DD250067A1 - Vorrichtung zum ziehen und innenreinigen von rohren - Google Patents

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DD250067A1
DD250067A1 DD29160786A DD29160786A DD250067A1 DD 250067 A1 DD250067 A1 DD 250067A1 DD 29160786 A DD29160786 A DD 29160786A DD 29160786 A DD29160786 A DD 29160786A DD 250067 A1 DD250067 A1 DD 250067A1
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DD
German Democratic Republic
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pipes
cleaning
rubber plate
circumference
spreizklemme
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Application number
DD29160786A
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English (en)
Inventor
Gerhard Schone
Dieter Marienberg
Original Assignee
Bitterfeld Braunkohle
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die unter Benutzung einer Kleinseilwinde zum Ziehen von vorzugsweise Entwaesserungsrohren in unwegsamen Tagebaugelaende und Reinigen der Rohrinnenwand geeignet ist. Zielstellung ist es, eine robuste, unkomplizierte und aus wenigen Teilen aufgebaute Vorrichtung zu schaffen. Dabei steht die Aufgabe, Rohre mit und ohne Flansch ziehen zu koennen ohne Verschmutzungen eindringen zu lassen und bereits vorhandene Verschmutzungen auszuraeumen. Erfindungsgemaess wird das durch eine Spreizklemme erreicht, die eine runde Gummiplatte als Federelement hat und an der vorzugsweise drei Staebe verschraubt sind, die sich an einer zentralen Scheibe in gerundeten Rillen abstuetzen. Am Umfang der Gummiplatte sind als Kantenschutz und zur Feinreinigung Blechplaettchen angenietet. Des weiteren dient ein mit der Spreizklemme durch einen Schaekel verbundener Stuetzring zum Verhindern von Schraegzug an der Spreizklemme und zur Grobreinigung. Fig. 1

Description

Um die Entwässerungsrohre zu ziehen und dabei das Eindringen von Verschmutzungen zu verhindern, wird zuerst die Spreizklemme in das Rohr geschoben. Dabei stellen sich die Stäbe der Spreizklemme schräg und entgegen der Zugrichtung. Das selbsttätige Aufspreizen der Stäbe im Ruhezustand zur Einleitung der kraftschlüssigen Klemmung erfolgt durch die Federwirkung der Gummiplatte. Wird eine Zugkraft auf die Scheibe der Spreizklemme eingeleitet, kommt es in Abhängigkeit davon zu einer kraftschlüssigen Verbindung mit dem Rohr. Bei mittigem Zug zur Rohrachse übernimmt die Spreizklemme allein die sichere Funktion, während bei schrägem Zug der Stützring vorgeschaltet und über einen Schäkel mit der Spreizklemme verbundenwerden muß. Der Stützring leitet nur in Rohrachse wirkende Kräfte auf die zentrale Scheibe weiter. Durch Schrägzug resultierende Kräfte werden auf die Rohrwand übertragen. Damit wird ein unbeabsichtigtes Herausziehen der Spreizklemme vermieden und eine sichere Verspannung gewährleistet. Zum Lösen der Spreizklemme und Herausziehen der beiden Vorrichtungsteile aus dem Rohr wird der Zughaken aus der Öse des Stützringes ausgehängt und an einer Ringkette eingehängt, deren Strangzahl der Anzahl der Stäbe der Spreizklemme entspricht. Die Ringkette wird durch den Stützring hindurchgeführt und an den äußeren Enden der Spreizklemmenstäbe lösbar verbunden. Unter Zugeinwirkung wird dadurch ein Zusammenziehen der Spreizklemme erreicht, wodurch die Klemmkräfte aufgehoben und beide Vorrichtungsteile aus dem Rohr gezogen werden können.
Für das Reinigen der Rohre ist es erforderlich, das Zugseil der Seilwinde durch das Rohrzu führen und den Zughaken im Stützring einzuhängen. Am Stützring ist die Spreizklemme mit einem Schäkel so befestigt, daß beim Einziehen in das Rohr die Stäbe nach hinten ausweichen können. Beim Durchziehen derVorrichtung löstderStützring als Vorreinigerfestsitzende Verschmutzungen, die die nachfolgende Spreizklemme aus dem Rohr schiebt und dabei gleichzeitig die Innenwandung ringsum schleifend kratzend reinigt. Dazu sind am Umfang der Gummiplatte einzelne Blechplättchen zur besseren Wirkung bei der Durchführung der Reinigungsarbeiten sowie zum Schutz der Gummikante angeordnet. Die Reinigung kann im Bedarfsfall mehrfach wiederholt werden. Die Vorrichtung ist auch in den Fällen anwendbar, wenn nur gezogen oder gereinigt werden soll.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel und zwei zugehörigen Zeichnungen erläutert werden. Figur 1 zeigt den Aufbau derVorrichtung zum Ziehen von Rohren bzw. Lösen der Spreizklemme, Figur 2 zeigt die Vorrichtung im Einsatz als Reinigungsgerät.
Die Vorrichtung zum Ziehen und Reinigen von Stahlrohren besteht aus einer Spreizklemme, die mit einem Stützring verbunden ist. Die Spreizklemme als hauptsächliches Bauteil besteht aus einer runden Gummiplatte 2, an deren Mittelpunkt sich auf einer zentralen Scheibe 1 drei Stäbe 4 in Rillen abstützen, die in 120° verteilt angeordneten Sehnen so ausgebildet sind, daß eine gelenkige Lagerung über die Gesamtlänge durch eine halbrunde Form gewährleistet ist. Die so gelenkig gelagerten Stäbe 4 sind mit der Gummiplatte 2 verschraubt, die als Federelement das selbsttätige Aufspreizen zur Einleitung der kraftschlüssigen Klemmung bei Zugeinwirkung hervorruft. Bei mittigem Zug der Rohrachse übernimmt die Spreizklemme allein die sichere Funktion, während bei schrägem Zug der Stützring vorgeschaltet werden muß. In diesem Fall ist eine dreisträngige Ringkette 5 durch den Stützring 6 zu führen, damit das Lösen der geklemmten Spreizklemme mit dem Zusammenziehen der Stäbe 4 erfolgen kann. Am Umfang der Gummiplatte 2 sind einzelne Blechplättchen 3 zum Schutz der Gummikante und zur besseren Wirkung bei der Durchführung von Reinigungsarbeiten angenietet.
Der Stützring, mit der Spreizklemme durch einen Schäkel 10 verbunden, besteht aus Zugübertragungsgliedern im Zentrum eines mit Stützen 7 gehaltenen Ringes 6, an dessen Umfang versetzt gegenüberstehende Spitzen 8 eine Grobreinigung der Rohrinnenwand 9 übernehmen. In Figur 2 ist Aufbau und Zugrichtung bei Rohrreinigungsarbeiten ersichtlich. Ein durch das Rohr geführtes Zugseil wird im Stützring eingehängt, der mit der Spreizklemme über einen Schäkel 10 verbunden ist. Durch den Stützring erfolgt eine Grobreinigung, während die elastisch angeordneten Blechplättchen 3 eine Feinreinigung der Rohre vornehmen und durch ihre Geschlossenheit ein Herausziehen der Verschmutzungen bewirken. Gleichzeitig wird durch den Stützring eine zentrische Führung der Spreizklemme erreicht.

Claims (3)

1. Vorrichtung zum Ziehen und Innenreinigen von Rohren, gekennzeichnet dadurch, daß eine Spreizklemme aus einer runden, mit über den Umfang verteilten Plättchen (3) versehenen Gummiplatte (2) besteht, in deren Mitte sich auf einer Scheibe (1) gelenkig gelagert vorzugsweise drei Stäbe (4) abstützen, die mit der Gummiplatte (2) fest verbunden sind und an deren äußeren Enden eine durch einen Stützring geführte Ringkette (5) befestigt werden kann, wobei der Stützring, an dessen Ring (6) versetzt sich gegenüberstehende Spitzen (8) angeordnet sind, lösbar mit der Spreizklemme verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß an den Umfang der Gummiplatte Blechplatten angenietet sind.
3. Vorrichtung nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß sich die Stäbe (4) auf der Scheibe (1) in gerundeten Rillen abstützen.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die unter Benutzung einer Kleinseilwinde zum Ziehen und Innenreinigen von vorzugsweise Entwässerungsrohren in unwegsamem Tagebaugelände geeignet ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zum Ziehen von glatten Rohren werden Seilschlingen um die Rohre gelegt. Diese Methode ist die meistpraktizierteste gegenüber der Verwendung einfachster Vorrichtungen, wie Schraubzwingen oder Exzenterklemmen. Wenn Rohre mit Flanschen gezogen werden sollen, besteht die Möglichkeit, den Zughaken in eine Flanschbohrung einzuhängen. Um beim Ziehen von Rohren das Eindringen von Verschmutzungen in das Rohrinnere weitgehend zu vermeiden, ist es üblich, alle Rohre quer mit einer mittig angebrachten Seilschlinge zu ziehen. Neben dem erhöhten Widerstand beim Ziehen und anderer geländebedingter Behinderungen ist noch mit Rohrverschmutzungen zu rechnen.
Für das Reinigen der Rohre im Inneren sind mechanische Reinigungsarten oder Spülungen bekannt. Für den Fall der mechanischen Reinigung ist nach der DD-PS 231 504 eine Vorrichtung für die Reinigung von Stahlrohrversorgungsleitungen bekannt, bei der über den Umfang verteilte, viele einstellbare Messer bituminöse Restkorrosionsschichten oder andere Ablagerungen abkratzen.
Eine weitgehende Reinigung kann von der Vorrichtung nicht übernommen werden, so daß darüber hinaus nur noch z.B. durch Spülungen die endgültige Rohrreinigung erzielt werden kann.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die aus wenigen Teilen aufgebaut, unkompliziert und robust zum Ziehen von Rohren mit und ohne Flansch gleichermaßen geeignet ist wie auch zum Herausbringen von Verschmutzungen aus dem Rohrinneren.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einer Vorrichtung Rohre so zu ziehen, daß das Eindringen von Verschmutzungen in das Rohrinnere weitgehendst vermieden wird und die Vorrichtung darüber hinaus Verwendung beim Herausbringen bereits vorhandener Verschmutzungen findet.
Erfindungsgemäß wird das durch eine Spreizklemme erreicht, die mit einem Stützring lösbar verbunden ist. Die Spreizklemme besteht aus einer runden Gummiplatte, über deren Umfang verteilt Plättchen befestigt sind. In der Mitte der Gummiplatte stützen sich auf einer Scheibe in Form von Sehnen am Umfang der Scheibe befindlichen Rillen vorzugsweise drei Stäbe ab, die mit der Gummiplatte fest verbunden sind. Die Scheibe ist mit der Gummiplatte verschraubt und weist ebenso wie die dahinterliegende Scheibe ein Zugübertragungsglied auf. Die äußeren Enden der Stäbe weisen Befestigungsvorrichtungen zur Aufnahme einer mehrsträngigen Ringkette auf. Mit der Spreizklemme ist über einen Schäkel ein Stützring verbunden, der aus Zugübertragungsgliedern im Zentrum eines mit Stützen gehaltenen Ringes besteht, an dessen Umfang versetzt sich gegenüberstehende Spitzen angeordnet sind.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202013010926U1 (de) 2013-11-28 2013-12-17 Berliner Wasserbetriebe Anstalt des öffentlichen Rechts Schutzkappe für Hochdruckreiniger
CN115254814A (zh) * 2022-04-19 2022-11-01 江苏食品药品职业技术学院 一种市政管道疏通装置及其使用方法

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DE102014017012A1 (de) 2013-11-28 2015-05-28 Berliner Wasserbetriebe Anstalt des öffentlichen Rechts Schutzkappe für Hochdruckreiniger
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