DD248242A3 - Verfahren zur herstellung von hochkonzentrierten granulaten fuer nahrungsmittel durch nassgranulation - Google Patents

Verfahren zur herstellung von hochkonzentrierten granulaten fuer nahrungsmittel durch nassgranulation Download PDF

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DD248242A3
DD248242A3 DD82241764A DD24176482A DD248242A3 DD 248242 A3 DD248242 A3 DD 248242A3 DD 82241764 A DD82241764 A DD 82241764A DD 24176482 A DD24176482 A DD 24176482A DD 248242 A3 DD248242 A3 DD 248242A3
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DD
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granules
highly concentrated
wet granulation
food
carrier
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DD82241764A
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Inventor
Johannes Kowald
Wigand Krone
Sabine Schlede
Original Assignee
Halle Pharma Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hochkonzentrierten Granulaten fuer Nahrungsmittel durch Nassgranulation, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man herkoemmliches Fertiggranulat bzw. eine geeignete trockene Form des Produkts einer Zwischenstufe als Traegerstoff erneut einsetzt; mit den ueblichen Rezepturbestandteilen, jedoch ohne den urspruenglichen Traegerstoff nochmals vermischt und unveraendert weiterverarbeitet. Die hochkonzentrierten Granulate werden insbesondere bei der Herstellung von Frucht- und Kraeuterteezubereitungen eingesetzt, weiterhin fuer Puddingpulver und andere Lebensmittelprodukte sowie fuer Wirkstoffgranulate mit Pflanzenextrakten in der pharmazeutischen Industrie.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hochkonzentrierten Granulaten für Nahrungsmittel durch Naßgranulation.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Mit der Erfindung vergleichbare technische Lösungen sind bisher nicht bekannt geworden.
Es besteht ein weltweites Interesse, den für die Herstellung von insbesondere Fruchtteegranulaten wichtigsten Trägerstoff
Zucker abzulösen oder teilweise zu ersetzen. Grund dafür ist einerseits die manchmal unerwünschte Süßkraft, andererseits ist es oft zweckmäßig, die durch die Trägersubstanz in Granulaten für Lebensmittel, insbesondere Getränke verbundene
Nährstoffzufuhr zu vermeiden (diätetische Nahrungsmittel).
Als Austauschproduktc „vurden bisher Polysaccharide, verschiedene Formen von Carboxymethylzellulose, Polypektide und
Gelatineprodukte untersucht, was jedoch stets zu unbefriedigenden Ergebnissen führte. Die Produkte wiesen eine Reihe von
Nachteilen hinsichtlich Löslichkeit, Lösungsgeschwindigkeit und Geschmack auf oder waren im unbegrenzten Verzehr
bedenklich. Außerdem richtet sich die Aufnahme flüssiger oder dickflüssiger Bestandteile nach der Art des verwendeten Trägers.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Herstellung von hochkonzentrierten Granulaten für Nahrungsmittel durch Naßgranulation, um insbesondere den Anteil des als Trägersubstanz verwendeten Zuckers unter Beibehaltung der durch die Anwesenheit von den verschiedensten Inhaltsstoffen bedingten Geschmackseigenschaften erheblich zu senken.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Erfindungsgemäß mußten folgende Probleme gelöst werden:
_ Überwindung dertechnischen Barriere zur höheren Aufnahme von Wirk- unaVbder Geschmacksstoffen auf bekannten Trägern
bei der Naßgranulation, _ Gewährleistung vollständiger Löslichkeit,
_ Kornstabilität, «
_ keine nachteilige Beeinträchtigung der Lösungsgeschwindigkeit,
_ großtechnische, ökonomisch vertretbare Anwendung unter Nutzung bekannter Technologien
Es wurde gefunden, daß zur Herstellung hochkonzentrierter Granulate für Nahrungsmittel durch Naßgranulation von Fertiggranulaten als Trägerstoff ausgegangen werden kann. Das erfindungsgemäße Verfahren ist somit dadurch gekennzeichnet, daß man herkömmliches Fertiggranulat bzw. eine geeignete Form des Produkts einer Zwischenstufe als Trägerstoff erneut, vorzugsweise vollständig einsetzt, mit den üblichen Rezepturbestandteilen, jedoch ohne den ursprünglichen Trägerstoff, nochmals vermischt und unverändert weiterverarbeitet. Das Verfahren kann je nach Art und Verwendung der erwünschten Fertigprodukte mehrmals hintereinanderdurchgeführtwerden. Zweckmäßigerweise wird dabei das als Trägerstoff eingesetzte Fertiggranulat vor seiner ein-oder mehrmaligen Verwendung jeweils vermählen. Als Granulierflüssigkeiten werden die bereits in der ersten Stufe verwendeten Substanzen genutzt. Da der Zucker als Trägerstoff nicht mehr verwendet wird, kann die fehlende Süßkraft, wenn erwünscht, durch andere Süßungsmittel ersetzt werden.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Naßgranulation wird daher das Fertiggranulat oder die nach dem Mischprozeß anfallende, getrocknete Masse zweckmäßigerweise vermählen, erneut im Mischer mit den festen Bestandteilen, außer Zucker, gemischt, mit den je nach Art des Fertigprodukts notwendigen flüssigen Anteilen angeteigt und nach der Formgebung durch Granulationauf bekannte Weise getrocknet. Wenn es gewünscht wird, kann dieser Vorgang mehrmals durchgeführt werden, um
höchste Konzentrationen von Wirk- und/oder Geschmacksstoffen zu erreichen. Das Defizit an Süßkraft kann dann ggf. durch andere Süßungsmittel ausgeglichen werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist folgende Vorteile auf:
_ Einsparung erheblicher Mengen an Zucker
_ Verringerung des unerwünschten Gehaltes an Nährstoffen
_ effektivere Nutzung von Transportkapazitäten und Verwendung von Verpackungsmaterialien bei Rohstoffen und Fertigerzeugnissen.
Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet die Herstellung von haltbarer) Trockengranulaten unter Verwendung verschiedenster natürlicher oder synthetischer Ausgangsstoffe, die so ohne Konservierungsmittel über längere Zeiträume haltbar gemacht werden können. Das Verfahren ist einfach und mit vorhandener Technologie durchführbar, energetisch günstig und insgesamt besonders wirtschaftlich.
Die erhaltenen Granula sind weitestgehend mechanisch stabil, aromastabil und in ihrer Anwendung vielseitig einsetzbar: Nahrungsmittelproduktion (Frucht-und Kräuterteegranulate):
Herstellung von hochkonzentrierten Teegranulaten mit Pflanzenextrakten, Fruchtsäften und natürlichen oder synthetischen Aromen auf Zucker. Durch die Mehrfachgranulation sind hohe Konzentrationen und damit eine bessere Ergiebigkeit erreichbar (vgl. Beispiele 1 und 3)
Nahrungsmittelproduktion (Pudding, Backwaren, Süßwaren):
Herstellung von hochkonzentrierten Trockenaromen mit synthetischen Flüssigaromen. Hierzu können flüssige Aromakonzentrate aller Geschmacksrichtungen auf Trägern wie Puderzucker, Traubenzucker, Milchzucker, Stärkemehl, Fruchtsäuren oder Gemische aus diesen Stoffen mehrfach aufgebracht werden (vgl. Beispiel 4). Nahrungsmittelproduktion (Lebensmittel, Genußmittel, Kindernahrung):
Herstellung von Trockensubstanzen aus Fruchtmus, Pulpa, Preßsaft und Fruchtmark. Dazu werden diese Naturprodukte in die haltbare, gut lagerfähige trockene Form überführt, indem sie durch Mehrfachgranulation auf Trägersubstanzen wie alle Zuckerarten, Fruchtsäuren, Stärkearten, Pektine, Gelatine u. ä. Stoffe gebracht werden (vgl. Beispiel 2). Pharmazeutische Industrie:
Herstellung von hochkonzentrierten Wirkstoffgranulaten mit pflanzlichen Extrakten auf verschiedenen Trägersubstanzen (z. B. Puderzucker, Traubenzucker, Milchzucker). Damit wird es möglich, mittels Mehrfachgranulation hohe Naturstoffkonzentraie zu erhalten, während nach bisher bekannten Verfahren stets nur geringe Prozentgehalte erreichbar waren oder technisch undökonomisch aufwendige Verfahren angewendet werden mußten (vgl. Beispiel 5).
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1 (hochkonzentriertes Blütenteegetränk)
100 kg fertiges Blütenteegranulat werden durch eine Reibmühle bis auf eine maximale Teilchengröße von 1 mm zerkleinert und in einer Knetmaschine (Wemme-Kneter) mit 24,5 kg Traubenzucker, 0,5 kg Askorbinsäure, 4,0 kg Adipinsäure und 0,129 kg Saccharin-Natrium trocken vermischt (ca. 5 Minuten).
Der homogenen Mischung werden 0,17 kg Zitronenaroma flüssig, 0,02 kg gelöster Farbstoff rot in 7,0 kg Hibiskusblütenfluidextrakt zugesetzt und erneut ca. 5 Minuten gemischt. Die Maschine wird mittels Kippvorrichtung auf ein Förderband entleert und der Inhalt der Granuliervorrichtung zugeführt. Die eingesetzte Siebgröße richtet sich nach der gewünschten Granulatgröße und liegt zwischen 1 mm und 4 mm. Nach der Trocknung erfolgt bedarfsweise Klassierung. Der Feuchtigkeitsgehalt liegt zwischen 1,0% bis 3,0%.
Beispiel 2 (Fruchtmus auf Puderzucker)
100 kg Puderzucker werden mit 10 kg Fruchtmus, vorzugsweise Erdbeerpüree, in einem Kneter in etwa 5 min. zu einem Teig verarbeitet. Der dünne ausgebreitete Teil wird einem Bandtrockner zugeführt und im Warmluftstrom bei ca. 500C getrocknet. Danach erfolgt Zerkleinerung des stückigen Trockengutes mittels Reib-, Stift- oder Kugelmühle bis zu einer maximalen Teilchengröße von 1 mm. Das Pulver wird erneut dem Kneter zugeführt und der oben^beschriebene Vorgang kann mehrfach, vorzugsweise viermal wiederholt werden. Nach dem letzten Knetprozeß erfolgt die Formgebung durch einen Granulator mit daran anschließenderTrocknung.
Beispiel 3 (hochkonzentriertes Orangenteegetränk)
100 kg fertiges Orangenteegranulat werden durch eine Mühle bis auf eine maximale Teilchengröße von 1 mm zerkleinert und in einer Teigmisch- und -rührmaschine mit 26,775 kg Traubenzucker, 3,250 kg Zitronensäure, 0,5 kg-Askorbinsäure, 0,250 kg Kochsalz und 0,125 kg Saccharinnatrium 5 min. trocken vermischt. Der homogenen Mischung werden 0,150 kg Passionsfruchtaroma flüssig, 0,050 kg gelöster Farbstoff Orange und 0,025 kg gelöster Farbstoff Zitronengelb in 6 kg Granulierflüssigkeit (bestehend aus Orangen konzentrat und Wasser im Verhältnis 1:1) zugesetzt und erneut 5 min. gemischt. Die dünne ausgebreitete Masse wird im bewegten Luftstrom bei ca. 4O0C getrocknet. Das Trockengut kann erneut wie das eingangs genannte Orangenteegranulat eingesetzt und bearbeitet werden. Der Vorgang kann mehrmals (vorzugsweise insgesamt zweimal) wiederholt werden. Nach dem letzten Knetprozeß erfolgt abschließende Formgebung durch einen Granulator.
Beispiel 4 (hochkonzentriertes Trockenaroma)
100 kg Kartoffelstärke werden mit 15 kg Aromakonzentrat Apfel und 10 kg Stärkesirup vermischt und 5 min. lang innig verknetet. Anschließend wird die teigige Masse dünn ausgebreitet und im Kaltluftstrom getrocknet. Danach erfolgt die Zerkleinerung bis auf eine dem Verwendungszweck entsprechende Teilchengröße. Sofern eine höhere Aromakonzentration erforderlich ist, ist das Verfahren, wie beschrieben, mehrmals wiederholbar.
Beispiel 5 (hochkonzentrierte Pflanzenextrakte auf Milchzucker)
100 kg Milchzucker werden mit 10 kg Hustentee-Extrakt ca. 5 min. im Kneter vermischt und zu einem Teig verarbeitet. Nach dem Austragen wird der Teig einem Bandtrockner zugeführt und dünn ausgebreitet im Warmluftstrom bei etwa 600C getrocknet. Anschließend erfolgt Mahlung des Trockengutes über Reib-, Stift- oder Kugelmühlen bis zu einer Teilchengröße von maximal 1 mm. Das Pulver wird erneut dem Kneter zugesetzt, mit Extrakt in obiger Menge vermischt und das Verfahren mehrmals, vorzugsweise bis fünfmal wiederholt. Nach der letzten Wiederholung ist vor dem Trocknen eine Formgebung durch Granulatoren vorzunehmen.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von hochkonzentrierten Granulaten für Nahrungsmittel durch
Naßgranulation, gekennzeichnet dadurch, daß man herkömmliches Fertiggranulat bzw. eine
geeignete trockene Form des Produkts einer Zwischenstufe als Trägerstoff erneut, vorzugsweise
vollständig einsetzt, mit den üblichen Rezepturbestandteilen, jedoch ohne den ursprünglichen
Trägerstoff nochmals vermischt und unverändert weiterverarbeitet.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Verfahren mehrmals , vorzugsweise
zweimal hintereinander durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das als Trägerstoff eingesetzte
Fertiggranulat vor seiner ein- oder mehrmaligen Verwendung jeweils vermählen wird.
DD82241764A 1982-07-19 1982-07-19 Verfahren zur herstellung von hochkonzentrierten granulaten fuer nahrungsmittel durch nassgranulation DD248242A3 (de)

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