DD250237A3 - Bindemittelgemisch zur fixierung von pigmentfarbstoffen - Google Patents

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DD250237A3
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DD26620484A
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Ulrich Benndorf
Gerhard Brechtel
Klaus Schwark
Guenther Weisse
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Chemiewerke Agrotex Pirna Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Bindemittelgemisch zur Fixierung von Pigmentfarbstoffen auf textile Fasermaterialien und Flaechengebilden unter Verwendung einer waessrigen Dispersion von Mischpolymerisaten auf Basis von Acrylsaeureestern. Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Bindemittelgemisch zu entwickeln, das die Vernaehbarkeit von damit hergestellten Pigmentdrucken und den Abrieb des Bindemittelfilmes an feststehenden oder beweglichen Maschinenteilen entscheidend verbessert. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, bei Erhaltung der bisherigen qualitativen Eigenschaften den an sich bekannten Bindemitteln auf Basis von Acrylpolymeren eine oder mehrere Verbindungen zuzusetzen, um die Oberflaecheneigenschaften des Bindemittelfilmes in bezug auf Klebrigkeit und Abrieb zu verbessern. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass das Bindemittelgemisch bezogen auf den Feststoffgehalt 30-5 Ma.-% eines wachsaehnlichen niedermolekularen Ethylenpolymerisates enthaelt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Bindemittelgemisch zur Fixierung von Pigmentfarbstoffen auf textlien Fasermaterialien und Flächengebilden unter Verwendung einer wäßrigen Dispersion von Mischpolymerisaten auf Basis von Acrylsäureestern.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist allgemein bekannt, für die Fixierung von Pigmentfarbstoffen auf Textilien spezielle Bindemittel zu verwenden. Diese bekannten Bindemittel bestehen aus polymeren Verbindungen, die in der Regel eine oder mehrere vernetzbare Komponenten enthalten. Insbesondere haben sich vernetzbare Copolymerisate auf Basis von Acryl- oder Methacrylsäureestern für diesen Verwendungszweck bewährt. Diese Copolymerisate kommen als etwa 40%ige wäßrige Dispersion in den Handel.
Die Druckpasten können außer Farbstoffpigmenten, Verdickungsmittel, Vernetzungskatalysator und gegebenenfalls Netzmittel 0,2-20 Ma.-% dieser Copolymerisate enthalten. Zur Steigerung der Echtheiten können außerdem noch andere Kunstharze wie Acrylsäureester oder Aminoplaste von 0,1-10Ma.-% zugesetzt werden.
Bekannt ist dazu ein Verfahren zum Fixieren von Pigmenten auf Fasermaterialien, bei dem als Pigmentbindemittel potentiell saure Verbindungen als Härtungsmittel sowie eine wäßrige mit Ammoniak oder flüchtigen organischen Aminen neutralisierte Lösung eines bei Temperaturen oberhalb 130°C mit sich selbst unter Filmbildung reagierenden Kunstharzes Verwendung findet (DE-AS 1910471).
Weiterhin ist ein Verfahren dieser Art bekannt, bei dem vernetzbare Polymerisate verwendet werden (DD-PS 107 501). Es ist noch eine wäßrige Druckpaste bekannt, die auf Basis eines farblosen Copolymerisates in feinpulvriger oder emulgierter Form eines Bindemittels und eines Druckmittels zusammengesetzt ist (DE-AS 2526516).
Bekannt ist auch ein Binder zum Fixieren von Pigmenten auf Fasermaterialien, der auf Grundlage einer Dispersion oder Emulsion eines Polymeristes ein Salz des sulfatierten Ölsäuredibutylamids enthält (DE-AS 2526516; DE-OS 2608024).
Es ist schließlich noch ein Verfahren zum Färben bzw. Bedrucken von Geweben bekannt, bei dem man dem teilweise wasserlöslichen Lösungsmittel ein Alkoxyacetal von Formaldehyd zusetzt (DE-OS 2641 954).
Alle diese Bindemittel haben die Nachteile, entweder einen klebrigen oder harten Griff zu verursachen oder starke Absetzerscheinungen an den Druckmaschinenteilen hervorzurufen. Diese Nachteile hängen offensichtlich mit den Reibungseigenschaften des Bindemittelfilmes auf anderen Oberflächen wie z.B. Leiteinrichtungen aus Metall zusammen.
Im engen Zusammenhang damit steht auch die schlechte Vernähbarkeit der mit solchen Druckpasten bedruckten Textilmaterialien.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Bindemittelgemisch zu entwickeln, das die Vernähbarkeit von damit hergestellten Pigmentdrucken und den Abrieb des Bindemittelfilmes an feststehenden oder beweglichen Maschinenteilen entscheidend verbessert.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, bei Erhalung der bisherigen qualitativen Eigenschaften den an sich bekannten Bindemitteln auf Basis von Acrylpolymeren eine oder mehrere Verbindungen zuzusetzen, um die Oberflächeneingenschaften des Bindemittelfilmes in bezug auf Klebrigkeit und Abrieb zu verbessern. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß das Bindemittelgemisch bezogen auf den Feststoffgehalt 30-5 Ma.-% eines wachsähnlichen niedermolekularen Ethylenpolymerisates enthält. Mit diesem Zusatz gelingt es, Pigmentdrucke mit wesentlich verbesserten Oberflächeneingenschaften herzustellen, was sich günstig auf den Abrieb und die Vernähbarkeit dieser Drucke auswirkt. Überraschenderweise wurde festgestellt, daß durch den erfindungsgemäßen Zusatz auch eine erhöhte Farbtiefe der Drucke resultiert, wodurch etwa 10% Farbstoff eingespart werden können. Diese auf diese Weise zusammengesetzte Druckpaste neigt durch den Zusatz nicht zum verstärkten Schäumen. Die Echtheiten der Drucke, insbesondere die Reibechtheit, wird durch den Zusatz nicht negativ beeinflußt. Vorteilhaft ist auch, daß keine Ablagerungen am Druckwerk (Walze und Rakel) auftreten. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung erhält man besonders gute Ergebnisse, wenn das dem Bindemittel zugesetzte Ethylenpolymerisat Hochdruckpolyethylen ist.
Ausführungsbeispiele
Die nachstehenden Ausführungsbeispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie darauf zu beschränken.
Die Verbesserung der Vernähbarkeit und des Abriebeffektes wurden subjektiv, die Farbtiefe durch Remissionsmessungen ermittelt.
I.Beispiel:
Auf ein Viskosefasergewebe (gewaschen und gebleicht) wird nach dem Rouleau-Druckverfahren folgende Druckpaste appliciert:
30 g 46%ige wäßrige Dispersion von chloriertem Kupfer-Phtalocyanin 60 g Alginatverdickung (5%ig) 700 g Emulsionsverdickung 200 g Bindemittelgemisch bestehend aus
80 Teilen einer 40%igen wäßrigen Dispersion auf Basis Acrylsäureethylester/Methacrylsäuremethylester/ Methylolacrylamid—Copolymeren
20 Teilen einer 30%igen wäßrigen Disperison von Hochdruckpolyethylen der mittleren Molmasse 20 000 g/ΜοΓ1 lOgAmmoniumhodamid
Nach dem Drucken und Trocknen werden die Drucke 5min bei 1500C (Heißluft) fixiert. Man erhält einen äußerst brillanten farbintensiven grünen Druck, der sich durch geringen Abrieb an Maschinenteilen und hervorragende Vernähbarkeit auszeichnet.
2. Beispiel:
Ein Polyester/Baumwollgewirke wird mit der nachfolgenden Druckpaste nach dem Flachfilmdruckverfahren gedruckt:
20 g ca. 30%iger Pigmentteig 70g Alginatverdickung (5%ig) 120 g Wasser
600 g Emulsionsverdickung 180 g Bindemittelgemisch bestehend aus
90 Teilen einer 40%igen wäßrigen Dispersion von Acrylatcopolymeren entspr. Beispiel 1 10 Teilen einer 25%igen wäßrigen Dispersion eines niedermolekularen wachsähnlichen Ethylenpolymerisates
dermittleren Molmasse6000g Mol"1 10 g Ammoniumtartrat (32 0Be)
Die Fertigstellung erfolgt wie im Beispiel 1 beschrieben.
Das Gewirke zeichnet sich durch einen farbintensiven brillanten Druck aus, der die beschriebenen guten Eigenschaften hinsichtlich Abrieb und Vernähbarkeit besitzt.

Claims (2)

1. Bindemittelgemisch zur Fixierung von Pigmentfarbstoffen auf textile Fasermaterialien und Flächengebilden unter Verwendung einer wäßrigen Dispersion von Mischpolymerisaten auf Basis von Acrylsäureestern, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittelgemisch bezogen auf den Feststoffgehalt 30—5 Ma.-% eines wachsähnlichen niedermolekularen Ethylenpolymerisates enthält.
2. Bindemittelgemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Bindemittel zugesetzte Ethylenpolymerisat Hochdruckpolyäthylen ist.
DD26620484A 1984-08-13 1984-08-13 Bindemittelgemisch zur fixierung von pigmentfarbstoffen DD250237A3 (de)

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