DD249626A5 - Verfahren zur herstellung eines gefrierfischproduktes - Google Patents

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DD249626A5 DD86294348A DD29434886A DD249626A5 DD 249626 A5 DD249626 A5 DD 249626A5 DD 86294348 A DD86294348 A DD 86294348A DD 29434886 A DD29434886 A DD 29434886A DD 249626 A5 DD249626 A5 DD 249626A5
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Gefrierfischproduktes, insbesondere eines gefrorenen gerollten Kabeljauschwanzes, bei dem ein Kabeljau um eine Spindel gerollt, dann teilweise oder vollstaendig gefroren, danach von der Spindel entfernt und noetigenfalls vollstaendig gefroren wird. Die gefrorenen gerollten Kabeljauschwaenze koennen gewuenschtenfalls spaeter gefuellt wurden. Das Verfahren besitzt den Vorteil, dass nur eine vollstaendige Gefrierstufe erforderlich ist. Fig. 4

Description

Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Herstellung von gefrorenen gerollten Kabeljauschwänzen, die eine Füllung enthalten, besteht üblicherweise darin, daß man bereits gefrorene Kabeljauschwänze zu der Fabrik bringt, sie dort entfrostet, die Füllung daraufbringt und die Kabeljauschwänze darüberfaltet, um die Füllung zu umhüllen und das Erzeugnis dann tieffriert. Während des Gefrierens von Fisch gehen jedoch erwünschte Aromastoffe verloren. Während des Entfrostens gehen Wassertropfen verloren. Die zwei vollständigen Gefrierstufen, die bei dem oben beschriebenen üblichen Herstellungsverfahren erforderlich sind, führen daher zu einem Fischerzeugnis, das viel von dem erwünschten Aroma verloren hat. Außerdem führen die Wassertropfen, die während des Entfrostens verlorengehen, zu einem „trockeneren" Erzeugnis mit einer schlechteren Textur für den Endverbraucher.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung eines Gefrierfischprodukts zur Verfügung zu stellen, welches kostengünstig durchführbar ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Gefrierfischprodukts, insbesondere eines gefrorenen gerollten Kabeljauschwanzes, der zur Aufnahme einer Füllung bestimmt ist, zu schaffen, wobei Aromastoffe sowie Verluste durch Austrocknen des Produkts reduziert werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Kabeljauschwanz um eine Spindel gerollt wird, dann teilweise oder vollständig gefroren wird, danach von der Spindel entfernt wird und erforderlichenfalls vollständig gefroren wird.
Der bei dem vorliegenden Verfahren verwendete Kabeljauschwanz ist vorteilhafterweise ein frischer Kabeljau, der noch nicht
gefroren war. ·
Die Spindel kann massiv oder auch hohl sein und aus irgendeinem geeigneten Material einer ausreichenden Festigkeit hergestellt sein. Beispielsweise kann sie aus einem Metall wie nichtrostendem Stahl hergestellt sein, sie ist jedoch vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial wie beispielsweise Teflon oder einem Polyvinylharz, vorzugsweise Polyvinylchlorid, hergestellt. Die Form der Spindel kann entsprechend den Anforderungen variieren und sie kann beispielsweise einen kreisförmigen, quadratischen oder rechteckigen Querschnitt aufweisen.
Der Kabeljauschwanz wird geeigneterweise mit der Hand um die Spindel gerollt.
Wenn er um eine massive Spindel gerollt ist, wird der Kabeljauschwanz zuerst oberflächlich gefroren, dann von der Spindel entfernt und schließlich völlig gefroren. Vorteilhafterweise wird der Kabeljauschwanz oberflächlich in einem Flüssiggas-Gefrierapparat unter Verwendung von beispielsweise flüssigem Kohlendioxid oder flüssigem Stickstoff gefroren. Es ist wichtig, daß während dieses Gefrierschritts der Kabeljauschwanz nicht vollständig gefroren wird, weil sonst seine Innenoberfläche mit der Spindel verkleben würde. Vorzugsweise wird das Gefrieren auf der massiven Spindel nur für einen ausreichend langen Zeitraum durchgeführt, daß ein gerollter Kabeljauschwanz einer ausreichenden Steifigkeit erhalten wird, die es ermöglicht, ihn von der Spindel zu entfernen und in die End-Gefrierzone zu überführen, ohne daß er seine Form verliert. Die Gefrierzeit beträgt üblicherweise voη zwei bis sieben Minuten und vorzugsweise von drei bis sechs Minuten, während der nur die Außenoberfläche oder Kruste gefroren wird.
Nach dieser Zeit kann die Spindel sehr leicht entfernt werden, vorteilhafterweise von Hand.
Der steife gerollte Kabeljauschwanz, von dem nur die Oberfläche gefroren ist, wird dann tiefgefroren, beispielsweise in einem Platten-Gefrierapparat oder in einem Tunnel-Gefrierapparat bei -300C.
Wenn er um eine hohle Spindel gerollt ist, wird der Kabeljauschwanz gleich zu Anfang vollständig gefroren, wonach eine Flüssigkeit mit einerTemperatur über dem Gefrierpunkt dur.ch das Innere der hohlen Spindel geleitet wird, bis die Temperatur der Spindel soweit angestiegen ist, daß sie von/dem gefrorenen gerollten Kabeljauschwanz getrennt werden kann. Der Kabeljauschwanz kann auf die hohle Spindel auf einem Standard-Gefrierband gefroren werden, beispielsweise in einem Platten-Gefrierapparat oder einem Tunnelgefrierapparat bei -3O0C.
Die hohle Spindel weist die erforderlichen Einrichtungen auf, um eine Flüssigkeit durch ihr Inneres zu leiten, beispielsweise durch Verspritzen, und die Flüssigkeit ist vorteilhafterweise Wasser. Die Temperatur der Flüssigkeit kann bis zu 40°C und vorzugsweise von 5°C bis 300C betragen. Die Zeit, für die die Flüssigkeit durch die hohle Spindel geleitet wird, um deren Temperatur ausreichend zu erhöhen, damit sie von dem gefrorenen gerollten Kabeljauschwanz getrennt werden kann, kann in weiten Grenzen variieren, beispielsweise von drei Stunden bis fünf Minuten. Unter ökonomischen Gesichtspunkten sind'jedoch Zeiten von mehr als zwei Minuten üblicherweise nicht zweckmäßig. Es ist besonders vorteilhaft, daß die Flüssigkeit eine Temperatur von 15 bis 25°C aufweist und für einen Zeitraum von 10 bis 60 Sekunden durch die hohle Spindel hindurchströmt. Ein großer Vorteil der Verwendung einer hohlen Spindel, auf der der Kabeljauschwanz vollständig gefroren wird, besteht darin, daß es möglich ist, das Gefrieren in einem Platten-Gefrierapparat zwischen zwei Platten durchzuführen, die einen Formhohlraum jeder beliebigen Form und Größe bilden können, beispielsweise von der gleichen Form und Größe wie der Behälter, in den das Enderzeugnis gegeben werden soll.
Es wurde nunmehr ein Verfahren zur Herstellung eines gefrorenen gerollten Kabeljauschwanzes entwickelt, bei dem nur eine vollständige Gefrierstufe erforderlich ist, und das den zusätzlichen Vorteil aufweist, daß die Füllung zum gewünschten Zeitpunkt und in der gewünschten Form nach dem Gefrieren zugegeben werden kann.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die Füllung und gewünschtenfalls auch eine Soße als Topping dann zugegeben werden können, wenn es erwünscht ist, und entsprechend dem jeweiligen Geschmack gewählt werden können. Beispielsweise könnte eine geeignete Füllung aus ganzen Spinatblättern bestehen, und Beispiele für Topping-Soßen sind Soßen aus Krustentieren, Gemüsen oder Gewürzen.
Ausführungsbeispiel
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen noch näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen: Fig. 1: die Draufsicht auf einen Kabeljauschwanz; Fig.2: wie Fig. 1, jedoch um eine Spindel gefaltet; Fig. 3: die Draufsicht auf einen Gefrierrahmen;
Fig.4: die schematische Längsschnittdarstellung der gerollten Kabeljauschwänze, welche durch ein Gas-Gefriergerät transportiert werden.
Bezug nehmend auf die Zeichnungen transportiert ein Förderband 10, das von Walzen 11; 12 geführt wird, Kabeljauschwänze 13, die um feste Polyvinylchlorid-Spindeln 14 gewickelt sind, durch einen Kohlendioxid-Gasgefrierapparat 15. Ein Druckband 16,"das von Walzen 17; 18 geführt wird und über den gerollten Kabeljauschwänzen 13 so angeordnet ist, daß sein unteres Trum sich in der gleichen Richtung bewegt wie das obere Trum des Förderbandes 10, preßt die gerollten Kabeljauschwänze 13 so, daß ihre Dicke beim Austritt aus dem Gasgefrierapparat 15 33 mm beträgt. Die Transportzeit eines jeden gerollten Kabeljauschwanzes 13 durch den Gasgefrierapparat 15 beträgt vier bis fünf Minuten. Nach dem Verlassen des Gasgefrierapparats 15 wird die Spindel 14ausden gerollten Kabeljauschwänzen 13 entfernt, die anschließend einem nicht dargestellten Tunnelgefrierapparat zugeführt werden, wo sie bei —30°C tiefgefroren werden.
Bei einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden Kabeljauschwänze 13 um hohle Polyvinylchlorid-Spindeln 14 gefaltet und in einem Gefrierrahmen 19 etwa 45 Minuten ei -30°C in einen Plattengefrierapparat gegeben. Während dieser Zeit werden die Kabeljauschwänze zwischen zwei Platten gepreßt, um die Dicke der gefrorenen Rollen aus Kabeljauschwänzen festzulegen. Danach werden die um die Spindeln gefalteten Kabeljauschwänze zu einem Entfroster transportiert, wo Wasser bei einerTemperatur von 200C 30 Sekunden durch das Innere der hohlen Spindeln gespritzt wird, um ein Abnehmen der Rollen aus Kabeljauschwänzen von den Spindeln zu ermöglichen.

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung eines Gefrier-fischprodukts, insbesondere eines gefrorenen gerollten Kabeljauschwanzes, der zur Aufnahme einer Füllung bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kabeljauschwanz um eine Spindel gerollt wird, dann teilweise oder vollständig gefroren wird, danach von der Spindel entfernt und, wenn erforderlich, vollständig gefroren wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabeljauschwanz ein frischer Kabeljau ist, der noch nicht gefroren war.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel massiv oder hohl ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel aus Polyvinylchlorid hergestellt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabeljauschwanz um eine massive Spindel gerollt wird, dann zuerst oberflächlich gefroren wird, dann von der Spindel entfernt wird und schließlich vollständig gefroren wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabeljauschwanz, während er um die massive Spindel gerollt ist, innerhalb eines Zeitraumes von drei bis sechs Minuten in einem Flüssiggas-Gefriergerät gefroren wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabeljauschwanz um eine hohle Spindel gerollt wird und zuerst vollständig gefroren wird, wonach eine Flüssigkeit oberhalb des Gefrierpunkts durch das Innere der hohlen Spindel geleitet wird, bis die Temperatur der Spindel ausreichend angestiegen ist, um ihre Trennung von dem gefrorenen gerollten Kabeljauschwanz zu ermöglichen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit Wasser ist.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit eine Temperatur von 150C bis 250C aufweist und durch die hohle Spindel für einen Zeitraum von 10 bis 60 Sekunden h i η d u rch&tFomT ~ —
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabeljauschwanz um die hohle Spindel in einem Platten-Gefriergerät zwischen zwei Platten gefroren wird, die eine Form der gleichen Form und Größe bilden wie der Behälter, in den das Endprodukt hineingegeben werden soll. _ ^
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Gefrierfischprodukts, insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines gefrorenen gerollten Kabeljauschwanzes, der zur Aufnahme einer Füllung bestimmt ist.
DD86294348A 1985-09-14 1986-09-12 Verfahren zur herstellung eines gefrierfischproduktes DD249626A5 (de)

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