DD251654A1 - Vorrichtung zum abstuetzen, finden und abdecken von elektrokontakten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abstuetzen, Finden und Abdecken von Elektrokontakten fuer Walzgerueste. Ziel der Erfindung ist, keine Stecker mehr zu loesen und aufwendige manuelle Arbeit zu vermeiden. Aufgabe der Erfindung ist, eine Vorrichtung zu schaffen, die ein Kuppeln der Kupplungshaelften bei einem Versatz von 8 mm, einem Spiel in Verschieberichtung von 10 bis 50 mm und einem Winkelversatz von 0 bis 5 ermoeglicht. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass die Gehaeuse mit je einem Klappenpaar versehen sind, die ueber Zapfen und ein druckfederbeaufschlagtes Teleskopsystem gegenueber dem Gehaeuse schwenkbar gelagert sind. In Verschieberichtung der Vorrichtung ist mittig ein horizontaler Zentrierdorn auf dem einen Gehaeuse bzw. ein horizontales Zentrierrohr auf dem anderen Gehaeuse angeordnet. Unter dem Zentrierrohr ist auf jeder Klappe eine Rolle angeordnet. An der Unterseite der Klappe sind Fuehrungsrollen bzw. an der Unterseite des einen Gehaeuses ist ein Oeffner vorgesehen. Anwendung der Erfindung fuer Walzgerueste.
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abstützen, Finden und Abdecken von Elektrokontakten für Walzgerüste.
In der Praxis ist eine Vorrichtung der Firma ZDAS bekannt, bei der das Gehäuse einer Kupplungshälfte weit über den Rand der Kontakte hinweg vorgezogen und mit einer nach innen öffnenden Klappe versehen ist. In dieses Gehäuse taucht das Gegenstück ein, das nicht durch Klappen verdeckt ist, bis es gegen einen festen Bund läuft. Eine Kupplungshälfte ist allseitig in Federpaketen gelagert. Nachteilig ist der große Platzbedarf, die Gefahr der Verschmutzung der Kontakte, da eine Hälfte völlig offen ist und durch das Öffnen nach innen der Klappe an der anderen Kupplungshälfte Verunreinigungen immer in den Kontaktraum befördert werden, sowie der eingeschränkte zulässige Versatz.
Nach der DD-PS 57875 ist eine weitere Vorrichtung bekannt, bei der die eigentliche Vorrichtung mit einem Klappenarm verbunden ist, an dem ein Nocken angeordnet ist. Der Nocken steht mit einer zugeordneten Nockenbahn des Wälzhebels in Wirkungszusammenhang. Während des Kuppelvorganges wird durch einen auf der Nockenbahn des Klappenarmes abwälzenden Nocken die Klappe verschwenkt, und die Kupplung wird durch den Wälzhebel über einen Anschlag aus ihrer hinteren Ruhelage in die vordere Kuppelstellung verlagert.
Nachteilig sind die zusätzliche Kippbewegung der Kupplung hart gegen diesen Anschlag, der konstruktiv bedingte, geringe mögliche Versatz der Kupplungshälften und die erforderliche genaue Positionierung der Stirnseiten, da auf Grund der Kippbewegung ein Ausweichen nach hinten nicht möglich ist.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, keine Stecker mehr zu lösen und aufwendige manuelle Arbeit zu vermeiden.
Darlegung des Wesens der Erfindung j
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Abstützen, Finden und Abdecken von Elektrokontakten zu schaffen, die ein Kuppeln der Kupplungshälften bei einem Versatz von ±8mm, einem Spiel in Verschieberichtung von 10 bis 50 mm und einem Winkelversatz von 0° bis 5° ermöglicht.
Erfindungsgemäß ist, daß die Gehäuse mit je einem Klappenpaar versehen sind, die über Zapfen und ein druckfederbeaufschlagtes Teleskopsystem gegenüber dem Gehäuse schwenkbar gelagert sind. In Verschieberichtung der
Vorrichtung ist mittig ein horizontaler Zentrierdorn auf dem einen Gehäuse bzw. ein horizontales Zentrierrohr auf dem anderen Gehäuse angeordnet. Unter dem Zentrierrohr ist auf jeder Klappe eine Rolle angeordnet. An der Unterseite der Klappe sind Führungsrollen bzw. an der Unterseite des einen Gehäuses ist ein Öffner vorgesehen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das Gehäuse über Gummifedern mit einem Flanschblech versehen ist, dem Zapfen zugeordnet sind. Die Zapfen stehen mit Führungsrohren in Eingriff. Innerhalb der Zapfen und der Führungsrohre sind Druckfedern vorgesehen. Die Führungsrohre sind mit einer Konsole verbunden.
Ein abschließendes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß an der Unterseite der Gehäuse eine weitere Zentrierung vorgesehen ist, wobei der Zentrierdorn mittig unter dem einen und das Zentrierrohr mittig unter dem anderen Gehäuse angeordnet ist.
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1: die Kupplungshälfte am Festpunkt in der Walzstraße mit einfacher Zentrierung
Fig. 2: die Kupplungshälfte am Walzgerüst mit einfacher Zentrierung
Fig. 3: die Kupplungshälfte am Festpunkt in der Walzstraße mit doppelter Zentrierung
Fig. 4: die Kupplungshälfte am Walzgerüst mit doppelter Zentrierung.
Im Gehäuse 1,1' der beiden Kupplungshälften sind die nicht dargestellten Kontaktplatten mit den verschiedenen Elektrokontakten und ihren Anschlüssen eingebaut (Fig. 1,2 — 1 .Ausführungsbeispiel). Jeder Gehäuserand ist mit einer Weichgummidichtung 2 umlaufend versehen, die durch Klemmleisten 3,3' gehalten wird. Beide Weichgummidichtungen 2 liegen im gekuppelten Zustand zusammen und schirmen den nicht dargestellten Kontaktraum ab. Im ungekoppelten Zustand legen sich für jede Kupplungshälfte zwei Verschlußklappen 4,4^m Gehäuserand an, die schwenkbar durch die Zapfen 5,5' gelagert sind. Ein Teleskopsystem 6,6' mit eingelagerten Druckfedern gestattet, daß die Verschlußklappen 4,4' dicht anliegen und im Falle des Entkuppeins zwangsweise den Kontaktraum verschließen. An der Kontaktstelle der beiden Verschlußklappen 4, 4' befindet sich eine Gummileiste 14, um auch im ungekuppelten Zustand eine zulässige Abdichtung zu gewährleisten. Durch den Einsatz von zwei Verschlußklappen 4 bzw. 4' pro Kupplungshälfte wird gewährleistet, daß die Öffnung des Kontaktraumes erst bei einem stirnseitigen Abstand von 30 bis 50 mm beginnt. Dadurch ist es auch möglich, den Öffner 8,8' so zu bemessen, daß er das Gehäuse 1,1'nur um diese 30 bis 50 mm überragt. Die an den Verschlußklappen 4,4'montierten Rollen 7,7'bewirken, im Zusammenspiel mit dem Öffner 8, 8', das Schwenken der Verschlußklappen 4,4' mit gegenseitigem Eingriff. Der Zentrierdorn und das Zentrierrohr 10 stellen die erste Zentrierstufe dar und ermöglichen das Finden der Kupplungshälften bis zu einem Versatz von ±8 mm. Nach dem Eingriff des Zentrierdornes 9 ist das Zentrierrohr 10 ist noch ein Spiel von ± 1 mm möglich, was in der zweiten Zentrierstufe durch die nicht dargestellten Kegelstifte der nicht erkennbaren Kontaktstifte auf ±0,5 mm begrenzt wird, so daß die Kontakte genauer treffen. Beide Gehäuse 1,1' sind an ihrer Rückwand mit zylindrischen Gummifedern 11,11' versehen, die den Seiten- und Winkelversatz kompensieren. An dem Gehäuse 1 schließt sich an die Gummifedern 11' eine Leiste 12 an, die als Befestigungsflansch dient. Das Gehäuse Y ist über Gummifedern 11 mit einem Flaschblech 19 versehen, dem Zapfen 16 zugeordnet sind. Die Zapfen 16 stehen mit Führungsrohren 15 in Eingriff. Innerhalb der Zapfen 16 und der Führungsrohre 15 sind Druckfedern 17 vorgesehen. Die Führungsrohre 15 sind mit einer Konsole 13 versehen. Die federnde Konsole 13 ermöglicht durch die Druckfedern 17 eine Pufferwirkung beim Koppelvorgang und läßt in stirnseitiger Positionierung in Verschieberichtung der Vorrichtung eine Toleranz von 10 bis 50mm zu. Gegenüber dem 1. Ausführungsbeispiel ist im 2. Ausführungsbeispiel (Fig. 3, 4) zur Verbesserung der Wirksamkeit von Zentrierdorn 9 und Zentrierrohr 10 eine weitere Zentrierung, bestehend aus dem Zentrierdorn 20 und dem Zentrierrohr 21, mittig unter den Gehäusen 1' bzw. 1 angeordnet. Das Gehäuse 1' wird an einem stationären Bauteil der nicht dargestellten Antriebslinie, bei Η-Gerüsten vorzugsweise am Spindelstuhl, bei V-Gerüsten vorzugsweise an zur Antriebseinheit gehörenden Elementen, befestigt. Das Gehäuse 1 wird am verschiebbaren, nicht dargestellten Walzgerüst angeordnet. Durch Verschieben des Walzgerüstes wird dieses mit den nicht dargestellten Antriebselementen verbunden, und gleichzeitig werden die Gehäuse 1 und Y automatisch gekuppelt. Am Festpunkt ist eine Konsole 13 montiert, die mit zwei Führungen 15 versehen ist, um ein Verdrehen des Gehäuses Y zu vermeiden. Indiesen Führungen 15 stecken Zapfen 16,diedurch Druckfedern 17 nach außen gegen einen Anschlag 18 gedrückt werden und beim Kuppelvorgang ein Ausweichen des Gehäuses Y in axialer Richtung ermöglicht und somit die Kontakte vor Zerstörung schützen. Die Zapfen 16 bilden zusammen mit dem Flanschblech 19 ein Teil. An dem Flanschblech 19 ist über zwei zylindrische Gummifedern 11,11' das Gehäuse V befestigt, welches dadurch beweglich gelagert ist, um Seiten- und Winkelversatz auszugleichen. Am Walzgerüst ist das Gehäuse 1 über die Gummifedern 11,11' mittels einer Leiste 12 montiert und dadurch ebenfalls in der Lage, Seiten- und Winkelversatz auszugleichen, so daß in jedem Fall im gekoppelten Zustand die Stirnseiten der Gehäuse 1,1'parallel verlaufen und die Elektrokontakte optimal zueinander ausgerichtet sind. Wenn das Walzgerüst zum Zweck der Verbindung mit den Antriebselementen verschoben wird, greift zuerst derauf einem der Gehäuse Y montierte Zentrierdorn 9 in das gegenüberliegende Zentrierrohr' 10 des zweiten Gehäuses Y ein und zentriert die Kupplungshälfte bis zu einem Versatz von +8mm auf ein Maß von ±1 mm vor. Bei einem stirnseitigen Abstand von 40 mm erfolgt das Öffnen der Verschlußklappen 4, 4'der Gehäuse 1, Y, wodurch der Kontaktraum nur kurzzeitig geöffnet ist. Das Auffahren der Verschlußklappen 4,4' geschieht durch die beiden Öffner 8,8', die sich keilförmig zwischen die an den Verschlußklappen 4,4' befestigten Rollen 7, T schieben und diese nach beiden Seiten auseinanderdrücken. Die angelenkten Teleskopsysteme 6,6' mit eingebauten Druckfedern sorgen für das ständrge Anliegen der Rollen 7, T an den Öffner 8,8' und im ungekoppelten Zustand für den ständigen Verschleiß des Kontaktraumes. Damit ist auch ein Zwangsverschluß des Kupplungsraumes selbst bei Bruch der Öffner 8,8' gewährleistet. Während des Ausschwenkens der Verschlußklappen 4,4' erfolgt 5mm vor der gegenseitigen Kontaktberührung der Kupplungshälften eine zweite Zentrierung mittels der nicht dargestellten Kegelstifte, die beiderseits der Kontaktreihen angebracht sind. Mit dem Berühren der Kontakte liegen die Weichgummidichtung 2,2'beider Gehäuse 1,1'mit einem definierten Maß aufeinander und dichten den Kontaktraum rundum gegen Staub und Feuchtigkeit ab.
Die Wirkungsweise des 2. Ausführungsbeispieles unterscheidet sich vom 1. Ausführungsbeispiel dahingehend, daß beim Verschieben des Walzgerüstes in die Arbeitsstellung gleichzeitig der Zentrierdorn 9 des Gehäuses 1 in das gegenüberliegende Zentrierrohr 10 am Gehäuse 1' und der Zentrierdorn 20 des Gehäuses 1' in das gegenüberliegende Zentrierrohr 21 des Gehäuses 1 eingreift und die Kupplungshälften bis zu einem Versatz von ±8mm auf ±1 mm zentriert.
Durch die Erfindung brauchen keine Stecker mehr gelöst werden, so daß die aufwendige manuelle Tätigkeit entfällt. Die Walzgerüst-Wechselzeiten werden gesenkt.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Abstützen, Finden und Abdecken von Elektrokontakten, die aus zwei mit Klappen versehenen Kupplungshälften besteht, gekennzeichnet dadurch, daß die Gehäuse (1,1') mit je einem Klappenpaar (4 bzw. 4') versehen sind, die über Zapfen (5, 5') und einem druckfederbeaufschlagten Teleskopsystem (6, 6') gegenüber dem Gehäuse (1,1') schwenkbar gelagert sind und mittig in Verschieberichtung ein horizontaler Zentrierdorn (9) auf dem Gehäuse
(I) bzw. ein horizontales Zentrierrohr (10) auf dem Gehäuse (1) angeordnet ist, wobei unter dem Zentrierdorn (9) ein Öffner (8) und unter dem Zentrierrohr (10) auf jeder Klappe (4') eine Rolle (7') angeordnet ist und an der Unterseite der Klappe (4) Führungsrollen (7) bzw. an der Unterseite des Gehäuses (T) ein Öffner (8') vorgesehen sind bzw. ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Gehäuse (T) über Gummifedern
(II) mit einem Flanschblech (19) versehen ist, dem Zapfen (16) zugeordnet sind, die wiederum mit Führungsrohren (15) in Eingriff stehen, wobei innerhalb der Zapfen (16) und der Führungsrohre (15) Druckfedern (17) vorgesehen sind und die Führungsrohre (15) mit einer Konsole (13) verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß an der Unterseite der Gehäuse (1) und (T) eine weitere Zentrierung vorgesehen ist, wobei ein Zentrierdorn (20) mittig unter dem Gehäuse (T) und ein Führungsrohr (21) mittig unter dem Gehäuse (T) angeordnet ist.
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ID=5581406
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Cited By (2)
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| DE102005015318A1 (de) * | 2005-04-01 | 2006-10-05 | Sew-Eurodrive Gmbh & Co. Kg | Gerät |
| DE102010052340A1 (de) * | 2010-11-25 | 2012-05-31 | Von Ardenne Anlagentechnik Gmbh | Leitungsverbindung an Vakuumkammer |
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1986
- 1986-07-30 DD DD29312186A patent/DD251654A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
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| DE102005015318B4 (de) * | 2005-04-01 | 2010-01-07 | Sew-Eurodrive Gmbh & Co. Kg | Gehäuseeinheit mit Öffnungs- und Schließvorrichtung und elektrisches Gerät |
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