DD253401A1 - Farbkasten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Farbkasten fuer Druckmaschinen mit einer ihn auf seiner offenen Seite begrenzenden, gegen den Farbkastenboden drehenden Farbwalze mit einem oben angeordneten Farbmesser. Der Farbkasten ist mit Seitenwaenden und in einer mehrteiligen Ausfuehrung noch mit in nutfoermige Einstiche der Farbkastenwalze eingreifenden Trennwaenden versehen. Die Seitenwaende bzw. die Trennwaende besitzen nasenfoermige Abschnitte, die mindestens der Laenge des Farbkastenbodens entsprechen, der so lang ist, dass er eine auf ihn errichtete und die Drehachse der Farbkastenwalze schneidende Senkrechte ueberragt. Die nasenfoermigen Abschnitte der Seiten- und Trennwaende sind an ihren den Seitenflaechen der Farbkastenwalze zugewandten Flaechen mit Ziehfasen versehen, die vor der oben genannten Senkrechten enden. Durch die Ziehfasen wird die auf Seitenflaechen der Farbkastenwalze gelangte Farbe in den Farbkasten zurueckgefoerdert und damit Farbleckverluste durch Abrakeln sowie erhoehter Saeuberungs- und Wartungsaufwand durch abtropfende Farbe verhindert. Fig. 3
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft einen Farbkasten für Druckmaschinen mit einer ihn auf seiner offenen Seite begrenzenden, gegen den Farbkastenboden drehenden Farbwalze mit einem oben angeordneten Farbmesser. Der Farbkasten ist in einer einteiligen aber auch in einer mehrteiligen Farbbehälterausführung verwendbar.
Durch das DD-WP 139113 ist ein Farbkasten mit einer gegen den Farbkastenboden drehenden Farbkastenwalze bekannt geworden.
Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß derauf der Farbkastenwalze befindliche, gegen den Spalt zwischen Bodenblech und Walzenmantel geförderte Farbfilm, besonders im Bereich der Seiten- bzw. Trennwände nicht vollständig in den Farbkasten zurückgefördert wird. Dieser unerwünschte Zustand wird u. a. noch verstärkt, wenn auf Grund einer größeren Farbdichte der Druckvorlage mit sehr viel Farbe gedruckt werden muß, vor allem aber, wenn bei kurzer Druckunterbrechung die Farbabnehmerwalze abgestellt und dadurch der vom Farbmesserspalt bestimmte Farbfilm ungeteilt auf dem Walzenmantel verbleibt und von dort in den Farbkasten zurückgeführt werden soll.
Die Leckverluste an Farbe entstehen, weil auf Grund der relativ niedrigen und bei Temperaturanstieg weiter fallenden Viskosität des Farbfilms dieser das Bestreben hat, in die Breite zu verlaufen, dabei gelangen je nach seiner Dicke kleinere Farbmengen über die Mantelflächen auf die Seitenflächen der Farbkastenwalze. Sie werden dort von den Seitenwänden der Farbkastenwalze und bei einem bekannt gewordenen mehrteiligen Farbkasten, bei dem die Trennwände in nutenförmige Einstiche eingreifen, von diesen Trennwänden an den gegenüberliegenden Flächen dieser Einstiche abgerakelt und tropfen dann in einen Farbkastenbehälter. Durch die nicht zurückgeführte Farbe entstehen Farbverluste und er erhöht sich der Säuberungs- und Wartungsaufwand am Farbkasten und im Druckwerk.
Ziel der Erfindung ist es, einen Farbkasten zu finden, bei dem in einer einteiligen oder in einer mehrteiligen Ausführung Farbleckverluste vermieden und der Wartungs- und Säuberungsaufwand gesenkt wird.
Der Erfindung liegt unter Beachtung ihres Zieles die Aufgabe zugrunde, einen Farbkasten zu schaffen, an dessen offener Längsseite eine gegen den Farbkastenboden drehende Farbkastenwalze mit oben liegendem Farbmesser angeordnet ist. Anden Stirnseiten der Farbkastenwalze sollen Seitenwände und bei einem mehrteiligen Farbkasten Trennwände vorgesehen werden, die in nutenförmige Einstiche der Farbkastenwalze diese seitlich abdichtend eingreifen. Der Farbkastenboden soll mit einem geringen Spalt elastisch zum Mantel der Farbkastenwalze angeordnet sein und eine auf ihm errichtete die Drehachse der Walze schneidende Senkrechte überragen.
Die an die Seitenflächen der Farbkastenwalze während des Druckprozesses gelangte Farbe soll ohne Leckverluste in den Farbkasten zurückgeführt werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einem Farbkasten gelöst, bei dem die unteren auf der Farbkastentraverse stehenden und bei den Seitenwänden an der jeweiligen Stirnfläche der Farbkastenwalze anliegenden, bei den Trennwänden in einem nutförmigen Einstich der Farbkastenwalze eingreifenden nasenförmigen Abschnitte der Seitenwände beim einteiligen und beim mehrteiligen Farbkasten der Seiten- und Trennwände mindestens der Länge des Farbkastenbodens entsprechen und jede einer Seitenfläche der Farbkastenwalze zugewandte Seite dieser nasenförmigen Abschnitte oberhalb der Farbkastenbodenebene mit einer Ziehfase versehen ist, die an der Spitze dieser Teile beginnt und vor der die Drehachse der Farbkastenwalze schneidenden auf den Farbkastenboden errichteten Senkrechten endet.
Jede Ziehfase besteht aus zwei aneinander stoßende, keilförmig sich gegen die Drehrichtung der Farbkastenwalze öffnende Fase, von der die eine etwa zwei Drittel zur Höhe des oberhalb des Bodenbleches befindlichen nasenförmigen Abschnittes senkrecht zur Bodenblechebene und die andere im Winkel zur Senkrechten angeordnet ist. Der Übergang von der einen zur anderen Fase kann abgerundet sein.
Der besondere Effekt der vorangenannten Lösung besteht in der Anordnung und Gestaltung der Ziehfase. Er beruht darin, daß die Farbe, die über den Walzenmantel an die Seitenflächen der Walze gelangt, von den Seitenwänden bzw. beim mehrteiligen Farbkasten von den Seiten-und Trennwänden nicht mehr wie bei den bekannten Lösungen abgerakelt wird, sondern daß diese Farbe restlos in den jeweiligen Farbbehälter zurückgeführt wird, so daß Leckverluste nicht mehr auftreten und bisher erforderliche Säuberungs-und evtl. auch Wartungsarbeiten entfallen.
Ein weiterer Vorteil dieser Lösung besteht darin, daß die Seiten- und Trennwände von Farbkästen, die mit dieser Lösung noch nicht versehen sind, mit relativ wenig Aufwand mit der erfinderischen Ziehfase nachgerüstet werden können.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigt:
Fig. 1: eine Draufsicht auf einen mehrteiligen Farbkasten
Fig. 2: eine Seitenansicht des Farbkastens nach Schnitt A-A
Fig. 3: räumliche Ansicht der Ziehfase am unteren Abschnitt einer Trennwand
Der Farbkasten besteht aus einer Farbkastentraverse 1, der an ihr angeordneten Farbkastenwalze 2, den Seitenwänden 3, dem oben liegenden Farbmesser 4 und dem Farbkastenboden 5.
Beim mehrteiligen Farbkasten wird der einteilige Farbbehälter durch den Einsatz von einer oder mehrerer Trennwände 6, je nachdem wieviele Einzelbehälter vorgesehen sind, unterteilt.
In bekannterWeise und deshalb nicht besonders gezeigt bzw. erläutert ist beim mehrteiligen Farbkasten für jeden Farbkastenteil ein an der Trennwand 6 und der Seitenwand 3 anliegender oder je nach Anzahl der Einzelbehälter ein zwischen zwei Trennwänden 6 lagernder Farbkastenboden 5 vorgesehen. In analoger Weise sind die Farbmesser 4 unterteilt. Der Farbkasten boden 5 ist dabei so angeordnet, daß sein vorderes Teilstück einen geringen Spalt zum Mantel der Farbkastenwalze 2 besitzt und elastisch von letzterer abbiegbar ist. Es ragt dabei über einer auf dem Farbkastenboden 5 errichteten und die Drehachse der Farbkastenwalze 2 schneidende Senkrechte 10 hinaus. Die an der Stirnseite der Farbwalze 2 angeordneten unteren nasenförmigen Abschnitte 7 der Seitenwände 3 und die analog geformten in die nutenförmigen Einstiche 8 der Farbkastenwalze 2 eingreifenden nasenförmigen Abschnitte 7 der Trennwände 6 besitzen mindestens die Länge des Farbkastenbodens 5. Sie können jedoch auch über letzteren hinausragen, ohne daß die Vorteile der Lösung eingeschränkt werden.
Die Ziehfase 9 ist immer einer Seitenfläche der Farbkastenwalze 2 zugewandt. Sie befindet sich bei den Seitenwänden 3 demnach auf der Seitenwandseite, die der Stirnwand der Farbkastenwalze 2 zugewandt ist und bei den in den nutförmigen Einstichen 8 angeordneten Trennwänden auf beiden Seiten des nasenförmigen Abschnittes 7.
Eine evtl. für erforderlich gesehene Nachrüstung von Seitenwänden 3 bzw. Trennwänden 6 mit der Ziehfase 9 ist in einfacher Weise möglich, indem der nasenförmige Abschnitt 7, der mit der Ziehfase 9 versehen ist, gesondert hergestellt und an den vorhandenen Seiten- bzw. Trennwänden 3 bzw. 6 befestigt wird.
Im Druckbetrieb gelangt, je nach Viskosität der Farbe und Dicke des Farbfilms, eine unterschiedlich große Menge Farbe an die Stirnseiten der gegen den Farbkastenboden 5 im Uhrzeigersinn drehenden Farbkastenwalze 2.
Diese Farbe passiert die Ziehfase 9 ohne abgerakelt zu werden und gelangt in den Farbkasten zurück, um danach von nicht gezeigten Mitteln an den genannten Flächen so entfernt zu werden, daß sie im Farbbehälter verbleibt.
Claims (3)
1. Farbkasten für Druckmaschinen mit einer gegen den Farbkastenboden drehenden Farbkastenwalze, mit an ihren Mantel oberhalb des Farbkastens anstellbaren Farbmesser, mit an Seitenflächen der Farbkastenwalze vorgesehenen, diese radial mit gleichen Abstand abdeckenden Seitenwänden oder Seiten- und Trennwänden sowie einem auf einer Farbkastentraverse befindlichen Farbkastenboden, der mit einem geringen Spalt elastisch zum Mantel der Farbkastenwalze angeordnet ist und eine auf ihm errichtete, die Drehachse der Walze schneidende Senkrechte überragt, gekennzeichnet dadurch, daß die unteren auf der Farbkastentraverse (1) stehenden mit bei den Seitenwänden (3) an der jeweiligen Stirnfläche der Farbkastenwalze (2) anliegenden, bei den Trennwänden (6) in einem nutförmigen Einstich (8) der Farbkastenwalze (2) eingreifenden nasenförmigen Abschnitte (7) der Seitenwände (3) bzw. beim mehrteiligen Farbkasten der Seitenwände (3) und Trennwände (6) mindestens der Länge des Farbkastenbodens (5) entsprechen und jede einer Seitenfläche der Farbkastenwalze (2) zugewandte Seite dieser nasenförmigen Abschnitte (7) oberhalb der Farbkastenbodenebene mit einer Ziehfase (9) versehen ist, die an der Spitze jedes nasenförmigen Abschnittes (7) beginnt und vorder die Drehachse der Walze schneidenden Senkrechten (10) endet.
2. Farbkasten gem. Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß jede Ziehfase (9) aus zwei aneinanderstoßende, keilförmig sich gegen die Drehrichtung der Farbkastenwalze,(2) öffnende Fasen besteht, von der die eine etwa zwei Drittel zur Höhe des oberhalb des Farbkastenbodens (5) befindlichen nasenförmigen Abschnittes (7) senkrecht zur Farbkastenbodenebene und die andere im Winkel α zur ersteren angeordnet ist.
3. Farbkasten gem. Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Übergang von der einen zur anderen Fase abgerundet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD29528786A DD253401A1 (de) | 1986-10-15 | 1986-10-15 | Farbkasten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD29528786A DD253401A1 (de) | 1986-10-15 | 1986-10-15 | Farbkasten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD253401A1 true DD253401A1 (de) | 1988-01-20 |
Family
ID=5583093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD29528786A DD253401A1 (de) | 1986-10-15 | 1986-10-15 | Farbkasten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD253401A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5267793A (en) * | 1991-02-27 | 1993-12-07 | J & C Moores Ltd. | Ink agitating apparatus having a flexible blade which twists during lateral reciprocation |
| DE102004031504A1 (de) * | 2004-06-30 | 2006-01-26 | Koenig & Bauer Ag | Farbkasten für eine Druckmaschine |
-
1986
- 1986-10-15 DD DD29528786A patent/DD253401A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5267793A (en) * | 1991-02-27 | 1993-12-07 | J & C Moores Ltd. | Ink agitating apparatus having a flexible blade which twists during lateral reciprocation |
| DE102004031504A1 (de) * | 2004-06-30 | 2006-01-26 | Koenig & Bauer Ag | Farbkasten für eine Druckmaschine |
| DE102004031504B4 (de) * | 2004-06-30 | 2008-06-12 | Koenig & Bauer Aktiengesellschaft | Farbkasten für eine Druckmaschine |
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