DD254134A1 - Verfahren zur herstellung von fuellkoerpern - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Fuellkoerpern, die an Stelle von Gefluegelfedern zur Fuellung von Kissen und Bettdecken verwendet werden. Es ist Ziel und Aufgabe der Erfindung, Fuellkoerper fuer Bettdecken, Kissen und dgl. herzustellen, die den Gefluegelfedern aehnliche Eigenschaften besitzen und mit denen der staendig steigende Bedarf an natuerlichen Federn abgedeckt werden kann. Erfindungsgemaess werden Faeden oder streifenfoermige textile Elemente zu Schaeuchen geflochten oder rundgestrickt, die unter Temperatureinwirkung geformt, fixiert und zu endlichen Hohlkoerperelementen begrenzter Laenge getrennt werden. Die Hohlkoerperelemente werden in der Regel beidseitig geschlossen und koennen zur Sicherung einer dauerhaften Elastizitaet mit federnden Fuellmaterialien gefuellt werden. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung dient der Herstelking von Füllkörpern, die in gleicher Weise wie Geflügelfedern und mit diesen zusammen oder anstelle von natürlichen Federn verwendet werden.
Zur Füllung von Bettdecken und Kissen, aber auch Steppdecken und Schlafsäcken, werden überwiegend die Federn des Kleingefieders, die sog. Pelzdunen (Daunen, Flaumfedern) von domestizierten Gattungen aus der Familie der Entenvögel verwendet. Diese Geflügelfedern zeichnen sich bei geringem Eigengewicht durch eine hohe Wärmedämmung, gute Bauschigkeit und Wiederholung nach dem Zusammendrücken aus. Nachteilig ist, daß durch den Keratinaufbau der Federn diese einerseits von diversen Schadinsekten und bei Nässe oder Feuchtigkeit andererseits von Schimmel oder Moder befallen und dadurch zerstört werden. Das natürliche Aufkommen an Geflügelfedern kann außerdem den zunehmenden Bedarf nicht abdecken. Um dem Bedarf besser gerecht zu werden, wurden den Geflügelfedern schon Synthesefasern beigemischt Diese Mischung entspricht nicht der erforderlichen Qualität.
Als Alternative zur Füllung aus Geflügelfedern ist bekannt, insbesondere bei Schlafsäcken, locker verfestigte Vliese aus Wolle oder synthetischen Faserstoffen — wie z.B. Polyester- oder Polyacrylnitri !fasern — zu verwenden.
Dieses voluminöse, flächige Material ist allerdings für die Füllung von Bettdecken und Kissen weniger geeignet. Dafür ist bekannt, eingeschüttetes flockeförmiges Fasermaterial durch Absteppen zu lokalisieren und dadurch ein im Laufe des Gebrauches eintretendes Verschieben oder Zusammenballen der Füllung zu verhindern. Auch die Verwendung von zerkleinerten Polyurethanschaumstoffen ist als synthetisches Füllmittel bekannt, wobei dieses nur in eingeschränktem Umfang für das Füllen von dekorativen Kissen Bedeutung erlangte.
Trotz verschiedener positiver Merkmale konnte durch die angeführten künstlichen Füllstoffe kein gleichwertiges Sübstitut für natürliche Geflügelfedern gefunden werden.
Aus dem USP 3892909 ist bereits bekannt, aus synthetischen Fasern zylindrische oder spiralförmige Körper herzustellen, die als Ersatz für natürliche Federn dienen sollten. Diese Körper werden aus Faserbändern erhalten, welche zur Verfestigung mit einem Binder besprüht werden. Die Verfestigung kann auch durch Ultraschall, Laserstrahl oder Drehungserteilung erfolgen.
Die zylindrischen oder spiralförmigen, als Bettfedern vorgeschlagenen Körper sind im Vergleich zu Geflügelfedern viel weniger elastisch, weil ihnen die Federkraft fehlt, die natürliche Federn durch den im Ruhezustand gebogenen Federkiel besitzen. Auch wurde bereits versucht, einen Ersatz für natürliche Federn in Form von Faserbällchen, d. h. zu Noppen geformtes Fasermaterial zu schaffen. Das hat den Nachteil, daß die Füllung durch die notwendigerweise vergrößerte Füllmenge schwerer wird.
Weiterhin ist gemäß DD-PS 211 711 ein Verfahren bekannt, bei dem ein Faservlies übernäht, in Streifen geschnitten und anschließend in kurze, den Federn entsprechende Stücke getrennt wird. Bei diesem Verfahren sind auch thermische Behandlungen der Nähte möglich, um die Wirkung des Federkiels nachzuahmen.
Gekennzeichnet wird das Verfahren durch Anordnung von Nähten in der Mitte oder an den Seiten des Elementes. Als maßgebende Elemente fungieren dabei Nähte, die sowohl die Stabilität des Federelementes garantieren, als auch die Wirkung des Federkieles imitieren sollen. Die Bauschigkeit der natürlichen Federn wird dadurch allerdings nicht erreicht.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, Füllkörper für Bettdecken und Kissen zu entwickeln, die in ihren Eigenschaften denen der natürlichen Geflügelfedern weitgehend entsprechen und resistent gegenüber Schädlings- und Moderbefall sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Füllkörper für Bett-und Kissenfüllungen zu schaffen, die auch bei längerer Gebrauchsdauer eine hohe Elastizität und gutes Bauschvermögen bewahren und mit denen der ständig steigende Bedarf an bettfederartigen Füllmitteln abgedeckt werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Fäden oder streifenförmige textile Elemente zu Schläuchen geflochten oder rundgestrickt werden, die unter Temperatureinwirkung geformt, fixiert und zu endlichen Hohlkörperelementen begrenzter Länge getrennt werden. Die Schläuche werden über einen beheizten Dorn oder eine Hülse gezogen, geformt und fixiert, wobei die Schläuche von innen und/oder von außen mit Wärmeenergie beaufschlagt werden können.
Die Schläuche werden aus fixierbaren und/oder schrumpffähigen und/oder klebefähigen Materialien gebildet.
Das Flechtmaterial für die Schläuche kann aus breiten Flächengebilden, wie glatten oder spurenweise verwirbelten, vernähten oder anderweitig verfestigten Vliesstoffen, Elementarfadenvliesen, Geweben, Gewirken oder ähnlichem geschnitten werden.
Vor dem Trennen wird der endlose Schlauch an den für das Trennen vorgesehenen Stellen flachgedrückt und diese Stellen werden durch Vernadeln, Verwirbeln, Verkleben, Verschweißen od. dgl. in sich verfestigt.
Bei ihrer Herstellung bzw. Formung werden die Schläuche über einen formenden Dorn bzw. eine formende Hülse mit kreisförmigem oder von der Kreisform abweichendem Querschnitt gezogen.
Der formende Dorn oder die formende Hülse kann aber auch einen in Abzugsrichtung zu- oder abnehmenden Querschnitt aufweisen.
Die geschnittenen Hohlkörperelemente werden in der Regel beidseitig geschlossen, sie können aber auch ein- oder beidseitig offen als röhrenförmige Hohlkörperelemente eingesetzt werden.
Zur Erhöhung und Sicherung der dauerhaften Elastizität können sie in geschlossenem Zustand mit federnden Füllmaterialien wie Fasern, Fäden, textlien Streifen, Schaumkörpern, gefalteten oder runden Hohlpartikeln oder ähnlichem gefüllt werden.
Außerdem können auf die Flächengebilde vor dem Schneiden in Streifen, auf die Fäden oder Streifen vor dem Flechten oder Stricken oder auch auf die Schläuche vor oder nach dem Schneiden in einzelne Hohlkörperelemente Präparationsmittel, Kunststoffe, Kunstharze od. dgl. aufgebracht werden.
Diese aufgebrachten Kunstharze od. dgl. unterstützen die elastische Wirkung der Hohlkörperelemente, ebenso wie die Füllung mit Fasern, Fäden od. dgl., die Bauschigkeit und das Erholungsvermögen der Hohlkörperelemente unterstützt. Gleichzeitig wird die Neigung des Materials zum Verhaken durch den Einschluß in die Hohlkörperelemente verdrängt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren entstehen Hohlkörperelemente, die — vor allem bei Belastungen quer zu ihrer 'Längsachse — eine geringe Steife und ein hohes elastisches Erholungsvermögen besitzen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1: eine prinzipielle Ansicht der röhrenförmigen Struktur Fig.2: einen Schnitt der röhrenförmigen Struktur Fig.3: die abschnittsweise Verfestigung und Trennung
In Fig. 1 ist die röhrenförmige Struktur dargestellt. Das verflochtene Fadenmaterial 1,2 ist nahezu rechtwinklig zueinander nach den Regeln der Gewebebindungen als Schlauch angeordnet. Dazu dient das bekannte Verfahren des Flechtens. Durch entsprechende Gestaltung kann der Schlauchdurchmesser den Anforderungen angepaßt werden.
(Jm die Hohlkörperform zu erhalten und zu fixieren, wird der Schlauch um einen beheizbaren Dorn 3 geflochten (Fig. 2). Das Flechtmaterial 1', 2' besteht vorzugsweise aus fixierbaren Stoffen. Vor allem kommen dabei synthetische Materialien zur Anwendung.
Diese zu verflechtenden Elemente V1 2' können erfindungsgemäß aus Fäden oder aus streifenförmigen flachen Materialien bestehen, die aus vorverfestigten Stoffen wie Vliesstoffen, Wirbelvliesstoffen, Elementarfäden, Vliesen, Geweben, Gewirken und sonstigen Flächengebilden durch Schneiden in Streifen gewünschter Breite entstehen. Aber auch die ausschließliche Herstellung solcher Streifen ist möglich.
Die zu verflechtenden Fäden oder Streifen können vollständig oder zum Teil aus jchrumpf- und/oder klebfähigem Material bestehen, um so dauerhafte Verformungen des Schlauches, evtl. in Verbindung mit einem Fixierprozeß zu erzielen. Durch die Einwirkung derTemperatur und die Formung wird der Höh !körper fixiert. Jenach Durchmesser des Dorns 3 werden kompaktere oder voluminösere Schläuche erzielt. Der Querschnitt des Dorns 3 kann kreisförmig, elliptisch oder auch von anderer Form
Es entspricht auch der Erfindung, wenn der Schlauch durch einen innen eingebrachten Dorn mit dem gewünschten Querschnitt geformt, die Wärmeenergie aber mittels einer äußeren Hülse aufgebracht und somit die gewünschte Form fixiert wird.
Vordem Flechten können diefäden oder nach dem Flechten des Hohlkörpers oder nach dessen Trennung in einzelne Elemente bestimmter Länge können übliche Behandlungen mit Präparationsmitteln, Imprägnierungen oder Spezialbehandlungen mit Kunststoffen, Kunstharzen oder dgl. folgen.
Bei Verwendung einer in den geflochtenen Schlauch eingebrachten Hülse ist es möglich, während des Flechtvorganges bauschende elastische Materialien, wie z.B. Fasern oder Schäume, die während der thermischen Behandlung oder in einer gesonderten Wärmebehandlung in ihre feste oder elastische Form überführt werden, in den geformten Höh !körper einzufüllen.
Bei einer gesonderten Wärmebehandlung können die bauschenden elastischen Materialien, die z. B. Substanzen enthalten, die schmelzklebfähig sind, dauerhaft mit dem Hohlkörper verbunden werden.
Je nach dem Schrumpf- und Relaxationsverhalten derfür die Hohlkörperherstellung verwendeten Materialien kann die Querschnittsfläche des Dorns 3 oder der inneren Hülse in Abzugsrichtung des Geflechtes ab- oder zunehmen.
Das Trennen der leeren oder gefüllten Hohlkörper kann bei thermoplastischen Materialien so erfolgen, z. B. mit Hilfe von Laserstrahlen, daß die Hohlkörperelemente an den beiden trennstellen so verschlossen werden, daß sie eine kissenförmige Form erhalten.
Es entspricht auch der Erfindung, wenn vor dem Trennen der endlose Hohlkörper 4 an den für das Trennen vorgesehenen Stellen flachgedrückt und z. B. gemäß Fig.3 mittels Filznadeln 5 die Hohlkörperwandung und im Falle einer Füllung die Hohlkörperwandung und das Füllmaterial so vernadelt werden, daß nach dem Trennen mittels Trennscheibe 6 beide Trennstellen 7 und T des Hohlkörperelementes 8 verschlossen sind.
Claims (12)
1. Verfahren zur Herstellung von Füllkörpern, gekennzeichnet dadurch, daß Fäden oder streifenförmige textile Elemente zu Hohlkörpern in Form von Schläuchen geflochten oder rundgestrickt werden, die unter Temperatureinwirkung geformt, fixiert und zu endlichen Hohlkörperelementen begrenzter Länge getrennt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schläuche über einen beheizten Dorn oder eine Hülse gezogen, geformt und fixiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schläuche von außen und/oder innen mit Wärmeenergie beaufschlagt werden.
4. Verfahren nach Anspruch !,gekennzeichnet dadurch, daß die Schläuche vollständig oderzumTeil aus fixierbaren und/oder schrumpffähigen und/oder klebfähigen Materialien gebildet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Flechtmaterial für die Schläuche aus breiten Flächengebilden, wie glatten oder spurenweise verwirbelten, vernähten oder anderweitig verfestigten Vliesstoffen, Elementarfadenvliesen, Geweben, Gewirken o.a. geschnitten werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1,gekennzeichnetdadurch,daßvordemTrennen derendlose Schlauch an den für das Trennen vorgesehenen Stellen flachgedrückt wird und diese Stellen durch Vernadeln, Verwirbeln, Verkleben, Verschweißen od. dgl. in sich verfestigt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Trennen der geformten und fixierten Schläuche zu Hohlkörperelementen so erfolgt, daß die Hohlkörperelemente an beiden Enden geschlossen werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schläuche über einem formenden Dorn oder einer formenden Hülse mit kreisförmiger oder von der Kreisform abweichender Querschnittform geflochten werden.
9. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schläuche über einem formenden Dorn oder einer formenden Hülse mit in Abzugsrichtung zu- oder abnehmendem Querschnitt geflochten werden.
10. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schläuche mit federnden Füllmaterialien wie Schaum- oder Hohlpartikeln, im Hohlkörperelement aufzuschäumenden Substanzen, Fasern, Fäden oder ähnlichem gefüllt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß auf die Flächengebilde vor dem Schneiden oder auf die Fäden oder Streifen vor dem Flechten Präparationsmittel, Kunstharze, Kunststoffe od. dgl. aufgebracht werden.
12. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß auf die Schläuche vor oder nach dem Schneiden in einzelne Hohlkörperelemente Präparationsmittel, Kunststoffe, od. dgl. aufgebracht werden.
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|---|---|---|---|---|
| FR2751993A1 (fr) * | 1996-08-01 | 1998-02-06 | Cera | Procede de liaison de deux flans, notamment fibreux |
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1986
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| EP0822285A3 (de) * | 1996-08-01 | 2000-10-11 | Centre d'Etudes et Recherche pour l'Automobile ( CERA) S.A. | Verfahren zum Verbinden von zwei Bahnen, insbesondere faserige Bahnen |
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