DD252014A1 - Abschlageinrichtung fuer flache kettenwirkmaschinen, insbesondere naehwirkmaschinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft die Herstellung von voluminoesen Kettengewirken, vorzugsweise Naehgewirken, mit besonders dicken als Stehschuss eingetragenen Bindungselementen. Ziel der Erfindung ist die Entwicklung einer Abschlageinrichtung, mit der auch extrem dicke bzw. voluminoese Stehschussfaeden verarbeitet werden koennen. Die Aufgabe besteht in der Gestaltung der Abschlageinrichtung so, dass ohne Beeintraechtigung ihrer Funktion genuegend Raum an den erforderlichen Stellen fuer die Zufuehrung und Einarbeitung von voluminoesen Stehschussfaeden entsteht. Erfindungsgemaess besteht die Abschlageinrichtung aus auf der Abschlagplatinenbarre befestigten einzelnen Teilabschlagelementen. Ihre Anzahl entspricht der der Nadeln. Die Teilabschlagelemente weisen Durchbrechungen zur Nadelfuehrung auf. Ihre Breite entspricht mindestens der doppelten Breite dieser Durchbrechungen. Die Abschlagplatinenbarre ist gegenueber der Abschlagflaeche um mindestens 5 mm zurueckversetzt. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Anwendung der Erfindung erfolgt für die Herstellung von voluminösen Kettengewirken, vorzugsweise Nähgewirken, mit besonders dicken als Stehschuß eingetragenen Bindungselementen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur ordnungsgemäßen Maschenbildung bei Nähwirkmaschinen sind im Bereich des vorderen Totpunktes der Wirknadeln sogenannte Gegenhalteelemente (Gegenhaltestifte, Einlegeplatinen, Stützsohiene) angebracht, die dazu dienen, das Material beim Durchstechen mittels Wirknadeln zurückzuholen. Bei ihrer Rückwärtsbewegung verschwinden die Wirknadeln fast vollständig zwischen den Stegen der sogenannten Abschlagplatinenfassungen. Die Abschlagplatinenfassungen sind auf der Abschlagplatinenbarre montiert und führen jeweils mehrere Wirknadeln, wobei die Stege der Abschlagplatinenfassungen teilungsgerecht zwischen den Wirknadeln angeordnet sind.
Bei dieser bekannten Lösung muß zur Herstellung eines dickeren Kettengewirkes die Spaltbreite analog vergrößert werden. Entsprechend muß sich auch der Nadelhub vergrößern, der jedoch durch die damit verbundene extreme Senkung der Maschinenleistung und die Dimensionierung der Nadeln begrenzt ist.
Die Spaltbreite kann maximal 5,5 mm betragen (vergl.: Ploch, S. u. a.: Malimo-Nähwirktechnologie, 1. Aufl. 1978, VEB Fachbuchvfrlag Leipzig). Das bedeutet, daß nur Kettfaden mit einem diesen Grenzwert unterschreitenden Durchmesser eingesetzt werden können, da das technologisch erforderliche Schußfadenmaterial ebenfalls diesen Spalt passieren muß. Damit sind keine extrem dicken bzw. voluminösen Kettfäden, z. B. aus Sekundärrohstoffen, verarbeitbar.
Der Zielstellung, eine vollendete Ausbildung der Nadelmaschen bzw. Verhinderung der Längsstreifenbildung bei Nähgewirken zu erreichen, dient die in der DD-PS 56 045 vorgeschlagene Abschlageinrichtung. Dabei sind auf der Abschlagschiene Vorsprünge vorhanden, die in die Gassen zwischen benachbarten Maschenstäbchen eindringen sollen. Auf diese Weise ergibt sich jedoch kein zusätzlicher Raum, der die Herstellung voluminöser Flächengebilde ermöglicht.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung einer Abschlageinrichtung mit der auch extrem dicke bzw. voluminöse Stehschußfäden an flachen Kettenwirkmaschinen, vorzugsweise Nähwirkmaschinen, verarbeitet werden können.
Wesen der Erfindung
Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht in der Gestaltung der Abschlageinrichtung so, daß ohne Beeinträchtigung ihrer Funktion genügend Raum an den erforderlichen Stellen für die Zuführung und Einarbeitung von voluminösen Stehschußfäden entsteht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Abschlageinrichtung aus auf der Abschlagplatinenbarre befestigten einzelnen Teilabschlagelementen besteht. Ihre Anzahl entspricht der der Nadeln. Die Teilabschlagelemente weisen Durchbrechungen zur Nadelführung auf. Ihre Breite entspricht mindestens der doppelten Breite dieser Durchbrechungen. Die Abschlagplatinenbarre ist gegenüber der Abschlagfläche um einen Betrag s von mindestens 5 mm zurückversetzt.
Der Abstand von Bohrungen zur Befestigung der Teilabschlagelemente auf der Abschlagplatinenbarre kann der Breite der Teilabschlagelemente entsprechen. Dabei sind zwischen den Teilabschlagelementen, zwischen denen jeweils ein oder mehrere Stehschüsse eingetragen werden sollen, je nach deren Breite eine oder mehrere Bohrungen nicht besetzt. Die Durchbrechungen können schlitzartig oder als Rundloch ausgebildet sein.
Durch die Zuordnung der einzelnen Abschlagelemente zu den Wirknadeln kann die Stehschußfadenzuführung verändert werden. Nunmehr werden die Stehschußfäden zwischen den Abschlagelementen zugeführt, so daß die Spaltbreite nicht mehr einschränkend auf die einsetzbaren Stehschußfadendurchmesser wirkt. Der Stehschußfadendurchmesser ist damit nur abhängig von der gewählten Maschineneinheit, die jedoch aufgrund der neuartigen Abschlagelemente problemlos variiert werden kann. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Verarbeitung besonders dicker und voluminöser Stehschußfäden, z. B. aus Sekundärrohstoffen, möglich.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die Zeichnung zeigt:
- in Fig. 1: eine Seitenansicht der Arbeitsstelle einer Nähwirkmaschine mit erfindungsgemäßer Abschlageinrichtung mit als
Rundloch ausgebildeter Durchbrechung
- in Fig. 2: eine Seitenansicht eines Teilabschlagelementes mit als Nut ausgebildeter Durchbrechung und
- in Fig. 3: eine Teilansicht einer Abschlagplatinenbarre mit wie in Fig. 2 ausgebildeten Teilabschlagelementen
Das in Figur 1 dargestellte Teilabschlagelement 1 besitzt in seinem Mittelteil eine Bohrung zur Führung der Wirknadel. Diese Figur zeigt ein Beispiel für. die Zuordnung des neuartigen Teilabschlagelementes 1 zu den übrigen Arbeitsorganen der Arbeitsstelle einer Nähwirkmaschine Malimo, Typ Malimo.
Als Arbeitsorgane sind Schiebernadel 2 mit Schiebernadelfassung 2', Schließdraht 3 mit Schließdrahtfassung 3', Gegenhaltestift mit Gegenhaltestiftfassung 4' und die Gegenhalteschiene 5 zu erkennen.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde auf die Darstellung der zur Verarbeitung kommenden Materialien verzichtet. Es ist jedoch aus der Darstellung leicht erkennbar, daß der Abstand s zwischen Abschlagplatinenbarre und Gegenhalteelementen den Einsatz extrem starker bzw. voluminöser Kettfaden ermöglicht.
Mit der dargestellten Vorrichtung sind z. B. Seile, Stricke, Schläuche u. ä. bis zu einem Durchmesser von 15 mm problemlos verarbeitbar.
Zur Herstellung sogenannter Dränagematten werden z. B. starke Seile, die eine entsprechende Wasserleitfähigkeit aufweisen, als Kettfaden zugeführt und bei dem Verfestigungsprozeß durch die Nähfäden in Fransenlegung in zwei Grundbahnen eingeschlossen!
Während die den Gegenhalteelementen 4, 4' und 5 zugewandte Grundbahn im wesentlichen eben der Arbeitsstelle zugeführt wird, formt sich die den Teilabschlagelementen 1 zugewandte Grundbahn entsprechend der unterschiedlichen Abstände zwischen Abschlagplatinenbarre 6 und Teilabschlagelementen 1 wellenartig aus, was jedoch keinen negativen Einfluß auf die Maschenbildung hat. Die Abschlagfläche 1'hat sich dabei als ausreichend erwiesen.
In Fig. 3 ist die Befestigung der Teiiabschlagelemente 1, die in Fig. 2 in einer Seitenansicht dargestellt sind, auf der Abschlagplatinenbarre 6 dargestellt. Dabei bleibt zwischen den 15 mm breiten Teilabschlagelementen 1 ein Freiraum von 15 mm, der die Zuführung von Kettfäden eines Durchmessers von 12 mm zuläßt.
Dabei muß s nur etwas größer als 6 mm sein, da die Kettfaden nur etwa zur Hälfte zwischen die Teilabschlagelemente 1 treten.
Die Bohrungen 7 auf der Abschlagplatinenbarre 6 haben zueinander einen Abstand von 15 mm. In jede zweite Bohrung 7 ist ein Teilabschlagelement 1 geschraubt. Die Durchbrechungen 8 der Teilabschlagelemente sind als Nut ausgeführt und bieten den Schiebernadeln 2 eine ebenso sichere Führung wie die Bohrungen (Fig. 1).
Claims (4)
1. Abschlageinrichtung für flache Kettenwirkmaschinen, insbesondere Nähwirkmaschinen, zur Herstellung voluminöser Flächengebilde mit extrem groben, als Stehschuß eingetragenen Bindungselementen, gekennzeichnet dadurch, daß sie aus einzelnen, der Nadelanzahl entsprechenden, auf einer Abschlagplatinenbarre (6) befestigten Teilabschlagelementen (1) mit Durchbrechungen (8) zur Nadelführung besteht, wobei die Breite der Teilabschlagelemente mindestens der doppelten Breite der Durchbrechungen entspricht und die Abschlagplatinenbarre (6) gegenüber der Abschlagfläche (T) um einen Betrag s von mindestens 5 mm zurückversetzt ist.
2. Abschlageinrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Abstand von Bohrungen· (7) zur Befestigung der Teilabschlagelemente auf der Abschlagplatinenbarre der Breite der Teilabschlagelemente entspricht und zwischen den Teilabschiagelementen, zwischen denen ein oder mehrere Stehschüsse eingetragen werden sollen, je nach deren Breite eine oder mehrere Bohrungen nicht besetzt sind.
3. Abschlageinrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Durchbrechungen (8) schlitzförmig ausgebildet sind.
4. Abschlageinrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Durchbrechungen (8) als Rundloch ausgebildet sind.
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