DD248133A1 - Siebdruckpaste - Google Patents

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DD248133A1
DD248133A1 DD28908286A DD28908286A DD248133A1 DD 248133 A1 DD248133 A1 DD 248133A1 DD 28908286 A DD28908286 A DD 28908286A DD 28908286 A DD28908286 A DD 28908286A DD 248133 A1 DD248133 A1 DD 248133A1
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DD
German Democratic Republic
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mixture
Prior art date
Application number
DD28908286A
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English (en)
Inventor
Michael Koeppe
Heinz Schicht
Klaus Bartel
Original Assignee
Torgau Flachglas
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Siebdruckpaste zum Aufbringen auf vorzugsweise silikatische Oberflaechen, die ein anschliessendes Mattieren mittels Sandstrahltechnik zur Erzielung dekorativer, filigraner und kantenscharfer Muster auf technologisch einfache und kostenguenstige Weise ermoeglicht. Erfindungsgemaess wird das dadurch geloest, dass die Siebdruckpaste aus einer Mischung aus einer waessrigen, polyvinylalkoholstabilisierten Polyvinylacetatdispersion mit einem plastifizierend wirkenden Weichmacher, einem mehrwertigen aliphatischen Alkohol und einem Fuellstoff sowie einem nicht mischbaren Loesungsmittelgemisch mit stark divergierendem Polaritaetscharakter und Wasser besteht.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung -
Die Erfindung betrifft eine Siebdruckpaste zum Aufbringen aus vorzugsweise silikatische Oberflächen, beispielsweise auf Flach- und Behälterglas, die es ermöglicht, daß mit dem sich anschließenden Mattieren mittels Sandstrahltechnik dekorative, filigrane und kantenscharfe Muster herstellbar sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es gibt bekanntlich eine große Anzahl von Lösungsvarianten zur dekorativen Gestaltung von Oberflächen unter Anwendung der Sandstrahltechnik. Allen Vorschlägen haftet jedoch der Mangel an, daß die bekannten Schutzschichten, die die unbearbeiteten Bereiche der Oberfläche abdecken, keine optimale Verfahrensgestaltung ermöglichen und für filigrane, kantenscharfe Mattierungsmuster untauglich sind.
Zur Beseitigung dieser Mangel existieren zahlreiche Verfahren, wie z. B. das Abklebeverfahren, bei dem jede Oberfläche einzeln mit Papier abgeklebt, das Dekor übertragen und anschließend ausgeschnitten wird. Trotz eines sehr hohen zeitlichen und manuellen Aufwandes läßt diese technische Lösung keine Reproduzierbarkeit der Dekore zu, außerdem sind komplizierte und feinstrukturierte Dekore kaum herstellbar. Das Gummischablonenvßrfahren, bei dem die zu bearbeitende Oberfläche mit einer Gummischablone abgedeckt wird, hat den Nachteil, daß die anwendbare Dekorvielfalt sowie die zu bearbeitende Oberflächengröße aufgrund der dafür notwendigen mehrteiligen Schablonen eingeschränkt ist. Für kleine Schablonen ist ein Festhalten mit der Hand ausreichend. Große hingegen müssen aufgeklebt werden, wodurch bei feinstrukturierten Dekoren infolge der Flexibilität des Gummis besonders in den Randbereichen eine ständige Unexaktheit in der Dekorabbildung zu verzeichnen ist.
Ein Versuch, die den oben genannten Verfahren anhaftenden Mangel auszuschließen, erfolgte durch das Verfahren des Aufdruckensepoxydharzhaltiger Siebdruckfarben als Schutzschicht. Mit diesem Verfahren ist zwar eine hohe Dekorvierfalt realisierbar, es hat aber den Nachteil, daß die Siebdruckfarben eingebrannt bzw. 24 Stunden an der Luft getrocknet werden müssen und nach dem Mattieren nun sehr schwer unter Zuhilfenahme von Lösungsmitteln entfernbar sind. Schutzschichten auf der Basis epoxydharzhaltiger Siebdruckfarben besitzen außerdem eine zu geringe Duktilität und platzen demzufolge stellenweise von der zu mattierenden Oberfläche ab oder werden von den Sandstrahlkörnern durchschlagen, woraus eine Beeinträchtigung der Qualität des Mattierungsdekors resultiert. Mit dem Verfahren des Aufbringens photochemisch ausgehärteter Schutzschichten auf organischer Polymerbasis (Polyvinylalkohollösung mit K2Cr207-Zusatz), bei dem jede Oberfläche einzeln belichtet, ausgewaschen und getrocknet werden muß, außerdem eine relativ hohe Belichtungszeit erforderlich ist, kann ebenfalls die gewünschte Lösung nicht erzielt werden.
Die aufgeführten Nachteile sämtlicher Vorschläge können auch mit den in der DE-OS 2340079, der DE-OS 3134334 und der DE-AS 2008011 aufgezeigten Varianten nicht beseitigt werden, da die qualitativen und quantitativen Zusammensetzungen der angegebenen Pasten bzw. Lösungskomponenten ausschließlich die Anwendung als halbfeste Anstrichemulsionsgemische bzw. als Klebemassen zuläßt.
Siebdruckpasten auf der Basis von PVC-Pasten mit Zusätzen von Glassiebdruckfarben, wie sie in der DD-PS 229859 beschrieben sind, haben den Nachteil, daß sie bei erhöhten Temperaturen angetrocknet werden müssen und somit energetisch aufwendiger sind. Aufgrund ihrer speziellen Zusammensetzung und der notwendigen hohen Temperaturbelastung besteht Zersetzungsgefahr und damit die Gefahr des Versprödens des aufgedruckten Siebdruckmittels, wodurch die Qualität der filigranen Motive bezüglich Breite und Kantenschärfe leiden kann.
Ziel der Erfindung
Es ist eine Siebdruckpaste zu schaffen, die das Aufbringen von Mattierungsmustern mittels Sandstrahltechnik auf technologisch einfache und kostengünstige Weise ermöglicht und die Mängel der bekannten Lösungen beseitigt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Siebdruckpaste zu schaffen, die nach einer relativ kurzen Antrocknungszeit nach dem Aufbringen auf silikatische Oberflächen mit dem Siebdruckverfahren als Schutzschicht eine Duktilität haben soll, die gewährleistet, daß die kinetische Energie der aufprallenden Strahlmittelkörper beim sich anschließenden Mattierungsprozeß mittels Sandstrahltechnik elastisch kompensiert wird und nicht abplatzt sowie ein solches Haftungsvermögen hat, daß dekorative, filigrane und kantenscharfe Mattierungsmuster mit sehr geringer Linienbreite erzielbar sind. Die Schutzschicht soll nach dem Mattierungsprozeß leicht ablösbar sein. Es wurde überraschenderweise gefunden, daß die Aufgabe dadurch gelöst wird, wenn die Siebdruckpaste aus einer Mischung aus einer wäßrigen polyvinylalkoholstabilisierten Polyvinylacetatdispersion mit einem plastifizierend wirkenden Weichmacher, einem mehrwertigen aliphatischen Alkohol und einem Füllstoff sowie einem nicht mischbaren Lösungsmittelgemisch mit stark divergierendem Polaritätscharakter und einem Anteil an Wasser besteht. Untersuchungen haben ergeben, daß die Anforderungen an die Schutzschicht dann erfüllt werden, wenn die Mischungskomponenten der Siebdruckpaste folgende sind:
— 100 Masseteile einer 53...58Ma.-%igen wäßrigen, polyvinylalkoholstabilisierten Polyvinylacetatdispersion mit 1...20Ma.-% Dibutylphthalat als plastifizierend wirkender Weichmacher
— 1 ...15 Masseteile Glyzerin als mehrwertiger aliphatischer Alkohol
— 30... 100 Masseteile Talkum und/oder Kreide als Füllstoff
— 1 ...5 Masseteile Lösungsmittelgemisch unpolarer aromatischer Kohlenwasserstoffe (Toluen,Xylen, Mesitylen, Benzen)
— 20... 50 Masseteile Wasser.
Ausführungsbeispiel .«<=-·-·«,
100g einer wäßrigen, polyvinylalkoholstabilisierten Polyvinylacetatdispersion mit 53 Ma.-% Polyvinylacetat und 7 Ma.-% Dibutylphthalat (Handelsbezeichnung Scovinat DPC 46/7) werden mit 15g Glyzerin, 90g Talkum, 5g organischem Lösungsmittelgemisch (Toluen, Xylen, Mesitylen, Benzen) und 35g Wasser zu einer erfindungsgemäßen Siebdruckpaste angerührt. Um einer Stabilitätsminderung der Dispersion vorzubeugen, ist es vorteilhaft, das Talkum vor der Zugabe zu den anderen Komponenten mit einem Teil des für die Viskositätseinstellung benötigten Wassers anzurühren. Mit der erfindungsgemäßen Siebdruckpaste wird über eine Lackschabione, deren Maschenweite 100/u.m und Drahtdicke 50/xm beträgt, im Siebdruckverfahren ein Muster auf eine Tafelglasprobe aufgebracht. Nach einer Antrocknungszeit von ca. 10 Minuten bei Raumtemperatur hat sich eine 25/Xm dicke Schutzschicht gebildet. Die Negativstellen des Musters auf der Flachglasprobe werden anschließend bei einem Druck von 0,3MPa mit Siliziumkarbid einer Körnung von 30 bisöOtxm mattiert. Unter Zuhilfenahme einer Bürste und mit etwa 30°Cwarmem Wasser wird die Schutzschicht anschließend entfernt. Das Ergebnis läßt sich wie folgt zusammenfassen:
— Die Siebdruckpaste läßt sich im Siebdruckverfahren mühelos auf die Flachglasprobe aufbringen und bildet nach einer relativ kurzen Antrocknungszeit eine Schutzschicht.
— Die Schutzschicht hat eine Duktilität, die die kinetische Energie der aufprallenden Siliziumkarbidkörner beim Mattieren kompensiert, es gibt keine Durchschläge und treten keine Abplatzungen auf.
— Es ist ein Mattierungsmuster erzielbar, welches äußerst kantenscharf bis zu einer Linienbreite von ca. 0,15 mm ist.
— Die Schutzschicht ist nach dem Mattierungsprozeß leicht entfernbar.

Claims (2)

1. Siebdruckpaste zum Aufbringen auf vorzugsweise silikatische Oberflächen zur Herstellung von dekorativen, filigranen und kantenscharfen Mustern mittels Sandstrahltechnik, gekennzeichnet dadurch, daß die Siebdruckpaste aus einer Mischung aus einer wäßrigen, polyvinylalkoholstabilisierten Polyvinylacetatdispersion mit einem plastifizierend wirkenden Wichmacher, einem mehrwertigen aliphatischen Alkohol und einem Füllstoff sowie einem nicht mischbaren Lösungsmittelgemisch mit stark divergierendem Polaritätscharakter und Wasser besteht.
2. Siebdruckpaste nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Mischungskomponenten vorzugsweise
— 100 Masseteile einer53...58Ma.-%igen wäßrigen, polyvinylalkoholstabilisierten Polyvinylacetatdispersion mit 7...20Ma.-% Dibutylphthalat als plastifizierend wirkender Weichmacher
— 1 ...15 Masseteile Glyzerin als mehrwertiger aliphatischer Alkohol
— 30... 100 Masseteile Talkum und/oder Kreide als Füllstoff
— 1 ...5 Masseteile Lösungsmittelgemisch unpolarer aromatischer Kohlenwasserstoffe aus Toluen, Xylen, Mesitylen und Benzen und
— 20...50 Masseteile Wasser
betragen.
DD28908286A 1986-04-14 1986-04-14 Siebdruckpaste DD248133A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0672500A3 (de) * 1994-03-14 1996-05-29 Aicello Chemical Co Polymere Maske für Sandstrahlen und Verfahren zu deren Anwendung.
EP1197530A1 (de) * 2000-10-13 2002-04-17 Kissel & Wolf GmbH Siebdruckbarer Dispersionslack

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0672500A3 (de) * 1994-03-14 1996-05-29 Aicello Chemical Co Polymere Maske für Sandstrahlen und Verfahren zu deren Anwendung.
EP1197530A1 (de) * 2000-10-13 2002-04-17 Kissel & Wolf GmbH Siebdruckbarer Dispersionslack

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