DD246545A1 - Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von 0,0-dimethylthiophosphorsaeureesteramid - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von 0,0-dimethylthiophosphorsaeureesteramid Download PDF

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DD246545A1
DD246545A1 DD28652586A DD28652586A DD246545A1 DD 246545 A1 DD246545 A1 DD 246545A1 DD 28652586 A DD28652586 A DD 28652586A DD 28652586 A DD28652586 A DD 28652586A DD 246545 A1 DD246545 A1 DD 246545A1
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ammonium chloride
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aqueous ammonia
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DD28652586A
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Falko Grimmer
Siegfried Berger
Reinhard List
Werner Kochmann
Klaus Dittrich
Peter Reichelt
Frank Kittler
Detlef Roediger
Roland Schelle
Wolfgang Theil
Gerda Wetzke
Ralf Berger
Michael Schnell
Herbert Teichmann
Sigrid Tiffe
Karin Hoffmann
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Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von 0,0-Dimethylthiophosphorsaeureesteramid aus 0,0-Dimethylthiophosphorsaeureesterchlorid und waessrigem Ammoniak. Erfindungsgemaess wird die Umsetzung in einem Drehscheibenextraktor durchgefuehrt, wobei die organische Loesung in den oberen und die waessrige Ammoniakloesung in den unteren Teil des Reaktors dosiert und gleichzeitig unterhalb der Einspeisestelle der Ammoniakloesung - bezogen auf die Gesamtreaktionsmasse - 1,5 bis 7 Gew.-% Wasser zugefuehrt werden.

Description

Beispiel 1:
In einen 20stufigen Drehscheibenextraktor mit Glasmantel und Edelstahlscheiben werden unter Rühren und externer Kühlung bei 300C Reäktionstemperatur stündlich 4012,5g einer 30%igen Lösung von O^-Dimethylthiophosphorsäureesterchlorid in Dichlormethan und 1 600g einer 20%igen wäßrigen Ammoniaklösung dosiert. Die organische Lösung wird in die obere (1.), die wäßrige Lösung in die 15. Kammer eingespeist. Gleichzeitig werden in die unterste Kammer stündlich 300g Wasser dosiert. Über Siphon laufen an der unteren Trennkammer stündlich 3834g organische Phase mit Gehalten an 0,0-Dimethylthiophosphorsäureesteramid von 27,3% und 0,0-Dimethylthiophosphorsäureesterchorid von weniger als 0,02% ab. Die Ausbeute an Esteramid in der organischen Phase beträgt 98,9% d.Th., bezogen auf den Einsatz an Esterchlorid.
Beispiel 2 (Vergleichsbeispiel:
In einem 1,51-Sulfierkolben werden unter Rühren und Außenkühlung bei 3O0C binnen 40 Min. zu 802,5g einer 30%igen Lösung von O^-Dimethylthiophosphörsäureesterchlorid in Dichlormethan 447g 20%ige wäßrige Ammoniaklösung zugetropft, die Mischung unter Rühren noch 90 Min. nachreagieren lassen und danach die Phasen getrennt. Dabei werden 742,1 g organische Phase mit Gehalten an 0,0-Dimethylthiophosphorsäureesteramid von 25,1 % und O^-Dimethylthiophophorsäureesterchlorid von 0,02% erhalten. Die Ausbeute an Esteramid beträgt 88% d.Th., bezogen auf den Einsatz an Esterchlorid.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von 0,0-Dimethylthiophosphorsäureesteramid aus 0,0-Dimethylthiophosphorsäureesterchlorid und wäßrigem Ammoniak in Gegenwart eines inerten, mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittels, gekennzeichnet dadurch, daß die Umsetzung in einem Drehscheibenextraktor durchgeführt wird, wobei die organische Lösung in den oberen und die wäßrige Ammoniaklösung in den unteren Teil des Reaktors dosiert und gleichzeitig unterhalb der Einspeisestelle der Ammoniaklösung — bezogen auf die Gesamtreaktionsmasse — 1,5 bis7Gew.-% Wasser zugeführt werden.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahrenzur kontinuierlichen Herstellung von 0,0-Dimethylthiophosphorsäureesteramid durch Umsetzung von Ο,Ο-Dimethylthiophosphorsäureesterchlorid mit wäßrigem Ammoniak. Das Esteramid dient als Zwischenprodukt für die Herstellung biozid wirksamer Verbindungen.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Es ist bekannt, OjO-Dimethylthiophosphorsäureesterchloride mit Ammoniak, primären oder sekundären Aminen zu 0,0-Dialkylthiophosphorsäureesteramiden umzusetzen. Diese Umsetzung verläuft bei Verwendung von gasförmigem Ammoniak als Reaktionspartner bekanntlich ohne Schwierigkeiten (N. N. Melnikov und A. G. Zenkevich, Z. obsc. Cbim.25,828 [1955]). Bei der technischen Durchführung treten jedoch Schwierigkeiten auf, da sich als Reaktionsprodukt Ammoniumchlorid kristallin abscheidet, das die Wärmeaustauschflächen der Reaktoren verkrustet und sich nur schwer aus dem organischen Reaktionsprodukt abtrennen läßt. Es ist deshalb vorgeschlagen worden, die Umsetzung im inerten organischen Lösungsmittel mit wäßrigem Ammoniak als Reaktionskomponente durchzuführen und das gebildete Ammoniumchlorid in Lösung zu halten (DD-PS 55656). Dabei wirkt nachteilig, daß der eigentlichen Umsetzung ein Verteilungsvorgang vorgeschaltet wird und sich dadurch die Reaktionsgeschwindigkeit vermindert. Da gleichzeitig konkurrierende Nebenreaktionen ablaufen, ist es erforderlich, Ammoniak im deutlichen Überschuß einzusetzen. Der überschüssige Ammoniak kann nur mit erheblichen technischen Aufwand zurückgewonnen werden, geht deshalb im allgemeinen verloren und belastet die Umwelt. Aufgrund der Löslichkeit ist ein Teil des entstandenen 0,0-Dimethylthiophosphorsäureamides in der Wasserphase enthalten und kann aus ihr nur durch mehrfache Extraktion mit Lösungsmittel gewonnen werden. Die Extraktion erfordert erheblichen zusätzlichen technischen Aufwand. Auch die Durchführung der Reaktion in einer Rührkesselkaskade — etwa gemäß DD-PS 140206 oder 141 621 —bringt nicht den gewünschten Erfolg. Schaltet man zwischen die Reaktionsstufen Trennstufen und führt eine Phase in die jeweils vorgelagerte Reaktionsstufe zurück, so scheidet sich nach kurzer Zeit Ammoniumchlorid in den Trenngefäßen aus, das ständig entfernt werden muß.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, ein einfaches Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von 0,0-Dirnethylthiophosphorsäureesteramid aus O^-Dimethylthiophosphorsäureesterchlorid und wäßrigem Ammoniak in Gegenwart eines inerten, mit Wasser nicht · mischbaren organischen Lösungsmittels zu entwickeln, das zu hohen Ausbeuten führt und die Abscheidung vom festem Ammoniumchlorid ausschließt.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Umsetzung in einem Drehscheibenextraktor durchgeführt wird, wobei man die organische Lösung in den oberen und die wäßrige Ammoniaklösung in den unteren Teil des Reaktors dosiert und gleichzeitig unterhalb der Einspeisestelle der Ammoniaklösung — bezogen auf die Gesamtreaktionsmasse— 1,5 bis7Gew.-% Wasser zugeführt werden. ·
    Die freiwerdende Reaktionswärme wird über die Reaktorwand an ein Kühlmedium abgeführt. Die organische Phase enthält das gebildete 0,0-Dimethylthiophosphorsäureesteramid und läuft aus der unteren Trennzone über Siphon ab; die aus der oberen Trennzone ablaufende wäßrige Phase enthält Ammoniumchlorid und nur noch Spuren des Esteramids. Die Verhinderung der Auskristallisation des. Ammoniumchlorids ist insofern überraschend, da aufgrund des Konzentrationsgefälles der im Gegenstrom miteinander reagierenden Ammoniak enthaltenden wäßrigen und 0,0-Dimethylthiophosphorsäureesterchlorid enthaltenden organischen Phase Ammoniumchlorid — Überkonzentration in einem Teilabschnitt des Drehscheibenextraktors mit daraus resultierenden Ammoniumchlorid-Auskristallisationen unvermeidlich erscheinen. Der erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, das Esteramid in nahezu quantitativer Ausbeute herzustellen. Zudem erfordert die Umsetzung nur einen sehr geringen Ammoniaküberschuß und erlaubt es, die Belastung des Abwassers mit Esteramid zu vermindern.
    Ausführungsbeispiel
    Das erfindungsgemäße Verfahren soll anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Alle in den. Beispielen enthaltenen Ausbeuteangaben beziehen sich auf die Ergebnisse gaschromatographischer Analysen.
DD28652586A 1986-01-28 1986-01-28 Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von 0,0-dimethylthiophosphorsaeureesteramid DD246545A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN112300210A (zh) * 2020-11-26 2021-02-02 安道麦股份有限公司 一种精胺的生产工艺

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