dauerfehlersignal F aus, das zum Einleiten geeigneter Maßnahmen benutzt wird, um die Anlage oder die Produktion vor Schaden zu bewahren.
Die Schaltungsanordnung in Fig. 2 ist für eine Achtfachauswertung geeignet, d.h., es können richtungsabhängige Bewegungsvorgänge mit einer Intervallbreite von Vs Quantisierungsperiode erkannt werden. Hierzu müssen 4 direkte Abtastsignale E11, E12, E13 und E14 zur Verfügung stehen, die entweder aus 4 Abtastsignalgebern gewonnen werden, die jeweils um Vs Quantisierungsperiode versetzt, bzw. aus konstruktiven Gründen um ganze Quantisierungsperioden zusätzlich versetzt, angeordnet sind oder die durch Interpolation der Abtastsignale von 2 Abtastsignalgebern entstehen. Die Bereitstellung der inversen Signale ist hierbei nicht erforderlich, da neben den zulässigen Signalzustandsänderungen eine Reihe von unzulässigen Zustandsänderungen definiert werden können, die eine ausreichende Sicherheit für das Erkennen von Systemausfällen bieten.
Mit dem Abtastsignalspeicher 10 werden somit die 4 direkten Abtastsignale E11 bis E14, die an den Eingängen 10.1 bis 10.4 anliegen, mit einem Taktimpuls Ti übernommen und an den Ausgängen 10.6 bis 10.9 zur Verfügung gestellt. Mit dem nächsten
Taktimpuls Ti + 1 wird dieser Zustand vom Vorzustandsspeicher 20 übernommen, und an den Ausgängen 10.6 bis 10.9 des Abtastsignalspeichers 10 erscheint der aktuelle Signalzustand. Beide Zustände gelangen über die Eingänge 40.1 bis 40.8 in den Dekoder 40, der prüft, ob eine Änderung zwischen dem alten und dem neuen Zustand eingetreten und ob diese Änderung zulässig ist. In Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Prüfung gibt der. Dekoder gegebenenfalls einen Vorwärtszählimpuls V am Ausgang 40.11 oder einen Rückwärtszählimpuls R am Ausgang 40.12 ab.
Wurde eine unzulässige Zustandsänderung erkannt, dann erscheint am Ausgang 40.14 ein Primärfehlersignal, das am Torungseingang 20.6 das Wirksamwerden weiterer Taktimpulse im Vorzustandsspeicher 20 sperrt und somit den letzten gültigen Signalzustand gespeichert hält. Über den Fehlermerkspeicher 30 gelangt mit dem nächsten Taktimpuls Ti + 1 ein Fehlermerksignal an den Eingang 40.10 des Dekoders 40.
Wird der mit dem nächsten Taktimpuls Ti + 1 an den Eingängen 40.1 bis 40.4 anstehende Signalzustand vom Dekoder 40 als zulässige Änderung gegenüber dem letzten gültigen an den Eingängen 40.5 bis 40.8 anstehenden Signalzustand erkannt, dann wird das Fehlermerksignal am Eingang 40.10 ignoriert und der fehlerfreie Betrieb kann sich fortsetzen. Wird dagegen die Zustandsänderung als'unzulässig bewertet, dann gibt der Dekoder 40 am Ausgang 40.13 ein Dauerfehlersignal F aus. Eine verbesserte Anpaßbarkeit der Erfindung an unterschiedliche Einsatzfälle ergibt sich, wenn für eine Vierfach- und eine Achtfachauswertung ein und derselbe Dekoder verwendet werden kann. Hierzu ist am Dekoder 40 ein limschalteingang 40.9 angeordnet, über den der Auswertemodus des Dekoders 40 verändert wird. Im Vierfach-Auswertemodus, ausgewählt durch entsprechende Belegung des Umschalteinganges 40.9 mit einem Umschaltsignal US, testet der Dekoder die Richtigkeit der Primärsignalbelegung der Eingänge 40.1 bis 40.4 und erzeugt bei auftretendem Fehler ein Primärfehlersignal. Für die Zählimpulserzeugung sind nur die nicht negierten bzw. die negierten Signalpaare in den Vorzustandsspeicher 20 zu übernehmen und durch Vergleich dieser Signalzustände mit den im Abtastsignalspeicher 10 gespeicherten Signalzuständen wird, wenn erforderlich, der jeweilige Zählimpuls erzeugt. Im Achtfach-Auswertemodus dagegen sind durch entsprechende Belegung des Umschalteingangs 40.9 mit einem Umschaltsignal US die logischen Verknüpfungen des Dekoders 40 so geschaltet, daß ein Primärfehlersignal dann gebildet wird, wenn sich unerlaubte Signalzustände an den Eingängen 40.1 bis 40.4 gegenüber den Eingängen 40.5 bis 40.8 einstellen und daß zum Erzeugen der Zählimpulse die Änderungen der Signalzustände an allen 4 Eingängen 10.1 bis 10.4 des Abtastsignalspeichers 10 bewertet werden.
Claims (2)
- Erfindungsanspruch:1. Schaltungsanordnung zur Auswertung und Fehlererkennung für inkremental Meßsysteme mit Abspeicherung der mit zwei aufeinanderfolgenden Taktimpulsen gewonnenen Abtastsignalzustände und mit Prüfung der Zulässigkeit der Signalzustände oder der Zustandsänderungen in einem Dekoder, derein Primärfehlersignal beim Erkennen einer Unzulässigkeit und ein Dauerfehlersignal beim Erkennen zweier aufeinanderfolgender Unzulässigkeiten erzeugt, gekennzeichnet dadurch, daß zum Abspeichern des letztgültigen Abtastsignalzustandes nur ein Vorzustandsspeicher (2 bzw. 20) angeordnet ist, daß mit dessen Takteingang (2.3 bzw. 20.5) ein konjunktiv wirkender Torungseingang (2.4 bzw. 20.6) kombiniert ist und daß dieser Torungseingang (2.4 bzw. 20.6) mit demjenigen Ausgang (4.11 bzw. 40.14) des Dekoders (4 bzw. 40) verbunden ist, an dem ein Primärfehlersignal auftritt.
- 2. Schaltungsanordnung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Dekoder (40) einen Umschalteingang (40.9) aufweist, über den mit einem Umschaltsignal (US) der Auswertemodus des Dekoders (40) zwischen Vierfach- und Achtfachauswertung umschaltbar ist.Hierzu 2 Seiten ZeichnungAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung ist überall dort anwendbar, wo Lage-oder Winkeländerungen digital erfaßt und verarbeitet werden müssen. Dies trifft neben Meßgrößenerfassungen für Füllstand, Länge, Volumen, Masse u.a., insbesondere auf die Automatisierung von Produktionsprozessen, z. B. in Werkzeugmaschinen zu.Charakteristik der bekannten technischen LösungenEs sind absolute und inkrementelle Meßverfahren zu unterscheiden. Bei den inkrementell Verfahren werden mit Hilfe von Quantisierungseinrichtungen, die aus einem mit dem Meßobjekt verbundenen Rasterträger und einem, meist aber zwei oder mehr Abtastelementen bestehen, aus der Bewegung oder Drehung des Meßobjektesein, meist aber zwei oder mehr Abtastsignale gewonnen, die einen periodischen Verlauf aufweisen, wobei die Periodizität nicht von der Zeit,.sondern vom Ort abhängig und durch die Quantisierung des Rasters bestimmt ist. Zum Erkennen der Bewegungs- oder Drehrichtung sind zwei Abtastelemente erforderlich, die um 1A Quantisierungsperiode versetzt angeordnet sind, wobei sie aus konstruktiven Gründen meist noch um eine oder mehrere ganze Quantisierungsperioden auseinandergerückt sind. In dieser Weise werden zwei Abtastsignale gewonnen, die, bezogen auf die ortsabhängige Periodizität, um 90° phasenverschoben sind. Nach dem Durchlaufen von Impulsformerstufen ergeben sich zwei entsprechende Impulsfolgen, die zum Erkennen von Systemstörungen zusätzlich auch invertiert bereitgestellt werden können, so daß der Auswerteanordnung vier jeweils um 1A Periode phasenverschobene Impulsfolgen als Abtastsignale zur Verfügung stehen. Einen Überblick über gebräuchliche inkrementale Meßsysteme gibt das Taschenbuch Betriebsmeßtechnik, VEB Verlag Technik, Berlin, 2. Auflage, 1982 auf den Seiten 102ff. und 60 Iff.Mit zwei um 1A Quantisierungsperiode versetzt angeordneten Abtastelementen ist die Vierfachauswertung einer Quantisierungsperiode möglich, d.h., es können Lage- oder Winkeländerungen des Meßobjekts bis herab zu 1A Quantisierungsperiode erkannt werden. Eine Erhöhung der Erkennbarkeit bis herab zu Vs Quantisierungsperiode läßt sich durch eine Achtfachauswertung erreichen, bei der entweder vier um jeweils Vs Quantisierungsperiode versetzt angeordnete Abtastelemente eingesetzt werden oder indem durch Überlagerungen der aus zwei Abtastelementen gewonnenen Abtastsignale weitere Abtastsignale abgeleitet werden.Zum Erkennen der Richtung der Lage- oder Winkeländerung werden die Abtastsignale entweder dynamisch oder statisch verarbeitet, wobei sich die vorliegende Erfindung auf eine statische, taktgesteuerte Verarbeitung bezieht. Hierbei werden die mit aufeinanderfolgenden Taktimpulsen gewonnenen Abtastsignalzustände in einer Dekoderschaltung miteinander verglichen, wobei der Dekoder bei Erkennen einer Zustandsänderung in Abhängigkeit von der Art der Änderung einen Vorwärts- oder einen Rückwärtszählimpuls abgibt, der einem entsprechenden Zähler zugeführt wird, dessen Zählerstand die Lage des Meßobjektes repräsentiert.Beim Auftreten von unzulässigen Signalzuständen oder unzulässigen Zustandsänderungen muß unterschiedlich reagiert werden, je nach dem, ob ein zufälliger, einmaliger Fehler oder ob ein Dauerfehler vorliegt. Einmalige Fehler, die nur in einem Taktimpuls erkannt werden und sich nicht wiederholen, sollen ignoriert werden. Dauerfehler dagegen, die in zwei oder mehr aufeinanderfolgenden Taktimpulsen erkannt werden, müssen erfaßt und signalisiert werden. Eine Anordnung, die diese Erkennung durchführt, ist aus der DD-PS 226958 bekannt. Hier erzeugt ein Dekoder beim Erkennen eines unzulässigen Signalzustandes ein Primärfehlersignal und verhindert gleichzeitig die Ausgabe eines Zählimpulses. Das Primärfehlersignal wird in einem Fehlerspeicher gespeichert, einem weiteren Eingang des Dekoders zugeführt und mit dem Ergebnis der nächstfolgenden Entscheidung auf zulässigen Signalzustand verknüpft. Wird der mit dem nächsten Taktimpuls übernommene Signalzustand als zulässig erkannt, dann wird das Primärfehlersignal ignoriert, der Fehlerspeicher gelöscht und der ungestörte Betriebsablauf fortgesetzt. Das Erkennen eines unzulässigen Signalzustandes in Verbindung mit einem bereits anstehenden Primärfehlersignal hat dagegen die Ausgabe eines Dauerfehlersignals zur Folge.
Priority Applications (1)
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1986
- 1986-01-21 DD DD28633986A patent/DD246362A1/de unknown
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