DD246714A1 - Einrichtung zum konstanthalten der vor- und ruecklaufgeschwindigkeit von hydraulisch angetriebenen reitstockpinolen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Konstanthalten der Vor- und Ruecklaufgeschwindigkeit der hydraulisch angetriebenen Reitstockpinole, insbesondere von Drehmaschinen bei kleinem Arbeitsdruck. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, mit welcher bei allen statischen Andrueckkraeften die gleiche Verschiebegeschwindigkeit der Pinole wirkt und kein Einrichteaufwand erforderlich ist. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, dass die Kolbenstange des Schubkolbenantriebes der Pinole mittels einer Feder mit dem Gehaeuse in Wirkverbindung steht, wobei die Feder eine Vorspannkraft aufweist, die etwas groesser als die reibungsbedingte Verschiebekraft der Pinole ist, so dass die Kolbenstange waehrend der freien Bewegung der Pinole in Ruhelage bleibt und erst beim Antreffen der Zentrierspitze am Werkstueck eine Bewegung der Kolbenstange gegen die Feder einsetzt, so dass nach einer kleinen Verschiebung der Kolbenstange ein Schalter betaetigt wird, welcher den Verschiebedruck auf den Arbeitsdruck umschaltet, welcher die weitere Bewegung der Kolbenstange bis zu einem festen Anschlag am Gehaeuse bewirkt und nach Erreichen des Anschlages das Werkstueck spannt. Figur
Description
Die in der Figur dargestellte Lage entspricht dem entspannten Zustand des Werkstückes 14. In diesem Zustand drückt die Feder 6 die Kolbenstange 4 nach links an den Gehäuseanschlag 9. Dabei ist die Vorspannkraft der Feder 6 um einen kleinen Sicherheitsbetrag größer als die Reibkraft zwischen Pinole 2 und Reitstockgehäuse 1. Der Kraftüberschuß der Feder 6 gegenüber der Reibkraft muß immer die Anlage des Bundes 5 am Gehauseanschlag 9 beim Entspannen gewährleisten. Zum Spannen des Werkstückes 14 wird die Pinole 2 nach links verschoben, indem die Leitung 8 mit der Druckquelle und die Leitung 7 mit dem Rücklauf verbunden werden. Das druckbestimmende Ventil ist dabei auf einen relativ hohen, oberhalb des den Geschwindigkeitswechsel bestimmenden Druckschwellwertes liegenden Druckwert eingestellt. Die während der Pinolenbewegu ng zwischen Pinole 2 und Gehäuse 1 wirkende Reibkraft hat an der Kolbenstange 4 eine Reaktionskraft zur Folge, die über den Bund 5 und die Druckfeder 6 in das Gehäuse 1 eingeleitet wird. Die Vorspannkraft der Feder 6 hält den Bund 6 am Gehäuseanschlag 9 fest. Sobald die Zentrierspitze 13 in der Zentrierbohrung des Werkstückes 14 antrifft, steigt der Druck im linken Zylinderraum an. Die dabei ansteigende Kraft am Kolben 3 verschiebt nach Überschreiten der Vorspannkraft der Feder 6 die Kolbenstange 4 nach rechts. Nach einem kleinen Verschiebeweg bringt der Nocken 11 den Schalter 12 zum Umschalten. Dieser bewirktem Umschalten des druckbestimmenden Ventils auf einen kleineren Druckwert, dessen Größe nur durch die gewünschte Andrückkraft derZentrierspitze 13 in der Zentrierbohrung des Werkstückes 14 bestimmtwird, der aber noch so groß sein muß, daß die Kolbenstange 4 noch bis zur Anlage des Bundes 5 am Gehäuseanschlag 10 verschoben wird. In diesem Zustand ist das Werkstück 14 gespannt. Die Restverschiebung vom Zeitpunkt der Betätigung des Schalters 12 bis zum Erreichen des Anschlages 10 erfolgt mit der dem niedrigen Druck entsprechenden kleinen Geschwindigkeit, da ein Teil des Pumpenstromes über das Druckbegrenzungsventil zum Behälter abfließt. Demgegenüber erfolgt die Verschiebung bis zum Schalten des Schalters 12 mit hoher Geschwindigkeit, da auf Grund der hohen Ventileinstellung der gesamte Pumpenförderstrom in den Schubkolbenantrieb fließt. Noch vor Anschlagen des Bundes 5 am Gehäuseanschlag 10 muß die Druckänderung infolge von Ventilumschaltung im Zylinderraum beendet sein. Anderenfalls steigt die Andrückkraft der Zentrierspitze 13 kurzzeitig auf einen, dem höheren Verschiebedruck entsprechenden Wert.
Zum Entspannen des Werkstückes 14 werden die Leitungen 7 und 8 durch ein Wegeventil umgeschaltet, so daß der rechte Zylinderraum mit der Druckquelle verbunden wird und der linke Zylinderraum mit dem Rücklauf. Der dabei am Druckventil einzustellende Druckwert entspricht dem Druck in der ersten Bewegungsphase des Spannvorganges. Die Pinole 2 bewegt sich dadurch mit großer Geschwindigkeit nach rechts, die Feder 6 verschiebt die Kolbenstange 4 bis zur Anlage des Bundes 5 am Gehäuseanschlag 9. Dabei bleibt der Schalter 12 wirkungslos. Die Bewegung wird entweder durch den Anschlag der Pinole 2 im Gehäuse 1 oder durch Absperren der Leitungen 7 und 8 durch ein Wegeventil beendet.
Claims (3)
- Erfindungsanspruch:1. Einrichtung zum Konstanthalten der Bewegungsgeschwindigkeit der hydraulisch gesteuerten Reitstockpinole, insbesondere von Drehmaschinen bei kleinem Arbeitsdruck, wobei zwischen einem Verschiebedruck und einem Arbeitsdruck umgeschaltet wird, gekennzeichnet dadurch, daß die Kolbenstange (4) mittels einer vorgespannten Druckfeder (6) mit dem Gehäuse (1) in Wirkverbindung steht, die Kolbenstange (4) im Gehäuse (1) verschiebbar angeordnet ist und einen Bund (5) aufweist, der mit den Gehäuseanschlägen (9; 10) in Wirkverbindung treten kann und ein die Druckumschaltu ng steuernder Scha lter (12) durch einen mit der Kolbenstange (4) verbundenen Nocken (11) in Wirkverbindung steht.
- 3. Einrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Vorspannkraft der Druckfeder (6) um einen Sicherheitsbetrag größer eingestellt ist, als die größte zwischen Pinole (2) und Gehäuse (1) wirkende Reibkraft.
- 3. Einrichtung nach Punkt T, gekennzeichnet dadurch, daß der Nocken (11) zum Schalter (12) so angeordnet ist, daß die Druckänderung vor Erreichen des Arbeitshubes beendet ist.Hierzu 1 Seite Zeichnung 'Anwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Konstanthalten der Vor- und Rücklaufgeschwindigkeit der hydraulisch angetriebenen Reitstockpinole, insbesondere von Drehmaschinen bei kleinem Arbeitsdruck.Charakteristik der bekannten technischen LösungenDie Bewegungsgeschwindigkeit der mittels hydraulischer Schubkolben angetriebenen Reitstockpinole ist bei Druckerzeugung mittels Konstantstrompumpe erst oberhalb eines Druckschwellwertes eindeutig durch die Fördermenge der Pumpe bestimmt. Ist das druckbestimmende Druckbegrenzungsventil auf einen Wert unterhalb dieses Schwellwertes eingestellt, teilt sich der Pumpenförderstrom in einen über das Druckbegrenzungsventil abfließenden Strom und einen in den Schubkolbenantrieb fließenden Strom. Nur dieser Strom bestimmt die Kolbengeschwindigkeit. Sie ist kleiner als die Geschwindigkeit bei einem Druck über dem Schwellwert. Verantwortlich für diese Erscheinung sind Reibungen im Antrieb und'Strömungsverluste während der Bewegungsphase. Je niedriger der die statische Andrückkraft der Pinole bestimmende Druck eingestellt ist, um so kleiner wird die Bewegungsgeschwindigkeit der Pinole. Bei großem Pinolenweg wird demzufolge die Zeit unvertretbar groß. Zur Erzeugung der gleichen, hohen Bewegungsgeschwindigkeit der Pinole bei allen statischen Andrückkräften ist eine Lösung bekannt, bei welcher der Schubkolbenantrieb nacheinander mit zwei verschiedenen Drücken beaufschlagt wird, einem Verschiebedruck und einem statischen Arbeitsdruck. Zum Bewegen der Pinole wird zunächst ein oberhalb des Druckschwellwertes liegender Verschiebedruck eingeschaltet, welcher durch einen einstellbaren Nocken und einen Schalter kurz vor Erreichen der Spannstellung auf den statischen Arbeitsdruck umgeschaltet wird. Der Restweg bis zur Spannstellung wird mit kleiner Geschwindigkeit zurückgelegt.
Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß der Nocken werkstückabhängig eingerichtet werden muß.Ziel der ErfindungDer Erfindung liegt das Ziel zugrunde, den aufgezeigten Nachteil der bekannten Lösung zu beseitigen.Darlegung des Wesens der ErfindungAufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, mit welcher bej allen statischen Andrückkräften die gleiche Verschiebegeschwindigkeit der Pinole wirkt und kein Einrichteaufwand erforderlich ist. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Kolbenstange des Schubkolbenantriebes der Pinole mittels einer Feder mit dem Gehäuse in Wirkverbindung steht, wobei die Feder eine Vorspannkraft aufweist, die etwas größer als die reibungsbedingte Verschiebekraft der Pinole ist, so daß die Kolbenstange während der freien Bewegung der Pinole in Ruhelage bleibt, und erst beim Antreffen der Zentrierspitze am Werkstück eine Bewegung der Kolbenstange gegen die Feder einsetzt, so daß nach einem kleinen Verschiebeweg der Kolbenstange ein Schalter betätigt wird, welcher den Verschiebedruck auf den Arbeitsdruck umschaltet, welcher die weitere Bewegung der Kolbenstange bis zu einem festen Anschlag am Gehäuse bewirkt und nach Erreichen des Anschlages das Werkstück spannt.AusführungsbeispielDie Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt einen schematischen Längsschnitt durch die Gesamtanordnung.In einem Reitstockgehäuse 1 ist eine Pinole 2 gleitend angeordnet. Diese bildet zusammen mit einem Kolben 3 und einer Kolbenstange 4 einen hydraulischen Schubkolbenantrieb. Die Zu- und Ableitung der Druckflüssigkeit erfolgt durch Leitungen 7 und 8. Die Kolbenstange 4 weist einen Bund 5 auf, der als Widerlager für eine vorgespannte Druckfeder 6 und in Verbindung mit Gehäuseanschlägen 9 und 10 als Widerlager für den Schubkolbenantrieb dient. Mit der Kolbenstange 4 ist ein Nocken 11 fest verbunden, der mit einem Schalter 12 in Wirkverbindung steht. Die Pinole 2 weist eine Zentrierspitze 13 ausweiche mit der Zentrierbohrung eines Werkstückes 14 in Wirkverbindung gebracht werden kann. Die Wirkungsweise der Einrichtung wird nachstehend beschrieben.
Priority Applications (1)
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| DD28797186A DD246714A1 (de) | 1986-03-17 | 1986-03-17 | Einrichtung zum konstanthalten der vor- und ruecklaufgeschwindigkeit von hydraulisch angetriebenen reitstockpinolen |
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| DD246714A1 true DD246714A1 (de) | 1987-06-17 |
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1986
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