DD248187A1 - Vorrichtung zur befestigung von messwertgebern fuer zahnbeweglichkeitsmessungen - Google Patents

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DD248187A1
DD248187A1 DD28928186A DD28928186A DD248187A1 DD 248187 A1 DD248187 A1 DD 248187A1 DD 28928186 A DD28928186 A DD 28928186A DD 28928186 A DD28928186 A DD 28928186A DD 248187 A1 DD248187 A1 DD 248187A1
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DD28928186A
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Sigurd Magnus
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Univ Berlin Humboldt
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Abstract

Es wird eine Vorrichtung zur schnellen Befestigung von Messwertgebern zur Messung der horizontalen Zahnbeweglichkeit beschrieben. Durch schnellhaertende Abformmasse werden die Messwertgeber an den Zaehnen befestigt. Die Messwertgeber werden mit einem Applikator eingesetzt, der die schnelle und exakte Positionierung der Messwertgeber ermoeglicht. Werden Messwertgeber mit Haftmagneten eingesetzt, dann muessen zunaechst ferromagnetische Platten auf den Zaehnen angebracht werden. Dies geschieht mit einem Zweiten Applikator, der die Platten oben in einer Bezugsebene ausrichtet. Fig. 3 zeigt die Vorrichtung beim Einsatz der Messwertgeber (3, 5). Fig. 3

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung dient zur Messung der horizontalen Lageveränderung eines Zahnes, wenn dieser durch definierte Kräfte aus der ,Ruhelage ausgelenkt wird. In modifizierter Form ist diese Meßeinrichtung auch zur Untersuchung der Lageveränderung belasteter Zahnprothesen anwendbar.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei maximal zulässigen Kräften von 5 N beträgt die seitliche Auslenkung der Zahnkrone aus der Ruhelage, je nach Zahntyp, im Normalfall nur40—150μ,ιη. Eine genaue Messung so kleiner Auslenkungen ist nurmöglich, wenn die unbelasteten Nachbarzähne als Referenzsystem benutzt werden. Bei bekannten Meßverfahren wird das Wegmeßgerät an einem Abgußlöffel montiert. Die Befestigung des Löffels erfolgt mit Gips oder schnellhärtenden Kunststoff. Es wird daher eine längere Vorbereitungszeit zum Befestigen des Meßwertgebers an den unbelasteten Zähnen benötigt.
Die langen Vorbereitungszeiten, die nur für Forschungsaufgaben vertretbar sind, verhindern den breiten klinischen Einsatz. Mit handgeführten Zwei- oder Dreipunktabstützungen können nur statische Untersuchungen durchgeführt werden.
Infolge großer Abmessungen der Meßwertgeber sind diese nur im Frontzahnbereich problemlos einzusetzen.
Es sind auch Versuche bekannt, die den Zustand des Zahnhalteapparates mit Stößen oder erzwungenen Schwingungen untersuchen. Ein verankertes Referenzsystem wird hier nicht benötigt. Es treten hier aber durch die großen Reibungskräfte beträchtliche Schwierigkeiten bei der Auswertung der primären Meßdaten auf.
Ziel der Erfindung
Bei den bekannten technischen Lösungen sind längere Vorbereitungszeiten zur Befestigung der relativ schweren Meßwertaufnehmer nötig. Durch die Abmessungen ergeben sich auch erhebliche Schwierigkeiten beim Einsatz im Seitenzahnbereich. Kleinere Meßwertgeber haben meist auch einen kleinen linearen Meßbereich. Daher ist eine exakte Justierung vor der Messung nötig.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Befestigungsvorrichtung, die zeitraubende Justierungsarbeiten beim Einsatz kleiner Meßwertgeber vermeidet. Sie soll problemlos im gesamten Zahnbogen einsetzbar sein.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Bestimmung der Zahnbeweglichkeit im gesamten Zahnbogen zu entwickeln, wobei die verwendeten Meßwertgeber leicht und klein sein sollten. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, indem Meßwertgeber durch Haftmagneten oder thermoplastische Abformmasse an der Vorrichtung befestigt werden. Als Meßwertgeber sind bekannte optoelektronische Systeme sehr zweckmäßig. Meßwertgeber und Auswertungsgerät sind vorzugsweise durch Lichtleitkabel miteinander verbunden. Die scharfen elektrischen Sicherheitsanforderungen können so ohne hohen technischen Aufwand erfüllt werden.
Die Verwendung optoelektronischer Systeme setzt aber eine genaue Justierung voraus. Da die Zähne keine geeigneten Bezugsflächen zur Messung besitzen, müssen diese, erfindungsgemäß, durch Metallplättchen in Verbindung mit einer thermoplastischen Abformmasse erzeugt werden. Die Plättchen werden auf einem Applikator mit einer ebenen Fläche gebracht und mit erwärmter Abformmasse versehen. Durch Haftmagneten werden die ferromagnetischen Plättchen am Applikator festgehalten. Mit dem Applikator werden die Plättchen auf die vorgesehen Zähne gedrückt. Nachdem Erhalten der Abformmasse wird der Applikator entfernt. Es steht jetzt eine ebene Bezugsfläche zur Befestigung der Meßköpfe zur Verfügung.
Thermoplastische Abformmassen sind in der Stomatologie gebräuchlich. Sie verfestigen sich nach dem Aufbringen auf die Zähne recht schnell.
Um zeitaufwendige Justierungsarbeiten zu vermeiden, ist zur Befestigung der Meßwertgeber ein weiterer Applikator nötig. Auf diesem Applikator werden die Meßköpfe ausgerichtet. Sie sind mit Haftmagneten versehen, die die Meßköpfe auf den ferromagnetischen Plättchen verankern.
Es ist auch möglich, die Meßköpfe mit thermoplastischer Abformmasse direkt auf dem Zahn zu befestigen. Der Applikator, der die Meßköpfe beim einsetzen hält, sorgt für die exakte Ausrichtung der Meßköpfe zueinander.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert, welches in den Fig. 1 bis 3 dargestellt ist.
Fig. 1: Prinzip der Meßeinrichtung Fig.2: Befestigung der Halteplatten Fig.3: Befestigung der Meßköpfe
In Fig. 1 ist die gesamte Meßanordnung in Aufsicht dargestellt. Von der Lichtquelle 1 wird über die Lichtleitfaser 2 das ultrarote oder sichtbare Licht zum Meßkopf 3 geführt. Hier wird das Licht in Form eines schwach divergenten Bündels 4 abgestrahlt. Die Empfangsfasern 6 und 7 sind im zweiten Meßkopf 5 symmetrisch zum Strahlenbündel 4 angeordnet, um die seitliche Auslenkung in beiden Richtungen erfassen zu können. Nach dem Vorschlag WP DD 215159 soll der Abstand beider Empfänger eine halbe Strahlbreite betragen.
Zur definierten Krafterzeugung besitzt der Kraftgeber 10 eine Feder 11. Am Ende dieser Feder ist zur Kraftübertragung der Druckschrift 12 angebracht. Auf dem Stift 12 befinden sich Markierungen 13 für die Meßkräfte, vorzugsweise 1 N und 5 N. Es ist zweckmäßig, daß die Markierung in bekannter Weise optoelektronisch gelesen werden.
Das Kabel 14verbindet den Kraftgeber 10 mit dem Aufwertungsgerät 15.
Durch den Kraftgeber 10 wird der Zahn 16 in Kraftrichtung bewegt. Dadurch werden die Empfangsfasern unterschiedlich beleuchtet. Eine vorteilhafte Verarbeitung der Signale der Lichtempfänger 8 und 9 sowie Vorschläge zur Stabilisierung des Meßkreises sind in OS DE 2849186 A1 dargelegt.
Da die Zähne zur Befestigung der Meßköpfe 3 und 5 keine geeigneten Bezugsflächen aufweisen, müssen diese, vorzugsweise durch ferromagnetische Plättchen 18, hergestellt werden. Diese Plättchen 18 werden mit einer erwärmten thermoplastischen Abformmasse 19 versehen und mit dem Applikator 20 auf die Zähne 16 gedrückt. Nach dem Aushärten entsteht so eine ebene Bezugsfläche. Die in Fig.2 dargestellten Haftmagnete 21 halten die Plättchen 18 beim Einsetzen.
Da die Meßkraft nur auf die Zahnkrone ausgeübt wird, genügt zur Befestigung der Meßköpfe 3 und 5 je ein Haftmagnet. Das Einsetzen der Meßköpfe 3 und 5 mit dem Applikator 2 ist in Fig.3 dargestellt. Die, vorzugsweise in einem L-Profil, ausgeführte Applikatorschiene 22 ist mit Hilfsmagneten 23 versehen. Diese Magnete halten die Meßköpfe 3 und 5 während des Einsetzesfest.
Sie müssen wesentlich schwächer als die Haftmagnete der Meßköpfe 3 und 5 ausgelegt sein, oder sie müssen vor dem Abnehmen des Applikators 22 durch eine Zusatzeinrichtung entfernt werden. Durch die Anschläge 24 ist die Entfernung zwischen den Meßköpfen 3 und 5 festgelegt.

Claims (3)

1. Vorrichtung zur Befestigung von Meßwertgebern für Zahnbeweglichkeitsmessungen mit einem getrennten Kraftgeber, dadurch gekennzeichnet, daß ein, vorzugsweise optoelektronischer, Meßwertgeber mit mindestens einem Applikator, der die Meßköpfe beim Einsetzen hält, und einer schnellhärtenden Masse an den zu messenden Zahn und an dem Referenzzahn oder-zähne befestigt wird, oder das mit einem Applikator zunächst ferromagnetische Plättchen mit der schnellhärtenden Masse an den Zähnen befestigt werden, auf denen die eigentlichen Meßköpfe und Haftmagneten angebracht werden, wobei die Meßköpfe beim Einsetzen mit einem zweiten Applikator gehalten werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Befestigung thermoplastische Abformmasse benutzt wird, welche in der Stomatologie üblich ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Wegmessung eine optoelektronische Transmissionsanordnung benutzt wird, die mit Lichtleitfasern mit dem Auswertungsgerät verbunden ist.
DD28928186A 1986-04-17 1986-04-17 Vorrichtung zur befestigung von messwertgebern fuer zahnbeweglichkeitsmessungen DD248187A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5020234A (en) * 1989-09-01 1991-06-04 Westinghouse Electric Corp. Prober for testing generator stator wedge tightness with rotor in place

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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