DD249237A1 - Anordnung zum abzug von rohbraunkohle aus einem kesselbunker - Google Patents
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Abstract
Anordnung zum Abzug von Rohbraunkohle aus einem Kesselbunker grosser Dampfkesselanlagen, wobei der auf eine Foerdereinrichtung in Form eines Stegkettenfoerderers fuehrende Kesselbunkerboden in mehrere Auslaeufe unterteilt ist, die durch separate Bunkerabsperrschieber verschliessbar sind. Die Aufgabe besteht darin, eine Anordnung zu schaffen, mit der die Kohle ueber die gesamte Laenge des Bunkerauslaufes so abgezogen werden kann, dass keine Anbackungen und Brueckenbildungen im Kesselbunker entstehen, ein Abreissen des Kohlestromes auf der Foerdereinrichtung vermieden und dessen Belastung herabgesetzt wird. Dies wird erfindungsgemaess dadurch erreicht, dass unter allen zum Abzug von Kohle vorgesehenen Auslaeufen an den Seiten geschlossene Schurren angeordnet sind, die bis auf eine gleiche Hoehe ueber dem Stegkettenfoerderer gefuehrt sind, die in Abzugsrichtung hinten liegende Querwand jeder Schurre um das Mass der auszutragenden Schuetthoehe kuerzer gehalten und aussen durch ein Begrenzungsprofil verstaerkt ist, hinter jeder Schurre im Zwischenboden des Stegkettenfoerderers eine auf das Untertrum fuehrende Zwischenbodenluke vorgesehen ist und ueber allen nicht zum Abzug vorgesehenen Auslaeufen im Kesselbunker Satteleinbauten vorgesehen sind, die den entsprechenden Auslauf vollstaendig ueberdecken. Figur
Description
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt eine Vorderansicht der Anordnung.
Der Kesselbunker 1 ist an seinem Boden in mehrere Ausläufe unterteilt, die durch separate Bunkerabsperrschieber 2 verschließbar sind. Alle für einen Abzug von Kohle vorgesehenen Ausläufe sind jeweils von einer an den Seiten geschlossenen Schurre 8 eingefaßt, die bis auf eine gleiche Höhe über einen Stegkettenförderer 3 geführt wird. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind es alle drei Ausläufe.
Die in Abzugsrichtung 5 hinten liegende Querwand 11 jeder Schurre 8istumdaßMaß der auszutragenden Schütthöhe 10 kürzer gehalten und außen an der Kante durch ein Begrenzungsprofil 9 verstärkt. Hinter jeder Schurre 8 ist im Zwischenboden 7 des Stegkettenförderers 3 eine auf das Untertrum 6 führende Zwischenbodenluke 14 vorgesehen. Über allen nicht zum Abzug vorgesehenen Ausläufen sind im Kesselbunker 1 Satteleinbauten 12 vorgesehen, die den entsprechenden Auslauf vollständig überdecken.
Da im Ausführungsbeispiel alle Ausläufe mit Schurren 8 ausgestattet sind, ist ein Satteleinbau nur gestrichelt dargestellt. Zum Abzug von Rohbraunkohle aus dem Kesselbunker 1 wird der Stegkettenförderer 3 in Abzugsrichtung Bin Bewegung gesetzt und die Bunkerabsperrschieber 2 werden gleichzeitig geöffnet. Dabei gelangt die Kohle ohne einen Schüttkegel bis auf den Zwischenboden 7 und wird durch den Stegkettenförderer 3 unter jeder Schurre 8 mit gleicher Menge und gleicher Schütthöhe 10 abgezogen, wobei die Kohle überwiegend unter der hinteren Querwand 11 mit dem Begrenzungsprofil 9 an der Austragskante abgezogen wird. Das Begrenzungsprofil 9 dient gleichzeitig noch zur Versteifung der hinteren Querwand 11, gegen die die seitliche Abzugskraft wirkt.
Im dargestellten Beispiel wird unter jeder Schurre 8 ein Drittel der abzuziehenden Kohlemenge auf den Steg kettenförderer 3 aufgegeben.
Damit sackt die Kohle in dem Kesselbunker 1 insgesamt in sich ab und ein gleichmäßiger Massefluß aus dem Kesselbunker 1 heraus ist gewährleistet.
Anbackungen sowie Brückenbildungen werden vermieden.
Selbst über die Satteleinbauten 12 bei abgeschotteten Ausläufen rutscht die Kohle ohne Anbackungen ab.
Die unter jeder Schurre 8 auf den Stegkettenförderer 3 aufgegebene Kohlemenge wird über die sich anschließende Zwischenbodenluke 14 auf das Untertrum 6 abgeworfen.
Hinter der letzten Schurre 8 ist die Zwischenbodenluke 14 vor der Umlenktrommel 13 vorgesehen.
Von dem Untertrum 6 wird die Kohle zur Kohlemühle hin abgeworfen. Die Kohlesäule steht zwar in jeder SchurTeÖ auf eiern Stegkettenförderer 3, da jedoch kein Schüttkegel vorhanden ist und nur die für jede Schurre 8 festgelegte Schütthöhe nach hinten bis zur jeweiligen Zwischen bod en luke 14 abgezogen wird, wird die Belastung des Stegkettenförderers 3 und seines Antriebes reduziert. Durch die damit verbundene Erhöhung der Standzeit des Stegkettenförderers 3 wird die Verfügbarkeit der Bekohlungsanlage außerordentlich erhöht. Der gleichmäßige Austrag von Kohle schließt ein Abreißen des Kohlestromes auf der Fördereinrichtung aus.
Claims (1)
- — I — (E.TErfindungsanspruch:Anordnung zum Abzug von Rohbraunkohle aus einem Kesselbunker großer Dampfkesselanlagen, wobei derauf eine Fördereinrichtung in Form eines Stegkettenförderers führende Kesselbunkerboden in mehrere Ausläufe unterteilt ist, die durch separate Bunkerabsperrschieber verschließbar sind, gekennzeichnet dadurch, daß unter allen zum Abzug von Kohle vorgesehenen Ausläufen an den Seiten geschlossene Schurren (8) angeordnet sind, die bis auf eine gleiche Höhe über dem Stegkettenförderer (3) geführt sind, die in Abzugsrichtung (5) hinten liegende Querwand (11) jeder Schurre (8) um das Maß der auszutragenden Schütthöhe (10) kürzer gehalten und außen durch ein Begrenzungsprofil (9) verstärkt ist, hinter jeder Schurre (8) im Zwischenboden (7) des Stegkettenförderers (3) eine auf das Untertrum (6) führende Zwischenbodenluke (14) vorgesehen ist und über allen nicht zum Abzug vorgesehenen Ausläufen im Kesselbunker (1) Satteleinbauten (12) vorgesehen sind, die den entsprechenden Auslauf vollständig überdecken.Hierzu 1 Seite ZeichnungAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Anordnung zum Abzug von Rohbraunkohle aus einem Kesselbunker großer Dampfkesselanlagen, wobei der auf eine Fördereinrichtung in Form eines Stegkettenförderers führende Kesselbunkerboden in mehrere Ausläufe unterteilt ist, die durch separate Bunkerabsperrschieber verschließbar sind.Charakteristik der bekannten technischen LösungenDie Kesselbunker großer braunkohlengefeuerter Dampfkesselanlagen weisen wegen der erforderlichen Kohlebevorratung eine große Dimensionierung auf, stellen in ihrem Auslaufteil ein langgestrecktes Rechteck dar und sind in mehrere Ausläufe unterteilt. Diese sind an ihrem unteren Ende mit Bunkerabsperrschiebern versehen. Darunter befindet sich in Längsachse des Bunkerauslaufes eine Fördereinrichtung, die die Kohle zu den Kohlemühlen transportiert. Bei geöffneten Bunkerabsperrschiebern wirkt über die gesamte Breite des Kesseibunkers die Last der im Kessel bunker befindlichen Kohlesäule auf die Fördereinrichtung ein und ergibt eine sehr hohe Belastung derselben einschließlich deren Antriebseinrichtung. Da bei Öffnung aller Ausläufe über die gesamte Bunkerauslauflänge der Kohleabfluß zu groß wäre (großer Schüttkegel unter jedem Auslauf) und die Fördereinrichtung bis zu ihrem Ausfall hin überlasten würde, werden die Bunkerabsperrschieber in zyklischen Abständen einzeln oder in Gruppen geöffnet, so daß immer ein anderer Teil des Kesselbunkers zum Kohleabfluß freigegeben wird. Durch dieses wechselseitige Abziehen von Kohle aus dem Kesselbunker kommt es immer wieder zu Anbackungen der Kohle an den Bunkerwänden bzw. zu Kohlebrückenbildungen innerhalb des Kesselbunkers, die dessen Speicherkapazität wesentlich einschränken und im Extremfall zum Kohleabriß auf der Fördereinrichtung führen. Verfügbarkeitsminderung und Leistungsabsenkung des Dampfkessels sind die Folge. Um die bekannten, sehr aufwendigen Lösungen zur Verhinderung von Brückenbildungen und Anbackungen, wie mechanische Austragshilfen, Rüttelvorrichtungen, das Einblasen von Dampf u.a., nicht anwenden zu müssen und die Brückenbildungen und Anbackungen in Grenzen zu halten, wird als derzeit wirksamste Methode der Wechselzyklus für das Öffnen der einzelnen Bunkerabsperrschieber sehr kurz gehalten.
Dadurch unterliegen die Antriebe der Bunkerabsperrschieber einem sehr hohen Verschleiß und haben eine geringe Standzeit.Ziel der ErfindungZiel der Erfindung ist es, Verfügbarkeitsminderung durch Störungen beim Austragen der Rohbraunkohle aus dem Kessel bunker auszuschalten.Darlegung des Wesens der ErfindungDer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Abzug von Rohbraunkohle aus einem Kessel bunker, dessen auf eine Fördereinrichtung führender Bunkerauslauf in mehrere Ausläufe unterteilt ist, die durch separate Bunkerabsperrschieber verschließbar sind, zu schaffen, mit der die Kohle über die gesamte Länge des Bunkerauslaufes so abgezogen werden kann, daß keine Anbackungen und Brückenbildungen im Kesselbunker entstehen, ein Abreißen des Kohlestromes auf der Fördereinrichtung vermieden und dessen Belastung herabgesetzt wird.Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß unter allen zum Abzug von Kohle vorgesehenen Ausläufen an den Seiten geschlossene Schurren angeordnet sind, die bis auf eine gleiche Höhe über dem Stegkettenförderer geführt sind, die in Abzugsrichtung hinten liegende Querwand jeder Schurre um das Maß der auszutragenden Schütthöhe kürzer gehalten und außen durch ein Begrenzungsprofil verstärkt ist, hinter jeder Schurre im Zwischenboden des Stegkettenförderers eine auf das Untertrum führende Zwischenbodenluke vorgesehen ist und über allen nicht zum Abzug vorgesehenen Ausläufen im Kesselbunker Satteleinbauten vorgesehen sind, die den entsprechenden Auslauf vollständig überdecken.
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1986
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