DD249733A1 - Verfahren zur entfeuchtung und trockenlegung von mauerwerk - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entfeuchtung und Trockenlegung von Mauerwerk durch Veraenderung des Mauerwerkpotentials. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Entfeuchtung und Trockenlegung von Mauerwerk zu finden, nach dem Bauwerkskoerper mit relativ geringem Material- und Kostenaufwand dauerhaft gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschuetzt werden koennen. Das wird dadurch erreicht, dass in unterschiedlichen Hoehenbereichen des Mauerwerkes der p H-Wert der Moertelfuge ermittelt wird, dass bei unterschiedlichem p H-Wert der p H-Wert einer Moertelfuge stofflich geaendert wird, wodurch eine Konzentrationszelle gebildet wird, dass die Richtung des Wassertransportes umgekehrt wird. Der p H-Wert der fuer die Trockenlegung geeigneten Moertelfuge wird durch die Zugabe von alkalisch reagierenden Stoffen veraendert. Die Alkalitaet der Moertelfuge wird durch das Einbringen von Metallen, vorzugsweise Eisen erhoeht.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entfeuchtung und Trockenlegung von Mauerwerk durch Veränderung des Mauerwerkpotentials.
Bekannt ist ein Verfahren zur Unterbindung von in Bauwerken aufsteigender Nässe, bei dem der kapillare Wasseraufstieg auf mechanischem Wege durch Aufschneiden und Einlegen einer Sperrschicht unterbrochen wird.
Dieses Verfahren ist sehr arbeitsaufwendig und zur Erzielung einer wirksamen Isolation ist es oftmals nur in etappenweisen Technologien durchführbar.
Bekannt ist ein weiteres Verfahren zur Unterbindung des kapillaren Wasseraufstieges, bei dem die Poren im Bauerwerk durch injizierte klebende oder verstopfende Chemikalien geschlossen werden.
- Erheblicher Arbeltsaufwand entsteht durch das Einbringen der Bohrlöcher in das Bauwerk. Die Isolation dieser Art entspricht nicht den Anforderungen, da das Kapillargefüge der feuchtigkeitsgesättigten Baustoffe auch mit erheblichen Drücken versehen ist und damit nicht hinreichend mit der Isolationsflüssigkeit versehen werden kann.
Bekannt ist ein Verfahren zur Bauwerkstrocknung nach dem Prinzip der Elektroosmose, bei dem entweder der obere Teile des Mauerwerkes elektrisch leitend mit dem Grundwasser verbunden oder in dem das zwischen Elektroden unterschiedlichen elektrotechnischen Potentials sich ausbildende elektrische Feld dem Mauerfeld entgegengesetzt angewandt wird. Grundsätzlich werden dabei die in das Mauerwerk eingebrachten elektrischen Leiter leitend miteinander und mit dem Grundwasser oder miteinander in Ebenen übereinander verbunden.
Ein weiteres Verfahren zur Bauwerkstrockenlegung ist das Ladungskompensationsverfahren, nach dem feldfreie Räume durch Einbringen elektrischer Leiter in das Mauerwerk aufgebaut werden.
Der Nachteil bei diesen Verfahren ist das aufwendige Einbringen der Elektroden und das Herstellen der Sammelleitungen, ebenso wie die Anlage und Verlegung der Erdungsstäbe oder Erdungsleitungen. Hinzu kommt die Möglichkeit der Fehlerquellen, bedingt durch die unterschiedlichen chemischen Eigenschaften des Erdreiches und des Mauerwerkes.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Entfeuchtung und Trockenlegung von Mauerwerk zu finden, nach dem Bauwerkskörper mit relativ geringem Material- und Kostenaufwand dauerhaft gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt werden können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, durch Veränderung des Mauerwerkspotentials eine Feuchtigkeitssperre so aufzubauen, daß die Richtung des Wassertransportes umgekehrt wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in bestimmten Höhenbereichen eines Mauerwerkes die pH-Werte der Mörtelfugen ermittelt werden, daß bei unterschiedlichen pH-Werten, der pH-Wert einer Mörtelfuge stofflich so geändert wird, daß die Richtung des Wassertransportes umgekehrt wird.
Der pH-Wert der für die Trockenlegung des Mauerwerkes bestimmten Mörtelfuge wird durch Zugaben von alkalisch reagierenden Stoffen geändert.
Eine Erhöhung der Alkalität kann auch durch das Einbringen von Eisenstäben in die Mörtelfuge erreicht werden.
Die pH-Wertänderung erfolgt vorzugsweise in einer erdnahen Mörtelfuge.
Der Vorteil der erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß der vertikale Wassertransport zuverlässig unterbunden wird, daß durch die unterschiedlichen elektrischen Potentiale nasse Bauwerke dauerhaft trockengelegt werden können, daß gegenüber bekannten elektroosmotischen Verfahren eine Ringführung von Leitungen, das Erden und der Durchfluß von Strom durch die Dipole entfällt, daß der technische Aufwand für das Verfahren auch bei dicken Wänden gering ist.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Frisch errichtetes Mauerwerk besteht aus einem neutral reagierenden Mauerziegel und einer basisch reagierenden Mörtelfuge, d.h., die basisch reagierenden Schichten sind durch neutral reagierende Schichten voneinander getrennt. Des weiteren kann davon ausgegangen werden, daß die Mauer auf neutral reagierendem Baugrund errichtet wurde.
Ist das Mauerwerk nicht oder nicht mehr gegen aufsteigende Feuchtigkeit gesperrt, so wird im Laufe der Zeit neutral, in einigen Gebieten auch leicht sauer reagierendes Wasser im Mauerwerk aufsteigen.
Durch das Wasser wird die Basizitätder Mörtelfuge herabgesetzt — es tritt ein pH-Wert-Gefälle in den Mörtelfugen ein. Zu den erdnahen Schichten ist der pH-Wert niedriger als in höheren Schichten des Mauerwerkes. Dadurch entsteht ein Potential, das den Wassertransport im Mauerwerk erheblich begünstigt.
Das Verfahren zur Entfeuchtung und Trockenlegung von Mauerwerk basiert auf der Veränderung des pH-Wertes in nur einer Mörtelfuge des Mauerwerkes.
Dazu werden mit bekannten Meßgeräten die pH-Werte der Mörtelfugen in den verschiedenen Höhen des Mauerwerkes bestimmt. Ist der pH-Wert der Mörtelfuge in erdnaher Schicht deutlich unter einem Wert von 10 gesunken, können alkalisch reagierende Stoffe der Mörtelfuge zugegeben werden.
Dadurch tritt eine stoffliche Veränderung und eine Erhöhung der Basizität der Mörtelfuge ein.
Diese Erhöhung der Basizität kann durch einen geschlossenen Eisenring oder durch einzelne nicht über ein Leitungssystem miteinander verbundene Eisenstäbe erreicht werden, die in einer Ebene in die Mörtelfuge eingebracht werden.
Bis zu einäm pH-Wert von 10 löst sich Eisen in der Weise auf, daß ein bzw. viele kleine Belüftungselemente nach Evans gebildet werden. Das bedeutet, durch das Auflösen des Eisens und der Bildung von Eisensalzen, meist Chloriden, die der Hydrolyse .unterliegen, wird die Anode sauer. Die Anode ist durch eine Rostschicht umgeben und außen folgt die Katode, deren Umgebung alkalisch wird, da Sauerstoff zu OH-Ionen reduziert wird. Nimmt man als obere Passitivitätsgrenze den pH-Wert 10 und einen Boden mit einem pH-Wert von 7 an, so ergibt sich eine Konzentrationszelle, die eine Potentialdifferenz von 177 mV ergibt. Damit ist eine Potentialdifferenz aufgebaut, die eine Elektroosmose in Gang bringen kann.
Claims (3)
1. Verfahren zur Entfeuchtung und Trockenlegung von Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, daß in unterschiedlichen Höhenbereichen des Mauerwerkes der pH-Wert der Mörtelfuge ermittelt wird, daß bei unterschiedlichen pH-Werten der pH-Wert einer Mörtelfuge stofflich geändert wird, wodurch eine Konzentrationszelle gebildet wird, die die Richtung des Wassertransportes umkehrt.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert der für die Trockenlegung geeigneten Mörtelfuge durch Zugabe von alkalisch reagierenden Stoffen verändert wird.
3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkalität der Mörtelfuge durch das Einbringen von Metallen, vorzugsweise Eisen erhöht wird.
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