DD249976A1 - Verfahren zur bestimmung pflanzenverfuegbarer stoffe undpflanzenschaedigender stoffe an proben von bodenverbesserungsmitteln - Google Patents

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DD249976A1
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DD29135186A
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Adolf Mueller
Michael Werner
Klaus Kossatz
Beate Heise
Original Assignee
Orgreb Inst Kraftwerke
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  • Measuring Or Testing Involving Enzymes Or Micro-Organisms (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung pflanzenverfuegbarer Naehrstoffe und pflanzenschaedigender Stoffe in Proben von Bodenverbesserungsmitteln, insbesondere von Kraftwerksaschen aus Waermekraftwerken, wobei die Wirkung der Naehr- und Schadstoffe mittels eines einfachen und effektiven Verfahrens im Komplex nachzuweisen sind. Die Erfindung hat die Aufgabe, durch ein Messverfahren direkte Angaben ueber tatsaechlich in den Bodenverbesserungsmitteln enthaltene pflanzenverfuegbare Naehrstoffe oder pflanzenschaedigende Stoffe zu erhalten. Dies wird erfindungsgemaess dadurch erreicht, dass aus dem Bodenverbesserungsmittel und Wasser eine Probensuspension hergestellt, der waessrige Anteil vom nicht geloesten Bodensatz der Suspension getrennt sowie verdampft und aus dem Konzentrat der Anteil an pflanzenverfuegbaren Naehrstoffen und pflanzenschaedigenden Stoffen bestimmt wird.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung pflanzenverfügbarer Nährstoffe und pflanzenschädigender Stoffe an Proben von Bodenverbesserungsmitteln, insbesondere von Verbrennungsrückständen aus Wärmekraftwerken.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind Verfahren zum Bestimmen der Nährstoffleistung von Böden durch Elektrolyse und Vorrichtungen zur Durchführung der Verfahren (DE-AS 2326645, DE-OS 2108642).
Dabei werden 2 Elektroden in den Boden bzw. die Bodenprobe gebracht, mit einem konstanten Strom versorgt und die Menge der gewanderten Ionen gemessen, wodurch sich ein Maß für die Nährstoffleistung des untersuchten Bodens ergibt.
Des weiteren ist ein Verfahren zur Bestimmung des Gehaltes von Kohlenwasserstoffbestandteilen in einer Muttergesteinsprobe bekannt (DE-OS 2259480). Hierbei wird eine gemahlene Gesteinsprobe in Lösungsmittel aufgelöst, auf eine Spur von Kieselsäure gegeben, getrocknet und in Anwesenheit von SO3 gebrannt.
Die eintretende unterschiedliche Schwärzung wird mit einem optischen Schwärzungsmesser abgetastet und durch eine zeitanaloge Darstellung der polaren Verbindungen kann der Gehalt an Kohlenwasserstoffen bestimmt werden.
In einem Verfahren zur Ermittlung der Bodenvergiftung werden der Bodenprobe Chemikalien beigefügt und nach einer Vermischung die Verfärbung der Bodenprobe als Maß der Versauerung des Bodens bewertet (DE-OS 3225374).
Die Nachteile der genannten Verfahren sind:
— Alle angeführten Verfahren sind nur im Zusammenhang mit einer Bodenprobe durchführbar.
— Bei allen Verfahren werden unterschiedliche Meßgrößen fixiert.
(Menge der gewanderten Ionen, Gehalt an Kohlenwasserstoffen, Versauerung des Bodens)
— Diese Meßwerte stehen in keinem eindeutigen Zusammenhang mit der Nährstoffleistung oder den pflanzenschädigenden Stoffen in einem Bodenverbesserungsmittel.
— Es ist kein Verfahren bekannt, wo Meßwerte komplex erhalten werden, die im direkten Zusammenhang zur Wirkungsweise des Bodenverbesserungsmittels auf die Pflanze stehen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Wirkung der Nähr- und Schadstoffe von Bodenverbesserungsmitteln mittels eines einfachen und effektiven Verfahrens im Komplex nachzuweisen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
DerErfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch ein Meßverfahren direkte Angaben über tatsächlich in den Bodenverbesserungsmitteln enthaltene pflanzenverfügbare Nährstoffe oder pflanzenschädigende Stoffe zu erhalten. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß aus dem Bodenverbesserungsmittel und Wasser eine Probensuspension hergestellt, der wäßrige Anteil vom nicht gelösten Bodensatz der Suspension getrennt sowie verdampft und aus dem Konzentrat der Anteil an pflanzenverfügbaren Nährstoffen und pflanzenschädigenden Stoffen bestimmt wird.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
Aus 1 RT Verbrennungsrückstand en und 4 RT Wasser wird eineSuspension hergestellt. Da die fei η körn igen und wasserlöslichen Verbrennungsrückstände bekannterweise einen hohen Nährstoffgehalt, jedoch auch Schadstoffe beinhalten, wird nach
15-20 Tagen Sumpfzeit, bei häufiger Durchmischung der Suspension, das mit Nähr-und Schadstoffen angereicherte Wasser vom nicht löslichen (inerten) Bodensatz getrennt.
Durch Kochen (Verdampfen) des Wassers werden die Nähr- und Schadstoffe angereichert, wobei ein Konzentrat entsteht.
Das Konzentrat wird nun einer Hydro-Laborkultur zugegeben.
Nach einer Reaktionszeit von 4 Tagen wird die Farbe der Hydro-Laborkultur ermittelt und mit in einem Farbatlas gespeicherten Erfahrungswerten verglichen.
Dadurch ist die genaue Feststellung der Wirkungsweise der pflanzenverfügbaren und pflanzenschädigenden Inhaltsstoffe der Verbrennungsrückstände möglich.
Des weiteren sind geeignete Untersuchungsverfahren, wie Spektralanalyse, radiometrische Methoden, chemische Vollanalyse oder andere physikalische, chemische und biologische Analyseverfahren einsetzbar.
Vorteile der Erfindung
1. Möglichkeit der komplexen Überprüfung;
2. Überprüfungsmöglichkeit mit simulierten Naturbedingungen (Nährstofftransport in der Pflanze durch Wasser);
3. Verringerung des ökonomischen Aufwandes durch komplexe Bewertung;
4. Zeitliche Verringerung des Untersuchungsablaufes;
5. Ergänzung chemischer Untersuchungen mittels biologischer Teste (Hydro-Laborkultur);
6. Einfaches Verfahren, das in der Praxis angewandt werden kann.

Claims (4)

1. Verfahren zur Bestimmung pflanzenverfügbarer Nährstoffe und pflanzenschädigender Stoffe an Proben von Bodenverbesserungsmitteln, insbesondere von Kraftwerksaschen, gekennzeichnet dadurch, daß aus dem Bodenverbesserungsmittel und Wasser eine Probensuspension hergestellt, der wäßrige Anteil vom nicht gelösten Bodensatz der Suspension getrennt sowie verdampft und aus dem Konzentrat der Anteil an pflanzenverfügbaren Nährstoffen und pflanzenschädigenden Stoffen bestimmt wird.
2. Verfahren nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß mit dem Konzentraten pflanzenverfügbaren Nährstoffen und pflanzenschädigenden Stoffen eine Hydro-Laborkultur versorgt, nach einer Reaktionszeit die Farbe der Hydro-Laborkultur ermittelt und mit Erfahrungswerten verglichen wird.
3. Verfahren nach Pkt. 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Farbe der Hydro-Laborkultur mit in einem Farbatlas gespeicherten Erfahrungswerten verglichen wird.
4. Verfahren nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Anteil an pflanzenverfügbaren Nährstoffen und pflanzenschädigenden Stoffen mittels Spektralanalyse, radiometrischen Methoden und chemischer Vollanalyse bestimmt wird.
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