DD251920A1 - Anordnung zur bestimmung der lage eines zahnwurzelbehandlungsinstruments - Google Patents

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DD251920A1
DD251920A1 DD29357386A DD29357386A DD251920A1 DD 251920 A1 DD251920 A1 DD 251920A1 DD 29357386 A DD29357386 A DD 29357386A DD 29357386 A DD29357386 A DD 29357386A DD 251920 A1 DD251920 A1 DD 251920A1
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DD
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root canal
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tooth root
arrangement
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DD29357386A
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Inventor
Ulf Sadowski
Wolfram Sadowski
Hansjoerg Koetzschke
Original Assignee
Univ Ernst Moritz Arndt
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Bestimmung der Lage eines Zahnwurzelbehandlungsinstruments im Zahnwurzelkanal waehrend der Zahnwurzelbehandlung zur Erschliessung des durch die Pulpa eingenommenen Zahninnenraumes in der vollen Laenge der Zahnkanaele. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung zu schaffen, mit der der behandelnde Zahnarzt genau den Austrittspunkt der Pulpa aus dem Zahnwurzelkanal ermitteln kann, wobei jegliches Ueberschreiten der Wurzelspitze oder Zuruecklassen von Pulparesten im Wurzelkanal verhindert werden soll. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, dass ein Tongenerator mit seinem ersten Eingang ueber einen Umschalter mit dem in einem isolierten Griffstueck angeordneten Wurzelkanalinstrument und mit seinem zweiten Eingang ueber ein Potentiometer mit dem ersten Ausgang einer Multivibratorschaltung verbunden ist, deren zweiter Ausgang an eine grossflaechige Schleimhautelektrode angeschaltet ist. Die Erfindung ist in der Zahnheilkunde anwendbar.

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Bestimmung der Lage eines Zahnwurzelbehandlungsinstrumentes im Zahnwurzelkanal während der Zahnwurzelbehandlung zur Erschließung des durch die Pulpa eingenommenen Zahninnenraumes in dervollen Länge der Zahnkanäle.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt ist aus der DE-OS 3211669 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Abstandsmessung in der Dentalheilkunde unter Anwendung des Echolotprinzips. Durch Aufsetzen einer Ultraschall aussendenden und empfangenden Sonde werden die an den Grenzen zwischen den verschiedenen Schichten reflektierten Signale zur Messung von Entfernungen oder Abständen herangezogen, insbesondere zur Messung der Tiefe von Zahnwurzelkanälen durch Auswertung der Reflexionen zwischen der Zahnwurzelspitze und dem Zahnhalteapparat bzw. Kieferknochen.
Nachteilig ist bei dieser Lösung der komplizierte technische Aufbau bei der Anwendung spezieller Ultraschallwandler mit Sonden zum Aufsetzen auf den Zahn, wodurch sich Probleme bei der Sterilisation und Desinfektion ergeben. Der Wurzelkanal wird mit einer speziellen Paste ausgefüllt, die zu Gewebsschädigungen führen kann und eine Infektionsgefahr in sich birgt. Eine weitere Lösung zur Bestimmung und zur digitalen Anzeige der Lage eines Zahnwurzel behandlungsmittel im Zähnkanal ist aus der DE-OS 3018568 bekannt, bei der das Prinzip der Wechselstromleitfähigkeitsmessung angewendet wird, wobei anstatt der bisher bekannten Anzeigeapparate die Eindringtiefe der Wurzelbehandlungsnadel aufgrund der zu den entsprechenden anatomischen Abschnitten gehörenden unterschiedlichen Leitfähigkeitswerte in Intervallen, durch Verwendung entsprechender Spitzengleichrichter Verstärker bzw. Komperatoren und Dekodierschaltungen durch das Aufleuchten verschiedener LED-Dioden angezeigt wird. ! ι
Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß die Instrumentenlage in vier Intervallen durch LED angezeigt und die Signale nur beim Übergang in ein anderes Meßniveau abgegeben werden, wodurch keine kontinuierliche Anzeige der Meßwerte erfolgt. Bekannt ist weiterhin aus der DE-AS 2134435 eine Vorrichtung zur Bestimmung der Länge eines Zahnwurzelkanals mit einem durch eine Stromquelle gespeisten elektrischen Meßkreis, dessen Stromkreiswerte durch die Stellung einer in den Zahnwurzelkanal einführbaren Sonde beeinflußbar sind, mit einem auf der Zahnkrone zur Auflage kommenden Anschlag, relativ, zu dem die Sonde verschiebbar ist.
Nachteilig an dieser Lösung ist, daß bei dieser Lösung der behandelnde Zahnarzt sich den Ton einprägen muß und diesen mit den bis zum Erreichen der Zahnwurzelspitze auftretenden Tönen vergleichen muß. Diese Methode ist sehr ungenau, da sie subjektiv beeinflußbar ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Anordnung zur.Bestimmung der Lage eines Zahnwurzelbehandlungsinstrumentes im Zahnkanal zu schaffen, die die bisherigen Nachteile beseitigt und eine objektive und genaue Bestimmung der Länge des Zahnwurzelkanals möglich ist, ohne daß es zu Beschädigungen der sich an das Zahnkanalende anschließenden Gewebeschichten führt.
Wesen der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung zu Bestimmung der Lage eines Zahnwurzelbehandlungsinstrumentes im Zahnwurzelkanal zu schaffen, mit der der behandelnde Arzt genau den Punkt des Austritts der Pulpa aus dem Zahnwurzelkanal ermitteln kann, wobei jegliches Überschreiten der Wurzelspitze oder Zurücklassen von Pulparesten im Wurzelkanal verhindert werden soll, um den Therapieerfolg und damit die Erhaltung des betroffenen Zahnes nicht in Frage zu stellen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Tongenerator mit seinem ersten Eingang über einen Umschalter mit dem in einem isolierten Griffstück angeordneten Wurzelkanalinstrument und mit seinem zweiten Eingang über ein Potentiometer mit dem ersten Ausgang einer Multivibratorschaltung verbunden ist, deren zweiter Ausgang an eine großflächige Schleimhautelektrode angeschaltet ist. Der Ausgang der Multivibratorschaltung ist mit dem Eingang des Tongenerators verbunden, an dessen Ausgang ein Signalgeber angeschlossen ist. Das Wurzelkanalinstrument ist mittels Umschalter direkt oder wahlweise über die Widerstände an den Tongenerator anschaltbar.
Wie anhand des Ausführungsbeispieles noch'näher erläutert, bestimmt der behandelnde Arzt vor Beginn der Ermittlung der Lage des Wurzelkanalbehandlungsinstruments im Zahnkanal den individuellen Widerstand des Patienten, indem die großflächige Schleimhautelektrode an das Zahnfleisch des Patienten angelegt wird und das Wurzelkanalbehandlungsinstrument mit geringfügiger Tiefe in das Zahnfleisch in der Nähe des zu behandelnden Zahnes eingebracht wird. Die Tonhöhe wird mittels Potentiometer auf den intermittierenden Meßton des Potentiometerstromkreises abgestimmt und im Gerät gespeichert. Danach wird mit der Wurzelkanalbehandlung begonnen, indem mittels des Wurzelkanalbehandlungsinstrumentesdie Pulpa entfernt und der Wurzelkanal gereinigt werden und zwar solange, bis mit dem Wurzelkanalbehandlungsinstrument die Zahnwurzelspitze erreicht wird, das durch die Übereinstimmung beider Tonhöhen signalisiert wird.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Die Figur 1 zeigt den Aufbau der • erfindungsgemäßen Anordnung.
Eine Multivibratorschaltung 2 wird von einer Spannungsquelle 1 versorgt. Der Ausgang der Multivibratorschaltung 2 ist einerseits direkt mit dem Tongenerator, der eine Wechselspannung im hörbaren Frequenzbereich erzeugt, verbunden und andererseits über das Potentiometer 5 und über die Schleimhautelektrode 6 und dem in einem isolierten Griffstück angeordneten Wurzelkanalbehandlungsinstrument7 am Patienten 8. Zwischen dem Wurzelkanalbehandlungsinstrument7 und dem Eingang des Tongenerators 3 ist ein Umschalter 10 angeordnet, mit dem das Instrument 7 direkt oder wahlweise über die Widerstände 9 an den Tongenerator 3 angeschaltet werden kann.
Durch die Multivibratorschaltung 2 werden der Potentiometerstromkreis und der Patientenstromkreis abwechselnd in den Tongenerator eingeschaltet. Die Tonhöhe wird durch den Widerstand des Patienten 8 bzw. der des Potentiometers 5 bestimmt. Der Ton des Patientenstromkreises ist zur besseren Unterscheidung doppelt so lange zu hören wie der Vergleichston. Die Schleimhautelektrode 6 besteht aus einer Edelstahlscheibe. Sowohl die Schleimhautelektrode 6 als auch das Instrument 7 sind in isolierten Griffstücken gehalten, um eine Stromableitung über den behandelnden Zahnarzt auszuschließen. Die Betriebsbereitschaft wird durch einen hörbaren intermittierenden Meßton des Potentiometerschaltkreises über den Lautsprecher 4 angezeigt. Im ersten Behandlungsabschnitt erfolgt die Ermittlung des Widerstandes des Patienten 8, indem über den Schalter 10 und den Widerstand 9 bzw. 9', der in Reihe mit dem Patienten 8 geschaltet ist, die Verbindung zum Tongenerator 3 hergestellt wird. Dazu liegt die Schleimhautelektrode 6 am Zahnfleisch des Patienten 8 an und das Instrument 7 wird mit geringfügiger Tiefe in das Zahnfleisch eingebracht. Mittels des Potentiometers 5 wird die Tonhöhe des Potentiometerstromkreises auf den entstehenden Ton abgestimmt und in der Anordnung gespeichert. Danach stellt der Schalter 10 eine direkte Verbindung zum Tongenerator 3 her. Damit wird ein Vordringen des Instruments 7 über die Wurzelspitze hinaus sicher verhindert. Mittels des Wurzelbehandlungsinstrumentes 7 wird die Pulpa aus dem Zahnkanal entfernt und zwar soweit, bis der jetzt hörbare Ton mit dem gespeicherten Ton übereinstimmt.
Die unterschiedliche Größe der Widerstände 9 und 9' bestimmt die Lage der Instrumentenspitze im Wurzelkanal je nach Therapieerfordernis entweder direkt am sogenannten Foramen apicale oder 0,5-1,0 mm davor. Bei Übereinstimmung der Tonhöhen ist dann die Stelle im Wurzelkanal erreicht, die als Zielpunkt der späteren Wurzelkanalaufbereitung gilt.

Claims (3)

1. Anordnung zur Bestimmung der Lage eines Zahnwurzelbehandlungsmittels im Zahnkanal, das in unterschiedlichen Tiefen des Zahnpulpenkanals in Höhe der anatomischen Abschnitte anordbar ist und mit dem Zahnfleisch stromleitend verbunden ist, wobei die Änderungen der Impedanz zwischen dem Zahnfleisch und Zahnwurzelbehandlungsmittel abgreifbar ist und mit einer entsprechenden Verstärkung beim Erreichen der verschiedenen Abschnitte anzeigbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tongenerator (3) mit seinem ersten Eingang über einen Umschalter (10) mit dem in einem isolierten Griffstück angeordneten Wurzelkanalinstrument (7) und mit seinem zweiten Eingang über ein Potentiometer (5) mit dem ersten Ausgang einer Multivibratorschaltung (2) verbunden ist, deren zweiter Ausgang an eine großflächige Schleimhautelektrode (6) angeschaltet ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der Multivibratorschaltung (2) mit dem Eingang des Tongenerators (3) verbunden ist, an dessen Ausgang ein Signalgeber (4) angeschlossen ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wurzelkanalinstrument (7) mittels Umschalter (10) direkt oder wahlweise über die Widerstände (9,9') an den Tongenerator (3) anschaltbar ist.
DD29357386A 1986-08-12 1986-08-12 Anordnung zur bestimmung der lage eines zahnwurzelbehandlungsinstruments DD251920A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4232487A1 (de) * 1991-09-30 1993-04-01 Morita Mfg Wurzelkanal-diagnose- und behandlungsgeraet

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE4232487A1 (de) * 1991-09-30 1993-04-01 Morita Mfg Wurzelkanal-diagnose- und behandlungsgeraet

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