DD247261A1 - Verfahren und anordnung zur aufbereitung von gebrochener rohbraunkohle fuer eine kohlenstaubfeuerung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Aufbereitung von gebrochener Rohbraunkohle fuer eine Kohlenstaubfeuerung, wobei auf dem Trocknungsweg der Rohbraunkohle mit dem Prozessmedium der Kohlenstaubfeuerung eine Auftrocknung und Entgasung durchgefuehrt werden soll. Dies wird dadurch erreicht, dass auf dem Transportweg der Feinstaub von der Rohbraunkohle mittels einem der Brennkammer entnommenen Waermetraegermedium getrennt sowie das Feinstaub-Waermetraeger-Gemisch ueber einen Brenner in die Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung eingeblasen, die vom Feinstaub befreite Rohbraunkohle mit dem Waermetraegermedium aufgetrocknet sowie das Brueden-Waermetraeger-Gemisch in die Abgasanlage der Kohlenstaubfeuerung abgesaugt und die aufgetrocknete Rohbraunkohle mit dem Waermetraegermedium teilweise oder vollstaendig entgast sowie das erzeugte Gas mit dem Waermetraegermedium ueber einen Brenner in die Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung geblasen und die teilweise oder vollstaendig entgaste Rohbraunkohle der Kohlenstaubmuehle der Kohlenstaubfeuerung zugefuehrt wird. Figur
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Aufbereitung von gebrochener Rohbraunkohle für eine Kohlenstaubfeuerung durch Entgasung der Rohbraunkohle.
Zur Aufbereitung von gebrochener grubenfeuchter oder gemahlener vorgetrockneter Rohbraunkohle ist es bekannt, in mit der Kohlenstaubfeuerung gekoppelten gesonderten Anlagen die Rohbraunkohle vorzutrocknen und teilweise oder vollständig zu entgasen.
Durch diesen Aufbereitungsprozeß soll erreicht werden, daß Rohbraunkohle mit hohem Wassergehalt in der Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung stabil zündet und verbrennt.
Es wurde jedoch festgestellt, daß diese Zielstellung nicht erreicht werden kann, weil nur ein geringer Auftrocknungs- und damit Vergasungsgrad erreicht werden konnte, die entstehenden gasförmigen Bestandteile energetisch ungünstig verwertet werden, hohe Aufwendungen an Anlagentechnik und Betriebsführung benötigt werden.
Die weiteren bekannten Verfahren sind durch getrennte Einzelaufbereitungsverfahren von Trocknung und Entgasung gekennzeichnet, mit dem Nachteil der aufwendigen Anlagentechnik.
Eine Vielzahl von Verfahren, die eine stoffwirtschaftliche und energetische Nutzung der Brennstoffe beinhalten, sind nicht an einen Dampfkesselbetrieb direkt gekoppelt und beinhalten in erster Linie die Gasgewinnung ohne eine bessere energetische Nutzung der Rohkohle für den Kesselbetrieb.
So dient ein Verfahren in erster Linie der Entgasung von Kohlenstaub, wobei aus der Mahlanlage Kohlenstaub vom Rauchgas getrennt wird und in ein oder mehreren Reaktoren entgast wird (DD-PS 214140). Der Nachteil des Verfahrens besteht neben der aufwendigen Anlagentechnik in der Staubaufbereitung in einem Mahlsystem.
Ein weiterer Nachteil ist, daß der Schwelkoksstaub der gleichen Mühle zugeleitet wird, aus der auch der Kohlenstaub zur Entgasung entnommen wird.
Nach einem weiteren Verfahren wird vorgetrocknete Rohkohle aus einem Wanderrost entnommen und in einem oder mehreren Reaktoren entgast, wobei der Schwelkoks auf den Rost des Dampfkessels zurückgeführt wird (DD-PS 214141).
Der Nachteil besteht in der getrennten Anlagentechnik sowie in dem Transport von Glut in den Reaktor mit der gleichzeitigen Anreicherung von Asche im Reaktor bzw. Schwelbett und Rückführung auf den Rost.
-2- Ζ47 26Ί Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, durch einfache Auftrocknung und Entgasung die energetische und stoffwirtschaftliche Nutzung der Rohbraunkohle zu verbessern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf dem Trocknungsweg der Rohbraunkohle mit den Prozeßmedien der Kohlenstaubfeuerung die Auftrocknung und Entgasung durchzuführen.
Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß auf dem Transportweg der Feinstaub von der Rohbraunkohle mittels einem der Brennkammer entnommenen Wärmeträgermedium getrennt sowie das Feinstaub-Wärmeträger-Gemisch über einen Brenner in die Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung eingeblasen, die vom Feinstaub befreite Rohbraunkohle mit dem Wärmeträgermedium aufgetrocknet sowie das Brüden-Wärmeträger-Gemisch in die Abgasanlage der Kohlenstaubfeuerung abgesaugt und die aufgetrocknete Rohbraunkohle mit dem Wärmeträgermedium teilweise oder vollständig entgast sowie das erzeugte Gas mit dem Wärmeträgermedium über einen Brenner in die Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung geblasen und die teilweise oder vollständig entgaste Rohbraunkohle der Kohlenstaubmühle der Kohlenstaubfeuerung zugeführt wird. Zur Realisierung ist erfindungsgemäß der Zuteiler der Kohlenstaubfeuerung in eine mit einer Mediendurchtritte aufweisenden Transporteinrichtung versehenen Kammer eingebunden, wobei in einer ersten Teilkammer die Transporteinrichtung als Schräge ausgebildet und das Kammeroberteil mit einem in der Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung eingebundenen Brenner verbunden, das Oberteil einer zweiten Teilkammer mit der Abgasanlage der Kohlenstaubfeuerung und das Kammeroberteil einer dritten Teilkammer mit einem in der Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung eingebundenen Brenner und der Austritt über eine Förderleitung mit dem Zuteiler der Kohlenstaubmühle verbunden ist und daß in die Unterteile der Teilkammem steuerbare rauchgasbeaufschlagte Leitungen eingebunden sind.
An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt die Einbindung derTrocknungs- und Entgasungskammer in den Prozeß der Kohlenstaubfeuerung.
In der Brennkammer 1 ist die Kohlenstaubmühle 2 mit Rauchgasrücksaugung 3 und Kohlenstaub-Hauptbrenner 4 eingebunden.
Die Kohlenstaubmühle 2 ist über den Zuteiler 31 mit der Umstelleinrichtung 6 verbunden.
In der Brennkammer 1 ist die Rauchgasentnahmeöffnung 5 vorgesehen, die über die Leitung 8 und die Steuereinrichtungen 12; 13; 14 in die Unterteile 16; 17; 18 der Kammer 15 eingebunden ist.
Die Kammer 15 besteht aus dan Teilkammem I; II; III und deren Oberteilen 19; 20; 21. In der Kammer 15 ist das Trockenbett 23 angeordnet, das in der Teilkammer I als Schräge 22 mit Düsenöffnungen 51 ausgebildet ist. In den Teilkammem II; III ist das Trockenbett 23 mit dem Förderer 24 versehen.
Am Ende des Trockenbettes 23 ist der Abwurf 25 vorgesehen. Das Trockenbett 23 ist als Membranrohrwand mit den Bettrohren 47 ausgebildet, die über die Sammler 46; 48 mit dem die Pumpe 45 aufweisenden Kühl- oder Heizkreislauf 44 verbunden ist.
In die Kammer 15 ist der über die Umstelleinrichtung 6 geführte Zuteiler 27 mit der Leitung 28 eingebunden. Das Oberteil 19 der Teilkammer I ist über die Leitung 32, Lüfter 33 und Brenner 34 in die Brennkammer 1 eingebunden.
Das Oberteil 20 der Teilkammer Il ist über die Leitung 35 in die Abgasanlage 36 der Kohlenstaubfeuerung vor Elektrofilter 37 eingebunden. Das Oberteil 21 der Teilkammer III ist entweder über Ventil 39, Leitung 38 und Brenner 40 in die Brennkammer 1 oder über Ventil 42 und Leitung 41 in den Gasbehälter 43 eingebunden. In das Unterteil 16 der Teilkammer I ist die Heißluftleitung 50 eingebunden.
Der Abwurf 25 ist über die Förderleitung 30 und den Zuteiler 31 mit der Kohlenstaubmühle 2 verbunden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die Rohkohle 26 als Teil- oder Gesamtstrom ein oder mehrerer Dampfkessel fällt auf die Schräge des Trockenbettes 23. Der Rauchgasteilstrom 9 und die Heißluft 57 strömen vom Unterteil 16 derTeilkammer I durch die Düsenöffnungen 51 des Trockenbettes 22. Durch die große Strömungsgeschwindigkeit der Gase 9; 57 wird aus dem auf der Schräge 22 des Trockenbettes 23 herabgleitende Kohle der Feinkornanteil 52 (<0,2mm) einschließlich Abrieb abgetrennt und über Leitung 32 sowie Lüfter 33 zum Brenner 34 transportiert. Der Brenner 34 ist so gestaltet und angeordnet, daß die mitgetragenen Brennstoffteilchen abbrennen, wobei die Heißluft 57 den erforderlichen Sauerstoff liefert. Die vom Feinkorn getrennte Rohkohle 53 gelangt in die Teilkammer II. Der Rauchgasteilstrom 10 durchströmt das Trockenbett 23. Mit Hilfe des Förderers 24 wird die Kohle 53 transportiert. In der Teilkammer Il wird der Kohle 53 entsprechend der Kammergröße sowie der eingestellten Rauchgasmenge 10 die Nässe entzogen. Der dabei entstehende Brüden 54 wird mit Hilfe des in der Abgasanlage herrschenden Unterdruckes abgesaugt. Die in der Kammer I vorgeschaltete Feinkornabtrennung garantiert, daß nur geringe Brennstoffteilchen in die Abgasanlage ausgetragen werden.
Mit Hilfe des Förderers 24 wird die entsprechend aufgetrocknete Kohle 53 in die Teilkammer III transportiert. In dieser Teilkammer wird mit Hilfe des Rauchgasteilstromes 11 die Kohle 53 teilentgast. Das entstehende Gas 55 wird entweder im Gasbehälter 43 gespeichert oder in der Brennkammer 1 mit Hilfe des Brenners 40 verbrannt.
Zur Vermeidung von Brüden bzw. Überhitzungen auf dem Trockenbett 23 sowie zur Vermeidung von Anbackungen ist das Bett 23 gekühlt bzw. heizbar. Vom Abwurf 25 gelangt die aufgetrocknete und teilentgaste Kohle 56 über die Förderleitung 3OaIs Kohlestrom 29 über den Zuteiler 31 in die Kohlenstaubmühle 2, wird dort aufgemahlen und über den Kohlenstaub-Hauptbrenner 4 in die Brennkammer 1 eingetragen.
Es ist ohne weiteres möglich, den Gesamt- oder einen Teilstrom der vorgebrochenen Rohbraunkohle 26 aufzutrocknen und zu entgasen.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. Je nach Rohkohlequalität kann die Teil- oder Gesamtkohlemenge aufbereitet werden.
2. Durch die Feinststaubabspaltung der Rohkohle in der Kammer I wird die Mahlanlage entlastet, der abgeschiedene Feinstaub thermisch genutzt.
3. Die Trockeneinrichtung arbeitet mit dem Rauchgasdifferenzdruck am Kessel.
4. Durch die Entgasungskammer kann Zündgas gewonnen und gespeichert werden.
5. Die Kammern I! und III arbeiten mit Schutzgas.
6. Je nach Wassergehalt kann die Größe der Trockenkammer Il durch Klappenverstellung verändert werden.
7. Mit der Ableitung des Brüdens in die Abgasanlage wird die Brennkammer entlastet.
8. Die Kammern sind abschaltbar. -
9. Der Trockengrad ist einstellbar.
10. Der abgeschiedene Feinstaub wird durch die Hauptbrennerflamme geblasen.
Claims (10)
1. Verfahren zur Aufbereitung von gebrochener Rohbraunkohle für eine Kohlenstaubfeuerung, wobei die Rohbraunkohle entstaubt, aufgetrocknet und entgast wird, gekennzeichnet dadurch, daß auf dem Transportweg der Feinstaub von der Rohbraunkohle mittels einem der Brennkammer entnommenen Wärmeträgermedium getrennt sowie das Feinstaub-Wärmeträger-Gemisch über einen Brenner in die Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung eingeblasen, die vom Feinstaub befreite Rohbraunkohle mit dem Wärmeträgermedium aufgetrocknet sowie das Brüden-Wärmeträger-Gemisch in die Abgasanlage der Kohlenstaubfeuerung abgesaugt und die aufgetrocknete Rohbraunkohle mit dem Wärmeträgermedium teilweise oder vollständig entgast sowie das erzeugte Gas mit dem Wärmeträgermedium über einen Brenner in die Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung geblasen und die teilweise oder vollständig entgaste Rohbraunkohle der Kohlenstaubmühle der Kohlenstaubfeuerung zugeführt wird.
2. Verfahren nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß das Wärmeträgermedium gesteuert zugeführt wird.
3. Verfahren nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß das erzeugte Gas gespeichert wird.
4. Verfahren nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß ein Teilstrom der gebrochenen Rohbraunkohle aufbereitet wird.
5.. Anordnung zur Aufbereitung von gebrochener Rohbraunkohle für eine Kohlenstaubfeuerung, gekennzeichnet dadurch, daß der Zuteiler der Kohlenstaubfeuerung in eine mit einer Mediendurchtritte aufweisenden Transporteinrichtung versehenen Kammer eingebunden ist, wobei in einer ersten Teilkammer die Transporteinrichtung als Schräge ausgebildet und das Kammeroberteil mit einem in der Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung eingebundenen Brenner verbunden, das Oberteil einer zweiten Teilkammer mit der Abgasanlage der Kohlenstaubfeuerung und das Kammeroberteil einer dritten Teilkammer mit einem in der Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung eingebundenen Brenner und der Austritt über eine Förderleitung mit dem Zuteiler der Kohlenstaubmühle verbunden ist und daß in die Unterteile der Teilkammer steuerbare rauchgasbeaufschlagte Leitungen eingebunden sind.
6. Anordnung nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Transporteinrichtung als mit Öffnungen versehene Membranrohrwand ausgebildet und in einen Kühl- oder Wärmekreislauf eingebunden ist.
7. Anordnung nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß in das Unterteil der ersten Teilkammer eine heißluftbeaufschlagte Leitung eingebunden ist.
8. Anordnung nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß die rauchgasbeaufschlagten Leitungen in die Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung eingebunden ist.
9. Anordnung nach Punkt 5 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß der Zuteiler der Kohlenstaubfeuerung über einen Verteiler in die Kammer eingebunden ist.
10. Anordnung nach Punkt 5 bis 9, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen den Teilkammerwänden schwenkbare Klappen angeordnet sind.
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