DD253229A1 - Isolierdruckverschaeumter fussboden fuer schienenfahrzeuge - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen isolierdruckverschaeumten Fussboden fuer Schienenfahrzeuge, insbesondere von Reisezugwagen, wobei der Fussboden im wesentlichen aus dem entdroehnten Sickenblech, gitterartig angeordneten Fussbodenschwellern, kompressiblen und nichtkompressiblen Isolierschichten und der Fussbodenplatte besteht. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, einen isolierdruckverschaeumten Fussboden zu entwickeln, der elastisch gelagert ist und eine hohe Luft- und Koerperschallisolation aufweist. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass zum Zwecke des Entspannens der kompressiblen Isolierschicht nach dem Aushaerten der unter Druck verschaeumten Hohlraeume des Fussbodens die Fussbodenschweller in Oberteil und Unterteil geteilt und durch ein zwischengeschaltetes elastisches Element form- und/oder kraftschluessig miteinander verbunden sind, wobei dieses entweder vom Unterteil selbst oder von an diesem befestigten Dichtelementen umschlossen angeordnet ist. Fig. 1
Description
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen isolierdruckverschäumten Fußboden zu schaffen, der vertikale Kräfte und Schwingungen aufnimmt, sich durch einen einfachen Aufbau des Fußbodenschwellers in Verbindung mit der elastischen Entkopplung auszeichnet und der die Isolierdruckverschäumung mit eingebrachten Fußbodenplatten und der daran befestigten kompressiblen Isolierung zusammen in einem Arbeitsgang erlaubt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß zum Zwecke des Entspannens der kompressiblen Isolierschicht nach dem Aushärten der unter Druck verschäumten Hohlräume des Fußbodens die Fußbodenschweller in Oberteil und Unterteil geteilt und durch ein zwischengeschaltetes elastisches Element form- und/oder kraftschlüssig miteinander verbunden sind, wobei dieses entweder vom Unterteil selbst oder von an diesem befestigten Dichtelementen umschlossen angeordnet ist. Es ist weiter erfindungsgemäß, daß das Oberteil als I-Profil ausgeführt ist, wobei der untere Schenkel mit dem Unterteil in Eingriff steht. Im weiteren ist es erfindungsgemäß, daß das nach oben offene Unterteil als Kastenprofil ausgebildet ist, dessen abgewinkelte Schenkel zugleich Begrenzungen sind.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt:
Fig. 1: einen Schnitt durch den Fußboden,
Fig. 2: den Schnitt durch den Fußboden im Zustand desVerschäumens nach Fig. 1, Fig.3: den Schnitt einer Variantenlösung durch den Fußboden.
Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt, sind auf dem entdröhnten Sickenblechfußboden !,vorzugsweise auf dem Sickenberg 2, gitternetzartig Fußbodenschweller angeordnet, die aus Oberteil 3 und Unterteil 4 bestehen, wobei zwischen diesen ein elastisches Element 5 vorgesehen ist. Das als I-Profil ausgebildete Oberteil 3 des Fußbodenschwellers greift hier mit seinem unteren Schenkel in das Unterteil 4, welches als ein nach oben offenes Kastenprofil mit als Begrenzungen 6 dienenden abgewinkelten Schenkeln ausgebildet ist, ein und ist dadurch kraft- und/oder formschlüssig mit dem elastischen Element 5 verbunden. Im weiteren ist das Oberteil 3 kraftschlüssig mit der Fußbodenplatte 7 verbunden, an der eine kompressible Isolierschicht 8 befestigt ist. Der durch den entdröhnten Sickenblechfußboden 1 und Isolierschicht 8 gebildete Hohlraum 9 ist mit dem unter Druck verschäumten Isolierschaum ausgefüllt. Vor der Isolierdruckverschäumung wird die Fußbodenplatte 7 mittels einer nicht näher dargestellten Vorrichtung so weit abgesenkt, daß der untere Schenkel des Oberteiles 3 auf den Begrenzungen 6 des Unterteiles 4 dichtend aufliegt und der Fußbodenschweller eine abgeschlossene und außen dichte Einheit bildet. Durch die Isolierdruckverschäumung wird die kompressible Isolierschicht 8 verdichtet und der Hohlraum 9 mit dem Isolierschaum voll ausgefüllt. Nach dem Aushärten des Isolierschaumes und Entfernen der Vorrichtung entspannt sich das elastische Element 5 · sowie die Isolierschicht 8, wodurch die Fußbodenplatte 7 die Fußbodenniveauhöhe erreicht. Es entsteht damit ein insgesamt schwimmend gelagerter isolierdruckverschäumter Fußboden, der in nur einem Arbeitsgang realisiert wird, ohne zusätzliche Druckplatten nach der Isolierdruckverschäumung entfernen zu müssen, um erst danach die elastischen Elemente 5 und die kompressible Isolierschicht 8 einzubringen und den vollständigen Fußboden aufzubauen. Es ist auch.wie in Fig. 3 gezeigt j möglich, daß am Unterteil 4 des Fußbodenschwellers Dichtelemente 10 befestigt sind, die an das Oberteil 3 abdichtend eingreifen.
Claims (3)
1. Isolierdruckverschäumter Fußboden für Schienenfahrzeuge, insbesondere von Reisezugwagen, wobei der Fußboden im wesentlichen aus dem entdröhnten Sickenblech, gitterartig angeordneten Fußbodenschwellern, kompressiblen und nichtkompressiblen Isolierschichten und der Fußbodenplatte besteht, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke des Entspannens der kompressiblen Isolierschichten (8) nach dem Aushärten der unter Druck verschäumten Hohlräume (9) des Fußbodens die Fußbodenschweller in Oberteil (3) und Unterteil (4) geteilt und durch ein zwischengeschaltetes elastisches Element (5) form- und/oder kraftschlüssig miteinander verbunden sind, wobei dieses entweder vom Unterteil (4) selbst oder von an diesem befestigten Dichtelementen (10) umschlossen angeordnet sind.
2. Isolierdruckverschäumter Fußboden nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil (3) als I-Profi! ausgeführt ist, wobei der untere Schenkel mit dem Unterteil (4) in Eingriff steht.
3. Isolierdruckverschäumter Fußboden nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nach oben offene Unterteil (4) als Kastenprofil ausgebildet ist, dessen abgewinkelte Schenkel zugleich Begrenzungen (6) sind.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen isolierdruckverschäumten Fußboden für Schienenfahrzeuge, insbesondere von Reisezugwagen, wobei der Fußboden im wesentlichen aus dem entdröhnten Sickenblech, gitterartig angeordneten Fußbodenschwellern, kompressiblen und nichtkompressiblen Isolierschichten und der Fußbodenplatte besteht.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist ganz allgemein bekannt, Fußböden für Schienenfahrzeuge durch elastische Zwischenlagen vom Wagenkasten so zu entkoppeln, daß ein schwingungsgedämpfter schallreduzierender Fußboden entsteht. Diese Problematik gewinnt besonders bei isolierdruckverschäumten Fußböden durch die zu beachtenden Randbedingungen dieser Technologie an Bedeutung. So ist ein schwingungsgedämpfter Fußboden (DD 151722) bekannt, bei dem zwischen der Fußbodenplatte und einem offenen Kastenprofil, dem Schweller, S-förmige Gummielemente paarweise gegensätzlich angeordnet sind, wobei deren obere Öffnung eine Einlage und die untere Öffnung die Schenkel des Schwellers umfassen und die Einlage mit der Fußbodenplatte kraft- und formschlüssig verbunden ist. Ein weiterer Fußboden für Schienenfahrzeuge (DE 2252170) sieht vor, daß Tragelemente für eine kraftschlüssige Halterung der Fußbodenplatte auf dem Metallfußboden mit zwischen Tragelement und Metallfußboden angeordnetem schalldämmenden Klemmprofil vorgesehen sind und die Fußbodenplatte an den zum Wagenkasten weisenden Rändern über elastische Anschläge in der Seitenwand federnd abgestützt ist. Des weiteren ist ein schallreduzierter Fußboden (DE 2045277) bekannt, bei dem an der Unterseite der Fußbodenplatte Abstandsstücke mit kegelförmigen Enden angeordnet und diese unter Zwischenschaltung einer elastischen leicht verdichtbaren Schicht in den Sickentälern so einzupassen sind, daß vertikale Kräfte und Schwingungen elastisch übertragen werden können. Die voranbeschriebenen Fußböden erfüllen ihre Funktion jedoch nur bei einer herkömmlichen Isoliertechnologie, nach der kompressible bzw. nichtkompressible Isoliermaterialien in die Hohlräume des Fußbodens lose eingelegt werden. Durch diese Isoliertechnologie können die eingebrachten elastischen Elemente in den voranbeschriebenen Fußböden frei schwingen und werden so ihrer Funktion, die Fußbodenplatte gegenüber dem Untergestell zu entkoppeln, gerecht. Im Gegensatz dazu sind unter Druck isolierverschäumte Fußböden Konstruktionen, bei denen das nichtkompressible Isoliermaterial einen festen Verbund zu dem in der Regel entdröhnten Sickenblech, den Schwellern und gegebenenfalls mit der Fußbodenplatte je nach Konstruktionsausführung eingeht. Nachteilig hierbei ist, daß im zu übertragenden Fall in den voranbeschriebenen Fußböden eingebrachten elastischen Elemente mit eingeschäumt würden und damit außer Funktion gesetzt werden bzw. wirkungslos bleiben. Solche Fußböden stellen durch die schlechte Luft- und speziell die schlechte Körperschallisolation keine gute Lösung dar und sind für Reisezugwagen mit hohen akustischen Forderungen bezüglich des Komforts ungeeignet.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, in Vermeidung der voranbeschriebenen Mängel, einen isolierdruckverschäumten Fußboden zu entwickeln, der elastisch gelagert ist und eine hohe Luft- und Körperschallisolation aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD86295205A DD253229A1 (de) | 1986-10-13 | 1986-10-13 | Isolierdruckverschaeumter fussboden fuer schienenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD86295205A DD253229A1 (de) | 1986-10-13 | 1986-10-13 | Isolierdruckverschaeumter fussboden fuer schienenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD253229A1 true DD253229A1 (de) | 1988-01-13 |
Family
ID=5583033
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD86295205A DD253229A1 (de) | 1986-10-13 | 1986-10-13 | Isolierdruckverschaeumter fussboden fuer schienenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD253229A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1193165A2 (de) | 2000-10-02 | 2002-04-03 | Getzner Werkstoffe Holding GmbH | Montageteil zur elastischen Befestigung von Fahrzeugbodenplatten an einem Fahrzeugrahmen |
| EP3045371A4 (de) * | 2013-09-12 | 2017-04-26 | Hitachi, Ltd. | Schienenfahrzeug |
| EP3517388A1 (de) * | 2018-01-29 | 2019-07-31 | Pinta Industry SA | Fussboden- oder wandaufbau eines schienenfahrzeugs |
-
1986
- 1986-10-13 DD DD86295205A patent/DD253229A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1193165A2 (de) | 2000-10-02 | 2002-04-03 | Getzner Werkstoffe Holding GmbH | Montageteil zur elastischen Befestigung von Fahrzeugbodenplatten an einem Fahrzeugrahmen |
| EP1193165A3 (de) * | 2000-10-02 | 2002-09-18 | Getzner Werkstoffe Holding GmbH | Montageteil zur elastischen Befestigung von Fahrzeugbodenplatten an einem Fahrzeugrahmen |
| AT409751B (de) * | 2000-10-02 | 2002-11-25 | Getzner Werkstoffe Gmbh | Montageteil zur elastischen befestigung von fahrzeugbodenplatten |
| EP3045371A4 (de) * | 2013-09-12 | 2017-04-26 | Hitachi, Ltd. | Schienenfahrzeug |
| EP3421318A1 (de) * | 2013-09-12 | 2019-01-02 | Hitachi, Ltd. | Schienenfahrzeug |
| EP3517388A1 (de) * | 2018-01-29 | 2019-07-31 | Pinta Industry SA | Fussboden- oder wandaufbau eines schienenfahrzeugs |
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