DD251341A1 - Verfahren zur herstellung von n-3-aminophenyl-n'-cyclohexylharnstoff - Google Patents

Verfahren zur herstellung von n-3-aminophenyl-n'-cyclohexylharnstoff Download PDF

Info

Publication number
DD251341A1
DD251341A1 DD29273486A DD29273486A DD251341A1 DD 251341 A1 DD251341 A1 DD 251341A1 DD 29273486 A DD29273486 A DD 29273486A DD 29273486 A DD29273486 A DD 29273486A DD 251341 A1 DD251341 A1 DD 251341A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
aminophenyl
cyclohexylurea
reaction
addition
phenylenediamine
Prior art date
Application number
DD29273486A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Jumar
Manfred Klepel
Wilfried Schulze
Original Assignee
Fahlberg List Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fahlberg List Veb filed Critical Fahlberg List Veb
Priority to DD29273486A priority Critical patent/DD251341A1/de
Publication of DD251341A1 publication Critical patent/DD251341A1/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Abstract

Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung des N-3-Aminophenyl-N-cyclohexylharnstoff zu schaffen, das unter Vermeidung mehrstufiger Synthesewege und aufwendiger Trennprozesse, den als Zwischenprodukt fuer die Synthese von Substanzen mit potentieller biologischer Wirkung geeigneten N-3-Aminophenyl-N-cyclohexylharnstoff in genuegender Reinheit und auf rationelle Weise herzustellen. Die Aufgabe wird durch das erfindungsgemaesse Verfahren geloest, nach dem der N-3-Aminophenyl-N-cyclohexylharnstoff in einer einstufigen Reaktion durch Addition von Cyclohexylisocyanat an 1,3-Phenylendiamin in einem inerten Loesungs- oder Verduennungsmittels, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 40C und 80C und Reaktionszeiten von 0,5 Stunden bis 1 Stunde hergestellt werden kann.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylharnstoff, das als Zwischenprodukt für die Synthese biologisch aktiver Substanzen verwendbar ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß sich N'-alkylierte Derivate des N-3-Aminophenylharnstoffs ausgehend von 3-Nitranilin herstellen lassen. Hiernach müssen zunächst durch Phosgenierung entweder des 3-Nitranilins das 3-Nitrophenyl-carbamoyl-chlorid bzw. -isocyanat oder des Cyclohexylamins das Cyclohexylcarbamoylchlorid bzw. -isocyanat hergestellt werden, die man anschließend mit Cyclohexylamin bzw. 3-Nitranilin zum N-3-Nitrophenyl-N'-cyclohexy!harnstoff umsetzt. Aus diesem ist durch Reduzierung der Nitrogruppe nach bekannten Reduktionsmethoden schließlich der gewünschte N-3-Aminophenyl-N'-cyclohexylharnstoff herstellbar. Weiterhin ist aus Liebigs Ann. Chem. 228,219-225 bekannt, daß die Addition von Isocyanaten an 1,2-Phenylendiamin ausschließlich an einer Aminogruppe erfolgt und zu N-2-Aminophenyl-N'-alkyl- bzw. N'-arylharnstoffen führt, während im Gegensatz hierzu beim 1,3-Phenyldiamin diese Reaktion nicht selektiv verläuft. Hierbei werden stets Gemische aus Mono- und Diadditionsprodukten erhalten, aus denen durch aufwendige Aufarbeitungsmethoden das N-3-Aminophenylharnstoffderivat von dem in erheblichen Anteilen enthaltenem Additionsprodukt abgetrennt werden muß. Diese Verfahren weisen eine Reihe von Nachteilen auf, die ihre Anwendung einschränken.
Nachteile der geschilderten Verfahren sind zum einen der aufwendige mehrstufige Reaktionsweg und zum anderen die Schwierigkeiten und der Aufwand, welche mit einer fabrikationstechnischen Trennung des Gemisches der Isocyanatadditionsprodukte verbunden sind. Das bei der Trennung der Isocyanatadditionsprodukte in erheblicher Menge anfallende unerwünschte Diadditionsprodukt verschlechtert merklich die Materialökonomie des Verfahrens. Dieses Abprodukt erfordert entweder die Auffindung einer neuen Verwendungsmöglichkeit oder eine Vernichtung bzw. Deponie.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von N-S-Amino-phenyl-N'-cyclohexylharnstoff zu schaffen, das gegenüber den bekannten Verfahren ermöglicht, unter Vermeidung mehrstufiger Synthesewege bzw. zusätzlicher Reduktionsstufen und technisch-ökonomisch aufwendiger Trennprozesse, den N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylhamstoff als Zwischenprodukt für die Synthese von Substanzen mit potentieller biologischer Wirkung auf rationellere Weise herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren zur Herstellung von N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylhamstoff als Zwischenprodukt fürdie Synthese von Substanzen mit potentieller biocider Wirksamkeit zu entwickeln, bei dem die Reaktion eindeutig, d. h. ohne nennenswerte Neben- oder Folgereaktionen verläuft und nach dem das Zielprodukt in hoher Ausbeute und guter Reinheit entsteht, wodurch die Abtrennung unerwünschter Abprodukte entfällt.
Es wurde gefunden, daß der N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylharnstoff in einer einstufigen Reaktion durch Addition von Cyclohexylisocyanat an 1,3-Phenylendiamin hergestellt werden kann, wenn in einem inerten Lösungs- oder Verdünnungsmittel gearbeitet wird und bestimmte Reaktionstemperaturen und -zeiten eingehalten werden. Daß dei Addition Von Cyclohexylisocyanat an 1,3-Phenylendiamin eindeutig und ohne Bildung von Diadditionsprodukten veriäuft, war überraschend und nachdem Stand der Technik nicht vorauszusehen.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Reaktion in einem Flüssigkeitsmedium durchgeführt, in dem das 1,3-Phenylendiamin ganz oder teilweise löslich ist. Der bei der Reaktion entstehende N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylharnstoff soll jedoch zweckmäßiger Weise bei der angewandten Reaktionstemperaturin dem Flüssigkeitsmedium nur geringe Löslichkeit besitzen, um hierdurch einer Addition von Cyclohexylisocyanat an bereits entstandenem N-3-Aminophenyl-N'-cyclohexylharnstoff entgegenzuwirken.
Geeignete Lösungs- und Verdünnungsmittel sind beispielsweise aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzen, Toluen, Xylen und Chloraromaten, wie Chlorbenzen oder Di- und Trichlorbenzen. In den Lösungsmitteln evtl. enthaltenes Wasser ist wegen einer Reaktion mit dem Isocyanat zuvor zu entfernen.
Das erfindungsgemäße Verfahren verläuft unter Normaldruck und wird bei Temperaturen zwischen 100C und dem Siedepunkt des Lösungs- und Verdünnungsmittels, vorzugsweise im Temperaturbereich zwischen 4O0C und 800C, ausgeführt.
Die Addition des Cyclohexylisocyanates mit dem 1,3-Phenylendiamin verläuft in dem angegebenen Temperaturbereich so schnell, daß Reaktionszeiten bis 3 Stunden, vorzugsweise 0,5 Stunden bis 1 Stunde, für den vollständigen Umsatz des Isocyanats ausreichen.
Abweichungen von den für das erfindungsgemäße Verfahren angegebenen Reaktionsparametern, vor allem die Erhöhung der Reaktionstemperatur und die Verlängerung der Reaktionszeit, bewirken eine erhebliche Zunahme an unerwünschtem 1,3-Bis-(cyclohexylureido)-benzen im Reaktionsprodukt; denn dieses entsteht nicht nur in einer Folgereaktion durch Addition von Cyclohexylisocanatan bereits entstandenem N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylhamstoff, sondern auch durch Disproportionierung des N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylharnstoffs.
Das folgende Beispiel soll die Erfindung erläutern, ohne sie zu beschränken.
Beispiel
190g (1,75 Mol) 1,3-Phenylendiamin löst man in 1,5 Liter trockenem Toluen und erwärmt die Lösung auf 70°C. In die intensiv gerührte Lösung werden 218g (1,75 Mol) frisch destilliertes Cyclohexylisocyanat in einem Zeitraum von ca. 0,5 Stunden zügig getropft. Bereits während des Zutropfens beginnt das Auskristallisieren des N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylharnstoffs. Nachdem alles Cyclohexylisocyanat zugetropft ist, läßt man das Reaktionsgemisch 0,5 Stunden bei 70°C nachreagieren. Zur Abtrennung des N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylharnstoffs wird das 70°C warme Reaktionsgemisch auf eine Filternutsche gegeben. Der abgesaugte rohe N-S-Aminophenyl-N'-cyclohexylharnstoff wird getrocknet. Ausbeute: 381 g (94% d. Th.); F. 194-1960C.
Wenn erforderlich, kann zur Reinigung des rohen N-S-Aminophenyl-N'-cycIohexylharnstoffs dieser aus Ethanol umkristallisiert werden.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von N-S-Aminophenyl-N'-cycIohexylharnstoff, gekennzeichnet dadurch, daß man in einem geeigneten Reaktionsmedium an einer Aminogruppe des 1,3-Phenylendiamins Cyclohexylisocyanat addiert.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Umsetzung in einem inerten organischen Lösungs-oder Verdünnungsmittel bei Temperaturen zwischen 100C und dem Siedepunkt des Lösungs-oder Verdünnungsmittels, vorzugsweise zwischen 400C und 8O0C, vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die einzuhaltende Reaktionszeit bis zu 3 Stunden, vorzugsweise
0,5 Stunden bis 1 Stunde, beträgt.
DD29273486A 1986-07-22 1986-07-22 Verfahren zur herstellung von n-3-aminophenyl-n'-cyclohexylharnstoff DD251341A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD29273486A DD251341A1 (de) 1986-07-22 1986-07-22 Verfahren zur herstellung von n-3-aminophenyl-n'-cyclohexylharnstoff

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD29273486A DD251341A1 (de) 1986-07-22 1986-07-22 Verfahren zur herstellung von n-3-aminophenyl-n'-cyclohexylharnstoff

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD251341A1 true DD251341A1 (de) 1987-11-11

Family

ID=5581094

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD29273486A DD251341A1 (de) 1986-07-22 1986-07-22 Verfahren zur herstellung von n-3-aminophenyl-n'-cyclohexylharnstoff

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD251341A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH621327A5 (de)
EP0253214B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorcarbonsäurechloriden
DE2837341A1 (de) Verfahren zur herstellung von organischen mono- und polyisocyanaten durch thermische spaltung der hydrochloride trisubstituierter harnstoffe
EP0132733A2 (de) Neue Fluorpivalsäurefluoride und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2528365A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1,3-bis(2-chloraethyl)-1-nitrosoharnstoff
DD251341A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-3-aminophenyl-n'-cyclohexylharnstoff
EP0696571A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Dinitrotoluol
EP0423679B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 5-(Carbamoyl)-5H-dibenz[b,f]azepin
DE69421195T2 (de) Einstufige herstellung von 4,6 dinitroresorcinol aus resorcinol
DE2523279A1 (de) Verfahren zur herstellung von 3-trichlormethyl-5-aethoxy-1,2,4-thiadiazol
DE3327268C2 (de) Verfahren zur Herstellung von N-Formyl-L-asparaginsäureanhydrid
EP0034751A2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Amino-1,3,5-triazin-2,4(1H, 3H)-dionen
EP1272462B1 (de) Semikontinuierliches verfahren zur herstellung von 4,4'-dihydroxydiphenylsulfon
DE2307310C3 (de) Verfahren zur Abtrennung von Dianunomaleonitril aus einem bei der katalytischen Tetramerisierung von Cyanwasserstoff erhaltenen Reaktionsgemisch
DE19521614A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dinitrotoluol
DE2527157C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Formylchinoxalin-N↑1↑,N↑4↑-dioxyddimethylacetal
DE2708388A1 (de) Verfahren zur herstellung von 4,4'- dihydroxydiphenylsulfon
EP0091052B1 (de) Industrielles Verfahren zum Oxydieren von Thioethern und Thiolcarbonsäure-Derivaten
EP0198370B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Carbamidsäurechloriden sekundärer Amine
EP1161413B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von methoxyamin-hydrochlorid
EP0001983B1 (de) Verfahren zur Isolierung bzw. Gewinnung von N,N-Dimethylaminoacetonitril aus N,N-Dimethylaminoacetonitril/Wasser-Gemischen
EP0094560B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(10,11-Dihydro-5H-dibenzo /a,d/-cyclohepten-5-yliden)-N,N-dimethyl-1-propanamin-N-oxid-Dihydrat
DE2635986C3 (de) -Aminobenzylpenicillin
AT310713B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Chlorameisensäureestern
DE1910295A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Naphthyl-N-alkyl-carbamaten

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee