DD252115A5 - Fungizides mittel und seine verwendung - Google Patents

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DD252115A5 DD86295165A DD29516586A DD252115A5 DD 252115 A5 DD252115 A5 DD 252115A5 DD 86295165 A DD86295165 A DD 86295165A DD 29516586 A DD29516586 A DD 29516586A DD 252115 A5 DD252115 A5 DD 252115A5
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alkali
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Abstract

Das fungizide Mittel enthaelt als Wirkstoff ein Gemisch aus einem Derivat der Phosphorigen Saeure und aus 2-Chlor-6-(2-furanylmethoxy)-4-(trichlormethyl)pyridin (Pyroxyfur) und eignet sich vor allem zum Schutz von Getreide-, Reis- und Maiskulturen sowie von Erdnuss- und Baumwollkulturen gegen Pilzkrankheiten, insbesondere Fusarium sp. und Phoma sp.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein fungizides Mittel zum Schutz der Pflanzen gegen Pilzkrankheiten sowie dessen Verwendung bei der Behandlung der Pflanzen gegen Pilzkrankheiten.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Phosethyl-Al, Kurzbezeichnung für Aluminium-tris(O-ethyl)-phosphonat bzw. Aluminium-ethylphosphit ist für seine systemischen fungiziden Eigenschaften bekannt, die vor allem gegen die Phycomyceten, insbesondere Phytophthora sp und Plasmopora viticola gerichtet sind.
Bekannt sind weiterhin die fungiziden Eigenschaften von Pyroxyfur, Kurzbezeichnung für 2-Chlor-6-(2-furanylmethoxy)-4-(trichlormethyl)pyridin gegenüber Bodenpilzen, vor allem bestimmten Phytophthora-Arten. Seine Wirkung gegenüber anderen wichtigen Pilzen, wie Fusarium sp und bestimmten Pythium-Arten reicht jedoch für eine breite Anwendung bei der Behandlung von Saatgut nicht aus.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines neuen wirksamen Mittels zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten bei Pflanzen.
' Darlegung des Wesens der Erfindung
Überraschenderweise wurde gefunden, daß man einen guten Schutz der Pflanzen gegen Pilzkrankheiten erreichen kann, indem man Pyroxyfur mit einem Derivat der Phosphorigen Säure, insbesondere mit Phosethyl-Al kombiniert, von dem jedoch bekannt ist, daß es praktisch keine Wirkung auf die für die Saatgutkrankheiten verantwortlichen Bodenpilze ausübt.
Als Derivat der Phosphorigen Säure (Verbindung A) werden hier die Phosphorige Säure selbst, ihre C1- bis C-Alkylderivate und die Alkali-, Erdalkali- und Aluminiumsalze dieser Säuren bezeichnet.
Gegenstand der Erfindung ist ein fungizides Mittel für den Schutz von Pflanzen gegen Pilzkrankheiten, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Gemisch aus einem Derivat der Phosphorigen Säure, wie oben definiert, und Pyroxyfur enthalten. Zwar kann das Gewichtsverhältnis der beiden Wirkstoffe in diesem Gemisch innerhalb weifer Grenzen schwanken, vor allem in Abhängigkeit von der Virulenz des Pilzes, der bekämpft werden soll; allgemein beträgt es jedoch 0,01 bis 200000 Teile Derivat der Phosphorigen Säure je Teil Pyroxyfur.
Beispiele für Derivate der Phoshorigen Säure sind die Phosphorige Säure selbst, ihre neutralen oder sauren Alkali- oder Erdalkalisalze sowie die Alkali-, Erdalkali- und Aluminium-ethylphosphite.
Die Verwendung des Mittels erfolgt durch Aufbringen der beiden Wirkstoffe gleichzeitig - in Form eines gebrauchsfertigen Mittels oder eines unmittelbar vor dem Gebrauch hergestellten Gemisches - oder nacheinander.
Das fungizide Mittel enthält neben der fungiziden Wirkstoffkombination einen inerten Träger und/oder ein Tensid und gegebenenfalls einen oder mehrere weitere geeignete fungizide Wirkstoffe. Allgemein enthalten diese Mittel 0,001 bis 95 Gew.-% der Wirkstoffkombination und 0,1 bis 20 Gew.-% Tensid.
Es wird dadurch hergestellt, daß man die verschiedenen Komponenten mischt und sie dann in ein landwirtschaftlich brauchbares Gemisch überführt.
Als „Träger" wird in der vorliegenden Beschreibung ein organisches oder anorganisches Material natürlicher oder synthetischer .
Herkunft bezeichnet, mit dem die Wirkstoffkombination vermischt wird, um ihr Aufbringen auf die Pflanze, auf Saatgut oder auf den Boden zu erleichtern. Dieser Träger ist somit allgemein inert und muß landwirtschaftlich verträglich sein, vor allem für die behandelte Pflanze. Der Träger kann fest sein, wie Tone, natürliche oder synthetische Silicate, Kieselsäure, Kreiden, Harze, Wachse, feste Düngemittel und anderes mehr, oder flüssig wie Wasser, Alkohole, Ketone, Erdölfraktionen, aromatische oder paraffinische Kohlenwasserstoffe, chlorierte Kohlenwasserstoffe, verflüssigte Gase und anderes mehr.
Das Tensid kann ein Emulgiermittel, ein Dispergiermittel, oder ein Netzmittel ionischer oder nichtionischer Art sein. Als Beispiel seien genannt: Polyacrylsäuren; Salze von Lignosulfonsäuren; Salze von Phenolsulfonsäuren oder Naphthalinsulfonsäuren; Polykondensationsprodukte aus Ethylenoxid und Fettalkoholen oder Fettsäuren oder Fettaminen oder substituierten Phenolen, vor allem Alkylphenolen oder Arylphenolen oder Alkylarylphenole; Salze von Sulfobernsteinsäureestern; Taurinderivate, vor allem Alkyltaurate; Phosphorsäurester von Alkoholen oder polyoxyethylierten Phenolen. Allgemein muß ein Tensid vorhanden sein, vorallem wenn der inerte Träger nicht wasserlöslich ist und als Anwendungsmedium Wasser verwendet wird.
Das erfindungsgemäße Mittel kann in unterschiedlichen Formen, fest oder flüssig vorliegen.
Beispiele für feste Mittel sind die Pulver zum Zerstäuben oder Dispergieren, mit einem Wirkstoffgehalt bis zu 100%.
Beispiele für flüssige Mittel oder Mittel, die bei der Anwendung flüssig sind, sind Lösungen, insbesondere wasserlösliche Konzentrate, emulgierbare Konzentrate, Emulsionen, Suspensionskonzentrate, Aerosole, netzbare Pulver oder Spritzpulver, Pasten und Granulate, die in Wasser dispergierbar sind.
Die emulgierbaren oder löslichen Konzentrate enthalten meist 10 bis 80% Wirkstoffkombination; die gebrauchsfertigen Emulsionen oder Lösungen enthalten ihrerseits 0,001 bis 20% Wirkstoffkombination. Zusätzlich zur Wirkstoffkombination und dem Lösungsmittel können die emulgierbaren Konzentrate die Co-Lösungsmittel enthalten sowie, wenn erforderlich, 2 bis 20% übliche Zusätze, wie Stabilisatoren, Tenside, Penetrationsmittel, Korrosionsschutzmittel, Farbstoffe und Haftmittel.
Ausgehend von diesen Konzentraten kann man durch Verdünnen mit Wasser Emulsionen beliebiger gewünschter Konzentration herstellen, die sich besonders gut zum Aufbringen auf das Blattwerk eignen.
Die Suspensionskonzentrate, die ebenfalls versprüht bzw. gespritzt werden, werden so hergestellt, daß man ein beständiges fließfähiges Produkt erhält, das sich nicht absetzt; sie enthalten üblicherweise 10 bis 75% Wirkstoff kombination, 0,5 bis 15% Tenside, 0,1 bis 10% thioxotrope Mittel, 0 bis 10% übliche Zusätze, wie Antischaummittel, Korrosionsmittel, Stabilisatoren, Penetrationsmittel, Biozide und Haftmittel sowie als Träger Wasser oder eine organische Flüssigkeit, in der der Wirkstoff bzw. die Wirkstoffkombination wenig oder nicht löslich ist: bestimmte feste organische Stoffe oder anorganische Salze können in dem Träger gelöst sein, um dazu beizutragen, die Sedimentation zu verhindern oder als Frostschutzmittel für das Wasser.
Die netzbaren Pulver oder Spritzpulver werden üblicherweise so hergestellt, daß sie 20 bis 95% Wirkstoff kombination enthalten sowie allgemein zusätzlich zum festen Träger 0 bis 5% Netzmittel, 3 bis 10% Dispergiermittel und wenn erforderlich 0 bis 10% eines oder mehrerer Stabilisatoren und/oder anderer Zusätze wie Penetrationsmittel, Haftmittel, Mittel zur Verhinderung der Klumpenbildung, Farbstoffe und anderes mehr.
Zur Herstellung dieser netzbaren Pulver oder Spritzpulver werden die Wirkstoffe in geeigneten Mischern innig mit den zusätzlichen Substanzen vermischt und in Mühlen oder anderen geeigneten Zerkleinerungsgeräten vermählen. Man erhält auf diese Weise Pulver mit vorteilhafter Benetzbarkeit, die sich gut suspendieren lassen. Sie können mit Wasser zu jeder gewünschten Konzentration suspendiert werden und diese Suspension läßt sich sehr vorteilhaft anwenden, vor allem auf das Blattwerk der Pflanzen aufbringen.
Entsprechend einer anderen Ausführungsform der Erfindung besteht das erfindungsgemäße Mittel ganz oder teilweise aus einem in Wasser dispergierbaren Granulat. Die Teilchengröße dieses Granulats liegt allgemein zwischen etwa 150 und 2000 μιτι, vorzugsweise zwischen 300 und 1 500 μπι.
Sein Wirkstoff gehalt beträgt allgemein etwa 1 bis 90%, vorzugsweise 25 bis 90%.
Der Rest des Granulats besteht im wesentlichen aus einem festen Streckmittel bzw. Träger und gegebenenfalls Tensid-Zusätzen, die das Granulat in Wasser dispergierbar machen. Diese Granulate können im wesentlichen zwei unterschiedlichen Typen zugeordnet werden, je nachdem ob das zurückgehaltene Streckmittel wasserlöslich ist oder nicht. Ist das Streckmittel wasserlöslich, so kann es anorganisch sein und vorzugsweise organisch. Ausgezeichnete Ergebnisse wurden mit Harnstoff erzielt. Im Falle eines unlöslichen Streckmittels ist dies vorzugsweise mineralisch bzw. anorganisch wie Kaolin oder Bentonit. Es wird dann begleitet von 2 bis 20 Gew.-% des Granulats an Tensiden, die vorteilhafterweise aus mindestens einem im wesentlichen anionischen Dispergiermittel, je einem Poly(alkali- oder erdalkali-naphthalinsulfonat) oder einem Alkali- oder Erdalkalilignosulfonat bestehen und der Rest ein nichtionisches oder anionisches Netzmittel, wie ein Alkali- oder Erdalkali-alkylnapthalinsulfonat ist.
Weiterhin können andere Zusätze vorhanden sein, wie Antischaummittel; dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
Das Granulat kann durch Vermischen der notwendigen Bestandteile und anschließendes Granulieren entsprechend mehrerer an sich bekannter Arbeitsweisen - Dragiertrommel, Fließbett oder Wirbelschicht, Zerstäuber, Strangpressen usw. - hergestellt werden. Abschließend erfolgt allgemein eine Zerkleinerung und anschließend ein Aussieben der gewünschten Teilchengrößen innerhalb der oben angegebenen Grenzen.
Entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung kann jeder der beiden Wirkstoffe als Granulat formuliert und die beiden Granulate dann in den gewünschten Mengenverhältnissen zu dem Mittel vermischt werden.
Die Verbindungen der Formel A und Pyroxyfur können auch als Stäubemittel eingesetzt werden. Man kann so ein Mittel verwenden, das 50 g Wirkstoff sowie 950 g Talk enthält oder ein Mittel, das 20 g Wirkstoff, 10 g feinteilige Kieselsäure bzw. SiO2 und 970 g Talk enthält; man vermischt und vermahlt diese Bestandteile und bringt das Gemisch durch Stäuben auf.
Das erfindungsgemäße Mittel wird üblicherweise in einem ersten Arbeitsgang durch Vermischen der diversen Bestandteile hergestellt, so daß man ein Konzentrat erhält, das man dann mit Wasser verdünnt, um die gewünschte Konzentration der verschiedenen Wirkstoffe zu erzielen. Das Mittel kann auch unmittelbar vor dem Einsatz hergestellt werden durch Vermischen eines fungiziden Mittels auf der Basis von Phosethyl-Al mit einem Mittel auf der Basis von Pyroxyfur. Diese verschiedenen Arten des Einsatzes bzw. der Herstellung des erfindungsgemäßen Mittels liegen ebenfalls im Rahmen der Erfindung.
Das erfindungsgemäße Mittel eignet sich zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten der Pflanzen, insbesondere der Gramineen und der Leguminosen.
Dazu wird auf die genannten Pflanzen, im Gemisch miteinander oder getrennt, eine fungizid wirksame Menge einer Kombination der zuvor beschriebenen Wirkstoffe aufgebracht. Als „wirksame Menge" wird eine Menge bezeichnet, die ausreicht, um in zufriedenstellender Weise die Krankheit zu bekämpfen, ohne eine Schädigung der behandelten Pflanze zu verursachen.
Die Dosis jedes der zu verwendenden Wirkstoffe kann innerhalb weiter Grenzen schwanken, je nach Art der Nutzpflanze und dem erwünschten Effekt.
Vorteilhafterweise wird:
- das Derivat, der Phasphorigen Säure ih einer Menge von 50 bis 2000 g/ha und
— Pyroxyfur in einer Menge von 0,001 bis 2000 g/ha angewandt.
Diese Behandlungen erfolgen üblicherweise mit verdünnten Spritzbrühen, die auf die Kulturen in Aufwandmengen von 800 bis 1 200 l/ha aufgebracht werden und die Kombination der Wirkstoffe in einer solchen Konzentration enthalten, daß man die gewünschte jeweilige Wirkstoffdosis/ha erzielt. Die Behandlung kann jedoch auch mit konzentriertenen oder verdünnteren Spritzbrühen erfolgen, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Im Falle einer gleichzeitigen Anwendung der beiden Wirkstoffe werden vorteilhafterweise gebrauchsfertige Mittel eingesetzt, die die Kombination der weiter oben beschriebenen Wirkstoffe enthalten. Man kann auch in der Weise verfahren, daß man Mittel verwendet, die jeweils einen der miteinander zu kombinierenden Wirkstoffe enthalten und diese Mittel unmittelbar vor dem Aufbringen auf die Pflanzen miteinander vermischt.
Schließlich kann man die Kulturen, die geschützt werden sollen, nacheinander erst mit dem einen und dann mit dem anderen Wirkstoff behandeln, so daß in situ auf der Pflanze die erfindungsgemäße Wirkstoffkombination entsteht.
Das erfindungsgemäße Mittel eignet sich ganz besonders zum Schutz von Getreide-, Reis- und Maiskulturen sowie von Erdnuß- und . Baumwollkulturen gegen die Pilzkrankheiten dieser Kulturen, wie Pythium sp. und Fusarium sp.
Die folgenden Beispiele erläutern die synergistischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Wirkstoffkombination und die Zusammensetzung von netzbaren Pulvern.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1 — In vitro Test gegenüber Pythium arrhenomanes
In eine Reihe von Petrischalen, die im Autoklaven bei 1200C sterilisiert worden waren, wurden jeweils 20 ml eines unterkühlten Nährmediums Sabouraud (Biomerieux) mit pH-Wert 5,6 eingebracht, das 15 g/l Agar-Agar, 40 g/l Glucose und 10 g/l Pepton enthielt und mit Wasser auf 1 I aufgefüllt worden war.
Während dem Einfüllen wurde in das unterkühlte Medium eine acetonische Lösung des Wirkstoffes (Phosethyl-Al, Pyroxyfur, jeweils allein oder im Gemisch miteinander) bis zur gewünschten Konzentration injiziert.
Für die Kontrollversuche wurden analoge Petrischalen verwendet, die mit dem gleichen Nährmedium gefüllt worden waren, das jedoch keine Wirkstoffe enthielt.
Nach 24 Stunden wurde in jede Petrischale ein zylindrisches Fragment Pilzmyzel aus einer vorausgegangenen Kultur des gleichen Pilzes gegeben.
Die Petrischalen wurden während 5 Tagen bei 220C + 2°C gehalten; dann wurde das Wachstum des Pilzes in den Petrischalen, die den/die zu prüfenden Wirkstoffe(e) enthielten, mit dem Wachstum des gleichen Pilzes in den Kontrollschalen verglichen.
Unter diesen Bedingungen wurde die prozentuale Hemmung entsprechend folgender Formel berechnet:
Ι^Π 100
T — d
in der I die prozentuale Hemmung,
T der mittlere Durchmesser der Myzelzunahme in der Kontrollschale, in mm, TT der mittlere Durchmesser der Myzelzunahme in der mit Wirkstoff versetzten Schale, in mm, und d der Durchmesser des zu Beginn in die Schale eingebrachten Myzelfragmentes ist.
Unter diesen Bedingungen erhielt man die in der folgenden Tabelle aufgeführten Ergebnisse, angegeben als reelle prozentuale Hemmung lr, verglichen mit der erwarteten theoretischen prozentualen Hemmung I0 der Gemische der beiden Wirkstoffe; die prozentualen Werte wurden erhalten ausgehend von der prozentualen Hemmung IA und ID jedes der beiden Wirkstoffe des Gemisches entsprechend der Formel von Limpel:
ι - ι + ι _]aJs
Tabelle I prozentuale Hemmung von Pythium arrhenomanes
•~ PYROXYFUR
Wirkstoff mg/1 ; . I Ü I ,1 / > / 0,03 I ' 28 1] 62 I υ, - 28 or j 0 69 003 I 1 ο I I:
I I 100 I I 76 100 75 /^ 58 I
I P 1 600 I 90 / I 58
I H j I s 76 41 2 58 57 ^ i
10:1 I 100 / 84 56 34 I
I S 300 I 84 Uc_ _ i 34
I E Γ 34 23 ^' j
i T 97 50 1 I
I H * 150 76 I 1
I Y 1 0 i
I L IS 0 I i
I 75 / I 0
I A / 0 ο ι
I 1
I o
ιKontrolle
nicht jbehandel
Diese Tabelle zeigt deutlich, daß das Gemisch innerhalb eines breiten Bereiches für das Gewichtsverhältnis Phosethyl AI:Pyroxyfur deutlich synergistisch gegenüber dem getesteten Pilz wirkt.
Beispiel 2 — In vitro Test gegenüber Fusarium roseum Es wurde wie im vorangegangenen Beispiel gearbeitet, jedoch mit dem im Titel angegebenen Pilz; man erhielt die in der folgenden Tabelle Il angegebenen Ergebnisse
Tabelle Il prozentuale Hemmung von Fusarium roseum
J Wir/ cstoff mg/1 ! 1500 I PYROXYFUR 1000 I 750 I 78 ""Ί s I -" 46 I 450 12 I I ο I
1 P I H t 1000 i83^ ! \y 51 80 /\ / I , 47 L 53 ^l ^ I 46 I 44 ^ 44 I I 38 I
I 0 Ί I S I E 450 I 75 Λ I / I/ 51 53 /! / I / 47 L x- 14 I 45 44 I I 38 I
I τ 1 i H I Y 300 I 47 /\ I s . I/ 21 Vl / 14 I 18 /\ /14 1 / j 12 I 1 0 I
I L I A I 1 150 I 33 / 1 . 21 27 /\ /IA i 14 I I 12 / A I 0 I
ί 0 ! I I 21 I 1 I IA I I I I Kontröll j nicht I behandel
Diese Tabelle zeigt für einen anderen Pilz als im Beispiel 1 und für einen weiten Bereich des Gewichtsverhältnisses Phosethyl AhPyroxyfur die synergistischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Gemisches.
Beispiel 3 - In vivo Test gegenüber Pythium
Erdnußsamen (Varietät Florunner) wurden durch eine zwei Minuten dauernde Behandlung in einem Rotationsmischer mit einem fungizid wirksamen Behandlungspulver überzogen, so daß sie jeweils aufnahmen:
- 3,3 g/kg Samen Phosethyl-Al . ...
- 0,66 g/kg Samen Pyroxyfur
- ein Gemisch aus 3,3 g Phosethyl-Al und 0,66 g Pyroxyfur je kg Samen.
Die behandelten Samen wurden unmittelbar anschließend in Töpfe ausgesät, deren Boden zuvor sterilisiert und mit dem Erdnußpilz Pythium infiziert worden war.
Die Ergebnisse wurden 10 Tage nach der Behandlung ermittelt, indem der prozentuale Anteil an aufgegangenen Trieben, bezogen auf die Anzahl der ausgesäten Samen, festgestellt und das Ergebnis auf die Anzahl der im Kontrolltopf aufgegangenen oder aufgelaufenen Triebe bezogen wurde, um den Wirkungs- oder Schutzkoeffizienten Abbott K zu erhalten.
Unter diesen Bedingungen wurden die in der folgenden Tabelle zusammengefaßten Ergebnisse erzielt:
% aufgegangene
Wirkstoff Dosis g/kg _ 0,66 Pflanzen K%
Kontrolle 1,1 _
Phosethyl-Al 3,3 ~" + 0,66 32,2 31
Pyroxyfur 17,8 17
Phosethyl-Al 3,3 1.1 74,5 74
+ Pyroxyfur
Phosethyl-Al 3,3 + 1.1 32,2 31
Pyroxyfur 18,9 18
Phosethyl-Al 3,3 32,2 31
+ Pyroxyfur
Beispiel 4 - Netzbares Pulver mit 10% Wirkstoff gehalt
- Wirkstoff: Kombination Phosethyl-Al/Pyroxyfur im Gewichtsverhältnis 0,1:1 10 %
- Netzmittel: Synthetischer, verzweigter C13 Oxo-alkoholethoxyliert mit 8 bis 10 (mol) Ethylenoxid 0,75%
- Dispergiermittel: neutrales Calciumlignosulfonat 12 %
- Inerter Füllstoff: Calciumcarbonat ad 100 %
Beispiel 5 - Netzbares Pulver mit 50% Wirkstoffgehalt
-Wirkstoff: Kombination Phosethyl-Al/Pyroxyfur im Gewichtsverhältnis 3000:1 50 %
- Netzmittel: polyethoxylierter Fettalkohol 2,5 %
- Dispergiermittel: polyethoxyliertes Polyarylphenol 5 %
- Inerter Füllstoff: Kreide 42,5 %
Beispiel 6 - Netzbares Pulver mit 75% Wirkstoffgehalt
- Wirkstoff: Kombination Phosethyl-Al/Pyroxyfur im Gewichtsverhältnis 2000:1 75 %
- Netzmittel: 1,5 %
- Dispergiermittel: 8 %
- Inerter Füllstoff: Calciumcarbonat ad 100 %
Beispiel 7 - Netzbares Pulver mit 90% Wirkstoff gehalt
- Wirkstoff: Kombination Phosethyl-Al/Pyroxyfur in einem Gewichtsverhältnis 6000:1 90 %
- Netzmittel: polyoxyethylierter Fettalkohol 4 %
- Dispergiermittel: polyoxyethyliertes Polyarylphenol 6 %

Claims (6)

  1. -1- ZbZlIb Erfindungsanspruch:
    1. Fungizides Mittel zum Schutz von Pflanzen gegen Pilzkrankheiten, dadurch gekennzeichnet, daß es als Wirkstoff ein Derivat der Phosphorigen Säure (Verbindung A), ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Phosphoriger Säure, ihren Alkali- und Erdalkalisalzen, den C1- bis C^AIkylphosphorigen Säuren und deren Alkali-, Erdalkali- und Aluminiumsalzen und/oder
    2-Chlor-6-(2-furanylmethoxy)-4-(trichlormethyl)pyridin (Pyroxyfur) zusammen mit einem üblichen Verdünnungsmittel oder Träger und/oder grenzflächenaktiven Mittel enthält.
  2. 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Derivat der Phosphorigen Säure Aluminium-tris (O-ethyl)-phosphonat (Phosethyl-Al) ist.
  3. 3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es die beiden Wirkstoffe in einem Gewichtsverhältnis von 0,01 bis 200000 Teilen Verbindung A je Teil Pyroxyfur enthält.
  4. 4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es als gebrauchsfertiges Konzentrat vorliegt.
  5. 5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es als auf der Stelle bereitetes Gemisch vorliegt.
  6. 6. Verwendung eines fungiziden Mittels enthaltend als Wirkstoff ein Derivat der Phosphorigen Säure (Verbindung A), ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Phosphoriger Säure, ihren Alkali- und Erdalkalisalzen, den C1- bis C^Aklylphosphorigen Säuren und deren Alkali-, Erdalkali- und Ammoniumsalzen und/oder 2-Chlor-6-(2-furanylmethoxy)-4-(trichlormethyl)pyridin (Pyroxyfur) zusammen mit einem üblichen Verdünnungsmittel oder Träger und/oder grenzflächenaktiven Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß man es zum Schutz von Pflanzen gegen Pilzkrankheiten verwendet, wobei man die Wirkstoffe entweder gleichzeitig oder nacheinander aufbringt.
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