DD248754A1 - Vorrichtung zur verstellung der vorschublaengsbewegung der greiferschienen einer transferpresse - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verstellung der Vorschublaengsbewegung der Greiferschienen einer Transferpresse in einer definierten Ausgangsstellung, mit einem synchron vom Antrieb der Presse angetriebenen Kurvengetriebe, dessen Abtriebsglied ueber mehrere Zwischenglieder formschluessig mit den Greiferschienen verbunden ist. Das Ziel der Erfindung ist es, die Loesung in ihrem konstruktiven Aufbau zu vereinfachen und den Steuerungsaufwand zu verringern. Gleichzeitig soll durch die Beseitigung von moeglichen Stoerquellen die Funktionssicherheit verbessert und eine vom Greiferschienenhub unabhaengige, verzerrungsfreie Uebertragung der Funktion des Kurvengetriebes auf die Greiferschienen gesichert werden. Die Aufgabe besteht darin, die Vorrichtung so zu gestalten, dass nur eine loesbare Koppelstelle im Kraftfluss zwischen dem Kurvengetriebe und den Greiferschienen erforderlich ist. Erfindungsgemaess wird das dadurch erreicht, dass im Getriebezug zwischen dem Kurvengetriebe und den Greiferschienen ein mehrstufiges Schaltgetriebe zwischengeschaltet ist. Fig. 1
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Verstellung der Vorschublängsbewegung der Greiferschienen einer Transferpresse in einer definierten Ausgangsstellung.
Transferpressen werden aus ökonomischen Gründen universell ausgeführt, so daß auf ihnen Werkstücke unterschiedlicher Größe mit einer verschiedenen Anzahl von Umformstufen gefertigt werden können. Das bedingt eine unterschiedliche Vorschublängsbewegung der Greiferschienen.
Wird an der Transferpresse der Werkzeugwechsel vollautomatisch durchgeführt, werden an die Greiferschienen zusätzliche Bedingungen gestellt. Dazu zählen die Teilung der Greiferschienen und die Lagefixierung der verbleibenden Endstücke in der Presse. Gleichzeitig muß gewährleistet sein, daß bei der Verstellung der Hublänge die definierte Endlage der Greiferschienen in der Presse erhalten bleibt.
Bei einer bekannten Lösung der vorstehend genannten Art (DE-OS 3413900) wird die Bewegung einer synchron zur Presse angetriebenen, umlaufenden Kurvenscheibe durch einen Schwinghebel abgegriffen und über eine Verzahnung und einen Kurbeltrieb auf die Greiferschienen übertragen. Die Verstellung der Länge der Längsbewegung der Greiferschienen erfolgt durch Verkürzen oder Verlängern des Kurbelarmes der Kurbel in einer Strecklage während einer Rastphase der Greiferschienen, nachdem die Greiferschienen mittels Arretiermitteln am Pressengestell festgelegt sind. Dazu werden die Anlenkpunkte der Kurbelstangen an den Kurbelarmen und die Befestigung der Greiferschienen an der Traverse gelöst und die Traverse mit den Kurbelstangen mit Hilfe einer ankoppelbaren Verstelleinheit um ein vorgegebenes Verstellmaß verschoben sowie nach der Verstellung in umgekehrter Reihenfolge die Verbindung mit der Verstelleinheit gelöst, die An lenkpunkte der Kurbelarme und der Traverse wieder gekoppelt und die Arretierung der Greiferschienen gegenüber dem Pressengestell gelöst. ' Nachteilig wirkt sich bei dieser Lösung der komplizierte konstruktive Aufbau sowie die große Anzahl von lösbaren Koppelstellen im Getriebezug (Kraftfluß) aus. Bas Lösen dieser Koppelstellen mittels.hydraulisch oder pneumatisch betätigbarer Arbeitszylinder ist mit einem großen Steuerungsaufwand verbunden und bedingt die Verwendung flexibler Druckmittelanschlüsse, die ständig der Bewegung der Greiferschiene bzw. der Kurbelarme folgen und dadurch einem hohen Verschleiß unterliegen, was die Störanfälligkeit der Vorrichtung erhöht.
Ein weiterer Mangel dieser Lösung ist in der Verzerrung der Übertragungsfunktion des Kurvengetriebes mit der Verstellung — bedingt durch die Veränderung des Verhältnisses der wirksamen Kurbellänge zurlänge der Kurbelstange — zu sehen.
Das Ziel der Erfindung ist es, die Lösung in ihrem konstruktiven Aufbau zu vereinfachen und den Steuerungsaufwand zu verringern. Gleichzeitig soll durch die Beseitigung von möglichen Störquellen die Funktionssicherheit verbessert und eine vom Greiferschienenhub unabhängige, verzerrungsfreie Übertragung der Funktion des Kurvengetriebes gesichert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der vorstehend.genannten Art so zu gestalten, daß nur eine lösbare Koppelstelle im Kraftfluß zwischen dem Kurvengetriebe und den Greiferschienen erforderlich ist.
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß im Getriebezug zwischen dem Kurvengetriebe und den Greiferschienen ein mehrstufiges Schaltgetriebe zwischengeschaltet ist.
Zweckmäßigerweise ist als Schaltgetriebe ein an sich bekanntes, mehrstufiges Stirnräderwechselgetriebe vorgesehen, dessen Antriebswelle über ein Ritzel mit dem Zahnsegment des Schwinghebels des Kurvengetriebes verbunden ist und dessen Antriebswelle ggf. über mehrere Zwischenglieder mit zwei Ritzeln in Wirkverbindung steht, die in bekannter Weise mit den Zahnstangen der Greiferschienen im Eingriff stehen.
Das Kurvengetriebe ist so ausgeführt, daß in den Rastphasen der Kurve der Schwinghebel eindeutig definierte Endlagen einnimmt. Das Verstellen der Greiferschienenlängsbewegung erfolgt durch Umschalten des Schaltgetriebes von einer Übersetzungsstufe auf eine andere während einer Rastphase der Greiferschienen. Dadurch ist gewährleistet, daß bei der Verstellung zwangsläufig immer wieder die gleichen Zahneingriffe zwischen den Zahnstufen erreicht werden und damit die Lage der Greiferschienen in der Presse erhalten bleibt.
Eine zweckmäßige Variante zur Realisierung der Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In derzugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine schematische Darstellung des Antriebes zur Erzeugung der Greiferschienenlängsbewegung, Fig. 2: eine Ausführungsvariante des Schaltgetriebes mit'einer hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren Stelleinrichtung.
Nach Fig. 1 ist auf einer synchron zum Exzenterrad der Presse umlaufenden Kurvenscheibenwelle 1 ein Kurvenscheibenpaar 2 drehfest angeordnet, dessen Übertragungsfunktion durch einen Schwinghebel 3 abgegriffen wird. Am freien Hebelarm des Schwinghebels 3 ist ein Zahnsegment 4 befestigt, das mit einem Ritzel 5 in Eingriff steht und die Schwingbewegung des Schwinghebels 3 in eine Drehbewegung der Antriebswelle 7 umwandelt. Unterhalb des Kurvengetriebes ist ein mehrstufiges Schaltgetriebe 6 angeordnet, auf dessen Antriebswelle 7 ein Ritzel 5 befestigt ist, das mit dem Zahnsegment 4 des Schwinghebels 3 im Eingriff steht und dessen Abtriebswelle 8 beiderseits aus dem Getriebegehäuse herausragt und mit zwei Zahnriemenscheiben 9 verbunden ist. Die Greiferschienen 10 sind an einem Ende mit Zahnstangen 11 versehen, die mit Ritzeln 12 im Eingriff stehen, welche ihrerseits über Zwischenwellen 13, Zahnriemenscheiben 14 und Zahnriemen 15 mit den Zahnriemenscheiben 9 der Abtriebswelle 8 des Schaltgetriebes 6 verbunden sind. An Stelle der Zahnriementriebe könnten in gleicher Weise auch andere formschlüssige Getriebeelemente, wie z. B. Kettentriebe oder Übertragungswellen mit Umlenkgetrieben verwendet werden.
Als Schaltgetriebe 6 ist ein vierstufiges Stufenrädergetriebe (Fig. 2) mit einem drehfest und axial verschiebbar auf einer Welle gelagerten Schaltradblock 16 vorgesehen, dessen Verzahnungen so ausgeführt sind, daß in der definierten Schaltstellung, vorzugsweise der Rastphase der Greiferschienen 10 in einer Endlage, die Zähne der Stirnräder des Zahnradblockes 17 den Zahnlücken der Stirnräder des Schaltradblockes 16 gegenüberstehen, so daß ein problemloses Schalten der einzelnen Getriebestufen durch Verschieben des Schaltradblockes 16 gewährleistet ist.
Das Verschieben des Schaltradblockes 16 erfolgt mittels hydraulisch oder pneumatisch betätigbarer Arbeitszylinder 18; 19 über eine Schaltstange 20 und eine Schaltgabel 21. Die beiden Arbeitszylinder 18; 19 sind zweifachwirkend und stehen über die Schaltstange 20 miteinander in Wirkverbindung. Das eine Ende der Schaltstange 20 ist mit dem Kolben des ersten Arbeitszylinders 18 fest verbunden und das andere Ende im Kolben des zweiten Arbeitszylinders 19 in axialer Richtung verschiebbar gelagert und durch Anschlagbunde in der Hubbewegung begrenzt. Der verschiebbar mit der Schaltstange 20 verbundene Kolben des zweiten Arbeitszylinders 19 weist eine wesentlich größere wirksame Kolbenfläche auf und hat durch zwei Anschläge 22; 23 definierte Endlagen. Die Schaltstange 20 kann in jeder dieser Endlagen in Abhängigkeit von der Druckbeaufschlagung des anderen Kolbens jeweils zwei Schaltstellungen einnehmen, so daß mit den zwei Arbeitszylindern 18; 19 die vier Schaltstellungen des Schaltgetriebes 6 realisierbar sind.
Die Übersetzungsverhältnisse der Zahnradstufen sind so gewählt, daß die vorgegebenen Vorschubwege der Greiferschienen 10 realisierbar sind. Bei Bedarf könnte auch ein Schaltgetriebe 6 mit mehr oder weniger Schaltstufen bzw. mit einer Leerlaufstufe zum Betreiben der Presse bei stillstehenden Greiferschienen 10 verwendet werden. Als Stelleinheit zum Schalten der einzelnen Getriebestufen sind auch andere Kombinationen von Arbeitszylindern 18; 19 oder die Verwendung einer durch einen elektrischen Stellmotor angetriebenen Gewmdespiel denkbar. Die jeweils eingestellte Hubgröße der Greiferschienen 10 kann in bekannter Weise durch Initiatoren 24 angezeigt werden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Verstellung der Vorschublängsbewegung der Greiferschienen einer Transferpresse in einer definierten Ausgangsstellung, mit einem synchron vom Antrieb der Presse angetriebenen Kurvengetriebe, dessen Abtriebsglied über mehrere Zwischenglieder formschlüssig mit den Greifermaschinen verbunden ist, gekennzeichnet dadurch, daß im Getriebezug zwischen dem Kurvengetriebe und den Greiferschienen (10) ein mehrstufiges Schaltgetriebe (6) zwischengeschaltet ist.
2. Vorrichtung zur Verstellung der Vorschublängsbewegung der Greiferschienen nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Schaltgetriebe (6) ein an sich bekanntes, mehrstufiges Stirnräderwechselgetriebe vorgesehen ist, dessen Antriebswelle (7) über ein Ritzel (5) mit dem Zahnsegment (4) des Schwinghebeis (3) des Kurvengetriebes verbunden ist und dessen Abtriebswelle (8) ggf. über mehrere Zwischenglieder mit zwei Ritzeln (12) in Wirkverbindung steht, die in bekannter Weise mit den Zahnstangen (11) der Greiferschienen (10) im Eingriff stehen.
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