DD249484A1 - Verfahren zur herstellung eines latex zur haftvermittlung - Google Patents

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DD249484A1
DD249484A1 DD29084886A DD29084886A DD249484A1 DD 249484 A1 DD249484 A1 DD 249484A1 DD 29084886 A DD29084886 A DD 29084886A DD 29084886 A DD29084886 A DD 29084886A DD 249484 A1 DD249484 A1 DD 249484A1
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DD
German Democratic Republic
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latex
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styrene
dimethylamine
acetonitrile
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Application number
DD29084886A
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English (en)
Inventor
Frans Steffers
Wolfgang Voelzke
Gerhard Haeussler
Hans Muenzberg
Johannes Jurk
Original Assignee
Buna Chem Werke Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Latex zur Haftvermittlung beim Beschichten und Verfestigen textiler Flaechengebilde. Dazu werden in an sich bekannter Weise Butadien, Styren und A-crylsaeure in Gegenwart von Emulgatoren in waessriger Emulsion polymerisiert. Erfindungsgemaess werden dabei 0,1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf Aktivbasis des Emulgators, einer Mischung aus Dimethylamin und Acetonitril zu etwa gleichen Teilen zugesetzt.

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Verwendung von carboxylgruppenhaltigen wäßrigen Emulsionspolymerisaten zum Beschichten bzw. Verfestigen von textlien Flächengebilden, insbesondere von Teppichen, ist bekannt. Dabei werden einzelne Fasern oder Faserbüschel nicht mechanisch verankert, sondern es wird ein Klebstoff verwendet, um die Fasern bzw. Faserbüschel in der gewünschten Lage festzuhalten. Auf diese Weise hergestellte Teppichwaren und andere Textilien weisen jedoch den Nachteil auf, daß sich die gewünschte Bindungsfestigkeit nach dem Auftragen des Klebstoffes zu langsam entwickelt, so daß die auf diese Weise hergestellten Teppichwaren nicht schnell genug weiterverarbeitet werden können.
Aus der JP-PS 25 014/1963, der DE-AS 1 054 958 und der US-PS 2 961 348 sind carboxylgruppenhaltige Polymerisatlatices bekannt, mit denen Fasermaterial imprägniert und verklebt werden kann. Die damit erzielbaren Festigkeiten sind jedoch für die Hersteilung von Teppichwaren nicht ausreichend. Dies gilt auch für die gemäß DE-PS 1 185 369 hergestellten Polymerisate mit Carboxylgruppen, die Formaldehyd als Zusatz enthalten, insbesondere in Verbindung mit Füllstoffen. Außerdem gehört Fomraldehyd zu den die Umwelt belastenden Substanzen.
In DD-PS 203 558 wird eine Mischung empfohlen, die aus Butadien-Styren-Copolymerisatlatex mit Carboxylgruppen und mindestens 58 Gew.-% Styren und einem Butadien-Styren-Copolymerisatlatex, der nach einem Substratverfahren in wäßriger Dispersion hergestellt wird, besteht. Dabei weist der Carboxyllatex eine durchschnittliche Teilchengröße von 150 ± 10 nm auf, mindestens 80% der Teilchen eine Größe von 120 bis 180 nm; das nach dem Substratverfahren hergestellte Copolymerisat besteht aus etwa gleichen Teilen Styren und Butadien, der Carboxyllatex ist in einer Menge von 45 bis 55 Gew.-% sowie das nach dem Substratverfahren hergestellte Copolymerisat, ebenfalls in einer Menge von 45 bis 55 Gew.-% im Klebstoffgemisch enthalten.
Diese Mischung beseitigt die bekannten Mangel bei der Verklebung der Fasern und/oder Faserbüschel textiler Materialien, jedoch zeigen die mit solchen Polymerisatmischungen behandelten Materialien eine schlechte Verträglichkeit mit weiteren erforderlichen Beschichtungen auf Basis synthetischer oder natürlicher Latices.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, einen Haftvermittlerlatex herzustellen, der sowohl als Kleber zur Verbindung oder Verfestigung von synthetischen Fasern oder Faserbüscheln, und zugleich als Haftvermittler zwischen den so behandelten textlien Materialien und einer weiteren Beschichtung, eingesetzt werden kann.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Haftvermittlerlatex für textile Materialien zu entwickeln, der zugleich der Verfestigung der einzelnen Fasern dient.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß 53 bis 55 Gew.-% Styren, 41 bis 43 Gew.-% Butadien, 3 bis 5 Gew.-% Acrylsäure in Gegenwart von Emulgatoren in wäßriger Emulsion in an sich bekannter Weise polymerisiert werden, wobei 0,1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf Aktivbasis des Emulgators, einer Mischung aus Dimethylamin und Acetonitril zu etwa gleichen Teilen zugesetzt werden. Zusätzlich können alle bekannten üblichen Polymerisationshilfsstoffe eingesetzt werden.
Solche bekannten üblichen Polymerisationshilfsstoffe für die Emulsionspolymerisation von carboxylierten Latices werden u. a.
ausführlich in DD-PS 80 546, DD-DWP 151 456 und DD-PS 211 792 angeführt.
Dimethylamin wird technisch aus Methanol und Ammoniak über Aluminiumoxid bei 45O0C und 14 bis 15 Pa mit anschließender destillativer Trennung hergestellt. Dimethylamin wird zum Entharzen in der Lederindustrie und zum Appretieren in der Textilindustrie verwendet.
Weitere bis jetzt bekannte Einsatzmöglichkeiten sind bei der Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln, als Vulkanisationsbeschleuniger und als Lösungsmittel für synthetische Fasern.
Acetonitril ist in der Rohbenzolfraktion von Steinkohlenteer enthalten und ist auch ein Bestandteil des Schwelwassers der Braunkohlendestillation. Es gibt noch einige andere Herstellungsverfahren, die jedoch großtechnisch kaum Bedeutung haben.
Acetionitril wird in der organischen Synthese und als Lösungsmittel für organische Salze verwendet.
Da aus den bisher bekannten Anwendungen dieser 2 Komponenten keine Rückschlüsse auf einen Einsatz als Komponente bei der Polymerisation synthetischer Latices möglich sind, und auch keine Andeutung in der Literatur gefunden wird, welche auf die
haftvermittelnde Wirkung dieser Substanzen hinweist, ist der Effekt des erfindungsgemäßen Haftvermittlerlatex für den Fachmann überraschend.
Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Erfindung, wobei Beispiel 2 dem Vergleich mit dem Stand der Technik dient.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1
In einem 9.000 i-Polymerisationsautoklaven mit Rührer, Thermometer und Thermostatisierungseinrichtung wurden bei etwa 600C 3.400 Gew.-T. Destillat, 90 Gew.-Teile Alkylbenzolsulfonat als Emulgator mit 100% Aktivsubstanz, 27 Gew.-Teile Natriumsulfat, 125 Gew.-Teile Acrylsäure, 1.685 Gew.-Teile Styren, 1315 Gew.-Teile Butadien und 1,9 Gew.-Teile einer Mischung bestehend aus 52 Gew.-% Dimethylamin und 48 Gew.-% Acetonitril bis zu einem nahezu 100%igen Umsatz polymerisiert. Am Ende der Reaktion wurde der pH-Wert mit Ammoniumhydroxid auf 7,5 eingestellt.
Beispiel 2
Wie in Beispiel 1 wurde ein Emulsionspolymerisat hergestellt, jedoch ohne erfindungsgemäße Zugabe der 1,9 Gew.-Teile einer Mischung von Dimethylamin und Acetonitril.
In Tabelle 1 sind die physikalischen Kenndaten der beiden Latices zusammengestellt.
Wie in DD-PS 203 558 beschrieben, wurde von beiden Polymerisaten die Klebfestigkeit in g/cm und der Büschelabriß in g/Büschel mit 140 Teilen Füllstoff geprüft.
Aus Tabelle 2 sind die Prüfergebnisse zu entnehmen.
Weiter wurde zur Bestimmung der Haftvermittlungswirkung ein textiles Material - Nadelfilz auf Basis von Polyproylenfasern - mit dem erfindungsgemäßen Latex aus Beispiel 1 (Textilmaterial Probe A) und Probe B mit dem Latex aus Beispiel 2 behandelt. Auf dieses behandelte Material wurde nach bekanntem Verfahren eine handelsübliche Schaumschicht mit etwa 150% Füllstoff in einer Dicke von 3 mm aufgebracht. Zur Prüfung der statischen Haftfestigkeit wird der Η-Test nach RGW-Standard 1763-79 durchgeführt.
Die Kräfte, die notwendig waren, um die Schaumschicht vom textlien Träger abzuziehen, sind aus Tabelle 3 ersichtlich.
Tabelle 1
Beispiel 1 Beispiel 2
Umsatz nach 16 Std. (%) 99,96 99,95
Restmonomer (%) 0,005 0,005
Filmfestigkeit (MPa) nach 24 Std. bei 2O0C 7,8 8,1
Filmfestigkeit (MPa) nach 15 min. bei 120°C 12,2 11,9
Dehnung (%) 670 630
Tabelle 2 Klebfestigkeit g/cm Büschelabriß g/Büschel
Breite der Oberfläche mit 150 T. Füllstoff
Latex Bsp. 1 1.070 1.740
Latex Bsp. 2 980 1.490
Tabelle 3
Notwendige Abrißkraft
(MPa)
Probe A (Latex Bsp. 1) 0,76
Probe B (Latex Bsp. 2) 0,48

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Latex zur Haftvermittlung beim Beschichten und/oder Verfestigen textiler Flächengebilde durch Emulsionspolymerisation von 53 bis 55 Gew.-% Styren, 41 bis 43 Gew.-% Butadien, 3 bis 5 Gew.-% Acrylsäure in Gegenwart von Emulgatoren, gekennzeichnet dadurch, daß 0,1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf Aktivbasis des Emulgators, einer Mischung aus Dimethylamin und Acetonitril zu etwa gleichen Teilen zugesetzt werden.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Latex zur Haftvermittlung beim Beschichten und/oder Verfestigen textiler Flächengebilde, insbesondere solcher synthetischer Trägermaterialien mit natürlichen oder synthetischen Kautschuklatices zu Fußbodenbelägen.
DD29084886A 1986-06-02 1986-06-02 Verfahren zur herstellung eines latex zur haftvermittlung DD249484A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0935616B2 (de) 1996-10-31 2010-04-14 National Starch and Chemical Investment Holding Corporation Verfahren zur herstellung von klebstoffen mit niedrigem restmonomerengehalt

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