DD253785A1 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen von leichten bauelementen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von leichten Bauelementen, insbesondere von solchen aus porigem Material geringer Dichte, wie Schaumgips. Um die beim Entformen auftretenden Kraefte zu verringern, erfolgt das Entformen in zwei oder mehreren Verfahrensschritten bereits bei Quellbeginn. Die Vorrichtung besteht aus einer Form mit mehreren Formkammern und in ihnen relativ zur Form beweglichen Kolben mit Halterungen, auf denen Hohlraumbildner befestigt sind sowie aus Grundplatten in den Formkammern, die im unteren Bereich der Hohlraumbildner nahe der Befestigung an den Kolben angeordnet sind, von den Hohlraumbildner durchdrungen werden und unabhaengig von den Kolben beweglich sind. Der Querschnitt der Hohlraumbildner nimmt vom Fuss zum Kopf ab.
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von leichten Bauelementen, insbesonders von solchen aus porigem Material mit geringer Rohdichte, wie Schaumgips.
Es sind Vorrichtungen zum Herstellen von Bauelementen bekannt, die aus einer Form bestehen mit einer oder mehreren Formkammern sowie einem oder mehreren Kolben bzw. Bodenplatten mit auf ihnen angeordneten, vorzugsweise zylinderförmigen Dornen. Mit diesen Dornen werden Hohlräume in das Bauelement eingeformt.
Die DD-PS 209592 und die DE-OS 3308500 beschreiben eine solche Vorrichtung zur Herstellung eines plattenförmigen Bauelementes aus Gips. Der Boden der Form wird von einem Kolben gebildet, auf dem zylinderförmige Dornen angeordnet sind und mit dem die fertige Platte hydraulisch aus der Form ausgestoßen wird.
Mit der DE-OS 2702838 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt geworden, bei denen die Dornen in Vibration versetzt werden, um den Beton zu homogenisieren und zu verdichten und die Qualität der so hergestellten Hohlkunststeine zu erhöhen.
Nach der SU-PS 408802 erfolgt das Verdichten durch eine Rütteleinrichtung, mit der die Vorrichtung verbunden ist. Die Form wird nach Erhärten des Betons nach oben abgezogen.
Mit diesen bekannten Verfahren und Vorrichtungen lassen sich nur Materialien großer Rohdichte und Festigkeit, wie Beton und Purgips, zu Bauelementen verarbeiten.
Für porige Materialien geringer Dichte, wie leicht kompressible Poren- oder Schaumgipse, sind diese Verfahren und Vorrichtungen nicht geeignet, weil die beim Entformen auftretenden Kräfte das aus diesen Materialien geformte Bauelemente beschädigen und zerstören können.
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung, mit der leichte, handmontagefähige, oberflächenfertige und maßgenaue Bauelemente aus porigem Material mit geringem Aufwand hergestellt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen leichter Bauelemente zu finden, bei denen die beim Enformen auftretenden Kräfte sowie verringert werden, daß sie keine Beschädigung oder Zerstörung des leichten Bauelementes bewirken und durch die die Herstellung dieser Bauelemente automatisiert wird. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Bauelemente mittels einer Vorrichtung in zwei Verfahrensschritten entformt werden. Beim ersten Verfahrensschritt werden die geformten Bauelemente aus der äußeren Formumhüllung entformt. Die Entformung setzt bei Quellbeginn der Formmasse ein. In dieser Phase ist die Reibung zwischen Formumhüllung und Formmasse noch klein. Außerdem führt dieser frühe Zeitpunkt der Entformung zu einer höheren Produktivität.
entfernt.
Die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens besteht aus einer Form mit vorwiegend mehreren starren Form kammern und in ihnen relativ zur Form beweglichen Kolben mit Halterungen auf denen Hohlraumbildner befestigt sind, sowie erfindungsgemäß aus Grundplatten, die im unteren Bereich der Hohlraumbildner an den Halterungen angeordnet sind, von den Hohlraumbildner an den Halterungen angeordnet sind, von den Hohlraumbildnern durchdrungen und unabhängig von den Kolben entlang der Hohlraumbildner durch mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen Antrieb beweglich sind. Die Hohlraumbildner sind erfinderisch so gestaltet, daß ihr Querschnitt vom Fuß zu Spitze abnimmt; und zwar in einem größeren Maße als bisher zur Entformung üblich war, so daß die bei der Entformung während des ersten Verfahrensschrittes auftretenden Stauchungskräfte nicht nur von der Bodenfläche der Bauelemente, sondern auch von den durch die Dorne gebildeten Hohlraumflächen aufgenommen werden, wodurch die Druckspannung unter die bei diesen Bauelementen zulässige Flächenpressung sinkt. Die Verjüngung des Querschnittes der Hohlraumbildner kann kontinuierlich konisch zur Vertikalachse oder stufenförmig sein.
Die Formmasse wird in die von oben offenen Form kammern gegeben. Durch eine Relativbewegung zwischen Formumhüllung und Kolben mit Halterungen, Hohlraumbildner und Grundplatten werden die Bauelemente aus der Form geschoben. Anschließend werden die Hohlraumbildner durch eine Relativbewegung der Grundplatten zu den Kolben aus den Bauelementen gezogen. Die Relativbewegung zwischen Grundplatten und Kolben wird über eine Arretiervorrichtung, einen Mitnehmer oder über mechanisch, pneumatisch oder hydraulisch betätigte Stößel automatisch in Gang gesetzt, sobald die Form die Bauelemente freigegeben hat.
Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen erläutert werden:
Fig. 1 zeigt die Vorderansicht einer Vorrichtung, bei der die Form 1 feststehend ist und die Bauelemente 2 von den Kolben 4 aus der Form 1 geschoben werden, die aber noch von den Grundplatten 3 und den auf den Kolben 4 befestigten Hohlraumbildnern 5 gehalten werden. Im oberen Bereich der Form 1 sind Arretierungen 6 angebracht, die die Grundplatten 3 arretieren, sobald diese den oberen Rand der Form 1 erreicht haben. Werden die Kolben 4 mit den Halterungen und den Hohlraumbildnern 5 zurückgefahren, bleiben die Grundplatten 3 in ihrer Stellung und halten die Bauelemente 2, aus denen die Hohlraumbildner 5 durch die Kolben 4 entfernt werden.
In Fig. 2 ist die Seitenansicht einer Vorrichtung dargestellt, bei der die Kolben 4 mit den Hohlraumbildnern 5 feststehend sindund ' die Form 1 beweglich ist. In der unteren Stellung gibt sie die Bauelemente 2 frei. Dabei rastet eine an ihrem oberen Rand angebrachte Arretierung 6 in bzw. unter die Grundplatte 3 ein, so daß die Form 1, wenn sie nach oben gefahren wird, die Grundplatten 3 und die von ihr getragenen Bauelemente 2 mitnimmt, während die Hohlraumbildner 5 aus den Bauelementen 2 entfernt werden.
In Fig. 3 sind verschiedene Ausführungsformen der Hohlraumbildner 5 dargestellt.
Claims (6)
- - Ί - £.ΌΟ /OOPatentansprüche:1. Verfahren zum Herstellen von leichten Bauelementen, insbesondere von solchen aus porigem Material geringer Dichte, wie Schaumgips, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauelemente in zwei oder mehr Verfahrensschritte entformt werden und daß der erste Verfahrensschritt bereits mit dem Quellbeginn der Formmasse einsetzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während des ersten Verfahrensschrittes die Bauelemente von ihrer äußeren Formumhüllung getrennt werden und daß während des zweiten Verfahrensschrittes die Bauelemente von den inneren Hohlraumbildnern, wie Dornen, entformt werden.
- 3. Vorrichtung zum Herstellen von leichten Bauelementen, bestehend aus einer Form mit mehreren Formkammern und in ihnen relativ zur Form beweglichen Kolben mit Halterungen, auf denen Hohlraumbildner befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlraumbildner in jeder Formkammer eine Grundplatte durchdringen, die beim Füllen der Form im unterem Bereich der Hohlraumbildner nahe der Befestigung an den Kolben angeordnet und unabhängig von den Kolben beweglich sind, und daß der Querschnitt der Hohlraumbildner vom Fuß zum Kopf abnimmt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Querschnitt der Hohlraumbildner kontinuierlich konisch zur Vertikalachse vom Fuß zum Kopf verjüngt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Querschnitt der Hohlraumbildner stufenförmig vom Fuß zum Kopf verringert.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Rand der Form Arretierungen angebracht sind, die in Aussparungen der Grundplatten oder unter den Grundplatten einrasten, wenn die Form die Bauelemente freigegeben hat und eine Relativbewegung zwischen Grundplatten und Kolben sowie den auf ihnen befestigten Höhlraumbildner auslöst.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD29643586A DD253785A1 (de) | 1986-11-19 | 1986-11-19 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von leichten bauelementen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD29643586A DD253785A1 (de) | 1986-11-19 | 1986-11-19 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von leichten bauelementen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DD253785A1 true DD253785A1 (de) | 1988-02-03 |
Family
ID=5583995
Family Applications (1)
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| DD29643586A DD253785A1 (de) | 1986-11-19 | 1986-11-19 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von leichten bauelementen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD253785A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4007977A1 (de) * | 1989-03-16 | 1990-10-11 | 43 Sz Allami Epitoeipari Valla | Deckenfeld fuer deckenkonstruktionen mit einer oder mehreren stuetzweiten sowie verfahren zum herstellen des deckenfeldes |
-
1986
- 1986-11-19 DD DD29643586A patent/DD253785A1/de not_active IP Right Cessation
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| DE4007977A1 (de) * | 1989-03-16 | 1990-10-11 | 43 Sz Allami Epitoeipari Valla | Deckenfeld fuer deckenkonstruktionen mit einer oder mehreren stuetzweiten sowie verfahren zum herstellen des deckenfeldes |
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