DD248404A5 - Flexible Antriebsübertragung - Google Patents

Flexible Antriebsübertragung

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Abstract

Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Antriebstechnik und betrifft eine Vorrichtung zur Uebertragung einer Drehbewegung mit mindestens einem Antrieb und mindestens einem Abtrieb und zwischen diesen angeordneten flexiblen Kettenfuehrungen. Waehrend es Ziel der Erfindung ist, die Gebrauchswerteigenschaften von Vorrichtungen zur Uebertragung von Drehbewegungen auf kostenguenstige Weise zu erhoehen, besteht die Aufgabe darin, eine Vorrichtung zu schaffen, mit welcher die (rotatorische) Kraftuebertragung ueber flexible Verbindungen zwischen An- und Abtrieb im wesentlichen ruckfreien und achssynchronen Betrieb ueber eine beliebige Anzahl von Umdrehungen bzw. ueber eine beliebige Summe von Winkelgraden beiderlei Vorzeichens, bei wechselnder Belastung, sowie bei wechselnder Drehrichtung ermoeglicht wird. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe derart geloest, dass die Kraftuebertragung mittels einer im wesentlichen der Gesamtlaenge des Kettengehaeuses im betriebslosen Zustand, das ist die Laenge der Kettenkanaele in den Umlenkgehaeuse von Antrieb und Abtrieb und der flexiblen Kettenfuehrungen zwischen diesen entsprechenden, stoss- und zugbetriebsfaehigen Endloskette erfolgt. Fig. 1

Description

B 60 K/266 479/5 64 317/25/39
Vorrichtung zur Übertragung einer Drehbewegung Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Antriebstechnik und betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung einer Drehbewegung mit mindestens einem Antrieb und mindestens einem Abtrieb und zwischen diesen· angeordneten flexiblen Kettenführungen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind rotatorische Antriebe, bei denen das Übertragungsmittel beispielsweise eine starre Welle, eine Saite oder ähnliches tordiert, oder beispielsweise bei Riemen, Ketten, Bändern- und dergleichen durch Zugkräfte gereckt werden. Jeder dieser Antriebstypen zeigt für die Antriebsübertragung charakteristische ihm eigene Vor- und Nachteile, die ebenfalls bekannt sind. Die starre Welle eignet sich hauptsächlich zur Übertragung der Kraft über größere Distanzen; dabei ist zu beachten, daß bei großer Belastung ein störendes Tordieren auftreten kann. Zur Übertragung über kleinere Distanzen werden Saiten im Sinne von biegsamen Wellen oder Ketten verwendet. Bei der Verwendung von beispielsweise Ketten, rechnet man mit einer "starren" Übertragung und bei der Verwendung von Saiten mit einer flexiblen Übertragung, welche letztere durch den großen Torsionswinkel bei Belastung nur zur Übertragung von kleinen Drehmomenten geeignet sind.
So ist beispielsweise durch die US-PS 3 718 051 ein Kraftübertragungssystem-bekannt, das über flexible Kettenführungen zwischen einem An- und einem Abtrieb eine Drehbewegung
_ — I f. .-"I I"
übertragen wird, Das Übertragungsmittel ist eine Anzahl lose aneinandergereihte Kugeln, welche durch den Kettenkanal gestoßen werden. Um eine verhältnismäßig gleichmäßige Kraftübertragung zu erzielen,'muß zumindest die Kettenführung im.Stoßdrum recht rigide sein, da bei flexibler Y/andung die Kugeln, die, Rundung auf Rundung in Kontakt stehend, im Stoßbetrieb lageinstabil sind, durch die Kanalwände lagestabilisiert werden müssen. Im Zugdrum dagegen, in welchem bei der "Rückführung" der Kugeln im wesentlichen keine Kräfte, schon gar keine solchen aus der Übertragung auf die Kugeln wirken,= ist die Elastizität oder besser die Stabilität der Kettenführung von untergeordneter Bedeutung, Aus diesen Gründen ist der Flexibilität der beschriebenen Kraftübertragung mittels Kugeln recht enge Grenzen gesetzt, Eine gleichmäßige Kraftübertragung ist zumindest in der flexiblen Ausführungsform nicht ohne weiteres möglich.
In der CH-PS 621 183 wird ein Kettentrieb mit einer endlosen Gelenkkette beschrieben, Dieser Kettentrieb wird als Förderkette, vorzugsweise im Zusammenhang mit Zeitungstransporteuren eingesetzt, wobei im starren Kettenkanal über Schlitze die* Kraftwirkung von der Kette abgenommen wird. Vorteile dieses Kettentriebes sind vor allem der rucklose, geschmeidige Lauf der Kette in den starren Führungskanälen,
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Gebrauchswerteigenschaften von Vorrichtungen zur Übertragung von Drehbewegungen auf kostengünstige Weise zu erhöhen.
-3-Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, mit welcher die (rotatorische) Kraftübertragung über flexible Verbindungen zwischen An- und Abtrieb im im wesentlichen ruckfreien und achssynchronen Betrieb über eine beliebige Anzahl von Umdrehungen bzw, über eine beliebige Summe von Winkelgraden beiderlei Vorzeichens, bei wechselnder Belastung, sowie bei wechselnder Drehrichtung ermöglicht wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe derart gelöst, daß die Kraftübertragung mittels einer im wesentlichen der Gesamtlänge des Kettengehäuses im betriebslosen Zustand, das ist die Länge der Kettenkanäle in den Umlenkgehäusen von Antrieb und Abtrieb und der flexiblen Kettenführungen zwischen diesen, entsprechenden stoß- und zugbetriebsfähigen Endloskette erfolgt. ..
Erfindungsgemäß ist auch eine serielle Zusammenschaltung von einer Mehrzahl von Abtrieben, die über flexible Kettenführungen von einem Antrieb antmbbar sind.
Weiterhin ist erfindungsgemäß einte über eine gemeinsame Welle angetriebene Parallelschaltung von Antrieben, mit zu {jedem Antrieb über Endlosketten und flexiblen Kettenführungen verbundenen Abtrieben.
Ebenso ist erfindungsgemäß, daß die flexible Kettenführung aus einem in allen Raumrichtungen biegbaren Schlauch besteht, dessen Innenraum als Kettenkanal benutzt wird.
Darüber hinaus ist erfindungsgemäß, daß der vom Antrieb zum Abtrieb laufende flexible Kettenführungsteil und der vom Abtrieb zum Antrieb laufende flexible Kettenführungsteil aus
,einem in alle ^aumrichtungen biegbaren Zwillingsschlauch besteht, dessen beiden Innenräume als Kettenkanal benutzt werden«
Ausführungsbeispiel
Die erfindungsgemäße Lösung soll nachfolgend in mehreren Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert werden«
Es zeigen:
Fig, 1: in vereinfachter Darstellung eine erste Ausfüh-.rungsform der Erfindung und damit gleichzeitig das Prinzip derselben; · ,
Pig» 2: a bis c Abwandlungen der Erfindung, wie sie in Pig· dargestellt ist;
Pig« 3: in prinzipieller darstellung ein beliebig anwählbarer Mehrfachantrieb, zusammengestellt aus Elementen der Ausführungsform nach Pig. 1;
,Pig« 4ϊ eine Leistungsverzweigung durch' einen Antrieb mit mehreren Abtrieben;
Pig« 5: ein Detail der Ausführungsform nach Pig. 1; Pig. 6: ein weiteres Detail der Ausführungsform nach Pig, 1; Pig. 7; eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Das Prinzip der Erfindung und gleichzeitig eine erste Ausführungsform, derselben, zeigt wie schon erwähnt, Pig. 1. Es sind ein im Uhrzeigersinn drehender Antrieb A und ein im gleichen Drehsinn arbeitender Abtrieb B borgesehen. An- und Abtrieb sind über eine Gliederkette, vorzugsweise eine 3D-Kette miteinander wirkverbunden. Auf Konstruktionsdetails wird später im Zusammenhang mit anderen Fig. eingegangen. Mit Hilfe der ersten Fig, sollen lediglich Prinzip und Anwendung gezeigt werden. "
An- und Abtrieb sind je in einem Umlenkgehäuse 1j 1* untergebracht, in welchen die mittels den KraftÜbertragungswellen 3j 3' angetrieben oder treibenden Kettenräder 2; 2f untergebracht sind» Das Umlenkgehäuse 1; 1f wird vorzugsweise symmetrisch-zweischalig ausgeführt, damit in Baukastenart die An- und Abtriebe beliebig zusammengestellt werden können. -
Die Endloskette 6 läuft außerhalb des Umlenkgehäuses 1; 1f durch eine flexible Kettenführung 7, welche beispielsweise aus einem Schlauch oder einem flexiblen Rohr bestehend zusammen mit der Endloskette in jede beliebige Raumrichtung gebogen werden kann. Je nach Kettengröße, also dem durchmesser der Kettengleider, sind in einem weiten Bereich brauchbare Krümmungsradien möglich, wodurch neben schier beliebigen Anständen zwischen An- und Abtrieb auch praktisch jede Topographie dazwischen überwunden werden kann. Die flexible Kettenführung 7 ist beispielsweise über einen Verbindungsstutzen 5 mit dem Umlenkgehäuse 1; 1' verbunden, ebenso gut kann die Kettenführung auch auf andere Art im Umlenkgehäuse eingepaßt werden. Im Umlenkgehäuse 1; 1' ist zur Ehrung der Gliederkette bzw, 3D-Kette ein formenmäßig mit dem Kettenrad 2; 2f zusammenhängender Kettenkanal 4, eingearbeitet, in welchem die 3D-Kette zwangslos laufen kann»
Wählt man die Länge der (gesamten) Kettenführung möglichst gleich der Nennlänge der Endloskette, so kann direkt von den sich daraus ergebenden ausgezeichneten Laufeigenschaften , profitiert werden. Es versteht sich dabei, daß die Endloskette in beiden Richtungen, vor- und rückwärts, betrieben werden kann, Wird nun die Gliederkette wie in diesem Beispiel gezeigt vom Antrieb A her im Uhrzeigersinn betrieben, so wird die Endloskette in einer Kettenführung. 7 in Stoßrichtung S und in der anderen, rücklaufenden Kettenführung 7' in Zugrichtung Z belastet. Der Grund für dieses vorteilhafte und zudem erwünschte Verhalten wird hier kurz erläutert·
Die Gesamtlänge des Kettenkanals oder Kettengehäuses, das ist die Länge der Kettenkanläle 4; 4' in den Umlenkgehäusen 1; 1f von Antrieb und Antrieb A und B und der Kettenführungen 7; 71 zwischen diesen, ist im betriebslosen Zustand definiert. Die"Gesamtlänge der darin laufenden Endloskette soll im wesentlichen der Gesamtlänge des Kettenkanals im betriebslosen Zustand entsprechen. Im dynamischen betrieb werden bei einer—flexiblen Kettenführung, die ja gezwungenermaßen auch eine Flexibilität in der.Längsrichtung aufweisen muß, diese geometrischen Gegebenheiten verändernd beeinflußt. In Laufrichtung wird entsprechend dem Elastizitätsverhalten der flexiblen Kettenführungen, der relativen Kettengeschwindigkeit, dem Reibungsverhalten zwischen Kette und Führung und dem zu übertragenden drehmoment im Stoßdrum eine mehr oder weniger geringe Längsdehnung und im Zugdrum eine ungefähr gleich geringe Stauchung vorliegen. Damit sind im Betriebsfall die Kettenführungen im Stoß- und Zugdrum ver- ' schieden lang. Die Hennlänge der Kette bleibt jedoch gleich und die Gesamtlänge des Kettenkanals bleibt im wesentlichen auch gleich der Kettenlänge oder der Länge im betriebslosen Zustand, doch wie gesagt sind die Proportionen, zwischen den flexiblen Kettenführungen die Zug- und die Stoßkräfte übertragen, je nach Betriebsfall verschieden.
Wird die Fennlänge der Kette größer gewählt als die Gesamtlänge des Kettengehäuses im betriebslosen Zustand, so beginnt sich auch die Kettenführung des Zugdrums zu dehnen, denn durch das Hineinstoßen der Kette in die flexible Kettenführung des Zugdrums geht ein Teil der Zugwirkung verloren; das Gegenteil geschieht bei einer Fennlänge' der Kette, die kleiner ist als die Gesamtlänge des Kettengehäuses. Die simultane Ausnutzung von Stoß- und Zugkräften während der Übertragung ist nur innerhalb verhältnismäßig kleiner Abweichungen der Kettenlänge von der Kettengehäuselänge im spannungslosen Zustand gegeben; optimal ist der Pail gleicher Längen, realisierbar sind im wesentlichen gleiche Längen·
Die Kraft der Übertragung von An- zu Abtrieb ist somit auch im wesentlichen je in Zug- und Stoßkraft- halbiert aufgeteilt; eine nicht kraftübertragende Strecke, wie dies beispielsweise bei einem flexiblen Antrieb'durch lose aneinandergereihte Kugeln im Zugdrum der Fall ist, kommt bei der Kraftübertragung gemäß der Erfindung nicht vor.
Bei der starren Kettenführung der Gliederkette ist die Aufteilung der Kräfte in simultan wirkende Zug- und Stoßkräfte deswegen nicht gegeben, weil die starre Kettenführung sich nicht wie die flexible Kettenführung bei Wechsellast, insbesondere aber im Wechselbetrieb, den sozusagen peristaltischen Eigenschaften der Kette anzupassen vermag» Die resultierende Charakteristik der Kette und Kettenführung, wie sie sich aus der Lehre gemäß der Erfindung ergibt, bewirkt während der Kraftübertragung bei Wechsellast, bzw. bei Drehmomentänderungen in einem verhältnismäßig weiten bereich und im Wechselbetrieb, also bei Drehrichtungsänderungen, eine sehr hohe Synchronizität bei jeder Winkelstellung von Antrieb und Abtrieb.
Mit diesem Antrieb gemäß der Erfindung können außerdem oftmals (sogar) mehrere teure Winkelgetriebe und Gelenkwellen ersetzt werden, Beben den damit eingesparten Kosten fallen auch die Kosten für den Serviceaufwand solcher Getriebe und Wellen weg.
Die ^ig. 2a bis 2c zeigen in einfacher symbolischer Darstellung einerseits Abwandlungen der Erfindung und andererseits, wie mit einfachen Änderungen die "Verwendungsmöglichkeiten der Erfindung variiert werden können. Der Antrieb A in 2?ig# 2a ist durch einen größeren Kettenraddurchmesser bzw. größere Zähnezahl am Abtrieb B die Kraftübertragung untersetzt; im umgekehrten Fall ist ebenso gut eine Übersetzung des Antriebs möglich. Eine der Möglichkeiten der flexiblen Antriebsübertragung mittels flexiblen Kettenkanälen zeigt Pig. 2b, .in welcher Ab- und Antrieb gegeneinander verschwenkt sind, Auf diese Weise ist der Antrieb in praktisch allen Lagen einbaubar, wodurch schwer zugängliche Antriebe realisiert werden können. Auch hier ist eine Über- oder Untersetzung gleicherweise möglich. Bei einer Verschwenkdrehung um 180 , wie in Fig. 2c gezeigt, kann eine Drehrichtungsumkehr bewirkt werden. Bei allen diesen Abwandlungen werden, wie auch in der Grundausführung nach Fig. 1, durch beide Kettenstränge Kraft übertragen; der eine überträgt Zug-, üer andere Druckkräfte, was zu einer kraftausgleichenden Wirkung führt.
Während bei der Abwandlung nach Fig. 4 Kraft parallel vom An- oder Abtriebsblock auf die einzelnen Elemente übertragen wird, zeigt Fig. 3 die Möglichkeit einer seriellen Kraftübertragung auf beispielsweise einen Abtrieb I und einen Abtrieb II, entweder in derselben Drehrichtung D und/oder in umgekehrten Drehrichtungen, je nach der Verschränkung einer oder mehrerer Abtriebe zueinander, Auf diese Weise lassen
sich die beliebigsten räumlichen Antriebsprobleme lösen. Ein weiterer "Vorteil der Erfindung ist es, daß der Abtrieb während der Leistungsübertragung bewegbar ist, ^ies. ist besonders brauchbar bei der Ausführungsform mit Zwillingsschläuchen als flexible Kettenführen, eine Ausführungsform, die an späterer Stelle noch diskutiert, wird·
Fig, 4 zeigt eine weitere Abwandlung der Erfindung, bei der durch Zusammenstellung von mehreren Antriebselementen, wie sie beispielsweise in Pig. 1 gezeigt sind, zu einem mehrfach An- oder Abtrieb· Über eine gemeinsame zentrale Kraftübertragungswelle, eine Welle 10, werden mehrere Antriebe Ax miteinander betätigt, welche ihrerseits beispielsweise die beiden in Fig. 4 gezeigten Abtriebe B1 und Bx über die in flexiblen Kettenkanälen 7; 7' laufenden Ketten antreiben. Gleicherweise können die Abtriebe räumlich zum Antriebsblock beliebig verschwenkt werden? ebenso variabel läßt sich über einen einzigen Antrieb ein Abtriebsblock mit mehreren Elementen antreiben.
Pig, 5 zeigt nun ein Detail der Ausführungsform gemäß Pig, 1, welche \isführungsform auch für die diversen diskutierten Abwandlungen wie Über- oder Untersetzungen, An- oder Abtriebsblocks, Drehrichtungsumkehr u. a. verwendet werden kann. Die nachfolgenden konstruktiven Angaben beziehen sich auf diebevorzugte Verwendung einer 3D-Kette. Dargestellt ist ein Teil des flexiblen Antriebs, wie er in Pig* 1 dargestellt ist, nämlich der antriebseitige Teil. Das Umlenkgehäuse 1 besteht aus den zwei Hälften 1a und 1b, jeweils mit eingearbeitetem Kettenradgehäuse-Halbteil und einem Teil des Kettenkanals 4, Dies ist besonders gut zu sehen in der Detaildarstellung von Pig, β, Das Kettenrad 2 weist an seinem Umfang Vertiefungen zur partiellen Aufnahme der Kettenglieder 10 auf, welche mit der Tiefe d im Eingriff mit dem Kettenrad 2 stehen. Die Tiefe d wird derart gewählt, daß der Kopfkreisdurchmesser R des
Kettenrades 2 den lirümmungsradius Rf der Endloskette 6 nicht erreicht, d. h. daß stets Krümmungsradius Rr - Kopfkreisdurchmesser Rpi 0 gilt. In I1Ig. β ist dies mit dem Winkel·;* 180 ° gezeigt.
Fig*. 6 zeigt noch ein weiteres Detail zur Realisierung eines Antriebe gemäß der -Erfindung, Um einen erschütterungsfreien Lauf und um eine genügend hohe Betriebslebensdauer zu erreichen, ist ein möglichst friktionsarmer oder besser ein friktionsfreier Betrieb anzustreben. Wie aus Figo' 5 hervorgeht, wird ein-Verbindungsstutzen 5 zwischen Umlenkgehäuse 1 und der flexiblen Kettenführung 7» welche letztere bzw. ein Hochdruckschlauch sein kann, so zum Kettenkanal 4 im Umlenkgehäuse 1 angeordnet, daß sich das Kettenrad 2 im Umlenkgehäuse 1 unter Bildung der Zwischenräume 15 (Fig. 6) selbst zentrieren kann. Die unvermeidliche Friktion der 3D-Kette im Kettenkanal 4, wird durch ein Schmiermittel im nota bene geschlossenen System minimiert.
Fig.. 7 zeigt schließlich eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die flexiblen,Teile der Kettenführungen 7; 7f zwischen bzw. vom und zum An- und Abtrieb je in einem .Zwillingsschlauch mit einer Trennwand verlaufen. In den für die Kettenkanälen vorgesehenen Innenräumen des ZwillingsSchlauches läuft die Endloskette 6. Diese Variante gleicht bei Verwendung von dünnen Ketten einem Wellenantrieb und kann wie ein solcher betätigt werden, ohne daß dieser Antrieb aber die oft unerwünschten Torsionseigenschaften eines Wellenantriebe aufweist. Auf diese Weise sind große Abstände zwischen An- und Abtrieb erreichbar; sehr vorteilhaft ist dabei die Möglichkeit, den Antrieb irgendwo im Umgebungsraum herumzuführen. Beim Abtrieb können unmittelbar nach Anlaufen des Antriebs große Drehmomente abgenommen werden, die. Übertragung verhält sich bewegungsstarr und damit synchron.
In zusammengefaßter Beschreibung handelt es sich bei der Erfindung um eine Vorrichtung zur Übertragung einer Drehbewegung mit mindestens einem Antrieb und mindestens einem Abtrieb und zwischen diesen angeordneten flexiblen Kettenführungen, die sich dadurch auszeichnet, daß die Kraftübertragung mittels einer im wesentlichen der Gesamtlänge des Kettengehäuses im betriebslosen Zustand, das ist die Länge der Kettenkanäle 6, 4r in den Umlenkgehäusen Ί, 1V von Abtneb A und Abtrieb B und der flexiblen Kettenführungen 7» 7' zwischen diesen,' entsprechenden stoß- und zugbetriebsfähigen -^ndloskette 6. -^ine serielle Zusammenschaltung von einer Mehrzahl von Abtrieben BI, ΒΙΙ»·.ΒΧΧ , die über flexible Kettenführungen 7J 7"·.· von einem Antrieb A antreibbar sind, ist eine erste, und eine über eine gemeinsame Welle 10' angetriebene Parallelschaltung von Antrieben Ax, mit zu jedem Antrieb Α1·..Αχ über Sndlosketten und flexible Kettenführungen 7, 71 verbundenen Abtrieben B1...BX, ist eine zweite grundsätzliche Ausführungsform der Erfindung. V/eitere Aus führung s formen sind: daß die flexible Kettenführung 7, 7f aus einem in alle Raumrichtungen biegbaren Schlauch besteht, dessen Innenraum als Kettenkanal ,4 benutzt wird; daß der vom Antrieb A zum Abtrieb B laufende flexible Kettenführungsteil 7 und der vom Abtrieb B zum Antrieb A laufende flexible Kettenführungsteil 7' aus einem in alle ^aumrichtungen biegbaren Zwillingsschlauch besteht, dessen beide Innenräume als Kettenkanal 4 benutzt werden. Andere naheliegende, von der Erfindung abgeleitete Ausführungsformen betreffen insbesondere die Ausgestaltung der vorzugsweise zweischaligen An- und/oder Abtriebe A, B, C... und der flexiblen Kettenführungsteile 7, 7',.o." ·

Claims (5)

-12-Er findungsanspruch
1. Vorrichtung zur übertragung-einer Drehbewegung mit mindestens einem Antrieb und mindestens einem Abtrieb und zwischen diesen angeordneten flexiblen Kettenführungen, gekennzeichnet dadurch, daß die Kraftübertragung mittels einer im wesentlichen der Gesamtlänge des Kettengehäuses im betriebslosen Zustand, das ist die Länge der Ketten« kanäle (4; 4') in den Umlenkgehäusen (1; 1f) von Antrieb (A) und Abtrieb (B) und der flexiblen Kettenführungen (7; 7') zwischen diesen, entsprechenden stoß- und zugbetriebsfähigen Endloskette (6) erfolgt·
2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet durch eine serielle Zusammenschaltung von einer Mehrzahl von Abtrieben (BI, BII..,BXZ), die über flexible Kettenführungen (7r, 7"·.·) von einem Antrieb (A) antreibbar sind»
.3, Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet durch eine über eine gemeinsame Welle-(10') angetriebene Parallelschaltung von Antrieben (Ax), mit zu jedem Antrieb (A1,.#Ax) über Endlosketten und flexible Kettenführungen (7; 7f) verbundenen Abtrieben (331.,,Bx),
4, Vorrichtung nach Punkt 1,2 oder 3, gekennzeichnet dadurch, daß die flexible Kettenführung (7; 7') aus einem in alle Raumrichtungen biegbaren Schlauch besteht, dessen Innenraum als Kettenkanal (4) benutzt wird,
5, Vorrichtung nach Punkt 1,3 oder 4, gekennzeichnet dadurch, daß der vom Antrieb (A) zum Abtrieb (B) laufende flexible Kettenführungsteil (7) und der vom Abtrieb (B) zum An-
trieb (A) laufende flexibe Kettenführungsteil (7T) aua einem in alle Raumrichtungen biegbaren Zwillingsschlauch besteht, dessen beiden Innenräume als Kettenkanal (4) benutzt werden.
Hierzu 3 leiten Zeichnungen -

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