DD246534A1 - Feuerfestes basisches stampfgemenge - Google Patents

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DD246534A1
DD246534A1 DD28653186A DD28653186A DD246534A1 DD 246534 A1 DD246534 A1 DD 246534A1 DD 28653186 A DD28653186 A DD 28653186A DD 28653186 A DD28653186 A DD 28653186A DD 246534 A1 DD246534 A1 DD 246534A1
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DD28653186A
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Peter Wunderlich
Hans-Juergen Otto
Peter Wolf
Kerstin Gehardt
Volker Samm
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Aken Magnesitwerk
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein feuerfestes, kohlenstoffhaltiges, basisches Stampfgemenge zum Einsatz als Feuerfestzustellung in metallurgischen Aggregaten und Gefaessen sowie weitere Hochtemperatureinrichtungen. Ziel der Erfindung ist es, fuer metallurgische Einrichtungen sowie Spezialanwendungsgebiete ein feuerfestes, basisches, kohlenstoffhaltiges Stampfgemenge mit verbesserten Gebrauchswerteigenschaften, insbesondere hoeherer Festigkeit und damit verbundener Haltbarkeitssteigerung, herzustellen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe durch ein feuerfestes, basisches Stampfgemenge, bestehend aus Magnesit, einem Kohlenstofftraeger sowie einem organischen Bindemittel geloest, wobei das Stampfgemenge 1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 5 Gew.-% eines festigkeitssteigernden Additivs in Form von Phenol-Formaldehyd-Harz, vorzugsweise in saurem Medium polymerisiert, enthaelt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein feuerfestes, kohlenstoffhaltiges, basisches Stampfgemenge zum Einsatz als Feuerfestzustellung in metallurgischen Aggregaten und.Gefäßen sowie weiteren Hochtemperatureifirichtungen.
Hauptanwendungsgebiete sind Konverter, Pfannen, Elektro- und Plasmaschmelzofen.
Weiterhin kann das erfindungsgemäße Erzeugnis zum Einstampfen von Spezialerzeugnissen wie Spül- und Abstichsystemen eingesetzt werden.
Charakteristik der bekannten Lösungen
Es ist bekannt, daß zur zonaren bzw. vollständigen feuerfesten Auskleidung von metallurgischen Gefäßen Stampfgemenge auf der Basis eines feuerfesten Grundstoffes und organischer Bindemittel eingesetzt werden.
Die verwendeten Bindemittel sind üblicherweise bei der thermischen Behandlung von fossilen Brennstoffen anfallende Destillate oder Polymerisations- bzw. Kondensationsprodukte derselben.
Derartige Produkte erfüllen im allgemeinen die an sie gestellten Qualitätsanforderungen.
In SE-OS 411 224 ist die Herstellung eines derartigen Bindemittels für feuerfeste Materialien beschrieben. Der Nachteil eines solchen Binders besteht darin, daß er erst bei einer Temperatur von ca. 5000C aushärtet und dabei nur geringe Festigkeiten erreicht.
Moderne metallurgische Anlagen erfordern jedoch Stampfgemenge, die auf Grundlage des verwendeten Bindemittels im Temperaturbereich von 100-5000C eine hohe Festigkeit erreichen.
Weiterhin ist in DE-AS 1646576 eine Stichlochstampfmasse beschrieben, welche einen Zusatz von Novolak enthält. Als feuerfeste Grundstoffe werden Sand und Dolomit aufgeführt. Diese natürlich vorkommenden Rohstoffe weisen, bedingt durch ihre chemische Zusammensetzung und ihre Verunreinigungen, eine unzureichende chemische und thermische Beständigkeit auf, die den Anforderungen einer progressiven Stahlerzeugungstechnologie nicht genügen. Als Kohlenstoffträger werden Kohle oder Koks angegeben, die im Gegensatz zum Graphit in einer inhomogenen Ausbildung des Bindemittelkoksgerüstes führen.
Dadurch bedingt erreicht die Festigkeit der ausgehärteten Stampfmasse nicht das erforderliche Niveau.
Die bei den bekannten Erzeugnissen auftretenden Nachteile minimieren deren Einsatzmöglichkeiten in modernen metallurgischen Anlagen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, für metallurgische Einrichtungen sowie für Spezialanwendungsgebiete einfeuerfestes, basisches, kohlenstoffhaltiges Stampfgemenge mit verbesserten Gebrauchswerteigenschaften, insbesondere höheren Festigkeiten und damit verbundener Haltbarkeitssteigerung, herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein feuerfestes, basisches Stampfgemenge mit verbesserten Haltbarkeits- und Verarbeitungseigenschaften und verbesserter Erosionsbeständigkeit zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein feuerfestes, basisches Stampfgemenge bestehend aus Magnesit, einem Kohlenstoffträger sowie einem organischen Bindemittel gelöst, wobei das Stampf gemenge 1 bis 10Gew.-% vorzugsweise 2 bis
5Gew.-%, eines festigkeitssteigernden Additivs in Form von Phenol-Formaldehyd-Harz, vorzugsweise in saurem Medium polymerisiert, enthält.
Dieses festigkeitssteigemde Additiv enthält einen Formaldehyddonator, wie z. B. Phenoltrialkohol, Dimethylolhamstoff, Hexamethylolmelamin, vorzugsweise Hexamethylentetramin mit einem Anteil von 5 bis 15 Gew.-%. Das organische Bindemittel besteht aus einem bei der thermischen Behandlung von fossilen Brennstoffen anfallenden Destillat oder Polymerisations- bzw. Kondensationsprodukt.
Durch den gemeinsamen Einsatz des organischen Bindemittels und des festigkeitserhöhenden Additivs kommt es im unteren Temperaturbereich bis 2000C zur Ausbildung einer kompakten Matrix und zu einer homogenen Durchsetzung des flüssigen Bindemittelanteils, der sich beim weiteren Temperaturanstieg verkokt und somit zu einer zusätzlichen Stabilisierung des Gefüges führt.
Diese beschriebene Kombination des organischen Bindemittels mit dem Additiv führt im Vergleich zu den bekannten Lösungen zu einer wesentlichen Steigerung der Festigkeit, Formstabilität und Erosionsbeständigkeit des feuerfesten, basischen Stampfgemenges.
Als Magnesit wird ein hochwertiger natürlicher oder synthetischer Sinter oder Schmelzmagnesit, vorzugsweise ein hochreiner, eisenarmer, synthetischer Sinter (Magnesiasinter) wobei auch als Sinter hochwertiges Sekundärmaterial eingesetzt werden kann, und als Kohlenstoffträger Graphit verwendet. Das feuerfeste Stampfgemenge enthält 1 bis 20 Gew.-% Graphit. Mit dem Einsatz eines hochreinen, synthetischen Magnesiasinters wird eine hohe chemische Resistenz gegenüber aggressiven Medien erreicht. Durch den Einsatz von Graphit wird die Infiltration der aggressiven Medien herabgesetzt und damit die chemische Beständigkeit des Sinters wirkungsvoll unterstützt.
Mit dem erfindungsgemäßen Erzeugnis wird eine wesentliche Verbesserung der Haltbarkeit der feuerfesten Auskleidung in metallurgischen Einrichtungen sowie für Spezialanwendungsgebiete erzielt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
DasAusführungsbeispiel betrifft ein Stampfgemenge zum Einstampfen von Spülsystemen in Behandlungspfannen einer PMA.
(Pfannenmetallurgische Anlage)
Sinter—MgO 0-5 mm . 80%
. Graphit 10%
organisches Bindemittel 8% festigkeitssteigerndes Additiv
einschließlich Formaldehyddonator 2% Verhältnis festigkeitssteigerndes
Additivzu Formaldehyddonator 10:1
Bei dem MgO-Sinter handelt es sich um ein synthetisches Produkt mit einem Anteil von 98% MgO. Die einzelnen Komponenten werden nach einer für feuerfeste, basische Stampfmassen üblichen Verfahrensweise vermischt.
Dieses basische Stampfgemenge weist im Vergleich zum Weltspitzenerzeugnis A folgende Qualitätsparameter auf.
Ausführungsbeispiel Weltspitzenerzeugnis A
Druckfestigkeit
nach Temperaturbehandlung bei 100°C 19,6MPa 0,85MPa
Druckfestigkeit
nachVerkokungbei1000°C 23,8MPa 11,1MPa

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Feuerfestes basisches Stampfgemenge für metallurgische Aggregate und Gefäße sowie Hochtemperatureinrichtungen,
bestehend aus Magnesit, einem Kohlenstoffträger sowie einem organischen Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß das feuerfeste Stampf gemenge 1 bis 10Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 5Gew.-%, eines festig keitssteigernden Additivs in Form" von Phenol-Formaldehyd-Harz, vorzugsweise in saurem Medium polymerisiert, enthält.
2. Feuerfestes basisches Stampfgemenge nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß das festigkeitssteigernde Additiv einen Formaidehyddonator, wie z. B. Phenoltrialkohol, Dimethylolharnstoff, Hexämethylolmelamin, vorzugsweise Hexamethylentetramin mit einem Anteil von 5 bis 15 Gew.-% enthält.
"3. Feuerfestes basisches Stampfgemenge nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnesit aus einem hochwertigen natürlichen oder'synthetischen Sinter oder Schmelzmagnesit, vorzugsweise einem hochreinen, eisenarmen, synthetischen Sinter (Magnesiasinter) besteht.
4. Feuerfestes basisches Stampfgemenge nach·Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Bindemittel aus einem bei der thermischen Behandlung von fossilen Brennstoffen anfallenden Destillat oder Polymerisations- bzw. Kondensationsprodukt besteht.
5. Feuerfestes basisches Stampfgemenge nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß das feuerfeste Stampfgemenge 1 bis 20 Gew.-% Graphit als Kohlenstoffträger enthält.
DD28653186A 1986-01-28 1986-01-28 Feuerfestes basisches stampfgemenge DD246534B1 (de)

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