DD250462A1 - Goldfarbene ueberzuege auf kuenstlichen zaehnen - Google Patents

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DD250462A1
DD250462A1 DD28979486A DD28979486A DD250462A1 DD 250462 A1 DD250462 A1 DD 250462A1 DD 28979486 A DD28979486 A DD 28979486A DD 28979486 A DD28979486 A DD 28979486A DD 250462 A1 DD250462 A1 DD 250462A1
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Lutz Graefe
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Inst F Leichtbau U Oekonomisch
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Abstract

Die Erfindung betrifft goldfarbene Ueberzuege auf kuenstliche Zaehne, die teilweise oder vollstaendig einen Ueberzug aus Titannitrid oder Zirkonnitrid erhalten. Die Zaehne bekommen durch die goldfarbenen Facetten ein natuerlicheres Aussehen. Bisher sind derartige Effekte vor allem durch Goldinlays erreicht worden. Durch die vorgeschlagene Beschichtung, die sowohl auf Plastzaehnen, als auch auf Keramikzaehnen vorgenommen werden kann, wird neben der Goldeinsparung auch die Entlastung der zahntechnischen Labors gesehen, die bisher die Fertigung der Inlays vorgenommen haben.

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind Goldfacetten und Inlays, welche als Verblendarbeiten in die Zahnprothesen eingearbeitet werden, damit diesen Teilen ein natürlicheres Aussehen verliehen wird.
Keramikzähne mit aufgebrannten Goldschichten werden in dem Wirtschaftspatent 35385 beschrieben. Die Beschichtung von Prothesen mit Goldüberzügen ist dem Wirtschaftspatent DD 155233 zu entnehmen. Metallene Zahnprothesen werden in DE 31 50039 mit Titan- bzw. Zirkonnitrid zur Erzeugung eines goldfarbenen Aussehens und zur Vermeidung von Korrosions- und Nebenerscheinungen beschichtet. DE 2626712 beinhaltet ein Verfahren zur Beschichtung von Kunststoffmaterial bei Zahnprothesen mit Metallen, z. B. Aluminum, Zinn, Gold u.a. Die Metallschicht wird im Hochvakuum aufgebracht, sichtbare Teile der Prothese werden während der Hochvakuumbedampfung abgedeckt. Die Metallbeschichtungen dienen dazu, Reizungen, Entzündungen oder allergische Reaktionen der Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes durch das Grundmaterial zu verhindern.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, im dentalen Sektor den Goldverbrauch zu senken. Das Angebot von künstlichen Zähnen mit goldfarbenen Effekten stellt eine Bereicherung für die Prothetik dar. Verglichen mit den bisher bekannten Lösungen, wird neben der Goldeinsparung bei Einlagen, insbesondere im Vergleich zu vergoldeten keramischen Zähnen der Vorteil der großen Verschleißbeständigkeit von Titan- bzw. Zirkoniumnitridschichten gesehen. Plastzähne mit goldfarbenen Effekten sind bisher noch nicht bekannt.
Darlegen des Wesens der Erfindung
Auf Keramik- oder Plastzähne wird mittels Hochvakuumbeschichtungsverfahren teilweise oder vollständig eine goldfarbene Schicht aus Titan- oder Zirkoniumnitrid durch Elektronensputtern aufgebracht. Die Zähne erhalten dadurch ein natürlicheres Aussehen, d. h. es wird ihnen das Aussehen eines Kunstzahnes genommen. Bisher hat man diesen Effekt vorwiegend durch ,. Goldinlays erreicht.
Ausführungsbeispiel
Grundlage der Erfindung ist das Aufbringen goldfarbener, verschleißfester Schichten auf künstliche Zähne (Keramik- oder Plastzähne). Das Aufbringen der goldfarbenen Titan- bzw. Zirkoniumnitridschichten erfolgt mittels Hochvakuumbeschichtungsverfahren, z. B. Elektronensputtern. Die Nitride werden durch Zerstäuben von Titan oder Zirkonium in einer stickstoffhaltigen Argon-Atmosphäre aufgebracht. Der Stickstoffpartialdruck beträgt dabei 1 · 10~4 bis 1 · 10~3mbar, der Argonpartialdrucki · 10~3bis5 10~2mbar. Die Schichtdicken sollten im Bereich von 2 bis δμ,ιη liegen. Die Farbe die dabei erzielt wird, ist goldgelb; der Farbton wird durch die Bedingungen der Zerstäubung beeinflußt.
Um eine Teilbeschichtung zu erzielen, sind die Zähne während des Beschichtungsvorganges durch Masken oder geeignete Lacke abzudecken, so daß der Goldfacetteneffekt erzielt wird.

Claims (2)

1. Goldfarbene Überzüge auf künstlichen Zähnen, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen teilweisen oder vollständigen, goldfarbenen Überzug aus Titan- oder Zirkoniumnitrid besitzen.
2. Goldfarbene Überzüge nach 1, dadurch gekennzeichnet, daß der goldfarbene Überzug durch Hochvakuumbeschichtungsverfahren, z. B. Elektronensputtern, aufgebaut wird und bevorzugt eine Dicke von 2μ.ηη bis 5yu.m besitzt.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft künstliche Zähne, welche teilweise oder ganz mit einem goldfarbenen Überzug versehen werden. Der goldfarbene Überzug dient bei Zähnen als Ersatz für handgefertigte Goldfacetten. Derartige Goldfacetten werden an Zähnen bei Gebissen oder Gebißteilen angebracht, um ein natürlicheres Aussehen zu bewirken.
Der Erfindung liegt zugrunde, die in der Dentaltechnik verwendeten künstlichen Zähne, wie Keramik- und Plastzähne, teilweise oder ganz mit einem goldfarbenen Überzug aus Titan- oder Zirkonnitrid mit Hilfe von Hochvakuumbeschichtungsverfahren zu versehen.
DD28979486A 1986-04-30 1986-04-30 Goldfarbene ueberzuege auf kuenstlichen zaehnen DD250462A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US8147560B2 (en) 2006-08-16 2012-04-03 Ionbond Ag Olten Implant and method for the production of an implant

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