DD250862A1 - Verfahren zur brandbekaempfung an offenen gashauptleitungen - Google Patents

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DD250862A1
DD250862A1 DD29230786A DD29230786A DD250862A1 DD 250862 A1 DD250862 A1 DD 250862A1 DD 29230786 A DD29230786 A DD 29230786A DD 29230786 A DD29230786 A DD 29230786A DD 250862 A1 DD250862 A1 DD 250862A1
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DD29230786A
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Werner Tabel
Dieter Kalbas
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Dresden Energiekombinat
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Abstract

Die Erfindung findet beim Loeschen von Braenden waehrend der Ausfuehrung von Arbeiten, insbesondere Einbindungsarbeiten, an Gashauptleitungen seine Anwendung. Aufgabe der Erfindung ist es, infolge Funkenbildung entstehende Braende an offenen Gashauptleitungen wirksam zu bekaempfen oder die Flammenbildung zumindest so zu beeinflussen, dass eine Brandloeschung mit herkoemmlichen Loeschverfahren vorgenommen werden kann. Erfindungsgemaess wird bei der Brandbekaempfung mindestens eine vorhandene Ausblaseleitung genutzt.

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Als Technologie bei Einbindungsarbeiten an Gasleitungen stehen den Gasspezialisten Gummiblasen zur Verfügung, da das ND-Gasnetz keine Absperrorgane besitzt. Die Gummiblasen verhindern bei offenen Leitungen den Gasaustritt. Entsprechend den geltenden Standardvorschriften sind bei Gasleitungen > NW150 zwei Gasabsperrblasen hintereinander einzubringen. Zwischen beiden Blasen wird ein Ausblaserohr, welches dem Entspannen des Gases im verbleibenden Rohrabschnitt sowie der Zustandsüberwachung dient, in die Gashauptleitung eingebunden.
Platzt eine Blase, so kann man bei schwachen Leitungsdimensionen den eventuell entstehenden Brand aus der freien Öffnung der Leitung durch Feuerlöscher oder mit nassen Decken löschen. Bei Gashauptleitungen größerer Dimensionen ist ein solcher Brand selbst durch die Berufsfeuerwehr nicht oder nur schwer zu löschen. Es sind bisher keine technischen Lösungen bekannt, mit deren Hilfe derartige Brände wirksam bekämpft werden können.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Auswirkungen von Großbränden an offenen Gashauptleitungen durch schnelle Brandlöschung weitestgehend gering zu halten und somit die Wirksamkeit des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes bei Einbindungsarbeiten zu erhöhen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch ein geeignetes Arbeitsverfahren Brände an offenen Gashauptleitungen wirksam zu bekämpfen oder die Flammenbildung zumindest so zu beeinflussen, daß eine Brandlöschung mit herkömmlichen Löschverfahren vorgenommen werden kann. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß bei Ausbruch eines Brandes der Gashauptleitung über mindestens ein bereits vorhandene Ausblasleitung ein geeignetes Löschmittel, vorzugsweise Kohlendioxid, unter hohem Druck zugeführt wird.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.
Bei Einbindungsarbeiten an Gashauptleitung werden entsprechend den geltenden Standardvorschriften in vom Rohrdurchmesser abhängiger Entfernung von der Trennstelle Bohrungen für die Gasabsperrblasen angebracht. Zwischen zwei Blasen befindet sich eine Ausblaseleitung zum Entspannen des Gases aus dem durch beiden Blasen begrenzten Leitungsabschnitt. Über die Blasenlöscher sowie die Ausblaseleitung kann eine Zustandsüberwachung erfolgen. Die Ausblaseleitung steht zusätzlich mit einem CO2-Druckbehälter in Verbindung. Das Öffnen des Druckbehälters erfolgt entweder manuell oder automatisch.
Im Havariefall (z.B. Platzen einer Blase) kann es durch Funkenbildung während der Einbindungsarbeiten an der Trennstelle zur Entzündung des Gas-Luft-Gemisches führen.
Wird nunmehr über die Ausblaseleitung unter hohem Druck zum Beispiel CO2 in die Gashauptleitung eingebracht, so erfolgt vordem Austritt aus der Trennstelle eine Durchmischung von Stadtgas von CO2. Die Zündfreudigkeit des Gasgemisches wird hierdurch wesentlich herabgesetzt. Bei einer entsprechenden Menge CO2 wird die Flamme vollständig erstickt. Sollte das bei Gasleitungen größerer Dimensionen nicht erreicht werden, so ist es nunmehr in jedem Falle möglich, die bereits geschwächte Flamme mit der konventionellen Technik zu bekämpfen.

Claims (1)

1. Verfahren zur Brandbekämpfung an offenen Gashauptleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbruch eines Brandes der betreffenden Gashauptleitung über mindestens eine bereits vorhandene Ausblaseleitung ein Löschmittel, vorzugsweise Kohlendioxid, unter hohem Druck zugeführt wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung findet beim Löschen von Bränden während der Ausführung von Arbeiten, insbesondere Einbindungsarbeiten, an Gashauptleitungen seine Anwendung.
DD29230786A 1986-07-09 1986-07-09 Verfahren zur brandbekaempfung an offenen gashauptleitungen DD250862A1 (de)

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